Valentinsspecial 2017 – 5

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20 Autorinnen haben sich zusammengetan und für euch witzige, romantische und heiße Kurzgeschichten geschrieben!

Jeden Tag gibt es drei von ihnen für euch auf Facebook oder hier auf meiner Seite!

Und es geht weiter mit Emily Fox – Love in New York – Joshua & Ava:

Joshua

Ich hasse diese verdammten Rosenverkäufer.

»Du wolle Rose kaufen?« Überall in hier in New York laufen sie herum und lächeln einen scheinheilig an. Als wollen sie Amor spielen und man müsse dafür nur die bescheuerten Blumen kaufen.

In zwei Tagen ist Valentinstag und irgendwie bin ich der Einzige, der nicht dem ganzen Konsumquatsch folgt. Jede Frau hat Herzen in den Augen und erwartet von ihrem Mann eine Überraschung. Ich könnte kotzen!

»Ich bin zu Hause …«, rufe ich, als ich unser Penthaus betrete. Alexander kommt auf mich zu gelaufen.

»Daddy, Daddy«, quietscht er und breitet die Arme aus. Ich nehme ihn hoch und wirbel ihn herum.

»Na, mein Großer. Alles klar?«

Er nickt und möchte schon wieder herunter von meinem Arm. Ava steht in der Küche und lächelt mich an, als ich hineinkomme.

»Hey …«, begrüße ich sie und gebe ihr einen Kuss auf die Stirn.

»Und … hast du schon eine Überraschung für mich?«, fragt sie neugierig und ich verdrehe die Augen.

»Babe, ich zeige dir jeden Tag, dass ich dich liebe, da brauche ich keinen kommerziellen Tag«, seufze ich und Ava zieht eine Schnute.

»Ich kaufe dir gerne ein paar Pralinen oder so. Einen Antrag brauchst du nicht erwarten, denn die Hochzeit haben wir schon hinter uns«, sage ich weiter und Ava entgleisen die Gesichtszüge immer mehr.

»Warum habe ich nur so einen unromantischen Kerl geheiratet?« Sie wirft den Kochlöffel auf die Arbeitsplatte und geht aus der Küche. Nachdem ich kontrolliert habe, dass der Herd aus ist, gehe ich hinterher und finde sie mit Alexander spielend im Zimmer.

»Ignorierst du mich jetzt?« Ich verschränke die Arme vor der Brust und lehne mich an den Türrahmen.

»Nein, aber ich hätte von dir schon etwas mehr erwartet. Vielleicht ein Candle-Light-Dinner oder so«, antwortend sie schmollend und ich kann mir ein Lachen nicht verkneifen. Wie gut, dass ich weibliche Hilfe hatte bei der Planung des Valentinstages. Meine Sekretärin und beste Freundin hat mir geholfen. Übermorgen werde ich wissen, ob es sich gelohnt hat.

Ava

 

Der Morgen am Valentinstag geht ja schon einmal gut los. Joshua hat mir ein »Ich Liebe Dich« zu gehaucht und ist dann auf die Arbeit gegangen. Meine Valentinsfreude hat sich damit schlagartig in Valentinsfrust gewandelt.

»Komm mein Schatz, wir gehen in den Kindergarten«, sage ich lächelnd zu Alexander, meinem Sonnenschein, und wir gehen Hand in Hand den kurzen Weg zur Kindertagesstätte.

»Mummy … Warum bist du so nervös?«, fragt er mich plötzlich, als wir fast da sind. Wie erkläre ich einem Dreijährigen, dass heute der Tag der Liebe ist. Er besitzt zwar eine bedingungslose Liebe zu seinem Daddy und zu seiner Mummy, aber mit den großen Gefühlen kann er doch noch gar nichts anfangen.

»Ach mein Schatz, ich hoffe, dass dein Daddy heute eine Überraschung für mich hat«, antworte ich dem Dreikäsehoch und gebe ihm einen Kuss zum Abschied.

»Überraschungen sind toll. Ich liebe sie«, ruft er mit hinterher und ich winke ihm lächelnd zum Abschied. Kinder sind so herrlich naiv. Ich hoffe wirklich, dass Alexander sich das lang behält und niemals enttäuscht wird.

Ich fahre den kurzen Weg zur Arbeit mit der Metro. Joshua meinte damals, ich müsse nicht arbeiten, aber ich kann nicht den ganzen Tag zu Hause sitzen und nichts tun. Also arbeite ich in einer Anwaltskanzlei halbtags. Mein deutsches Jurastudium haben sie hier in New York mit Kusshand anerkannt. Da gab es, Gott sei Dank, keine Probleme.

Als ich den Bürokomplex betrete, steht plötzlich Joshua vor mir. Verwirrt schaue ich ihn an.

»Was machst du denn hier?«, frage ich und er nimmt mich an die Hand. »Ich muss arbeiten«, möchte ich erwidern, aber Joshua schüttelt den Kopf.

»Nein, du musst heute nicht arbeiten. Und ich übrigens auch nicht«, grinst er schelmisch und erst jetzt sehe ich seinen roten Sportflitzer vor der Tür stehen. Warum ist mir das nicht vorher schon aufgefallen?

Joshua öffnet mir die Beifahrertür und grinst noch immer vor sich hin.

»Wo geht es denn hin?«, frage ich und schnalle mich an. Er startet den Wagen und fädelt sich in den New Yorker Verkehr ein.

»Das mein Schatz ist eine Überraschung.«

Mehr erfahre ich nicht und so bestaune ich die vorbeirauschende Stadt. Joshua hält erst wieder, als wir kurz vorm Manhattan Beach sind, und steigt aus. Verwundert schaue ich ihm hinterher und, er kommt um das Auto herum und öffnet mir die Tür.

»Ich verbinde dir jetzt die Augen Babe«, raunt er mir ins Ohr und ich bekomme eine Gänsehaut. Ich liebe Überraschungen.

Vorsichtig legt er mir einen Schal über die Augen und verknotet ihn hinter meinem Kopf.

»Warte kurz hier«, sagt er und ich höre kurze Zeit später den Kofferraum. Er macht ihn zu und kurze Zeit später spüre ich seine Hand wieder in meiner.

Langsam gehen wir ein Stück, als ich den Sand unter mir spüre.

»Du möchtest jetzt aber nicht mit mir Sonnenbaden am Strand, oder?« Ich bin etwas perplex, was Joshua im Februar mit mir am Strand möchte. Warm ist es nicht gerade. Er legt seinen Arm um mich und ich spüre das Vibrieren durch seinen Körper gehen, als er zu Lachen anfängt.

»Du bist wirklich der Meinung, dass ich der unromantischste Mann der Welt bin, oder? Bleib kurz hier stehen«, sagt er und ich muss Grinsen.

»Du hast immerhin die Chance, mich vom Gegenteil zu überzeugen«, antworte ich und stecke meine Hände in die Jackentasche. Plötzlich steht Joshua wieder hinter mir und umarmt mich.

»Bist du bereit?«

Ich nicke und bin wirklich gespannt.

Joshua öffnet den Schal und ich öffne blinzelnd meine Augen.

»Happy Vatlentinsday Babe. Ich liebe dich …«, haucht er und ich erkenne, was er vorbereitet hat.

Vor uns liegt eine große Decke, bestreut mit Rosenblättern. Schokolade und Sekt stehen auch bereit und drehe mich zu ihm um.

»Du bist wahnsinnig. Ich liebe dich auch«, sage ich berührt und unsere Lippen treffen sich zu einem Kuss.

»Alexander wird nachher aus der Kindertagesstätte von Miranda abgeholt. Ich dachte mir, wir können die Zweisamkeit mal genießen«, sagt er grinsend und ich schmiege mich an Joshua. Im Moment fühle ich mich wieder wie frisch verliebt. In meinem Bauch schwirren überall kleine, zarte Schmetterlinge herum. Verdammt, ich liebe diesen Mann mehr als mein Leben!

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