Braut auf Abwegen – eine Kurzgeschichte

Die letzten Tage, habe ich in 8 Abschnitten meine Kurzgeschichte ‚Braut auf Abwegen‘ in meiner Facebook-Gruppe ‚Josi’s Buchstabensalat‘ gepostet!

Für alle, die es nicht gelesen haben oder in der Gruppe sind *schämt euch* 😉 , hier jetzt die gesamte Geschichte von Sue & Danny posten 🙂

Viel Spaß!

***

1. Sue

Sie steckte in diesem weißen Kleid und hatte keine Ahnung, wie sie da hineingeraten war. Nein, stopp, das stimmte nicht ganz. Sie wusste genau, wie sie in das Kleid gekommen war und auch, warum. Aber sie hatte keinen blassen Schimmer davon, wie sie wieder herauskommen sollte.
Eine Winterhochzeit – oder noch besser – eine Weihnachtshochzeit, wo sie doch diese Jahreszeit und diese Feiertage überhaupt nicht ausstehen konnte.
Viel lieber würde sie jetzt in einem Flieger Richtung Süden sitzen, anstatt die letzten Änderungen an ihrem Hochzeitskleid vornehmen zu lassen. Zwei Wochen waren es noch bis zu dem großen Tag Und laut ihrer Mutter hatte sie zugelegt. Aus diesem Grund stand sie nun in dem Brautmodengeschäft mitten in der Stadt und versuchte, es sich nicht anmerken zu lassen, wenn die Schneiderin sie ein weiteres Mal mit ihrer Nadel pikste. Niemand sonst war der Meinung, das Sue zugenommen hatte. Sie selbst wusste es sowieso besser, denn seit Wochen zeigte ihre Waage den Stress durch die Hochzeitsvorbereitungen an. Und diese Zahlen wurden von Mal zu Mal beunruhigender. Doch wenn ihre Mutter es so wollte, tat sie eben so, als hätte sie zu-, statt abgenommen. Und das, obwohl diese nur zu genau wusste, welche Probleme Sue mit ihrem Gewicht hatte. Doch diese Frau interessierte sich nicht für die Wehwehchen ihrer einzigen Tochter. Oder dafür, dass sie bereits zwei Mal in eine entsprechende Klinik eingewiesen worden war.
Sue hatte gelernt, damit zu leben, dass sie von ihren Eltern in dieser Hinsicht keine Unterstützung bekam. Und wie es aussah, würde auch Ben, ihr Verlobter, ihr da keine große Hilfe sein. Er war ein Mann, der nur die Beziehungen sah, die Sue ihm einbrachte. Und nicht ihre rotbraunen langen Locken oder die braunen, warmen Augen. Oder die zwar weibliche, aber in ihren Augen mittlerweile schöne Figur. Vielleicht sah er noch das einladende Becken, das ihm Nachfolger schenken konnte. Wenn er sie denn jemals anfassen sollte. Oder sie ihn an sich ranließ.
Ben passte gut zu ihrer Stellung, aber nicht zu ihr.
Wenn sie da an seinen Trauzeugen Danny dachte, kam sie der Sache schon viel näher. Dieser passte nämlich so überhaupt nicht in das Bild ihrer Eltern vom Mann an der Seite einer Senatorentochter. Er war wild und ungehemmt. Und vor allem war er unglaublich attraktiv – noch etwas, das er nicht mit ihrem Verlobten gemeinsam hatte. Allein wenn sie an Bens dicke Brille mit dem schwarzen Rahmen dachte, seine kleinen Glubschaugen oder die immer schwitzigen und aufgedunsenen Hände, wurde Sue ganz anders. Und wenn er schon nicht in der Lage war, sie anzumachen, wie sollte er sie dann befriedigen oder ihr Kinder schenken? Denn allein diese Aussicht ließ sie nicht zusammenbrechen. Sue liebte Kinder über alles. Und sie wünschte sich eigene, seit sie achtzehn Jahre alt war. Wahrscheinlich war das auch die einzige Sache, die ihre Eltern begrüßten, denn sonst hatten sie keine allzu hohe Meinung von Sues Vorstellungen.
Sie schüttelte innerlich den Kopf, versuchte, sich wieder auf ihr Kleid und die Schneiderin zu konzentrieren und dass sie gleich von ihrer Mutter abgeholt würde. Die wollte mit ihr erneut zum Friseur, um ihre Haare für den großen Tag einmal probe legen zu lassen. Dass dies bereits der dritte Besuch in acht Wochen war, interessierte ihre Mutter nicht. Sues Äußeres sollte perfekt sein, wenn es die Persönlichkeit der Tochter schon nicht war. Doch Sues Gedanken wanderten ein weiteres Mal zu dem schönen Mann, der in der Kirche an Bens Seite stehen würde.
Danny hatte wilde, ungebändigte dunkle Locken, einen Mund, der zum Küssen einlud, und einen Körper zum Niederknien. Und wie gern wollte Sue dies vor ihm tun. Ihm die Hose auf ihrem Weg nach unten gleich mit ausziehen und seinen sicher wunderschönen, prallen Penis betrachten, der in seiner vollen Größe und glänzend vor ihr lag. Sues Lippen prickelten, als sie daran dachte, wie sie diese um seine Eichel legen wollte, ihn kostete und seinen Lusttropfen mit der Zungenspitze auffing. Sie spürte, wie es zwischen ihren Beinen zu pochen begann. Das hätte ihr unangenehm sein sollen. Doch sie verspürte einzig und allein den unbändigen Wunsch, sich ihrer Vorstellung hinzugeben und diesen Mann zu kosten. Wenigstens ein einziges Mal, bevor sie seinen besten Freund heiratete.
Es war nicht einmal sein Äußeres, das sie so sehr anzog. Danny war auch sehr intelligent und ehrgeizig. Er führte mit Ben zusammen ein kleines Unternehmen, da eine Handvoll Angestellten führte, in dem er sich um die Sicherheitsfragen kümmerte, und war ständig unterwegs. Er hatte die Buchhaltung seines Bereichs inne, da er mehrere Kurse absolviert hatte, bevor er sich selbstständig gemacht hatte.
Er war ganz sicher nicht das, was ihre Eltern sich für sie wünschten oder vorstellten, aber er war genau das, was Sue in ihrem Bett haben wollte. Und zwar bevor sie diese Ehe einging.
Für das Ansehen ihres Vaters, für die nächsten Wahlen, für ihre Zukunft als Hausfrau und Mutter. Auch wenn Sue darauf bei Weitem nicht so viel Wert legte, wie ihre Eltern. Sie musste es tun. Weil man dies ebenso machte, als beinahe 30-jährige Junggesellin in ihren Kreisen. Ihre Eltern betonten immer wieder, dass Sue ihnen lang genug auf der Nase herumgetanzt sei. Nun wurde es langsam Zeit, dass sie etwas für ihre Familie tat. Auch wenn das bedeutete, ihr gesamtes Leben dafür zu opfern. Zähneknirschend wollte sie es tun. Zu ihrem Vater hatte Sue ein gutes Verhältnis, eine enge Bindung, denn er hatte ihr viele Dinge durchgehen lassen. Allein für ihn zog sie die Hochzeit durch, denn ihre Mutter war eine eiskalte Schnepfe, für die Sue keinen Finger krümmen würde. Nur vor dieser Ehe konnte ihr Vater sie nicht schützen. Sehr zu Sues Leidwesen.
»Madame Monyard, denken Sie, ich könnte Ihnen die Braut entführen?«, riss sie da eine raue Stimme aus den Gedanken, mit der sie hier überhaupt nicht gerechnet hatte. Mit vor Überraschung geweiteten Augen wendete sie sich zu Danny, der grinsend mit den Armen vor der breiten Brust verschränkt im Rahmen des Durchgangs zum Raum lehnte und sie von oben bis unten musterte. Spöttisch hob er eine Augenbraue, als sein Blick an den spitzenbesetzten, langen Ärmeln hängen blieb, die in einem Kragen endeten. Ebenfalls aus Spitze. Woher verdammt nochmal kannte er den Namen der Schneiderin, die wie ein kleines Mädchen die Hände rang, rot schimmernde Wangen hatte, den Blick auf den Boden gerichtet? Dabei war diese Frau über 50 Jahre alt.
»Aber natürlich Mr. Greyson, ich denke, wir sind hier fertig«, antwortete sie ihm säuselnd, und sicher war sie kurz davor, sich an seinen Hals zu werfen und sein Gesicht mit feuchten Küssen zu bedecken. Nicht dass Sue das jemals vorhätte.
»Miss Thompread, Sie können sich umziehen«, wies sie Sue viel kühler an, jegliche Wärme war aus ihrer Stimme gewichen. Die Frau würdigte sie keines Blickes, schmachtete Danny an und fing sicher gleich an, zu sabbern. Doch dieser hatte keine Augen für seinen gealterten Fan. Sein Blick lag auf ihr, besser gesagt, auf ihrem üppigen Busen, der von dem Kleid und der Korsage noch gepusht wurde. Das Kleid hatte ihre Mutter zwar ausgesucht, doch auf dem Ausschnitt hatte sie bestanden. Schließlich war es ihre Hochzeit, auch wenn ihre Mutter das ganz gerne mal vergaß.
Schnaufend raffte Sue ihre hundert Röcke zusammen und begab sich in die Umkleidekabine, in die sie kaum hineinpasste. Wahrscheinlich hätte sie sich viel mehr gegen diese Vereinigung wehren sollen. Sie liebte Ben nicht und würde es auch sicher nie tun. Ihr Herz zog sich schmerzhaft zusammen, als sie daran dachte, dass diese Ehe sie der Möglichkeit auf eine wirkliche Beziehung mit allem, was dazugehörte beraubte. Denn bevor ihre Mutter eine Scheidung in Betracht zöge, wäre Sue fast 50 und damit viel zu alt, um eine glückliche Familie zu gründen. Oder zu verbittert, um es wirklich zu wollen.
Ihre Augen brannten, als sie an ihr verlorenes Glück dachte. Sue wischte sich verstohlen die einzelne Träne aus dem Augenwinkel, bevor sie sich ihre dicke Strumpfhose, den knielangen Rock, die Stiefel und ihren Rollkragenpullover anzog. Draußen waren die Temperaturen in den letzten Tagen immer weiter gesunken, und ihr graute davor, wie sehr sie am Tag ihrer Hochzeit frieren würde. Die dünnen Ärmelchen konnten ihr nicht viel helfen. Warum mussten diese unsinnigen Gedanken sie ausgerechnet jetzt wieder einholen, wo Danny draußen stand und auf sie wartete?
Warum tat er das eigentlich?
Als sie sich endlich wieder beruhigt hatte, überprüfte sie ihr Spiegelbild und befand es für okay. Besser wurde ihr Anblick jetzt sowieso nicht mehr. Also straffte sie die Schultern, hob das Kinn ein wenig an und verließ die Umkleide. Madame Monyard stand nun direkt vor Danny und erzählte ihm irgendetwas. Dabei rückte sie ihm so unverschämt auf die Pelle, dass Sue sich einen kleinen Moment lang für die ältere Dame schämte. Sollte sie nicht ein besseres Benehmen an den Tag legen?
Sue machte räuspernd auf sich aufmerksam, und sofort ruhen Dannys dunkle Augen auf ihr. Wieder betrachtete er ihre gesamte Erscheinung und lächelte dieses Mal aufrichtig. Anscheinend gefiel ihm dieser Aufzug besser als das Hochzeitskleid. Da konnte Sue ihm nur zustimmen. Denn das Kleid war die reinste Zumutung in ihren Augen. Doch da ihre Meinung nichts wert war, musste sie nun diese Wahl tragen, ob sie wollte oder nicht.
»Können wir?«, fragte sie mit einem aufgesetzten Lächeln in Richtung der anderen Dame, die bei ihrem Auftauchen die Augen leicht verengte und unverhohlene Giftpfeile in ihre Richtung schoss. Diese aber prallten an Sue ab, denn sie war es, die mit diesem Mann den Laden verließ. Und das hob ihre Laune unheimlich. Auch wenn sie noch immer keine Ahnung hatte, wie sie zu der Ehre kam.
»Aber natürlich. Madame«, tippte sich Danny an seinen imaginären Hut, und wieder wurde die Frau rot. Sue schüttelte den Kopf, hakte sich in den angebotenen Arm ein, nachdem Danny ihr in den Mantel geholfen hatte und den Schal ein wenig enger um ihren Hals zog. In ihren Augen war das eine so intime Handlung, dass sie es genoss, wie nah er ihr in diesem Moment war. Sie konnte seinen Geruch wahrnehmen. Er roch nach der Kälte der Stadt, nach einem holzigen Parfüm und sich selbst, was ihn in ihren Augen nur noch unwiderstehlicher machte.
Er ließ Sue den Vortritt, auch wenn sie bei ihm untergehakt war, und zog sich auf der Straße eine Mütze aus grobem Strick über den Kopf. Ein paar der wirren Locken lugten noch hervor und verliehen ihm etwas Jungenhaftes.
»Wirst du mir verraten, warum du mir den Tag versüßt, und nicht Mutter ihn mir verdirbt?«, fragte Sue gerade heraus und machte sich nichts daraus, dass er die Augenbraue spöttisch nach oben zog, als sie sprach. Viel mehr mochte sie es, wenn er es tat. Denn dabei verzog sich ein Mundwinkel ebenfalls leicht nach oben. Sue wurde bei diesem Schmunzeln ganz warm. Vor allem zwischen ihren Schenkeln.
»Weil ich es ihr vorgeschlagen habe. Wir beide machen uns jetzt einen schönen Wellnessnachmittag mit Massage und Sauna. Ich konnte sie davon überzeugen, dass es genau das ist, was du jetzt brauchst. Und da sie ja nicht will, dass du durch Ben von den Vorbereitungen abgelenkt wirst, habe ich mich angeboten. Und ich brauche das auch ganz unbedingt.«
Er zwinkerte er ihr zu, als wäre es keine Absicht, und die schwelende Glut in ihrem Inneren drohte, zu einem riesigen Feuer auszubrechen. Denn so, wie er all diese Informationen an sie weitergab, hatte sie keine Zweifel daran, dass er es genauso anzüglich meinte, wie sie es sich wünschte. Die Aussicht darauf, mit ihm ein Spa zu besuchen, war durchaus verlockend. Und vielleicht sprang Sue tatsächlich über ihren Schatten und gestattete sich diese Sünde, bevor sie treu sein musste. Nur dieser eine Nachmittag mit Danny, und sie wäre für die nächsten Jahre besänftigt. Zumindest war Sue gut darin, sich genau das einzureden.
»Und mein Bikini und die anderen Sachen für einen solchen Ausflug?«, wollte sie von ihm wissen, auch wenn sie eigentlich gar nichts benötigte. Handtücher wurden meist gestellt, und sie ging nur in Nacktsaunen. Aber das musste er nicht wissen. Und so sah er sie ungläubig an, bevor sie sich erbarmte und ihm dieses Mal zuzwinkerte.
»Wird es alles vor Ort geben«, interpretierte er ihr Lächeln richtig und zog sie dann eng an sich gepresst durch die vollgestopften Straßen. Sicher nur zum Schutze vor der Kälte, doch für Sue war es die Erfüllung ihrer unbefriedigten und doch feuchten Träume von diesem Mann. Sie spürte seine Wärme, roch seinen Duft und sog seine Nähe wie ein Schwamm in sich auf.
Nur dieser eine Nachmittag, schwor sie sich – und wusste nicht, worauf sie sich da einließ.

2. Danny

Er hatte nicht die geringste Ahnung, wieso er sich hatte überreden lassen, seinen Nachmittag mit Sue zu verbringen. Danny wusste ganz genau, dass das in einer Katastrophe enden musste. Darauf hatte er noch weniger Lust, als Bens Trauzeuge zu sein. Er mochte diesen Mann nicht einmal wirklich. Aber er war sein Geschäftspartner, und wenn Danny sich einen eigenen Namen machen wollte mit seinem Sicherheitsunternehmen und nicht mehr nur als Partner von Ben angesehen werden wollte, musste er es durchziehen. Sie hatten zusammen eine Imagefirma, die darauf spezialisiert war, wichtigen Personen sowohl Schutz als auch eine Werbekampagne zur Verfügung zu stellen. Es war ein neuartiges Konzept, doch gerade im Falle des Senators war es sehr gut angekommen.
Ben hatte die Kampagne für Senator Thomread gestaltet und ihn in den Umfragen so weit nach vorn gepusht, so dass seiner Wiederwahl im nächsten Jahr nichts im Wege stand. Aus lauter Dankbarkeit, oder was auch immer, durfte Ben nun die Senatorentochter heiraten. Eine bildschöne Frau mit Ambitionen und einem Körper zum Niederknien. Soweit er wusste, war Sue noch nicht einmal gefragt worden, was sie über diese Vereinbarung dachte. In Dannys Augen war es falsch, eine junge Frau zu so etwas zu zwingen. Und ihr dann noch ein so hässliches Kleid aufs Auge zu drücken. Es gehörte einfach verboten, selbst wenn Sue auch darin sehr gut aussah. Es war nicht ihr Stil, es war nicht ihr Kleid. So einfach war das. Und doch musste sie es in zwei Wochen auf dieser unsäglichen Veranstaltung tragen, die sich ihre Hochzeit schimpfte.
Um Danny war es geschehen, als er die Verlobte seines Geschäftspartners das erste Mal sah. Er ärgerte sich, dass Sue ihn so aus der Reserve lockte, konnte aber überhaupt nichts dagegen tun.
Verstohlen blickte er zur Seite, wo Sue mit aufrechtem Gang und hochgerecktem Kinn neben ihm lief. Sie hatte ihre dunkelroten Wellen unter einer dicken Strickmütze versteckt, die so überhaupt nicht zu dem Mantel und ihrem restlichen Auftreten passte. Aber genau das gefiel ihm so gut an ihr. Zwar war sie die Tochter des amtierenden Senators, die Tochter einer aufgetakelten Politikergattin, und doch eben auch eine Frau, die ihre eigenen Vorstellungen hatte. Die sie anscheinend für diese Hochzeit begrub.
»Warum heiratest du ihn?«, platzte Danny heraus. Er hätte sich auf die Zunge beißen können, als sie erschrocken den Kopf zu ihm drehte und dabei stolperte. Geschickt verhinderte er mit einem Griff um ihren Körper, dass sie fiel. Sue schien mit dieser Frage nicht gerechnet zu haben, denn als sie wieder sicheren Stand hatte, atmete sie tief durch und schloss einen Moment lang die Augen. Als sie die Lider wieder hob, hatte sie sich bereits gefangen. Für Dannys Geschmack viel zu schnell. Der verunsicherte Geschichtsausdruck hatte ihr gut gestanden.
»Du kannst mich wieder loslassen«, informierte sie ihn, er dachte jedoch gar nicht daran. Sie war ihm in diesem Moment so herrlich nah, dass er ihren verführerischen Duft einatmen konnte. Nur ein wenig hätte er sich nach vorn beugen müssen, und seine Nase hätte über ihre Wange gestrichen. Ihm gefiel die Vorstellung davon, wie sie auf ihn reagierte, über alle Maßen gut. Doch er hielt sich zurück, zog sie nur noch ein wenig enger an sich.
»Können schon. Aber ich möchte nicht.«
Danny sah in ihrem Blick, dass sie seine Antwort zwar überraschte, sie sich aber nicht dagegen wehrte. Er spürte ihr Zittern und rieb leicht über ihre Seiten. Wenn sie sich beeilten, waren sie in fünf Minuten im Spa, und seine persönliche Hölle, die seinem eigenem Himmel gleichzustellen war, lag vor ihm. Denn dort musste sie nicht diese störenden Schichten Stoff tragen. Höchstens einen Bikini oder nur ein Handtuch. Oder am besten gar nichts, wenn sie in der Sauna waren. Danny bemerkte erschrocken, als er die Vorstellung von ihrem nackten Körper weiterspann, wie sich sein Penis regte und unter seiner Hose und dem Mantel verborgen aufrichtete. Es war ihm nicht peinlich, keineswegs, aber er war sich unsicher, wie Sue darauf regieren würde, wenn sie bemerkte, wie sehr sie ihn erregte.
»Und warum die Hochzeit?«, lenkte er sich selbst von den Bildern in seinem Kopf ab. Zu seinem Ärger bewirkte seine erneute Frage zu diesem Thema, dass ihre Augen sich abwendeten und ein trauriger Schimmer sie überzog. Er wollte sie sicher nicht betrüben, aber diese Frage drängte sich ihm schon auf, seit er sie zum ersten Mal mit Ben zusammen gesehen hatte. Wenn man heiratete, sollten zwischen dem Brautpaar die Funken sprühen. Die beiden Personen sollten die Finger nicht voneinander lassen können. Oder sich zumindest gut verstehen oder leiden können. All das traf auf Ben und Sue nicht zu. Sie hatten sich zur Verlobungsfeier vor einigen Monaten kaum angesehen und dabei aber nebeneinander gesessen. Den gesamten Abend über hatte er sie beobachtet und sich gefragt, was sie nur verband. Denn Liebe oder Leidenschaft konnte es auf keinen Fall sein.
»Mutter ist der Meinung, dass die Hochzeit der einzigen Tochter des Senators ihn in ein noch besseres Licht rückt. Er als liebender Vater, wie er sein Kind zum Altar bringt, umringt von Presseleuten und Journalisten, die das ganze Event hypen. Dazu noch zu Weihnachten, dem Fest der Familie und der Liebe. Es soll seine Werte weiter nach oben pushen und seinen Rivalen endgültig aus dem Rennen werfen. Und dabei ist es ihr vollkommen egal, was ich darüber denke. Ben wird so eine Chance nicht abschlagen. Es ist Publicity für ihn und eure Firma.«
Sie klang so niedergeschlagen, dass er sie noch ein kleines Stück enger an sich zog. Während der letzten Meter zum Spa konnte er nichts mehr sagen. Er fühlte mit ihr, denn sie wollte diese Hochzeit auf keinen Fall, beugte sich aber ihrem Vater. Vielleicht lockte ihre Mutter sie mit einer Scheidung nach der Amtszeit. Was auch immer es war, es brach Danny das Herz, diese schöne Frau so gebrochen im Arm zu haben.
»Dann werden wir das alles jetzt für die nächsten Stunden vergessen. Die Menschen hier sind sehr verschwiegen und diskret. Deine Mutter wird nie erfahren, was wir hier tun werden«, flüsterte er, seine Lippen nahe an ihrem Ohr. Er spürte ihr Erschaudern. Und auch, wie sie sich einen winzigen Moment lang anspannte. Hatte er wohlmöglich einen Fehler gemacht und ihre Blicke falsch gedeutet? Wollte sie ihn überhaupt nicht auf diese Weise? Es war Danny vollkommen egal, dass er seinen Partner hinterging. Für ihn war Ben ein aufgeblasener Idiot, der, nur um weiter nach oben zu klettern, über Leichen und Herzen trampelte. Nie im Leben hätte Danny einer solchen Hochzeit zugestimmt, nur um seine Karriere anzukurbeln. Nicht auf Kosten eines anderen Lebens.
»Ich danke dir«, raunte Sue zurück, drehte sich in seinem Arm, bis sie direkt vor ihm stand. Ihre Gesichter waren nur Millimeter voneinander entfernt. Er konnte ihren heißen Atem auf seinen Lippen spüren. Ihm gefiel es gut, dass sie in ihren Stiefeln beinahe so groß war wie er. Sie waren auf Augenhöhe. Nicht nur körperlich, dessen war er sich sicher.
»Das hier muss eine einmalige Sache bleiben. Ist das in Ordnung für dich?«, fragte sie ihn und verblüffte Danny damit sehr. Aber ob er ihr zustimmen konnte, war unmöglich zu sagen. Denn wenn es so gut werden sollte, wie er es sich vorstellte, würde er mehr von ihr wollen.
»Ein Deal – wenn dir gefällt, was wir tun, reden wir noch einmal darüber. Eine geheime heiße Affäre sollte jede Frau führen. Vor allem, wenn ihr Mann eine solche Niete ist«, schlug er deswegen genauso leise vor, wie sie ihre Forderung gestellt hatte, und blickte in ihre vor Erstaunen geweiteten Augen.
Bevor sie antwortete, packte sie seine Hand und zog ihn erst in den Eingangsbereich des Spas, weiter in eine Ecke, die nicht einsehbar war. Sie vertraute dem Personal hier also nicht. Dabei waren sie bereits gesehen worden. Die Empfangsdame hatte sie beide äußerst interessiert beobachtet, und er war sich sicher, dass auch diese fremde Frau spürte, wie sehr es sie beide zueinander hinzog. Würden sie sonst eine solche Diskussion führen? Normalerweise war Danny niemand, der sich in fremde Beziehungen einmischte. Doch ihre Hand um sein Handgelenk, ihr Körper seinem so nah, brachte ihn an seine Grenzen. Und er spürte, wie sich sein Penis ein weiteres Mal neugierig regte und diese Frau begehrte. Ihr Duft war betörend, ihr Blick fesselnd, ihre Berührungen prickelten in seinem Körper und ließen ihn schwer atmen. Wenn ihre Nähe ihn schon so durcheinanderbrachte, was würde dann nur geschehen, wenn sie sich endlich haben konnten?
»Du bist verrückt. Warum sollte ich das wollen?«, fragte sie ihn. Er spürte ihren inneren Kampf, ihre Ablehnung gegen seinen Vorschlag. Doch er sah auch das Glühen in ihrem Blick. Zumal sie ihn immer noch festhielt.
»Weil du deine Finger schon jetzt nicht von mir lassen kannst«, antwortete er ihr mit einem spöttischen Grinsen. Erst jetzt schien es ihr selbst aufzufallen, doch sie ließ ihn nicht los.
»Also gut. Wenn es mir gefällt, können wir es ausprobieren. Du solltest dir Mühe geben. Ich werde mich jetzt umziehen und im Whirlpool auf dich warten. Sag der Empfangsdame, sie soll die Kameras dort ausschalten. Außerdem soll sie den Laden abschließen. Heute kommt kein weiterer Gast mehr hier herein«, forderte sie ihn auf, während sie sich noch ein wenig näher zu ihm lehnte. Ihre Lippen strichen über seine Wange, seinen Kiefer, bis hin zu seinem Ohr, über das sie ihre Zungenspitze gleiten ließ.
»Ich will mich verlieren können«, bat sie ihn, biss ihn kurz ins Ohrläppchen, bevor sie sich von ihm entfernte.
Seine Erektion pochte aufgeregt in der Hose, drängte danach, mehr von dieser Frau zu bekommen. Ihre Worte gingen Danny durch und durch. Er hörte sein Blut in den Ohren rauschen. Sein Atem ging schwer und sein Penis schmerzte vor Erregung. Hatte er wirklich gedacht, er könnte sie verführen? Oder dass er sie zu diesem Vorhaben hier überreden musste? Sue hatte ganz eindeutig die Zügel in der Hand, und es gefiel ihm über alle Maßen gut. Ihre sachten Berührungen waren so intensiv wie sonst mancher Sex. Ihm war bewusst, dass er verloren war. Er konnte sich aber auch nicht dagegen wehren.
Erst als er hörte, wie Sue durch eine der Türen in den hinteren Bereich verschwand, ging er selbst an den Empfang, teilte der Dame Sues Wünsche mit, zahlte den entsprechenden Betrag für diese Leistungen und folgte dann der Frau seiner schlaflosen Nächte. Denn mehr als einmal hatte er von ihr geträumt, wie sie sich für ihn auszog oder wie sie ihn berührte. Danny konnte kaum begreifen, dass all das jetzt wahr werden sollte. Es war noch nicht wirklich bei ihm angekommen, dass sie ihn ebenso wollte wie er sie seit Monaten.
Ganz sicher wollte er diese eine Chance bei ihr nicht vergeigen. Dass er gut im Umgang mit nackten Frauen war, hatten ihm seine diversen Bettgeschichten bescheinigt. Und doch schienen diese nichts zu zählen im Vergleich zu Sues Meinung am Ende dieses Tages.
Danny fühlte sich wie ein Teenager auf dem Weg zu einem Date mit seinem Schwarm. Als er wenige Minuten später nur mit einem Handtuch um die Hüften geschlungen in den hinteren Bereich der Saunen trat, schlug ihm das Herz bis zum Hals. Er fand Sue sofort im Whirlpool. Sie schwamm mit geschlossen Augen, den Kopf in den Nacken gelegt, den Körper im warmen Wasser lang ausgestreckt, und hing ihren eigenen Gedanken nach.
Wie er war auch sie nackt. Sein Penis brauchte nur wenige Sekunden bei diesem Anblick, bis er erregt aufragte und unter dem Handtuch sichtbar wurde. Danny machte sich überhaupt keine Gedanken darüber, dass er wie ein ungeduldiger Junge wirkte. Sue raubte ihm seine ganze Konzentration und Selbstkontrolle. Er wollte es auch überhaupt nicht. Denn sonst hätte er niemals diesen Anblick genießen können.
Ihr langer, schlanker Hals wirkte anmutig, selbst wenn sie lag. Ihre Brüste waren so schön, mit dunklen, harten Knospen. Ihre Haut musste weich und samtig sein und würde sich so gut unter seinen Händen anfühlen. Ihr Bauch war flach, ihre Beine zeugten davon, dass sie oft lief. Denn es war kein Gramm Fett daran zu finden. Ihre Mitte war kahl rasiert.
Dass sie nicht schlief, zeigten ihre Arme, die sich ein klein wenig an der Wasseroberfläche bewegten. Auf und ab, ihre Finger wackelten leicht.
»Komm her«, forderte sie ihn auf, ohne die Augen zu öffnen. Hatte sie ihn gehört? Dabei hatte er sich solche Mühe gegeben, leise zu sein. Aber am Ende war es vollkommen egal. Sie wollte ihn bei sich haben, während sie nackt und so schön wie keine andere Frau vor ihm lag.

3. Sue

Ihre Skrupel hatte Sue in dem Moment abgelegt, in dem sie durch die Tür des Wellnesstempels trat. Jetzt oder nie, hieß es für sie.
Das angenehm warme Wasser umspielte ihren nackten Körper in sanften Wellen, nahm sie gefangen, und alle Gedanken daran, was hiernach geschah, waren verschwunden. Weder ihre Mutter noch ihr Verlobter konnten das hier verhindern. Dazu wollte sie diesen Mann zu sehr.
Allein wie er sie draußen im Foyer angesehen hatte, war ihr durch Mark und Bein gegangen. Es kam selten vor, dass Sue sich nach einem Mann in einem solchen Maße verzehrte. Sie konnte nicht kontrollieren, was Danny in ihr hervorrief. Und wollte es auch gar nicht. Denn wenn sie nur diese eine Chance hatte, ihrem Liebesleben einen Kick zu verpassen, dann wollte sie es definitiv tun.
Auch wenn er versuchte, geräuschlos zu sein, hörte Sue, wie er die Tür öffnete und auf kaum leisen Sohlen auf sie zukam. Ein Schauer überlief ihren Körper, als sie daran dachte, dass er gleich genauso nackt wie sie bei ihr im Whirlpool sein würde. Sie wollte wissen, wie er nackt aussah, wie sich seine Haut unter ihren Fingern wohl anfühlte, und wie er schmeckte. Sie hatten nur wenige Stunden gemeinsam, aber die wollte sie auskosten.
Er stoppte, als sie ihn aufforderte, zu ihr zu kommen. Vielleicht hatte er Skrupel. Sue unterdrückte den Wunsch, die Augen zu öffnen und ihn anzusehen. Schließlich hinterging nicht nur sie ihre Familie und ihren Verlobten, auch für Danny stand einiges auf dem Spiel.
Sie konnte es ihm nicht verübeln, dass er überlegte. Oder aber sie schätzte es vollkommen falsch ein und er genoss ihren Anblick. Sue war nicht eitel. Sie wusste zwar, dass ihr Körper nicht schlecht aussah, doch die Sticheleien ihrer Mutter hatten Spuren hinterlassen. Warum sie ausgerechnet heute nichts darauf gab, sondern vertraute, dass Danny sie anziehend fand, konnte sie nicht sagen. Es war einfach so. Allein wenn er sie ansah, fühlte sie sich gut.
Endlich schien er seine Bedenken über Bord geworfen zu haben, denn die Wellen, die er schlug, als er ins Wasser glitt, ließen Sue doch noch die Augen öffnen. Sofort brannte sich sein Blick in ihren, hielt sie gefangen. Einen Moment lang starrten sie sich einfach nur an, genossen die Anwesenheit des anderen und entfachten das Feuer füreinander. Heiß und alles verzehrend breitete es sich in ihr aus. Auch wenn er sie nur ansah, spürte sie das erste aufgeregte Pochen zwischen ihren Beinen. Es war ein angenehmes Kribbeln, das ihr zeigte, wie gut das hier war. Wie gut es werden konnte, wenn sie sich einander einfach hingaben.
Es waren keine Worte mehr nötig, diese hatten sie im Foyer gewechselt. Alles, was jetzt noch wichtig schien, war ihre Lust . Sie brodelte in Sue, als ihr Blick über seinen Körper glitt. Wenn sie da an Ben dachte, der nichts für sich tat, wurde ihr anders. Schnell schüttelte sie diesen unsinnigen Gedanken ab, richtete sich auf und genoss es, wie Dannys Blick ihre Brüste fand. Sie konnte in seinen Augen sehen, dass er sie und ihren Körper verschlang, sich an ihr nicht sattsehen konnte. Sue legte ihre letzten Hemmungen ab, überbrückte den Abstand zwischen sich und Danny und platzierte ihre Beine links und rechts von seinen Oberschenkeln. Breitbeinig saß er da, seine Hände fanden ihre Hüfte, berührten ihre Haut ein erstes Mal zurückhaltend. Doch diese kleine Berührung reichte aus, um Sues Lust zu entfachen. Seine Hände waren sanft, zärtlich und forschend, wie sie über ihre Seite strichen, hoch und wieder runter, über ihren Po, ihren Rücken, ihre Schulter, ihren Nacken. Bis sie auf ihrem Gesicht lagen und er sie weiterhin einfach nur ansah.
Auch wenn er sie längst besaß, fragten seine Augen um die Erlaubnis, sie zu küssen. Nur ein wenig schob sie sich weiter nach vorne, seufzte wohlig, als seine Erektion sich gegen ihre Spalte drückte.
Sue schloss die Augen, genoss die Gefühle, die Danny in ihr auslöste, und rieb sich nur ein kleines bisschen an ihm. Sie hörte ihn geräuschvoll die Luft einsaugen, spürte, wie er unter ihrem Handeln noch härter wurde.
Ihre kleine Perle pochte aufgeregt, wollte mehr von dieser süßen Folter.
Und dann war es endlich so weit. Danny überbrückte den Abstand zwischen ihren Mündern, legte seine Lippen auf die ihren und küsste sie das erste Mal. Nur wenige Sekunden lang war es ein liebevoller Kuss, bevor das Verlangen nach einander sie beide übermannte. Sue vergrub ihre Hände in seinen Haaren, zupfte leicht daran. Freute sich, als er das erste Mal leise stöhnte, und nutzte den Moment. Ihre Zunge drang forsch in seinen Mund, massierte seine, und sie nahm sich endlich, was sie schon so lange begehrte. Sie hatte keine Lust auf Spielchen oder Folter. Sie wollte diesen Mann endlich spüren und vergessen, was in den nächsten Wochen, gar Jahren, auf sie zukam.
Allein sein Kuss löste ein wahres Feuerwerk der Empfindungen in ihr aus. Seine Hände verließen ihr Gesicht, erkundeten ein weiteres Mal ihren Körper, trieben ihren Herzschlag in ungeahnte Höhen, als sie ihre Brüste fanden und sie leicht massierten. Ihre Brustwarzen, drängten sich seinen Fingern hart und ungeduldig entgegen, wollten berührt werden und Aufmerksamkeit bekommen.
Selbst wenn sie sich im Wasser befanden, Sue wusste, sie war nicht nur davon nass. Dannys Hände waren geschickt, wussten, was sie mit ihr anstellten. Gleichzeitig hob er sein Becken, presste seine Erektion noch gieriger gegen ihre Spalte. Sue warf den Kopf in den Nacken, als er den Kuss beendete, seine Lippen über ihren Hals gleiten ließ, an ihrer Haut saugte und dabei ihre Brüste so delikat liebkoste. Ihr Oberkörper drängte sich ihm entgegen, sie beugte sich nach hinten, präsentierte ihm ihre Knospen, die nach seinem Mund verlangten.
Das Pochen ihrer Perle wurde zu einem süßen Schmerz, als er an ihrer Brustwarze saugte. Wellen der unbändigen Lust nach diesem Mann brachen über Sue zusammen, als sein Daumen ihre Klitoris fand und sanft rieb. Sie bewegte sich mit seinem Finger, wollte mehr von ihm, ihn endlich in sich spüren. Sie war bereit für ihn . Doch er dachte nicht daran, sie zu erlösen, ihr den benötigten Kick zu schenken, sondern bearbeitete hingebungsvoll ihre Brüste, als wären sie das Schönste, was er je berühren durfte. Sue wurde überempfindlich, als seine Zähne an ihr knabberten, leicht an ihren Brustwarzen zogen, die süße Folter nur noch verstärkten. Es schien ihm zu gefallen, was er mit ihrem Körper anstellte, wie sie sich ihm entgegendrängte, sich unter ihm wand und es kaum mehr aushielt.
Mittlerweile prickelte ihre Haut, sie zuckte unkontrollierter und wusste, sie konnte ihren Höhepunkt nicht mehr lange hinauszögern. Das Blut rauschte in ihren Ohren, und ein spitzer Schrei verließ ihren Mund, als er in ihre Knospe biss, und dabei seinen Daumen hart auf ihre Perle presste.
Der Orgasmus überrollte sie, ohne dass sie sich hätte wehren können. Sie bekam nur hinter dem dichten Schleier ihrer Lust mit, wie Dannys Hände sich um ihre Hüfte legten, sie ein wenig anhoben, bis er seinen Penis an ihrem zuckenden Eingang platzierte und sich in sie schob.
Sie stöhnte seinen Namen, als er sie Stück für Stück dehnte, immer noch in den Nachwirkungen ihres ersten Höhepunktes gefangen. Er fühlte sich fantastisch an in ihr, nimmt sie immer weiter in Besitz und ließ sie erneut zusammenzucken. Ihre Muskeln kontrahierten um seine Erektion, ließen ihn spüren, was er in ihr auslöste, und trieben ihn selbst immer weiter. Sie spürte das Pulsieren, wie er sich ganz langsam nur in ihr bewegte, ihr Inneres ausfüllte und ihre Lust stillen wollte.
»Spiel nicht mit mir«, knurrte sie ihn an. Sue konnte ihr Verlangen nicht mehr kontrollieren, wenn er so tief in ihr war. Dannys Hände legten sich um ihren Po, kneteten ihn, hoben sie immer wieder ein Stück an, sodass er sich tief und hart in sie bohren konnte. Seine Stößen wurden schnell kraftvoller, intensiver und verzehrender.
Schon lange hatte Sue ihren Verstand ausgeschaltet und gab sich ganz allein dem hin, was Danny in ihr entfesselte, mit ihrem Körper anstellte.
Wieder und wieder drang er in sie ein, rieb mit seiner Penisspitze an der kleinen, rauen Stelle in ihr, ließ sie jedes Mal aufs Neue zusammenzucken. Dabei reizte sein Daumen immer weiter ihre kleine, harte Perle, die nicht genug bekommen konnte von ihm und davon, was er mit ihr tat,
»Das würde ich mir nie erlauben«, antwortete er mit belegter Stimme, küsste sie endlich wieder und legte seine Arme eng um ihren Oberkörper. Sie waren sich so verdammt nah. Sue spürte, dass das nicht nur körperlich war. Zwischen ihnen entstand eine Verbindung, eine Nähe, die sie nicht in Worte fassen konnte. Oder wollte. Denn auch, wenn sie es nur ungern zugab, es machte ihr Angst.
Natürlich hatte sie sich auf seinen Vorschlag eingelassen. Doch wer konnte ahnen, dass der Sex mit Danny so alles verzehrend sein würde? Dass sie, selbst während er noch in ihr war, sie so herrlich penetrierte und in andere Sphären trieb, nicht genug von ihm bekam und mehr wollte.
Sie spürte, dass Danny selbst auch nicht mehr lang brauchte. Immer unkontrollierter, nachlässiger wurden seine Stöße. Sein Kuss noch gieriger, und sie wusste, dass er das hier genauso genoss wie sie selbst. Es war gefährlich, was sie hier begannen. Aber sie konnte sich nicht dagegen wehren.
Mit einem letzten Stoß, so tief wie keiner davor, schickte er sie erneut über ihre Klippe, riss sie in den Abgrund und folgte ihr gleichzeitig. Sie kamen gemeinsam, dämpften ihr Stöhnen mit ihrem Kuss und gaben sich einander vollkommen hin. Es gab nichts mehr zwischen ihnen, das verboten schien.
Mehrere Minuten lang verharrten Sue und Danny bewegungslos. Sie genoss seine Nähe. Wie er sie fest in seinen Armen hielt und sich in ihr ergoss. Heiß schoss sein Sperma in sie, lief aus ihr heraus, und sie fragte sich unweigerlich, wie hoch der Aufpreis sein müsste, damit der Whirlpool gereinigt würde. Sue kicherte über diesen Gedanken, was die Stille durchbrach, und auch die angespannte Stimmung.
Ein wenig nur beugte sie sich nach hinten, blickte in Dannys wunderschöne Augen, die für sie offen wie ein Buch waren. Er verbarg nichts vor ihr. Weder, dass ihn ihr Kichern amüsierte, noch dass er immer noch Lust auf sie hatte. Auch nicht die Zuneigung, die er für sie empfand. Nur ein kleines bisschen schnürte es Sue das Herz zusammen, als sie es erkannte. Denn sie beide durften so nicht füreinander empfinden. Wenn, dann war das hier Sex und nichts anderes.
Bevor einer von beiden etwas Dummes sagen konnte, vereinte sie ihre Lippen wieder mit Dannys Mund, beendete ihre Gedanken und gab sich ein weiteres Mal ihrem Verlangen nach ihm hin.
Dieser Nachmittag sollte unvergesslich werden. Und Sue wollte alles dafür tun, um die Erinnerungen so intensiv wie möglich zu gestalten.

4. Danny

Er sollte jetzt wirklich nicht hier vor dieser Tür stehen. Er sollte bei Ben sein und ihm Whiskey oder irgendeinen anderen harten Alkohol einflößen. Denn auch, wenn sein Geschäftspartner wusste, welchen Glücksgriff er mit dieser Heirat machte, hatte er ganz schön damit zu kämpfen, eine Frau zu heiraten, die er so gar nicht liebte. Oder mit der in keiner Hinsicht, weder im Bett, noch im alltäglichen Leben, etwas anfangen konnte.
In den letzten Wochen hatte sich der Bräutigam mehr als einmal bei ihm ausgeweint, sich beschwert und überlegt, ob er das alles nicht einfach abblasen sollte. Dass Danny das begrüßen würde, konnte er ihm schlecht sagen. Schließlich wollte er Ben nicht auf die Nase binden, dass er mit seiner Verlobten schlief. Und zwar täglich seit diesem Nachmittag.
Danny wusste nicht, wie es so intensiv hatte werden können. Es war nicht nur, dass er nicht genug von Sue bekam. Jeden Tag verzehrte er sich nach ihr, nach ihrem Duft, nach ihrer weichen Haut und nach den erotischen Geräuschen, die aus ihrem Mund drangen, wenn er sie kommen ließ.
Selbst jetzt konnte er sie noch auf der Zungenspitze schmecken, obwohl sie sich gestern nicht gesehen hatten. Die Nacht vor der Hochzeit hatte Sue allein verbringen wollen. Und Danny konnte das gut verstehen. Denn es war nicht nur der Sex, der sie so faszinierend machte. Sue als Frau war unglaublich. Stundenlang hatten sie sich unterhalten, über ihre Leben, ihre Wünsche gesprochen. Für Danny war klar, dass er Sue wollte. Und zwar ganz.
Doch das war unmöglich, und so hielt sich Danny zurück, schenkte ihr die verheißungsvollsten Stunden, die sich Sue vorstellen konnte, und blieb an ihrer Seite, wenn sie es wollte.
Jetzt stand er vor ihrer Tür in der Kirche, in der sie in einer Stunde Ben heiraten sollte. Eine Hochzeit, die mittlerweile keiner der beiden mehr wollte. Erst vor wenigen Minuten hatte ihm sein Partner eröffnet, einfachen keinen Draht zu Sue entwickelte. Wie das ging, lag außerhalb von Dannys Vorstellungsvermögen, aber es war ihm nur recht. Denn Ben war drauf und dran gewesen, mit Sues Vater zu sprechen. Ein Lächeln stahl sich auf Danny Mund, als er daran dachte, wie ihre Mutter toben würde, wenn Ben von sich aus diese Farce absagte.
Danny klopfte an die Tür, bevor er es sich anders überlegen konnte, und hörte trippelnde Schritte von drinnen. Aufgetakelt bis in die Haarspitzen kam Sues Mutter zum Vorschein und verzog die Lippen zu einem schmierigen Lächeln. Wahrscheinlich dachte sie, es machte Danny an, doch sein ganzer Fokus lag auf der Braut.
»Danny, schön dich zu sehen, was kann ich für dich tun?«, säuselte Mrs. Thompread viel zu hoch für einen angenehmen Tonfall.
»Sie gar nichts. Ich möchte Sie alle bitten, Sue jetzt allein zu lassen. Es dauert nicht mehr lang, bis es losgeht, und in der Zeit soll die Braut sich noch ein wenig ausruhen und entspannen.«
Mit ihm, setzte er in Gedanken hinten dran und suchte Sues Blick. Sie hatte eine Champagnerflöte in der Hand, hielt sich schon beinahe krampfhaft daran fest und unterdrückte ein Grinsen, als ihre Mutter empört schnaubte.
»Ich werde wohl am besten wissen, was meine Tochter jetzt braucht«, schimpfte sie aufgebracht.
»Ich denke nicht. Sie machen sie nur ganz kirre. Wenn ich Sie nun auffordern dürfte, zu gehen? Ihr anderen bitte auch«, kommandierte Danny alle aus dem Zimmer und half bei Sues Mutter sogar noch ein wenig nach.
»Ihr Assistent wartet unten auf Sie«, flüsterte er Mrs. Thompread ins Ohr, als sie sich weigerte, den Raum zu verlassen. Daraufhin verschwand sie sofort. Es war wirklich von Vorteil, solche kleinen Details zu wissen. Denn auch die Dame des Hauses pflegte eine außereheliche Beziehung mit ihrem halb so alten Assistenten, der es noch genoss, von einer älteren Dame verführt zu werden.
»Ich danke dir!«, seufzte Sue, als endlich alle den Raum verlassen hatten und sie beide allein waren. Er stand mit dem Rücken zur Tür, hatte seine Hände am Schlüssel.
»Soll ich dich auch allein lassen?«, wollte er von ihr wissen, auch wenn er hoffte, sie würde Nein sagen. Zu seinem Glück schüttelte sie tatsächlich den Kopf, bevor sie sich von ihm abwendete und ihr Glas mit einem Schluck leerte.
Mit einem klickenden Geräusch schloss er die Tür ab und ging mit großen Schritten auf sie zu. Er wollte sich nicht vorstellen, was gerade in ihr vorging. Jemanden zu heiraten, um dem Vater die nächste Amtszeit zu ermöglichen. Einen Mann, der sie weder sexuell noch intellektuell forderte. Mehr als einmal hatte Sue das Handtuch werfen wollen. Doch ihr Vater war ihr wichtig, seine Ziele waren schon immer die ihren gewesen. Wenn es nicht gerade ihr Leben so stark beeinflusste.
»Wie kann ich dir helfen?«, fragte er sie, als er direkt hinter ihr stand, die Hände in ihren Nacken. Ganz sanft zogen seine Daumen Kreise auf ihrer Haut, übten leicht Druck aus, und er spürte, wie sie sich unter seiner Berührung entspannte. Ihr Kopf fiel leicht zur Seite und ein leises Seufzen war auszumachen, als er ein wenig mehr zudrückte und ihr die Entspannung gab, die sie brauchte.
»Sei an meiner Seite, wenn das hier schief geht«, hauchte sie, und er hätte sie beinahe nicht verstanden. Sein Herz schlug ein wenig schneller bei ihren Worten, denn diese letzten beiden Wochen waren ihm unter die Haut und anscheinend auch an Sue nicht spurlos vorüber gegangen.
»Was ist damit, dass das zwischen uns nur Sex sein sollte?«, drängte er zu erfahren, bevor seine Lippen ihre Haut trafen und er kleine Küsse auf ihrem Nacken verteilte. Sie erschauderte unter seinem Tun, lehnte sich gegen ihn und verlangte allein dadurch mehr von ihm. In der kurzen Zeit hatte er sie und ihren Körper kennengelernt, wusste, was ihr gefiel und was sie brauchte. Und wie.
»Beug dich nach vorn«, forderte er sie leise auf, und sie folgte seinem Wunsch sofort. Danny ging hinter ihr in die Knie, griff vorsichtig nach dem Saum ihres Kleides und legte den Rock über ihren Rücken.
Sie trug weiße Strümpfe samt passender Strumpfbänder, einen weißen Spitzenstring. Zärtlich strichen seine Fingerspitzen über den weichen Stoff und er spürte mit Freuden, dass Sue bereits feucht war. So feucht, dass er es fühlen konnte.
»Du bist schon wieder so bereit«, raunte er gegen ihre Scham, bevor er sie küsste. Er konnte ihren Duft einatmen, inhalierte ihn beinahe, bevor seine Zähne durch den Stoff hindurch an ihr knabberten. Seine Hände hatte er auf Sues Po gelegt, knetete ihn leicht, hielt sie an Ort und Stelle. Denn sie wurde bereits unruhig, als seine Zunge über ihr Höschen leckte.
»Bitte«, flehte sie ihn unbeherrscht an und Danny liebte es, wie schnell sie keine Chance mehr gegen ihn hatte. Ihr Körper verriet, was sie wollte, noch bevor Sue es selbst wusste.
»Was bitte?«, verlangte er grinsend zu erfahren, zog aber gleichzeitig das Höschen über ihre Hüfte, ihren wohlgeformten Po, bis zu den Knöcheln. Sue zitterte leicht, als seine Hände über ihre Beine zurückstrichen, er seine Daumen über ihre Spalte gleiten ließ.
»Nimm mich bitte. Ich halte das nicht mehr aus«, presste sie angestrengt hervor, zitterte nur um so stärker, als er gegen ihre Scham blies. Ihr Saft glitzerte bereits zwischen ihren Schamlippen, zeigte ihm deutlich, wie sehr sie ihn wollte. Und Danny ging es nicht anders.
Sein Penis zuckte aufgeregt in der Anzughose, verlangte nach Sues Enge und dem unglaublichen Gefühl, sie auszufüllen.
»Für die Braut tue ich doch alles«, antwortete er ihr immer noch grinsend, öffnete mit einer Hand seine Hose, während seine Finger in ihre Nässe eintauchten. Sue stöhnte leise seinen Namen, als er sie so massierte, sie ein wenig antrieb und ihr zeigte, wer die Kontrolle über ihren Körper und ihre Lust hatte.
Mit weichen Knien stand Danny wieder auf, positionierte sich hinter Sue und strich mit seiner Eichel durch ihre Vagina. Sie war heiß, nass und so bereit für ihn, dass er mit einem Stoß in sie eindringen konnte. Einige Sekunden lang verharrte er in ihr, genoss das Gefühl, wie sie ihn umschloss und ihre Lust zuckend ihren Körper vereinnahmte.
»Du fühlst dich so gut an.«
Seine Worte waren nur geflüstert und doch wusste er, dass Sue ihn verstand. Alles, was er sagte, kam bei ihr an. Selbst wenn es in seiner höchsten Ekstase geknurrt war.
Doch jetzt hatten sie keine Zeit mehr, sich ewig zu genießen. Das konnten sie tun, wenn das alles hier vorbei war.
Also zog er sich fast vollständig aus ihr zurück, nur um seinen Penis in schnellem, harten Tempo wieder und wieder in sie zu treiben. Sue stöhnte lustvoll, krampfte sich um ihn, wollte ihn antreiben, denn sie liebte dieses Tempo. Es dauerte nicht lange, bis Danny spürte, dass Sue nicht mehr konnte. Ihre Knie gaben nach, ihr Körper bebte immer stärker. Auch seine Lust, seine Erregung erreichten ihr Höchstlevel, und so begann er damit, ihre Perle zu reiben, sie zu reizen und Sue so Sterne sehen zu lassen. Ihr Inneres zog sich so heftig um ihn zusammen, dass es leicht schmerzte, als sie kräftig kam, ihn mitriss und sich mit ihm ein letztes Mal bewegte. Hart pulsierend kam er, ergoss sich stoßweise und ging dann in die Knie. Sue zog er mit sich, hielt sie in ihrem Hochzeitskleid im Arm, als sie zusammen die Wogen ihrer Höhepunkte genossen. Wieder übermannte ihn das Verlangen nach dieser Frau. Unablässig küsste er ihren Nacken, hielt ihre Hände fest in seinen, und ließ ihr die Zeit, die sie brauchte.
Doch auch hier konnten sie einander nicht allzu lange genießen.
Wacklig stand Sue wieder auf, griff mehrere Taschentücher und versuchte, sich zu säubern. Es gefiel ihm nicht, dass sie es tat. Aber er wusste, es musste sein. Vor dem großen Spiegel, der mitten im Raum stand, versuchten sie beide, ihr Aussehen wieder auf Vordermann zu bringen. Denn nichts wäre schlimmer, als wenn man der Braut ansah, dass sie eben frisch gevögelt war.
Sue war gerade dabei, ihren Lidstrich sorgfältig nachzuziehen, als es an der Tür hämmerte. Stimmen wurden laut, und er sah sie verwundert an. Kurz nur kontrollierte er, dass jede Strähne perfekt saß, bevor sie nickte und er zur Tür ging.
Sues Mutter kam hineingestürzt, kümmerte sich nicht um ihn, sondern schloss nur ihre Tochter in den Arm.
»Mein armes Mädchen«, weinte sie, und keiner der beiden verstand, warum.
»Was hast du, Mutter?«, forschte Sue und schob ihre Mutter von sich. Ihr war es unangenehm, von dieser Frau gehalten zu werden. Man konnte es ihr ansehen.
»Die Hochzeit, sie ist geplatzt. Dein Vater hat Ben soeben mit einer der Kellnerinnen auf der Toilette erwischt. Er hat sich noch nicht mal entschuldigt, sondern nur gesagt, dass er wenigstens eine andere Frau spüren wollte, bevor es nur noch dich gibt.«
Entsetzt blickte Sue von ihrer Mutter zu ihrem Vater, der im Türrahmen stehen geblieben war.
»Ist das dein Ernst?«, brachte sie irgendwann hervor und ihr Blick flog zu Danny. Er hatte vieles erwartet, aber nicht die Freude in ihren Augen. Oder den Schalk darin. Auch wenn sie sich erst kurz kannten, so wusste er bereits, dass Sue eine Überraschung für ihn bereithielt.
»Ja leider. Die ganzen Menschen dort unten. Was sollen wir ihnen nur sagen?«, wimmerte Mrs. Thompread, krallte sich in Sues Arm, die energisch versuchte, sie abzuschütteln. Noch immer sah sie ihn an, und da wusste er auf einmal, was sie plante.
Zielstrebig ging sie auf ihn zu, schnappte sich seine Hand und zog ihn zu ihrem Vater. Dieser beobachtete das Treiben einerseits misstrauisch, auf der anderen Seite war in seinem Blick auch Erleichterung zu sehen.
»Dad, du kannst Ben doch nicht ausstehen«, fing Sue an. Auf den Lippen des älteren Herrn zeichnete sich ein amüsiertes Schmunzeln ab, als er verhalten nickte.
»Aber du hältst große Stücke auf Danny und weißt, dass er eigentlich die Fäden in der Firma der beiden zieht, richtig?«
Wieder nickte ihr Vater, während sie Dannys Hand drückte. Das Herz schlug ihm bis zum Hals, aber es war nicht Angst, was er verspürte. Es war die süße Erkenntnis darüber, dass Sue in ihm wirklich nicht nur eine Affäre sah. Sondern mehr. Sehr viel mehr.
»Was würdest du dann davon halten, wenn ich einfach ihn heirate? Es würde keinen Ausfall der Publicity geben, du könntest es so drehen, dass Ben ein mieser Betrüger und Danny mutig für ihn eingesprungen ist. Keine Einbußen, sondern nur ein Vater, der um das Wohl seiner Tochter besorgt ist, die todunglücklich über den Betrug ihres Verlobten war. Und du hast ihr den perfekten Ersatz geliefert. Was denkst du?«
»Dass ich bei deiner Erziehung alles richtig gemacht habe«, antwortete der Senator seiner Tochter und zog sie in seine Arme.

ENDE

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