BadSanta

Ihr habt ja keine Ahnung, wie nervös ich bin und mich gleichzeitig freue..mal sehen, was ihr sagt, wenn ihr herausfindet, wo diese Weihnachtsfeier stattfindet 😉

Weihnachtsfeiern verheißen nie etwas Gutes – Camilla

Die Lippen tiefrot und die Augen dunkel geschminkt. Dazu das knappe rote Outfit. Ich bin mir wirklich nicht sicher, ob es eine so gute Idee ist, der Einladung meines Geschäftspartners zu folgen aber jetzt ist es auch zu spät. Schließlich hatte ich ihm vor fünf Minuten geschrieben, dass ich fertig bin und er den Wagen schicken soll. Super. Ich habe mir das nicht wirklich gut durchdacht.

Mein Blick wandert ein weiteres Mal über meinen Körper im Spiegel und ich zupfe an dem viel zu kurzen Rock herum. Warum denken nur alle, weil ich einen Sexshop führe, dass ich auch auf wilde Parties in solchen Klamotten stehe. Aber nachdem ich drei Jahre lang abgelehnt habe, konnte ich Jo nicht schon wieder absagen. Mein schlechtes Gewissen ist einfach zu groß gewesen. Der Rock geht mir gerade mal bis über den Hintern, der weiße, flauschige Rand betont meine Oberschenkel auf eine mir unangenehme Art und Weise, dazu die rote Korsage, mit dem Push-up-BH und dem ebenso weißen, flauschigen Rand. Himmel, wie konnte ich das nur zulassen? Okay, ich verkaufe diese Teile im Laden, aber selbst angezogen habe ich sie nie.
Jetzt weiß ich auch wieder, wieso.
Okay. Ganz unbedarft bin ich wirklich nicht. Sonst würde ich nicht so einen Laden führen, wie ich es tue. Aber eine Sexy-Weihnachtsfeier, die von Jo veranstaltet wird, ist mir neu. Und da ich ihn kenne, weiß ich, dass ich heute Dinge sehen werde, die ich noch nie beobachtet habe.

Ob ich will oder nicht – allein die Vorstellung, Jo beim Sex mit einer anderen Frau – oder mehreren – lässt einen Schauer über meinen Rücken rieseln. Außerdem spüre ich das Prickeln zwischen meinen Beinen, das mir eindeutig zu verstehen gibt, was ich will. Und deswegen überwinde ich mich, meinen Mantel überzuziehen, den Schal umzulegen und die Tür zu öffnen nachdem es geklingelt hat. Mit dem Anblick, der sich mir bietet, hätte ich rechnen sollen und doch verschlägt es mir den Atem, als ich Jo vor mir vorfinde.
„Zu gern würde ich wissen, was du unter diesem schwarzen Mantel trägst“, sind seine ersten Worte an diesem Abend, und das sein Blick über mich wandert, ist mir viel zu stark bewusst. So wie immer. Doch bisher konnte ich ihm widerstehen. Jeden Flirt habe ich abgewehrt und auf unsere Geschäftsbeziehung verwiesen. Aber als er jetzt meine Beine, die in diesen roten Strapzen stecken und in ebenso roten Schuhen, die eine neckische Schleife am Knöchel haben, zweifele ich an meiner weiteren Standfestigkeit. Denn er sieht verboten gut aus in seinem ebenfalls dunklen Mantel, den ebenfalls dunklen, zurückgestrichenen Haaren, die sowieso nicht halten werden, weil sie zu lang sind und einem Blick, der mir direkt unter die Haut geht.
„Da du es geschafft hast, mich zu überreden mit auf diese Party zu gehen, wirst du es herausfinden“, erwidere ich lächelnd, blicke auf den Boden und beiße mir auf die Lippen. Jo ist nicht der Einzige, der spielen kann, nur hat er davon keine Ahnung.
„Wenn du so mit mir sprichst, bin ich gewillt hierzubleiben und eine kleine Privatparty zu veranstalten, Camilla“, ist seine Erwiderung, die das Prickeln nur verstärken.
„Und dann wirst du mir das gesamte Jahr jammernd in den Ohren liegen, weil du eine so vielversprechende Nacht an mich verschwendet hast. Danke, aber nein danke“, wehre ich ihn ab, obwohl ich sein Angebot wirklich in Erwägung ziehe. „Ich wüsste schon, wie ich diese Nacht zu etwas ganz Besonderem mache. Aber wenn du nicht willst – nach dir.“ Formvollendet bietet er mir seinen Arm an, den ich einen Ticken zu schnell ergreife. Nur sind meine Knie so weich durch seine samtene Stimme, dass ich Angst habe, umzukippen, wenn er mich nicht hält.

„Du riechst fantastisch, Camilla“, schmeichelt er mir weiter, streicht damit mit seiner Nase über meine Wange, so dass ich seinen heißen Atem auf der Haut spüre. Scheiße, diese Nacht wird ein einziger Kampf, wenn er mich die ganze Zeit so anmacht. Dabei ist er einfach er selbst. Die pure Verführung, egal was er tut.
„Hör auf damit oder ich bleibe gleich zu Hause“, drohe ich ihm an, auch wenn mich keine zehn Pferde davon abhalten könnten, mit ihm zu gehen.
„Lügen steht dir überhaupt nicht, Camilla. Steig ein“, bittet er mich sanft aber mit Nachdruck. Wieder dieser Schauer, der über meinen Rücken läuft, doch ich folge seinem Wunsch. Das Leder kühlt meine erhitzte Haut, obwohl draußen Minusgrade sind. Das darf doch nicht wahr sein. Da besitze ich einen Sexshop und reagiere trotzdem so überzogen auf meinen Geschäftspartner. Sollte ich nicht abgehärtet sein und alles kennen?
„Alles okay?“, will Jo wissen und erst dadurch bemerke ich, dass ich unruhig hin und her rutsche. Es sollte mir unangenehm sein, doch ich kann es einfach nicht aushalten. Mittlerweile will ich wirklich wissen, was mich in diesem Club erwartet und wie weit Jo gehen würde, um mit mir zu schlafen. Und wie weit ich selbst gehe.
„Natürlich. Was sollte denn sein?“, stelle ich die Gegenfrage, stoppe in der Mitte der Sitzbank und fixiere Jo, der auf der Bank mir gegenüber sitzt. Diese Limousine ist einfach riesig.
„Ich weiß es nicht. Du wirst unruhig, angespannt. Wenn du willst, könnte ich dir da Abhilfe schaffen“, bietet er mir an, mit einem Tonfall, der mein Höschen feucht werden lässt. Scheiße. Sein Blick hält meinen fest und ich versuche, herauszufinden, was ich als Nächstes tun soll. Auf ihn eingehen oder weiterhin die Unnahbare gebe? Wie ich es seit drei Jahren tue.
Wofür ich mich wirklich entscheide, überrascht mich selbst. Doch ich schiebe es einfach auf die drei Gläser Sekt, die ich während des Anziehens getrunken habe, um mich zu beruhigen.

„Ich bin mir sicher, dass du das könntest“, antworte ich ihm und spreize die Beine. Der Mantel öffnet sich, rutscht über meine Oberschenkel und gewährt Jo einen ganz besonderen Anblick. Denn ich trage unter dem viel zu kurzen Röckchen – nichts. Zufrieden beobachte ich, wie Jo schwer schluckt und der verführerische Mann plötzlich Probleme bekommt, seine Haltung zu bewahren. Zwar erkenne ich es nur daran, wie sich sein Atmen erhöht und er die Hände zu Fäusten ballt. Seine Augen weiten sich einen Augenblick, bevor die Funken mich zu verbrennen drohen, die sie versprühen.
„Hast du nicht immer behauptet, dass diese Szene nichts für dich wäre? In der man sich direkt und ohne großes Gelaber anbietet und einfach seiner Lust nachgibt?“, fragt er mich, und ich spüre, das Ziehen in meinem Unterleib, das mir unmissverständlich klarmacht, was ich will. Egal, ob es an dem Sekt liegt, meiner monatelangen Durststrecke oder weil er einfach unwiderstehlich ist. Eines davon wird es schon sein, was mich dazu gebracht hat, ihm mein kleines Geheimnis zu verraten.
Mit leichtem Zug, öffne ich die Schlaufe, die den Mantel zusammengehalten hat und präsentiere Jo damit mein Kostüm vollständig. Meine langen blonden Locken lege ich mir über die Schultern nach vorn und lasse meinen Gegenüber nicht aus den Augen. Obwohl er äußerlich keinerlei Reaktion zeigt, spüre ich seine Anspannung. Als könnte ich sie greifen, dabei liegen mindestens zwei Meter zwischen uns.
„Ist sie auch nicht. Aber in ein paar Tagen ist Weihnachten, ich habe mich einmal entschieden mit dir mitzukommen und komme aus der Sache sowieso nicht mehr heraus. Wieso dann nicht das Beste daraus machen? Oder siehst du das anders?“ Mit einem kokettem Augenaufschlag bedenke ich Jo, rutsche auf dem Ledersitz ein Stück nach vorn, bis ich auf dem Rand davon sitze. Mittlerweile pulsiert meine Klit so sehr, dass ich das Gefühl direkt zu kommen, wenn ich sie berühre.
„Ich glaube, meine Anwesenheit und der Shop haben endlich abgefärbt. Du hast keine Ahnung, wie sehr ich dich gerade will. Aber leider, sind wir da“, bedauert Jo das Anhalten unseres Wagens. Wie ein eiskalter Eimer Wasser über meinen Kopf fühlt es sich an, als er sich erhebt, meine Knie leicht berührt und sie schließt. Ich bin mir selten dämlicher vorgekommen als in diesem Moment. Zwar spüre ich die Anziehung zwischen uns, spüre, wie scharf ich auf Jo bin und bemerke sein leichtes Zittern, als seine Finger auf meinen Knien ruhen und doch fühle ich mich zurückgewiesen.

„Ich verspreche dir, Camilla, dass es nur aufgeschoben ist, bis nach dem Essen. Heute Nacht werden wir miteinander schlafen – versprochen. Und jetzt komm, wir sollten uns stärken.“ Er zwinkert mir zu, greift nach meiner Hand und zieht mich sanft aus dem Wagen. Behutsam schließt er meinen Mantel, drapiert meine Haare ordentlich und verschränkt seine Finger mit meinen. Als wären wir ein Paar, das gemeinsam zu seiner Weihnachtsfeier geht und nicht Geschäftspartner, die seit Jahren umeinander schleichen.
„Falls du dich fragen solltest, ob mich dein Anblick angemacht hat“, beginnt er, zieht meine Hand unter seinen Mantel und legt sie auf seinen Schritt. Überrascht schnappe ich nach Luft, denn Jo ist hart. Steinhart.
„Nur wegen dir“, fügt er seinen Worten hinzu, massiert mit meiner Hand seine Erektion und schließt einen Augenblick lang seine Augen.
„Ich kann es kaum erwarten, mit dir das Dark Rose zu betreten.“

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