Bad Santa – das Jahr endet heiß – Teil 7

Frohe Weihnachten ❤❤❤


In was habe ich mich da nur hineinmanövriert? – Camilla

Ich hätte wissen müssen, dass Jo mich übers Ohr haut. Allein die Tatsache, dass er mir vorgegaukelt hat, er würde meine Wünsche respektieren, hätte mich wirklich stutzig werden lassen sollen. Aber ich war viel zu sehr in meinen eigenen Gedanken gefangen, den dazugehörigen Gefühlen und schon stecke ich in diesem Dilemma.
„Gut. Dann lass hören“, fordere ich ihn auf, da ich mich sowieso nicht mehr herauswinden kann. Noch am Morgen, als ich aufgestanden bin, war ich der festen Überzeugung dabei bleiben zu können. Bis er den Laden betrat, mich in seine Arme zog und damit alles Zunichte machte.
„Gib mir bis Silvester Zeit dir zu zeigen, wie schön es sein kann, das Leben mit einem anderen Menschen zu teilen. Wir kennen uns seit Jahren, wir sind Freunde und nun ist da noch mehr zwischen uns, das mir gut gefällt. Sehr gut. Und ich möchte herausfinden, wer du bist, wenn du nicht hier im Laden stehst, was hinter deiner Distanz steht und dir zeigen, wer ich bin. Knapp zwei Wochen will ich von dir. Danach kannst du dich entscheiden – fortführen oder beenden.“
Jo steht mir so nah, dass ich seinen herben Duft einatmen kann. Es ist dieses eine Parfüm, das er schon seit unserem ersten Tag trägt. Nie habe ich ein anderes an ihm gerochen und mich daran gewöhnt. Es ist ein Gefühl von Geborgenheit, dass er sich nicht ständig verändert. Es gibt mir Sicherheit, obwohl es sich nur um ein Parfüm handelt. Sein Vorschlag verlangt mir viel ab, eigentlich sogar alles und trotzdem ziehe ich ihn in Erwägung. Einfach weil es mich doch reizt Zeit mit ihm außerhalb des Ladens zu verbringen. Ich muss verrückt geworden sein, gerade, weil ich doch weiß, was zuviel Nähe zwischen zwei Menschen anrichten kann. Meine Eltern sind das beste Negativbeispiel dafür, dass man lieber alleine bleibt, statt jahrelang zu leiden.
Sollte die Erinnerung an sie nicht die Alarmglocken schrillen lassen, dass ich Jo zu nah an mich heranlasse? Er will hinter meine Fassade blicken und ich bin kurz davor es wirklich zuzulassen. Wie macht er das nur?
„Okay“, höre ich mich ihm zustimmen und finde mich wenig später in einem innigen Kuss mit Jo wieder, der meine Knie weich werden lässt. Ich bin mir sicher, dass ich mich gerade vollkommen falsch entschieden habe, doch als seine Zunge sich in meinen Mund schiebt, gegen meine stupst und seine Hände unter den Saum meines Kleides schlüpfen, ist jedes Bedenken sinnlos.
„Wir sollten den Laden schließen“, raunt er gegen meine Lippen, die sich geschwollen anfühlen, von seinem stürmischen Überfall. Selten habe ich mich so begehrt und sicher gefühlt.
„Das sollten wir“, stimme ich ihm in dem Moment zu, als die Ladenglocke geht. Wir stöhnen beide genervt, was uns zum Lachen bringt. Und genau das ist es, wieso ich diesem Irrsinn zugestimmt habe. Weil Jo mehr ist als ein Mann fürs Bett.
Ab diesem Moment haben wir keine ruhige Minute mehr. Ein Kunde nach dem anderen fordert unsere ungeteilte Aufmerksamkeit und wir haben lediglich Zeit uns hin und wieder vielsagende Blicke zuzuwerfen. Durch diese durchgehende Ablenkung habe ich keine Zeit darüber nachzudenken, wozu Jo mich da gebracht hat. Irgendwie ging alles verdammt schnell und in meinem Kopf herrscht das absolute Chaos. Weil ich ihm auf der einen Seite vertrauen möchte, dass er es ernst meint, mich mag und nicht nur in sein Bett zerren will. Dass einfach dahinter steckt. Alles andere würde mich zerstören. Der Gedanke erschreckt mich, dennoch hält er mich nicht davon ab, Jos Hand zu nehmen, als wir den Laden endlich abgeschlossen haben und er mir seine entgegenhält.
„Sei bis Silvester mein Gast“, bittet er mich, nachdem wir die Treppen zu meiner Wohnung erklommen haben. Wieder bin ich total vor den Kopf gestoßen, denn woher soll ich wissen, ob das richtig ist? Natürlich habe ich seinem Vorschlag zugestimmt, aber diese Tage komplett mit Jo zu verbringen? Über Weihnachten und unseren Urlaub bis Silvester?
„Oder hast du Familie, zu der du über Weihnachten fährst?“ Seine nächste Frage lässt mich innehalten, gerade als ich den Schlüssel in das Schloss meiner Tür schieben möchte. Familie? Das ist nicht lache.
„Schon lange nicht mehr“, erwidere ich deswegen bitter und ignoriere die Erinnerung an meine Mutter, die Weihnachten immer geliebt hat. Seit Jahren habe ich sie nicht mehr gesehen und ich habe nicht vor das jetzt zu ändern.
„Wieso? Leben deine Eltern nicht in der Nähe?“, bohrt er weiter und ich verfluche mich dafür, dass ich Jo erlaubt habe, in mein Leben zu treten. Schon vor drei Jahren hätte mir klar sein müssen, dass dieser Kerl mir das Leben schwer machen wird.
„Nein, tun sie nicht“, wische ich auch diese Frage vom Tisch, spüre wie meine Abwehr immer mehr steigt und ich ihn wegschicken möchte. Weit, weit weg soll er sein und nicht in meiner Vergangenheit bohren, die ich einfach nur vergessen möchte.
„Wo wohnen sie denn?“ Natürlich kann dieser Mann nicht den Mund halten, selbst dann nicht, wenn mir selbst eisigkalt wird, beim Klang meiner Stimme. Endlich in der Wohnung stapfe ich in die Küche, nehme mir eines der Weingläser aus dem Schrank und schenke großzügig Rotwein ein. Nach diesem Tag brauche ich sicher noch viel mehr davon. Mein Blick schweift durch den offenen Wohnraum, der an die Küche anschließt. Klein aber fein, nenne ich meine Wohnung immer, meinen persönlichen Rückzugsort, an dem ich mich sicher fühle. Hier wird er mich nicht finden. Nie.
„Hör einfach auf nachzufragen“, bitte ich Jo leise, während ich das Glas auf Ex leere und erneut auffülle. Ich spüre, wie meine Augen brennen, wie sich die Tränen an die Oberfläche drängen und die Erinnerung an eine Kindheit, die niemand erleben möchte aufkommen.
„Camilla.“ Er steht direkt hinter mir, die Hände auf meiner Hüfte und seine Stimme ist samtweich. Wenigstens hat er bemerkt, dass er zu weit geht.
„Egal, was los ist, du kannst mit mir sprechen. Ich bin dein Freund – nicht erst seit heute. Du kannst mir vertrauen. Vielleicht hilft es dir.“
Okay, er hat es nicht verstanden. Tief atme ich durch, leere auch das zweite Glas Wein und drehe mich dann in seinem Griff. Ich muss die Bilder loswerden, muss sie vergessen oder wenigstens verdrängen. Und Jo ist der beste Weg dafür.
Hart prallen meine Lippen gegen seine, als ich ihn küsse. Ich kralle die Finger in seine Haare, ziehe an ihnen und dringe mit meiner Zunge in Jos Mund. Hungrig erwidert er meinen Kuss. Ob er weiß, dass er meine Ablenkung ist? Mein Rettungsanker vor der Sauferei bis zur Besinnungslosigkeit? Denn darauf wäre es jetzt hinausgelaufen. So wie jedes Jahr um diese Zeit, kurz vor Weihnachten, wenn die Bilder am schlimmsten sind.
Ich glaube, so schnell habe ich einen Mann noch nie ausgezogen, doch bei Jo kann ich mich einfach nicht beherrschen. Seine weiche Haut fühlt sich zu gut unter meinen Fingerkuppen an, sein Sixpack ist unglaublich. Er strahlt eine solche Kraft aus, wie er sich vor mich kniet, meine Hose öffnet und mir dabei hilft, sie auszuziehen.
Als seine Hände über meine Beine streichen, nur wie zarter Schmetterlingsflügelschlag, was es um so schöner macht, wimmere ich. Den ganzen Tag schon bin ich so erregt, so aufgeheizt und brauche diesen Mann. Doch er lässt sich Zeit, stoppt meine Hektik mit kleinen Küssen auf meinen Innenschenkeln. Ich kann es kaum aushalten, dass er endlich auf meine Scham trifft, bebe, als seine Hände meinen Hintern umfassen und ihn leicht drückt.
Mit der Nasenspitze streicht er über meinen Kitzler, saugt meinen Duft tief ein und bringt mich um den Verstand. Ich werfe den Kopf in den Nacken, vergrabe die Hände in seinen dunklen, vollen Haaren und versuche ihn dorthin zu dirigieren, wo ich ihn haben will. Zwischen meinen Beinen, seine Zunge auf meinem Kitzler, seine Finger tief in meiner Pussy. Scheiße, ich will Jo wirklich. Viel mehr, als ich es mir je hätte vorstellen können. Doch seine Beharrlichkeit, diese verdammte Nacht und sein herber Duft, vernebeln mir die Sinne.
„Du bist so verdammt ungeduldig“, kommentiert er meine Handlungen, behält aber sein Tempo bei, das mich umbringt. Ich spüre seinen heißen Atmen gegen meinen Venushügel prallen, seufze ergeben, als mein Höschen endlich nach unten zieht.
„Und du bist verdammt fies“, beschwere ich mich mit geschlossenen Augen, da ich es kaum aushalte. Mein Körper ist so angespannt, dass es wehtut, aber dennoch flattern die Schmetterlinge aufgeregt in meinem Magen herum.
„Das kann sein, aber du wirst mir dankbar sein. Versprochen.“ Seine Stimme hat wieder diesen ganz besonderen Klang, der direkt zwischen meine Schenkel schießt. Ich bin feucht, selbst, wenn er noch nicht viel getan hat, mich kaum berührt und mehr quält als befriedigt. Doch es hilft. Meine Erinnerungen verblassen, und verschwinden ganz. Denn Jo erlöst mich endlich, presst seinen Mund auf meinen Kitzler und saugt so unvermittelt an mir, dass ich aufkeuche. Überrascht, erregt und vollkommen fertig. Jo weiß ganz genau, was er tut, als seine Zunge leichten Druck auf meine Klit ausübt, Kreise darum zieht, während seine Hände meinen Hintern massieren. Tief leckt seine Zunge durch meine Spalte, kostet mich und saugt dann wieder hart. Jo kratzt mit seinen Zähnen über mein heißes Fleisch, als das Beben einsetzt. Unvermittelt durchzuckt mich die Lust auf diesen Mann, der an meiner Seite ist, auf mich gewartet hat und mich nicht aufgibt. Heiß brennen die Tränen schon wieder in meinen Augen, als Jo mit zwei Fingern in mich eindringt, seine Zunge um meine Klit kreisen lässt und ich so heftig komme, wie noch nie. Wogen der Lust schwappen über mich hinweg, als er nicht aufhört, an mir zu saugen, den Höhepunkt ausweitet und ich Sterne sehen kann.
„Jo“, wimmere ich ergeben, als seine Bewegungen, die Stöße, langsamer werden, er mich liebkost und ich von dem Hoch langsam herunterkomme.
„Was kann ich für dich tun?“, fragt er mich, ich spüre das Grinsen gegen meine Scham und muss kichern.
„Fick mich, bitte“, presse ich heraus, als er mich erneut leckt und ich weiß, dass ich nicht lange brauchen werde, wenn er so weitermacht. So sensibel bin ich noch nie gewesen und Jo nutzt es aus. Nicht, dass es mich stören würde.
„Dein Wunsch ist mir Befehl.“

4 Gedanken zu “Bad Santa – das Jahr endet heiß – Teil 7

  1. Tolles weiteres Kapitel ❤
    Ich bin ja mittlerweile sehr gespannt, was es mit Camillas Vergangenheit auf sich hat und was ihre Eltern getan haben oder was vorgefallen ist. Das muss ja was ziemlich schlimmes gewesen sein.

    Frohe Weihnachten

    Gefällt 1 Person

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