Bad Santa – das Jahr endet heiß – Teil 8

Verrückt? Kann ich – Jo

Zu spüren, wie Camilla durch meinen Mund kommt, ist unbeschreiblich. Sie schmeckt fantastisch, ihre Lust reißt mich mit sich – mein Schwanz fühlt sich an, als würde er demnächst platzen. Zusammen mit meinen Eiern, die sich fest zusammenziehen, als sie über meine Worte lacht.
Ich erhebe mich, die Hände schiebe ich unter ihren Pulli und ziehe ihn über ihren Kopf. Der BH landet ebenso auf dem Boden und ich helfe Camilla dabei, auch meine Hose auszuziehen. Ich bin so scharf auf sie, dass es wehtut und doch will ich sie nicht einfach ficken. Sie soll wissen, wie begehrenswert sie ist und wie viel sie mir bedeutet. Scheiße, Camilla ist mir wirklich wichtig. Wie kann mir das jetzt erst auffallen?
„Du kannst mich später weiterverwöhnen. Jetzt brauche ich bitte einfach nur deinen Schwanz“, reißt sie mich aus meinem Vorhaben, ihr alle Wünsche zu erfüllen. Aber wenn sie es so gerne haben möchte – okay.
Sie auf die Arbeitsfläche zu heben ist nicht schwer und ich bin dem Bauer dieser Küche dankbar, dass er eine so perfekte Höhe ausgewählt hat. Camilla rückt von selbst bis an die Kante vor, schlingt die Beine um meine Hüfte und zieht mich an sich.
„Du hast keine Ahnug, wie scharf es ist, wenn du dir nimmst, was du willst“, raune ich, küsse sie endlich wieder und genieße es, wie sie sich gegen mich lehnt. Ihre harten Nippel streichen über meine Brust, wodurch mein Schwanz zuckt und pulsiert. Wenn ich nicht gleich in sie stoße, werde ich kommen. Einfach so, ohne dass Camilla irgendetwas getan hat. Fuck.
„Irgendwie muss ich es ja schaffen, einen Mann wie dich durcheinander zubringen. Und jetzt bitte – Jo“, fleht sie mich an, drängt sich mir entgegen und küsst mich mit so viel Leidenschaft, dass mein Herz stolpert.
Mit einer Hand greife ich zwischen uns, positioniere mich vor ihrem Eingang und dringe mit einem tiefen Stoß in sie ein. Wir stöhnen gleichzeitig, doch es reicht mir nicht. Diese Position ist nicht genug.
Schnell habe ich die Arme um sie geschlungen, hebe sie auf meine Hüfte und trage sie zu der Couch im Wohnzimmer. Camilla kichert aufgeregt, während ich versuche, an alles zu denken, außer ihre enge Pussy um meinen Schwanz, die mich umklammert, als würde sie mich nie wieder loslassen.
Vorsichtig lege ich sie auf dem weichen Polster ab, beuge mich über sie und schlucke schwer, als ich ihr strahlendes Lächeln sehe.
„Danke“, haucht sie, küsst mich so sanft, wie noch nie und zieht mich eng an ihren Körper. Meine Stöße sind vorsichtig, langsam, auskostend und ich spüre, wie unsere Körper in Einklang kommen. Wir passen unseren Rhythmus an, kosten diesen absolut perfekten Moment aus, lassen uns viel Zeit. Etwas, das ich nicht kenne – miteinander schlafen, nicht ficken.
„Mehr, Jo, ich brauche mehr“, wimmert Camilla in meinen Armen, vertieft unseren Kuss und drückt mich enger an sich mit den Beinen.
Mir geht es genauso, aber ich glaube, wir meinen unterschiedliche Dinge. Ich brauche mehr von ihr, Camilla als Mensch. Sie meint den Sex, den wir gerade haben. Doch ich erfülle ihr diesen Wunsch, erhöhe das Tempo und richte mich auf. Der veränderte Winkel entlockt ihr ein tiefes, raues Stöhnen, das direkt in meine Eier schießt und mich zusammenzucken lässt. Scheiße, wie macht sie das nur?
„Komm für mich, Baby. Komm für mich“, hauche ich, küsse sie wieder, erobere ihren Mund und Camilla mein Herz. Ihre süßen Laute, ihr drängender Körper, ihr süßer Mund. All das will ich für mich haben und das über Silvester hinaus. Während ich in sie stoße, bis zur Wurzel in ihr stecke und ihre Pussy sich zuckend um mich zusammenzieht, kommen wir gemeinsam, kosten diesen unglaublichen Moment gemeinsam aus und lassen uns einfach fallen. Ich habe das Gefühl, dass unsere Herzen im Gleichtakt schlagen, obwohl ich weiß, was für ein dämlicher Quatsch ist. All diese romantischen Gedanken in meinem Kopf sind vollkommen sinnlos, denn Camilla will nichts davon, selbst wenn ich es mir so sehr wünsche, wie eine glückliche Kindheit. Die hatte ich nie, als wird das hier genauso schiefgehen.
„Das war fantastisch“, bemerkt Camilla, nachdem ich mich aus ihr zurückgezogen, unter dem Couchtisch ein paar Tücher gefunden und ihr gereicht habe, und wir nebeneinander – immer noch nackt – auf dem Sofa sitzen.
„Komm her“, bitte ich sie, lege den Arm um ihre Schulter und ziehe sie eng an mich. Es fühlt sich gut an, sie so nah bei mir zu wissen, vor allem nach unseren Diskussionen und ihrem traurigen Anblick, kurz bevor sie über mich hergefallen ist.
„Wirst du mir erzählen, wieso du mich mit Tränen in den Augen geküsst hast, als würde dein Leben davon abhängen?“ Irgendwo tief in mir, weiß ich, dass ich es einfach darauf beruhen lassen sollte, dass Camilla nicht darüber reden möchte. Aber ich kann nicht. Dieser Blick hat mich an etwas erinnert, das ich lange vergessen habe. An ein Gefühl, das früher viel zu präsent war – solange bis ich entschieden habe, dass ich mich von meinen Eltern nicht bestimmen lasse. Es war der beste Tag in meinem Leben. Zumindest bis zu dem, an dem Camilla in den Laden gestolpert kam und auf meine Geschäftsidee zu sprechen kam.
„Warum kannst du es nicht einfach ruhen lassen?“, fragt mich Camilla, die Traurigkeit kann sie aber nicht verbergen.
„Weil du mir wichtig bist und ich dich kennenlernen möchte – also auch die traurigen Seiten deines Lebens.“ Kurz spannt sie sich in meinen Armen an, bevor sie sich enger an mich kuschelt. Damit hätte ich nun wirklich nicht gerechnet, freue mich aber sehr darüber.
„Gib mir einfach ein bisschen Zeit, okay? Das hier ist neu für mich, jede einzelne Sekunde ungewohnt. Ich habe noch nie mit jemandem darüber gesprochen und weiß nicht, ob ich es kann. Bitte. Wenn du alles, was du sagst, ernst meinst, lass mich selbst entscheiden, wann ich darüber rede.“
Camilla sieht mich nicht an, doch ich spüre ihr zittern. Zu gern möchte ich ihr den Schmerz nehmen, der sie schüttelt, selbst wenn ich sicher bin, es ist schon lange her, was ihr passiert ist. Es ist so ein Gefühl, das ich nicht greifen kann, aber es ist da.
„Okay. Das kann ich verstehen. Ich habe auch lange gebraucht, bis ich mit meinen eigenen Eltern abgeschlossen habe.“ Vielleicht hilft es ihr, wenn ich ihr etwas von mir erzähle, damit sie begreift, dass ich es wirklich ernst meine.
„Was war mit ihnen?“, will sie wissen, greift nach der Decke am Sofaende und zieht diese über uns. So ist es noch viel besser.
„Mein Dad war bis zu seinem Tod vor fünf Jahren Alkoholiker. Dazu ein selbstsüchtiges Arschloch, das meine Mum geschlagen hat, bis sie mit mir abgehauen ist. Da bin ich zwölf gewesen und hatte lange daran zu knabbern, dass ich sie nicht vorher beschützen konnte. Aber sie wurde wieder glücklich, lebt heute mit meinem Stiefdad und meiner kleinen Schwester außerhalb Londons in einem hübschen Einfamilienhaus. Wir sind stärker geworden und er ist tot. Das war das I-Tüpfelchen auf unserer Genugtuungstorte.“
Wie immer, wenn ich daran denke, dass der Wichser das bekommen hat, was er verdient, muss ich lächeln. Vor allem, weil Mum wirklich glücklich ist mit Fred. Und das ist mehr wert, als er uns damals angetan hat.
„Das klingt schön. Also, dass es ihr wieder gut geht.“ Wieder dieser traurige Tonfall, doch auch Hoffnung schwingt darin mit.
„Konntest du ihm je verzeihen, was er euch angetan hat?“ Es ist eine komische Frage, aber ich verstehe sie.
„Das musste ich nicht, denn es hat gereicht, dass Mum wieder lächeln und sich neu verlieben konnte. Er hätte viel eher verrecken müssen und nicht erst Jahre danach, aber am Ende hat er bekommen, was er verdiente. Also nein – habe ich nicht, musste ich nicht, werde ich nicht. Und brauche ich auch nicht.“ Es mag hart klingen, und auch Camillas Gesichtsausdruck, als sie sich aufgesetzt hat und mich ansieht, lässt darauf schließen, dass sie es so sieht.
„Ich bewundere deine Stärke und den Mut, weiterzumachen und alles zu vergessen. Oder zumindest damit umgehen zu können.“ Eine einzelne Träne, die mir das Herz bricht, löst sich aus ihrem Augenwinkel. Ihr Schmerz ist greifbar für mich, da ich ihn kenne. Diese Unfähigkeit, etwas gegen die Wut in sich zu tun – denn genau diese ist tief in Camilla verankert. Selbst, wenn sie mir nicht erzählt, was ihr passiert ist, weiß ich, dass sie es noch lange nicht verarbeitet hat. Es aber ganz dringend muss.
„Was auch immer dir passiert ist, Camilla, du musst mit jemandem darüber sprechen. Wenn du dich nicht mir anvertrauen möchtest, ist das okay. Aber es wird dir helfen damit abzuschließen und nach vorn sehen. Es bricht mir das Herz, dich so zu sehen und ich möchte dir gern helfen. Wenn du möchtest, kann ich morgen früh bei Dr. Thurdor anrufen. Sie ist meine Therapeutin und kann wirklich gut zuhören. Du musst nicht sofort antworten, denk darüber nach – schlaf darüber. Aber lass dir bitte helfen. Du hast es verdient, glücklich zu sein.“ Atemlos sehe ich diese wunderschöne, gebrochene Frau an, deren Hände so heftig zittern, dass sie sie unter ihren Beinen verstecken will. Doch das verhindere ich, ziehe Camilla stattdessen auf meinen Schoß und schlinge die Decke um ihren bebenden Körper. Mit beiden Daumen wische ich die Tränen von ihren Wangen und küsse ihre Stirn. Ein Schauer überläuft ihren Körper, Gänsehaut bildet sich darauf, während sie mich sprachlos ansieht und mich gewähren lässt. Bitte, Camilla, lass mich dir helfen.

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