Bad Santa – das Jahr endet heiß – Teil 4

Eine Nacht wie im (Alp)Traum – Jo

Ihre Worte verwirren mich. Nur eine Nacht? Was soll denn der Mist? Ganz sicher habe ich nicht vor, Camilla jemals wieder mein Bett verlassen zu lassen, nachdem sie mich so schnell hat kommen lassen, wie noch keine andere Frau zuvor. Durchhaltevermögen hätte ich mir als zweiten Vornamen verpassen können, aber diese Frau macht jeden Versuch ihr etwas zu bieten zunichte. Allein wie sie meinen Namen gestöhnt hat, wie sie sich um mich herum zusammengekrampft hat oder ihr Duft, haben mich wahnsinnig gemacht. Schon das gesamte Essen über, war ich versucht, sie direkt auf dem Tisch zu vögeln, vor den Augen aller anderen.
„Glaub mir, Camilla, dafür reicht nicht nur eine Nacht“, gebe ich zurück, ziehe mich doch noch aus ihr heraus und vermisse ihre enge Pussy direkt. Scheiße. Die Frau geht mir unter die Haut, ohne das ich es beeinflussen kann.
„Dir wird nichts anderes übrig bleiben. Bei mir gibt es keine Affären oder etwas Längerfristiges. Das führt immer nur zu Stress und Ärger, den ich nun gar nicht gebrauchen kann.“ Ihre Stimme klingt so distanziert und unterkühlt, dass sich meine Eier direkt verkriechen wollen. Mein Schwanz hat das Bedürfnis, sich vor ihr zu verstecken und das nur, weil sie mich behandelt, als wäre ich ein x-beliebiger Fick.
„Das werden wir ja sehen.“ Damit schnappe ich mir eine der Stoffservietten, reiche sie Camilla und nehme mir die Nächste. Ohne ein Wort zu sprechen, säubern wir uns, Camilla schiebt sich von der Tischkante und richtet ihren Rock. Wenn das denn fähig ist. Allein das Wissen, dass sie unter diesem Hauch von Nichts einfach Nichts trägt, holt meinen Schwanz aus seinem Versteck.

„Wie auch immer. Gehen wir jetzt runter?“ Noch immer ist Camilla distanziert, etwas, das mir so gar nicht gefällt. Nicht, wenn wir gerade unglaublichen Sex hatten und beide bereits jetzt auf unsere Kosten gekommen sind. Es kratzt an meinem Ego, dass sie nicht um mehr bettelt. Das ist mir so noch nicht passiert und das obwohl ich weiß, wie sehr es ihr gefallen hat.
„Das kommt darauf an“, sage ich, entferne mich ein paar Schritte und spüre ihren Blick im Nacken. Heiß prickelt er auf meiner Haut, doch ich darf mich jetzt nicht ablenken lassen. Nicht, wenn ich Camilla davon überzeugen will, mir mehr zu geben, als die paar Stunden hier.
„Worauf?“, springt sie auf meine Worte an, folgt mir und ihre Anspannung ist greifbar. Für sie ist dieses Gespräch unangenehm, aber daran ist sie selbst Schuld, wenn sie mir so einen Mist an den Kopf wirft.

„Ob du deine beschissene Laune – wo auch immer die plötzlich herkommt – ablegst oder du mit ihr gemeinsam verschwindest. Ich wollte einen gigantischen Abend mit dir, der etwas Heißes einleitet aber ich werde mich von dir nicht abhaken lassen und das, bevor die Nacht überhaupt begonnen hat.“
Es ist ungewöhnlich für mich, dass ich mit einer Frau soviel darüber rede, dass wir miteinander schlafen. Aber ich habe drei Jahre gebraucht, bis ich an diesem Punkt angekommen bin, also werde ich sicher nicht gleich wieder die Segel streichen. Camillas Pussy hat sich zu gut um meinen Schwanz angefühlt, das will ich wieder. Und wieder. Und wieder.
„Keine Ahnung, was du dir da zusammengereimt hast, nur gibt es bei mir nicht mehr als eine Nacht.“ Sie schluckt schwer, ringt mit sich, schüttelt aber dann den Kopf.
„Ich denke, es ist besser, wenn du mir den Wagen rufst“, entscheidet sie sich und trifft mich damit eiskalt. Hat sie das ernsthaft gesagt?
„Du willst gehen?“, frage ich sie fassungslos, denn das ist ganz und gar nicht das, was ich beabsichtigt hatte. Sie sollte sich dafür entscheiden, mit mir runter zu gehen, den anderen zuzusehen und eine weitere Runde zu starten.
„Wenn du mich vor die Wahl stellst, meine Meinung nach nur einem Mal Sex zu ändern oder nach Hause zu fahren, werde ich Option eins wählen. Kein Mann wird mich zu etwas bringen, was ich nicht will. Früher nicht, heute nicht, später nicht.“
Dass sie sich nicht beeinflussen lässt, imponiert mir, selbst wenn das bedeutet, dass unsere heiße Nacht, bereits jetzt zu Ende ist. Dennoch kann ich sie verstehen. Irgendwie. Schließlich lasse ich mich von den Frauen, mit denen ich ein Bett teile, nicht zu irgendetwas drängen, was ich nicht will. Aber ich bin ein Kerl. Sind Frauen da nicht wankelmütiger?

„Gut. Dann fahren wir“, entscheide ich aus diesem Grund, denn ich will sie nicht alleine lassen. Auch wenn ich es nicht verstehe, doch Camilla fasziniert mich. Ein Teil von mir will unbedingt wissen, warum sie sich so davor verschließt, länger als nur diese Nacht mit mir zu schlafen. Der andere will unbedingt noch ein weiteres Mal in den Genuss ihrer herrlichen Pussy kommen. Ich will sie kosten, mich von ihr verführen lassen und herausfinden, was sie alles zu bieten hat.
„Wir?“ Sie wirkt ehrlich erstaunt, kann das schmale Lächeln aber nicht verstecken. Also verbringt sie doch gern ihre Zeit mit mir. Was soll dann diese Abweisung?
„Natürlich. Denkst du ehrlich, ich würde dich mitten in der Nacht alleine mit einem Taxi nach Hause schicken? Du solltest mich doch besser kennen“, ziehe ich sie auf, traue mich, sie wieder anzulächeln und bin erleichtert, als sie es erwidert.
„Also machst du keine Szene, weil ich es ablehne, dich morgen wieder in meinem Bett zu begrüßen?“ Zumindest nicht äußerlich, denn in meinem Kopf liegen einige Sprüche bereit, die ich ihr vorwerfen könnte. Keiner davon verlässt meine Lippen, denn das würde nichts bringen, außer, dass ich unsere Geschäftsbeziehung gefährde. Außerdem bildet sich in meinem Kopf ein Plan, den sie nicht ablehnen kann. Aber dafür ist morgen noch genügend Zeit.
„Wozu? Du hast klar gemacht, dass dir nichts daran liegt, mit mir außerhalb dieser Mauern zu schlafen. Wir sind doch beide erwachsen und ich werde dich zu nichts zwingen, was du nichts willst. Wenn du lieber gehst, statt wenigstens die Nacht zu nutzen, dann ist das so.“

Ihr erstaunter Blick lässt mich grinsen und ich stelle fest, dass mir das hier, außerordentlich viel Spaß macht. Vor allem, wenn Camilla sich dermaßen windet und augenscheinlich die Welt nicht mehr versteht.
„Was ist? Du siehst aus, als würdest du mir nicht glauben“, möchte ich von ihr wissen und klatsche innerlich mit mir selbst ab. Ihr ist anzusehen, dass sie nicht damit umgehen kann, wie sich dieses Gespräch entwickelt. Wahrscheinlich hatte sie es bisher nur mit Vollpfosten zu tun, die sie zu Dingen drängen wollten, die sie ganz eindeutig überhaupt nicht will.
„Wann hattest du deine letzte Beziehung?“, frage ich sie direkt, als ich keine Antwort von ihr bekomme und treffe sie eiskalt. Sie zuckt zusammen, weitet die Augen und schüttelt den Kopf.

„Was nein? Du willst es mir nicht sagen oder …“ Keine Ahnung, was das bedeuten soll.
„Ich hatte noch nie eine Beziehung, soll das bedeuten“, ist ihre einfach aber direkte Antwort, die mich sprachlos zurücklässt. Camilla ist 28 Jahre alt und hatte noch nie eine Beziehung? Niemals? Selbst ich, der nun wirklich kein Typ für die große Liebe ist, hatte schon welche, einfach, weil es verdammt zeitsparend ist, wenn man eine Frau immer zur Verfügung hat. Zumindest für einen kurzen Zeitraum.
„Und das ist so, weil?“, bohre ich weiter, selbst wenn Camillas Gesichtsausdruck wirkt, als würde sie mich gern erwürgen wollen.
„Darum eben. Können wir jetzt endlich los? Dieses Gespräch ist ermüdend und bringt überhaupt nichts. Ich hab gewusst, ich hätte deiner Einladung auch dieses Jahr absagen sollen“, regt sie sich auf, wendet sich von mir ab und stürmt aus dem Raum. Was ist das denn jetzt?

„Camilla“, rufe ich ihr hinterher, laufe ihr hinterher und entdecke sie entspannt gegen den Empfangstresen gelehnt. Der Junge von vorhin breit lächelnd dahinter.
„Es ist wirklich sehr nett von dir, dass du mir das Taxi rufst. Weißt du, meine Begleitung ist ein totaler Mistkerl und hat mich wegen einer anderen einfach sitzen lassen.“ Ich glaube, ich hab mich verhört!

„Dieser Typ im Anzug? Das war mir gleich klar, als ihr angekommen seid. Eine Frau wie dich lässt man nicht alleine. Ich habe jetzt Feierabend – wenn du willst, kann ich dich begleiten“, bietet er ihr an und ich muss ich zusammenreißen, nicht zu ihm zu laufen und dermaßen eine zu verpassen, dass er keine Ahnung mehr haben wird, wie sein Name ist. Das Blut rauscht in meinen Ohren, als Camilla ihn verführerisch anlächelt, eine Hand auf seinen Unterarm legt und sich ihm entgegen neigt. Die Hände zu Fäusten geballt beobachte ich die Szene, atme immer wieder tief durch, damit ich nicht ernsthaft ausraste. Selbst wenn Camilla und ich gerade eine Meinungsverschiedenheit haben, ist das kein Grund für sie, sich gleich dem nächstbesten Wichser an den Hals zu werfen. Ich spüre, wie mein Puls rast, meine Halsschlagader viel zu heftig pocht und ich nahe dran bin, meine Manieren zu verlieren, wenn der Typ sich nicht gleich daran erinnert, wohin er gehört.

6 Gedanken zu “Bad Santa – das Jahr endet heiß – Teil 4

  1. Heiliger Bimbam! Das ist so heiß!!! Bin gespannt, was sich hinter Camilla`s Weigerung eine Beziehung einzugehen verbirgt. Ob sie wirklich mit der Lusche abzieht, das wäre ja der Hammer. Das weiß Jo hoffentlich zu verhindern!!!

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