Valentinsspecial 2017 – 6

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20 Autorinnen haben sich zusammengetan und für euch witzige, romantische und heiße Kurzgeschichten geschrieben!

Jeden Tag gibt es drei von ihnen für euch auf Facebook oder hier auf meiner Seite!

Hier ist meine Geschichte für euch:

Es ist doch verrückt.

Nur, weil irgendwelche Menschen festgelegt haben, dass am

  1. Februar der Tag der Liebenden ist, soll sich jetzt die

ganze Welt danach richten und jede Frau muss sich freuen,

wenn sie mit Schokolade, Blumen und anderen Geschenken

überhäuft wird. Denkt denn einer von diesen Leuten daran,

dass es vielleicht weibliche Wesen auf dieser Welt gibt, die

das gar nicht wollen? So wie ich zum Beispiel.

Es ist jedes Jahr dasselbe. Ich ereifere mich darüber,

dass wir diesem Konsumwahnsinn folgen und werde schief

angesehen. Wieso ich mich nicht einfach freuen könnte? Die

Blumen gefallen mir nicht? Wieso sage ich denn gar nichts zu

den Pralinen? Zum Parfüm? Seit ich ein Teenager war, schlage

ich mich mit diesen Diskussionen rum. Wie viele Männer ich

schon vor den Kopf gestoßen habe damit? Ich habe aufgehört

zu zählen.

Dabei halte ich mich selbst für eine romantische Person,

nur eben nicht speziell an diesem einen Tag im Jahr. Der

übrigens heute ist.

„Bitte Paula, wenn du heute ein Geschenk von Gabriel

bekommen solltest, freu dich einfach. Kannst du das?“ Die

Augen rollend halte ich kurz das Telefon von mir weg, denn

sicher lässt Tina noch mehr solche Sprüche ab. Meine beste

Freundin meint es nur gut, sie hat einige Männer scheitern

sehen an diesem speziellen Tag und mag Gabriel.

So wie ich.

Wobei mögen wirklich untertrieben ist. Gabriel ist seit

Langem ein Mann, der mich wirklich fasziniert und von dem

ich hoffe, dass er eben kein großes Ding aus diesem Tag

macht.

„Ich werde mir Mühe geben, so zu tun, als würde mir sein

Geschenk gefallen“, halte ich dagegen, unterdrücke ein

Seufzen, als ich sie tief durchatmen höre. Just in dem

Moment, in dem sie zu einer weiteren Ermahnung ansetzen

möchte, höre ich den Schlüssel in der Tür und muss

augenblicklich lächeln. Ja, Gabriel ist ein besonderer Mann,

ansonsten wäre ich nicht nach einem halben Jahr mit ihm

zusammengezogen und hätte so ziemlich all meine Prinzipien

über den Haufen geworfen.

„Er kommt gerade. Bye Süße“, verabschiede ich mich

schnell, stehe auf und positioniere mich auf der Lehne der

Couch. Nur in einen dünnen Seidenmantel gehüllt erwarte ich

meinen Freund. Hoffentlich ohne den obligatorischen Strauß

Rosen. Allein bei dem Duft wird mir übel. Innerlich wappne

ich mich dafür, ihm etwas vorzuspielen, doch er braucht viel

zu lange dort draußen.

„Baby?“, rufe ich ihm entgegen, halte aber die unbequeme

Position und streiche mir eine verirrte blonde Strähne

wieder hinter das Ohr. Gabriel mag es, wenn ich die Haare

offen trage, das kommt durch den Job einfach zu selten vor.

„Gleich“, erhalte ich als Antwort, die mich aber ganz und

gar nicht zufrieden stellt. Noch weitere fünf Minuten warte

ich darauf, dass mein Freund das Wohnzimmer betritt, mich

erblickt und dabei vergisst, dass er mir irgendein sinnloses

Geschenk machen wollte. Guter Plan, oder?

„Bist du bereit?“, fragt er mich endlich, woraufhin ich

viel zu aufgeregt Ja antworte. Mist.

Ich rechne wirklich mit allem, aber sicher nicht mit

diesem Auftritt. Denn als Gabriel das Zimmer betritt, sind

seine Hände leer und sein fantastischer Körper nackt. Ich

weite die Augen, als ich ihn vollständig sehen kann. In

seiner vollen Pracht und die ist unbeschreiblich heiß, steht

er vor mir, keine Blumen, keine kleine Schachtel, in den

Händen und grinst mich verschmitzt an.

„Na, gefällt dir dein Geschenk?“, will er wissen und erst

jetzt fällt mir die große rote Schleife an seinem Hals auf.

Mit seinem Zwinkern gepaart, bringt mich diese Aktion sofort

zum Lachen, ich muss mich vorn über beugen, weil das einfach

er ist. Der beste Mann, den ich je kennengelernt habe und

den ich nicht mehr gehen lassen werde.

Als ich mich wieder beruhigt habe, erhebe ich mich

richtig, öffne mit leichtem Zug das Band des Bademantels und

lasse ihn über meine Schultern rutschen. Das Gabriel hart

schlucken muss bei meinem Anblick, gefällt mir

außerordentlich gut. Denn obwohl wir schon mehrere Monate

zusammen sind, hier wohnen und ständig Sex haben, kann ich

von ihm nicht genug haben. Davon, wie er mich ansieht, mich

berührt und mir sagt und vor allem zeigt, wie glücklich er

ist, mich an seiner Seite zu haben.

„Komm her“, bittet er mich sanft, streckt einen Arm nach

mir aus und nur zu gern komme ich diesem Wunsch entgegen.

Mein Herz schlägt ganz aufgeregt, als ich vor ihm stehe,

meine Hand in seiner und ich seinen unvergleichbaren Duft

einatme. Schon von Anfang an hat mich dieser Mann

beeindruckt. Die dunklen Haare, die hellen Augen, der

Dreitagebart, der so herrlich zwischen meinen Beinen kratzt,

wenn er mich verwöhnt. Allein der Gedanke daran, lässt mich

schaudern.

„Du bist wunderschön“, raunt er verheißungsvoll, seine

Stimme klingt wie ein Reibeisen, die heiße Blitze in meinen

Unterleib schießt. Oh Gott, ich will ihn. So sehr, wie noch

keinen anderen Mann zuvor.

„Du bist aber auch nicht zu verachten“, hauche ich,

ernsthaft, ich hauche es, als er meine Hand zu seinen vollen

Lippen führt und jeden Knöchel einzeln küsst. Mir wird

unglaublich warm, ich kann bereits das Prickeln zwischen

meinen Beinen spüren, als er meine Hand umdreht und seine

Küsse auf meinem Handgelenk weiterführt. Ich bin ernsthaft

versucht zu seufzen, zu stöhnen, irgendetwas, um dem

Verlangen tief in mir Raum zu geben. Aber das wäre

übertrieben, oder nicht? Er tut doch gar nichts und trotzdem

ist mein Körper in Aufruhr. Diese Wirkung hat er schon von

Anfang an auf mich, ich war komplett unfähig diesem Mann zu

widerstehen. Dabei habe ich gar nicht gesucht, als wir uns

kennenlernten. Gerade erst hatte ich den letzten Loser

abgeschossen und wollte einfach nur frei sein. Was daraus

geworden ist, sehe ich ja jetzt, als Gabriel weiterhin

kleine Küsse auf meinen Unterarm tupft, mir dabei tief in

die Augen sieht und sein Blick die reine Versuchung ist.

„Ich hoffe, das ist ein Valentinstagsgeschenk nach deinem

Geschmack“, hat er noch die Unverfrorenheit mich

aufzuziehen. Ohne weiter darüber nachzudenken, aber breit

grinsend, lege ich ihm eine Hand in den Nacken und küsse

ihn. Endlich kann ich ihn schmecken, seine Lippen auf meinen

spüren und ihm zeigen, wie sehr mir dieses Geschenk gefällt.

„Es ist perfekt“, raune ich gegen seinen Mund, bevor

seine Zunge in meinen eintaucht, mich zu der seinen macht

und mich vergessen lässt, dass es Idioten auf dieser Welt

gibt, die keine Ahnung davon haben, eine Frau glücklich zu

machen.

 

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