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It’s a Christmas wonderland

Mein kleines Geschenk an euch. Eine Short-Storie mit Schnee, Weihnachten & etwas Liebe❤️

Die nächsten Tage poste ich immer wieder kurze Teile & am Ende gibt es die gesamte Geschichte nur für euch!

Happy Reading & merry Christmas 🎄

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Wisst ihr eigentlich, wie sehr ich Weihnachten liebe?

Die bunten Lichter jeden Abend, die tollen Düfte überall und die gemütliche Atmosphäre um mich herum. Ach und nicht zu vergessen, der viele Schnee.

Weiße Weihnachten. Wie lange habe ich davon geträumt und wie lange musste ich darauf verzichten. Bis zu diesem Jahr.

Eine einsame, kleine Hütte mitten am Berg. Genau das, was ich nach diesem Jahr brauche. Zehn Tage Ruhe und Besinnlichkeit für mich, Tiffy und den riesigen Weihnachtsbaum, den mir Mrs. Ginger bereits hat aufstellen lassen bevor ich angekommen bin. Allein sein Anblick hat mich all den Stress und die Auseinandersetzungen der letzten Monate vergessen lassen. Dazu das heiße Bad, das ich mir als allererstes hier gegönnt habe und der ausgiebige Spaziergang mit meinem Australian Shepherd durch den Wald und alles fiel von mir ab. Zumindest nach und nach.

Seit drei Tagen bin ich jetzt hier oben und bereue keine Sekunde davon. Den ganzen Tag in meinem Christmas-Jumper herumliegen oder sitzen, dabei Unmengen von meinen Lieblings-Vanille-Plätzchen in mich reinstopfen – Danke an Mrs. Ginger nochmal – und blutbahnverklebende Mengen Früchtepunsch lassen mich vergessen, wie oft ich mich dafür rechtfertigen musste, Weihnachten alleine feiern zu wollen. Und Silvester direkt dazu.

Angefangen bei meinen Eltern, meinem Opa, der restlichen Familie – bis hin zu meinem – nun Ex – Freund. Tatsächlich hatte ich gedacht oder auch erwartet, dass er nachvollziehen kann, dass ich einfach nur Zeit für mich brauche. Zeit zum Energie tanken und durchatmen, damit wir dann im Januar gemeinsam an unserer Zukunft arbeiten können und vor allem in die Sonne fliegen. Aber Mac war absolut dagegen, dass ich wegfahre. Alleine. Da könnte ich ja sonst was aushecken oder mir sonst wem einladen.

Genau. Ich. Nicht, dass es jemals zur Debatte stand unsere Beziehung nach den fünf Jahren, die wir sie schon geführt haben zu beenden oder in Frage zu stellen. Zumindest war es von meiner Seite immer so. Anscheinend sah Mac das anders. 

„Lizzy, du kannst gerne so viel alleine sein wie du willst – doch aber nicht jetzt. Nicht zu Weihnachten. Nicht wenn ich dich brauche und die Gefahr besteht, mir springen die Serviceleute ab, weil sie Besseres vorhaben.“ Denn genau da lag der Hase begraben. Es ging Mac nicht darum, abends alleine unterm Baum zu hocken und mich immens zu vermissen. Es ging ihm lediglich um seinen Laden und dass ich seinen Service schmeiße. Was zugegeben ein ausschlaggebender Punkt war, wieso ich überhaupt weg wollte. Weit weg. So weit weg, dass er mich nicht mal eben anrufen konnte, dass ich doch einspringe. Nach Hause – also nach Salt Lake City waren es von hier aus über sieben Stunden Fahrt und die werde ich definitiv nicht auf mich nehmen, nur damit sein Geschäft läuft. Würde er das Jahr über besser planen, wäre er netter zu seinen Aushilfen und so verdammt undankbar allem und jedem gegenüber, hätte er nicht jedes Jahr dieselben Probleme.

Braut auf Abwegen – eine Kurzgeschichte

Die letzten Tage, habe ich in 8 Abschnitten meine Kurzgeschichte ‚Braut auf Abwegen‘ in meiner Facebook-Gruppe ‚Josi’s Buchstabensalat‘ gepostet!

Für alle, die es nicht gelesen haben oder in der Gruppe sind *schämt euch* 😉 , hier jetzt die gesamte Geschichte von Sue & Danny posten 🙂

Viel Spaß!

***

1. Sue

Sie steckte in diesem weißen Kleid und hatte keine Ahnung, wie sie da hineingeraten war. Nein, stopp, das stimmte nicht ganz. Sie wusste genau, wie sie in das Kleid gekommen war und auch, warum. Aber sie hatte keinen blassen Schimmer davon, wie sie wieder herauskommen sollte.
Eine Winterhochzeit – oder noch besser – eine Weihnachtshochzeit, wo sie doch diese Jahreszeit und diese Feiertage überhaupt nicht ausstehen konnte.
Viel lieber würde sie jetzt in einem Flieger Richtung Süden sitzen, anstatt die letzten Änderungen an ihrem Hochzeitskleid vornehmen zu lassen. Zwei Wochen waren es noch bis zu dem großen Tag Und laut ihrer Mutter hatte sie zugelegt. Aus diesem Grund stand sie nun in dem Brautmodengeschäft mitten in der Stadt und versuchte, es sich nicht anmerken zu lassen, wenn die Schneiderin sie ein weiteres Mal mit ihrer Nadel pikste. Niemand sonst war der Meinung, das Sue zugenommen hatte. Sie selbst wusste es sowieso besser, denn seit Wochen zeigte ihre Waage den Stress durch die Hochzeitsvorbereitungen an. Und diese Zahlen wurden von Mal zu Mal beunruhigender. Doch wenn ihre Mutter es so wollte, tat sie eben so, als hätte sie zu-, statt abgenommen. Und das, obwohl diese nur zu genau wusste, welche Probleme Sue mit ihrem Gewicht hatte. Doch diese Frau interessierte sich nicht für die Wehwehchen ihrer einzigen Tochter. Oder dafür, dass sie bereits zwei Mal in eine entsprechende Klinik eingewiesen worden war.
Sue hatte gelernt, damit zu leben, dass sie von ihren Eltern in dieser Hinsicht keine Unterstützung bekam. Und wie es aussah, würde auch Ben, ihr Verlobter, ihr da keine große Hilfe sein. Er war ein Mann, der nur die Beziehungen sah, die Sue ihm einbrachte. Und nicht ihre rotbraunen langen Locken oder die braunen, warmen Augen. Oder die zwar weibliche, aber in ihren Augen mittlerweile schöne Figur. Vielleicht sah er noch das einladende Becken, das ihm Nachfolger schenken konnte. Wenn er sie denn jemals anfassen sollte. Oder sie ihn an sich ranließ.
Ben passte gut zu ihrer Stellung, aber nicht zu ihr.
Wenn sie da an seinen Trauzeugen Danny dachte, kam sie der Sache schon viel näher. Dieser passte nämlich so überhaupt nicht in das Bild ihrer Eltern vom Mann an der Seite einer Senatorentochter. Er war wild und ungehemmt. Und vor allem war er unglaublich attraktiv – noch etwas, das er nicht mit ihrem Verlobten gemeinsam hatte. Allein wenn sie an Bens dicke Brille mit dem schwarzen Rahmen dachte, seine kleinen Glubschaugen oder die immer schwitzigen und aufgedunsenen Hände, wurde Sue ganz anders. Und wenn er schon nicht in der Lage war, sie anzumachen, wie sollte er sie dann befriedigen oder ihr Kinder schenken? Denn allein diese Aussicht ließ sie nicht zusammenbrechen. Sue liebte Kinder über alles. Und sie wünschte sich eigene, seit sie achtzehn Jahre alt war. Wahrscheinlich war das auch die einzige Sache, die ihre Eltern begrüßten, denn sonst hatten sie keine allzu hohe Meinung von Sues Vorstellungen.
Sie schüttelte innerlich den Kopf, versuchte, sich wieder auf ihr Kleid und die Schneiderin zu konzentrieren und dass sie gleich von ihrer Mutter abgeholt würde. Die wollte mit ihr erneut zum Friseur, um ihre Haare für den großen Tag einmal probe legen zu lassen. Dass dies bereits der dritte Besuch in acht Wochen war, interessierte ihre Mutter nicht. Sues Äußeres sollte perfekt sein, wenn es die Persönlichkeit der Tochter schon nicht war. Doch Sues Gedanken wanderten ein weiteres Mal zu dem schönen Mann, der in der Kirche an Bens Seite stehen würde.
Danny hatte wilde, ungebändigte dunkle Locken, einen Mund, der zum Küssen einlud, und einen Körper zum Niederknien. Und wie gern wollte Sue dies vor ihm tun. Ihm die Hose auf ihrem Weg nach unten gleich mit ausziehen und seinen sicher wunderschönen, prallen Penis betrachten, der in seiner vollen Größe und glänzend vor ihr lag. Sues Lippen prickelten, als sie daran dachte, wie sie diese um seine Eichel legen wollte, ihn kostete und seinen Lusttropfen mit der Zungenspitze auffing. Sie spürte, wie es zwischen ihren Beinen zu pochen begann. Das hätte ihr unangenehm sein sollen. Doch sie verspürte einzig und allein den unbändigen Wunsch, sich ihrer Vorstellung hinzugeben und diesen Mann zu kosten. Wenigstens ein einziges Mal, bevor sie seinen besten Freund heiratete.
Es war nicht einmal sein Äußeres, das sie so sehr anzog. Danny war auch sehr intelligent und ehrgeizig. Er führte mit Ben zusammen ein kleines Unternehmen, da eine Handvoll Angestellten führte, in dem er sich um die Sicherheitsfragen kümmerte, und war ständig unterwegs. Er hatte die Buchhaltung seines Bereichs inne, da er mehrere Kurse absolviert hatte, bevor er sich selbstständig gemacht hatte.
Er war ganz sicher nicht das, was ihre Eltern sich für sie wünschten oder vorstellten, aber er war genau das, was Sue in ihrem Bett haben wollte. Und zwar bevor sie diese Ehe einging.
Für das Ansehen ihres Vaters, für die nächsten Wahlen, für ihre Zukunft als Hausfrau und Mutter. Auch wenn Sue darauf bei Weitem nicht so viel Wert legte, wie ihre Eltern. Sie musste es tun. Weil man dies ebenso machte, als beinahe 30-jährige Junggesellin in ihren Kreisen. Ihre Eltern betonten immer wieder, dass Sue ihnen lang genug auf der Nase herumgetanzt sei. Nun wurde es langsam Zeit, dass sie etwas für ihre Familie tat. Auch wenn das bedeutete, ihr gesamtes Leben dafür zu opfern. Zähneknirschend wollte sie es tun. Zu ihrem Vater hatte Sue ein gutes Verhältnis, eine enge Bindung, denn er hatte ihr viele Dinge durchgehen lassen. Allein für ihn zog sie die Hochzeit durch, denn ihre Mutter war eine eiskalte Schnepfe, für die Sue keinen Finger krümmen würde. Nur vor dieser Ehe konnte ihr Vater sie nicht schützen. Sehr zu Sues Leidwesen.
»Madame Monyard, denken Sie, ich könnte Ihnen die Braut entführen?«, riss sie da eine raue Stimme aus den Gedanken, mit der sie hier überhaupt nicht gerechnet hatte. Mit vor Überraschung geweiteten Augen wendete sie sich zu Danny, der grinsend mit den Armen vor der breiten Brust verschränkt im Rahmen des Durchgangs zum Raum lehnte und sie von oben bis unten musterte. Spöttisch hob er eine Augenbraue, als sein Blick an den spitzenbesetzten, langen Ärmeln hängen blieb, die in einem Kragen endeten. Ebenfalls aus Spitze. Woher verdammt nochmal kannte er den Namen der Schneiderin, die wie ein kleines Mädchen die Hände rang, rot schimmernde Wangen hatte, den Blick auf den Boden gerichtet? Dabei war diese Frau über 50 Jahre alt.
»Aber natürlich Mr. Greyson, ich denke, wir sind hier fertig«, antwortete sie ihm säuselnd, und sicher war sie kurz davor, sich an seinen Hals zu werfen und sein Gesicht mit feuchten Küssen zu bedecken. Nicht dass Sue das jemals vorhätte.
»Miss Thompread, Sie können sich umziehen«, wies sie Sue viel kühler an, jegliche Wärme war aus ihrer Stimme gewichen. Die Frau würdigte sie keines Blickes, schmachtete Danny an und fing sicher gleich an, zu sabbern. Doch dieser hatte keine Augen für seinen gealterten Fan. Sein Blick lag auf ihr, besser gesagt, auf ihrem üppigen Busen, der von dem Kleid und der Korsage noch gepusht wurde. Das Kleid hatte ihre Mutter zwar ausgesucht, doch auf dem Ausschnitt hatte sie bestanden. Schließlich war es ihre Hochzeit, auch wenn ihre Mutter das ganz gerne mal vergaß.
Schnaufend raffte Sue ihre hundert Röcke zusammen und begab sich in die Umkleidekabine, in die sie kaum hineinpasste. Wahrscheinlich hätte sie sich viel mehr gegen diese Vereinigung wehren sollen. Sie liebte Ben nicht und würde es auch sicher nie tun. Ihr Herz zog sich schmerzhaft zusammen, als sie daran dachte, dass diese Ehe sie der Möglichkeit auf eine wirkliche Beziehung mit allem, was dazugehörte beraubte. Denn bevor ihre Mutter eine Scheidung in Betracht zöge, wäre Sue fast 50 und damit viel zu alt, um eine glückliche Familie zu gründen. Oder zu verbittert, um es wirklich zu wollen.
Ihre Augen brannten, als sie an ihr verlorenes Glück dachte. Sue wischte sich verstohlen die einzelne Träne aus dem Augenwinkel, bevor sie sich ihre dicke Strumpfhose, den knielangen Rock, die Stiefel und ihren Rollkragenpullover anzog. Draußen waren die Temperaturen in den letzten Tagen immer weiter gesunken, und ihr graute davor, wie sehr sie am Tag ihrer Hochzeit frieren würde. Die dünnen Ärmelchen konnten ihr nicht viel helfen. Warum mussten diese unsinnigen Gedanken sie ausgerechnet jetzt wieder einholen, wo Danny draußen stand und auf sie wartete?
Warum tat er das eigentlich?
Als sie sich endlich wieder beruhigt hatte, überprüfte sie ihr Spiegelbild und befand es für okay. Besser wurde ihr Anblick jetzt sowieso nicht mehr. Also straffte sie die Schultern, hob das Kinn ein wenig an und verließ die Umkleide. Madame Monyard stand nun direkt vor Danny und erzählte ihm irgendetwas. Dabei rückte sie ihm so unverschämt auf die Pelle, dass Sue sich einen kleinen Moment lang für die ältere Dame schämte. Sollte sie nicht ein besseres Benehmen an den Tag legen?
Sue machte räuspernd auf sich aufmerksam, und sofort ruhen Dannys dunkle Augen auf ihr. Wieder betrachtete er ihre gesamte Erscheinung und lächelte dieses Mal aufrichtig. Anscheinend gefiel ihm dieser Aufzug besser als das Hochzeitskleid. Da konnte Sue ihm nur zustimmen. Denn das Kleid war die reinste Zumutung in ihren Augen. Doch da ihre Meinung nichts wert war, musste sie nun diese Wahl tragen, ob sie wollte oder nicht.
»Können wir?«, fragte sie mit einem aufgesetzten Lächeln in Richtung der anderen Dame, die bei ihrem Auftauchen die Augen leicht verengte und unverhohlene Giftpfeile in ihre Richtung schoss. Diese aber prallten an Sue ab, denn sie war es, die mit diesem Mann den Laden verließ. Und das hob ihre Laune unheimlich. Auch wenn sie noch immer keine Ahnung hatte, wie sie zu der Ehre kam.
»Aber natürlich. Madame«, tippte sich Danny an seinen imaginären Hut, und wieder wurde die Frau rot. Sue schüttelte den Kopf, hakte sich in den angebotenen Arm ein, nachdem Danny ihr in den Mantel geholfen hatte und den Schal ein wenig enger um ihren Hals zog. In ihren Augen war das eine so intime Handlung, dass sie es genoss, wie nah er ihr in diesem Moment war. Sie konnte seinen Geruch wahrnehmen. Er roch nach der Kälte der Stadt, nach einem holzigen Parfüm und sich selbst, was ihn in ihren Augen nur noch unwiderstehlicher machte.
Er ließ Sue den Vortritt, auch wenn sie bei ihm untergehakt war, und zog sich auf der Straße eine Mütze aus grobem Strick über den Kopf. Ein paar der wirren Locken lugten noch hervor und verliehen ihm etwas Jungenhaftes.
»Wirst du mir verraten, warum du mir den Tag versüßt, und nicht Mutter ihn mir verdirbt?«, fragte Sue gerade heraus und machte sich nichts daraus, dass er die Augenbraue spöttisch nach oben zog, als sie sprach. Viel mehr mochte sie es, wenn er es tat. Denn dabei verzog sich ein Mundwinkel ebenfalls leicht nach oben. Sue wurde bei diesem Schmunzeln ganz warm. Vor allem zwischen ihren Schenkeln.
»Weil ich es ihr vorgeschlagen habe. Wir beide machen uns jetzt einen schönen Wellnessnachmittag mit Massage und Sauna. Ich konnte sie davon überzeugen, dass es genau das ist, was du jetzt brauchst. Und da sie ja nicht will, dass du durch Ben von den Vorbereitungen abgelenkt wirst, habe ich mich angeboten. Und ich brauche das auch ganz unbedingt.«
Er zwinkerte er ihr zu, als wäre es keine Absicht, und die schwelende Glut in ihrem Inneren drohte, zu einem riesigen Feuer auszubrechen. Denn so, wie er all diese Informationen an sie weitergab, hatte sie keine Zweifel daran, dass er es genauso anzüglich meinte, wie sie es sich wünschte. Die Aussicht darauf, mit ihm ein Spa zu besuchen, war durchaus verlockend. Und vielleicht sprang Sue tatsächlich über ihren Schatten und gestattete sich diese Sünde, bevor sie treu sein musste. Nur dieser eine Nachmittag mit Danny, und sie wäre für die nächsten Jahre besänftigt. Zumindest war Sue gut darin, sich genau das einzureden.
»Und mein Bikini und die anderen Sachen für einen solchen Ausflug?«, wollte sie von ihm wissen, auch wenn sie eigentlich gar nichts benötigte. Handtücher wurden meist gestellt, und sie ging nur in Nacktsaunen. Aber das musste er nicht wissen. Und so sah er sie ungläubig an, bevor sie sich erbarmte und ihm dieses Mal zuzwinkerte.
»Wird es alles vor Ort geben«, interpretierte er ihr Lächeln richtig und zog sie dann eng an sich gepresst durch die vollgestopften Straßen. Sicher nur zum Schutze vor der Kälte, doch für Sue war es die Erfüllung ihrer unbefriedigten und doch feuchten Träume von diesem Mann. Sie spürte seine Wärme, roch seinen Duft und sog seine Nähe wie ein Schwamm in sich auf.
Nur dieser eine Nachmittag, schwor sie sich – und wusste nicht, worauf sie sich da einließ.

2. Danny

Er hatte nicht die geringste Ahnung, wieso er sich hatte überreden lassen, seinen Nachmittag mit Sue zu verbringen. Danny wusste ganz genau, dass das in einer Katastrophe enden musste. Darauf hatte er noch weniger Lust, als Bens Trauzeuge zu sein. Er mochte diesen Mann nicht einmal wirklich. Aber er war sein Geschäftspartner, und wenn Danny sich einen eigenen Namen machen wollte mit seinem Sicherheitsunternehmen und nicht mehr nur als Partner von Ben angesehen werden wollte, musste er es durchziehen. Sie hatten zusammen eine Imagefirma, die darauf spezialisiert war, wichtigen Personen sowohl Schutz als auch eine Werbekampagne zur Verfügung zu stellen. Es war ein neuartiges Konzept, doch gerade im Falle des Senators war es sehr gut angekommen.
Ben hatte die Kampagne für Senator Thomread gestaltet und ihn in den Umfragen so weit nach vorn gepusht, so dass seiner Wiederwahl im nächsten Jahr nichts im Wege stand. Aus lauter Dankbarkeit, oder was auch immer, durfte Ben nun die Senatorentochter heiraten. Eine bildschöne Frau mit Ambitionen und einem Körper zum Niederknien. Soweit er wusste, war Sue noch nicht einmal gefragt worden, was sie über diese Vereinbarung dachte. In Dannys Augen war es falsch, eine junge Frau zu so etwas zu zwingen. Und ihr dann noch ein so hässliches Kleid aufs Auge zu drücken. Es gehörte einfach verboten, selbst wenn Sue auch darin sehr gut aussah. Es war nicht ihr Stil, es war nicht ihr Kleid. So einfach war das. Und doch musste sie es in zwei Wochen auf dieser unsäglichen Veranstaltung tragen, die sich ihre Hochzeit schimpfte.
Um Danny war es geschehen, als er die Verlobte seines Geschäftspartners das erste Mal sah. Er ärgerte sich, dass Sue ihn so aus der Reserve lockte, konnte aber überhaupt nichts dagegen tun.
Verstohlen blickte er zur Seite, wo Sue mit aufrechtem Gang und hochgerecktem Kinn neben ihm lief. Sie hatte ihre dunkelroten Wellen unter einer dicken Strickmütze versteckt, die so überhaupt nicht zu dem Mantel und ihrem restlichen Auftreten passte. Aber genau das gefiel ihm so gut an ihr. Zwar war sie die Tochter des amtierenden Senators, die Tochter einer aufgetakelten Politikergattin, und doch eben auch eine Frau, die ihre eigenen Vorstellungen hatte. Die sie anscheinend für diese Hochzeit begrub.
»Warum heiratest du ihn?«, platzte Danny heraus. Er hätte sich auf die Zunge beißen können, als sie erschrocken den Kopf zu ihm drehte und dabei stolperte. Geschickt verhinderte er mit einem Griff um ihren Körper, dass sie fiel. Sue schien mit dieser Frage nicht gerechnet zu haben, denn als sie wieder sicheren Stand hatte, atmete sie tief durch und schloss einen Moment lang die Augen. Als sie die Lider wieder hob, hatte sie sich bereits gefangen. Für Dannys Geschmack viel zu schnell. Der verunsicherte Geschichtsausdruck hatte ihr gut gestanden.
»Du kannst mich wieder loslassen«, informierte sie ihn, er dachte jedoch gar nicht daran. Sie war ihm in diesem Moment so herrlich nah, dass er ihren verführerischen Duft einatmen konnte. Nur ein wenig hätte er sich nach vorn beugen müssen, und seine Nase hätte über ihre Wange gestrichen. Ihm gefiel die Vorstellung davon, wie sie auf ihn reagierte, über alle Maßen gut. Doch er hielt sich zurück, zog sie nur noch ein wenig enger an sich.
»Können schon. Aber ich möchte nicht.«
Danny sah in ihrem Blick, dass sie seine Antwort zwar überraschte, sie sich aber nicht dagegen wehrte. Er spürte ihr Zittern und rieb leicht über ihre Seiten. Wenn sie sich beeilten, waren sie in fünf Minuten im Spa, und seine persönliche Hölle, die seinem eigenem Himmel gleichzustellen war, lag vor ihm. Denn dort musste sie nicht diese störenden Schichten Stoff tragen. Höchstens einen Bikini oder nur ein Handtuch. Oder am besten gar nichts, wenn sie in der Sauna waren. Danny bemerkte erschrocken, als er die Vorstellung von ihrem nackten Körper weiterspann, wie sich sein Penis regte und unter seiner Hose und dem Mantel verborgen aufrichtete. Es war ihm nicht peinlich, keineswegs, aber er war sich unsicher, wie Sue darauf regieren würde, wenn sie bemerkte, wie sehr sie ihn erregte.
»Und warum die Hochzeit?«, lenkte er sich selbst von den Bildern in seinem Kopf ab. Zu seinem Ärger bewirkte seine erneute Frage zu diesem Thema, dass ihre Augen sich abwendeten und ein trauriger Schimmer sie überzog. Er wollte sie sicher nicht betrüben, aber diese Frage drängte sich ihm schon auf, seit er sie zum ersten Mal mit Ben zusammen gesehen hatte. Wenn man heiratete, sollten zwischen dem Brautpaar die Funken sprühen. Die beiden Personen sollten die Finger nicht voneinander lassen können. Oder sich zumindest gut verstehen oder leiden können. All das traf auf Ben und Sue nicht zu. Sie hatten sich zur Verlobungsfeier vor einigen Monaten kaum angesehen und dabei aber nebeneinander gesessen. Den gesamten Abend über hatte er sie beobachtet und sich gefragt, was sie nur verband. Denn Liebe oder Leidenschaft konnte es auf keinen Fall sein.
»Mutter ist der Meinung, dass die Hochzeit der einzigen Tochter des Senators ihn in ein noch besseres Licht rückt. Er als liebender Vater, wie er sein Kind zum Altar bringt, umringt von Presseleuten und Journalisten, die das ganze Event hypen. Dazu noch zu Weihnachten, dem Fest der Familie und der Liebe. Es soll seine Werte weiter nach oben pushen und seinen Rivalen endgültig aus dem Rennen werfen. Und dabei ist es ihr vollkommen egal, was ich darüber denke. Ben wird so eine Chance nicht abschlagen. Es ist Publicity für ihn und eure Firma.«
Sie klang so niedergeschlagen, dass er sie noch ein kleines Stück enger an sich zog. Während der letzten Meter zum Spa konnte er nichts mehr sagen. Er fühlte mit ihr, denn sie wollte diese Hochzeit auf keinen Fall, beugte sich aber ihrem Vater. Vielleicht lockte ihre Mutter sie mit einer Scheidung nach der Amtszeit. Was auch immer es war, es brach Danny das Herz, diese schöne Frau so gebrochen im Arm zu haben.
»Dann werden wir das alles jetzt für die nächsten Stunden vergessen. Die Menschen hier sind sehr verschwiegen und diskret. Deine Mutter wird nie erfahren, was wir hier tun werden«, flüsterte er, seine Lippen nahe an ihrem Ohr. Er spürte ihr Erschaudern. Und auch, wie sie sich einen winzigen Moment lang anspannte. Hatte er wohlmöglich einen Fehler gemacht und ihre Blicke falsch gedeutet? Wollte sie ihn überhaupt nicht auf diese Weise? Es war Danny vollkommen egal, dass er seinen Partner hinterging. Für ihn war Ben ein aufgeblasener Idiot, der, nur um weiter nach oben zu klettern, über Leichen und Herzen trampelte. Nie im Leben hätte Danny einer solchen Hochzeit zugestimmt, nur um seine Karriere anzukurbeln. Nicht auf Kosten eines anderen Lebens.
»Ich danke dir«, raunte Sue zurück, drehte sich in seinem Arm, bis sie direkt vor ihm stand. Ihre Gesichter waren nur Millimeter voneinander entfernt. Er konnte ihren heißen Atem auf seinen Lippen spüren. Ihm gefiel es gut, dass sie in ihren Stiefeln beinahe so groß war wie er. Sie waren auf Augenhöhe. Nicht nur körperlich, dessen war er sich sicher.
»Das hier muss eine einmalige Sache bleiben. Ist das in Ordnung für dich?«, fragte sie ihn und verblüffte Danny damit sehr. Aber ob er ihr zustimmen konnte, war unmöglich zu sagen. Denn wenn es so gut werden sollte, wie er es sich vorstellte, würde er mehr von ihr wollen.
»Ein Deal – wenn dir gefällt, was wir tun, reden wir noch einmal darüber. Eine geheime heiße Affäre sollte jede Frau führen. Vor allem, wenn ihr Mann eine solche Niete ist«, schlug er deswegen genauso leise vor, wie sie ihre Forderung gestellt hatte, und blickte in ihre vor Erstaunen geweiteten Augen.
Bevor sie antwortete, packte sie seine Hand und zog ihn erst in den Eingangsbereich des Spas, weiter in eine Ecke, die nicht einsehbar war. Sie vertraute dem Personal hier also nicht. Dabei waren sie bereits gesehen worden. Die Empfangsdame hatte sie beide äußerst interessiert beobachtet, und er war sich sicher, dass auch diese fremde Frau spürte, wie sehr es sie beide zueinander hinzog. Würden sie sonst eine solche Diskussion führen? Normalerweise war Danny niemand, der sich in fremde Beziehungen einmischte. Doch ihre Hand um sein Handgelenk, ihr Körper seinem so nah, brachte ihn an seine Grenzen. Und er spürte, wie sich sein Penis ein weiteres Mal neugierig regte und diese Frau begehrte. Ihr Duft war betörend, ihr Blick fesselnd, ihre Berührungen prickelten in seinem Körper und ließen ihn schwer atmen. Wenn ihre Nähe ihn schon so durcheinanderbrachte, was würde dann nur geschehen, wenn sie sich endlich haben konnten?
»Du bist verrückt. Warum sollte ich das wollen?«, fragte sie ihn. Er spürte ihren inneren Kampf, ihre Ablehnung gegen seinen Vorschlag. Doch er sah auch das Glühen in ihrem Blick. Zumal sie ihn immer noch festhielt.
»Weil du deine Finger schon jetzt nicht von mir lassen kannst«, antwortete er ihr mit einem spöttischen Grinsen. Erst jetzt schien es ihr selbst aufzufallen, doch sie ließ ihn nicht los.
»Also gut. Wenn es mir gefällt, können wir es ausprobieren. Du solltest dir Mühe geben. Ich werde mich jetzt umziehen und im Whirlpool auf dich warten. Sag der Empfangsdame, sie soll die Kameras dort ausschalten. Außerdem soll sie den Laden abschließen. Heute kommt kein weiterer Gast mehr hier herein«, forderte sie ihn auf, während sie sich noch ein wenig näher zu ihm lehnte. Ihre Lippen strichen über seine Wange, seinen Kiefer, bis hin zu seinem Ohr, über das sie ihre Zungenspitze gleiten ließ.
»Ich will mich verlieren können«, bat sie ihn, biss ihn kurz ins Ohrläppchen, bevor sie sich von ihm entfernte.
Seine Erektion pochte aufgeregt in der Hose, drängte danach, mehr von dieser Frau zu bekommen. Ihre Worte gingen Danny durch und durch. Er hörte sein Blut in den Ohren rauschen. Sein Atem ging schwer und sein Penis schmerzte vor Erregung. Hatte er wirklich gedacht, er könnte sie verführen? Oder dass er sie zu diesem Vorhaben hier überreden musste? Sue hatte ganz eindeutig die Zügel in der Hand, und es gefiel ihm über alle Maßen gut. Ihre sachten Berührungen waren so intensiv wie sonst mancher Sex. Ihm war bewusst, dass er verloren war. Er konnte sich aber auch nicht dagegen wehren.
Erst als er hörte, wie Sue durch eine der Türen in den hinteren Bereich verschwand, ging er selbst an den Empfang, teilte der Dame Sues Wünsche mit, zahlte den entsprechenden Betrag für diese Leistungen und folgte dann der Frau seiner schlaflosen Nächte. Denn mehr als einmal hatte er von ihr geträumt, wie sie sich für ihn auszog oder wie sie ihn berührte. Danny konnte kaum begreifen, dass all das jetzt wahr werden sollte. Es war noch nicht wirklich bei ihm angekommen, dass sie ihn ebenso wollte wie er sie seit Monaten.
Ganz sicher wollte er diese eine Chance bei ihr nicht vergeigen. Dass er gut im Umgang mit nackten Frauen war, hatten ihm seine diversen Bettgeschichten bescheinigt. Und doch schienen diese nichts zu zählen im Vergleich zu Sues Meinung am Ende dieses Tages.
Danny fühlte sich wie ein Teenager auf dem Weg zu einem Date mit seinem Schwarm. Als er wenige Minuten später nur mit einem Handtuch um die Hüften geschlungen in den hinteren Bereich der Saunen trat, schlug ihm das Herz bis zum Hals. Er fand Sue sofort im Whirlpool. Sie schwamm mit geschlossen Augen, den Kopf in den Nacken gelegt, den Körper im warmen Wasser lang ausgestreckt, und hing ihren eigenen Gedanken nach.
Wie er war auch sie nackt. Sein Penis brauchte nur wenige Sekunden bei diesem Anblick, bis er erregt aufragte und unter dem Handtuch sichtbar wurde. Danny machte sich überhaupt keine Gedanken darüber, dass er wie ein ungeduldiger Junge wirkte. Sue raubte ihm seine ganze Konzentration und Selbstkontrolle. Er wollte es auch überhaupt nicht. Denn sonst hätte er niemals diesen Anblick genießen können.
Ihr langer, schlanker Hals wirkte anmutig, selbst wenn sie lag. Ihre Brüste waren so schön, mit dunklen, harten Knospen. Ihre Haut musste weich und samtig sein und würde sich so gut unter seinen Händen anfühlen. Ihr Bauch war flach, ihre Beine zeugten davon, dass sie oft lief. Denn es war kein Gramm Fett daran zu finden. Ihre Mitte war kahl rasiert.
Dass sie nicht schlief, zeigten ihre Arme, die sich ein klein wenig an der Wasseroberfläche bewegten. Auf und ab, ihre Finger wackelten leicht.
»Komm her«, forderte sie ihn auf, ohne die Augen zu öffnen. Hatte sie ihn gehört? Dabei hatte er sich solche Mühe gegeben, leise zu sein. Aber am Ende war es vollkommen egal. Sie wollte ihn bei sich haben, während sie nackt und so schön wie keine andere Frau vor ihm lag.

3. Sue

Ihre Skrupel hatte Sue in dem Moment abgelegt, in dem sie durch die Tür des Wellnesstempels trat. Jetzt oder nie, hieß es für sie.
Das angenehm warme Wasser umspielte ihren nackten Körper in sanften Wellen, nahm sie gefangen, und alle Gedanken daran, was hiernach geschah, waren verschwunden. Weder ihre Mutter noch ihr Verlobter konnten das hier verhindern. Dazu wollte sie diesen Mann zu sehr.
Allein wie er sie draußen im Foyer angesehen hatte, war ihr durch Mark und Bein gegangen. Es kam selten vor, dass Sue sich nach einem Mann in einem solchen Maße verzehrte. Sie konnte nicht kontrollieren, was Danny in ihr hervorrief. Und wollte es auch gar nicht. Denn wenn sie nur diese eine Chance hatte, ihrem Liebesleben einen Kick zu verpassen, dann wollte sie es definitiv tun.
Auch wenn er versuchte, geräuschlos zu sein, hörte Sue, wie er die Tür öffnete und auf kaum leisen Sohlen auf sie zukam. Ein Schauer überlief ihren Körper, als sie daran dachte, dass er gleich genauso nackt wie sie bei ihr im Whirlpool sein würde. Sie wollte wissen, wie er nackt aussah, wie sich seine Haut unter ihren Fingern wohl anfühlte, und wie er schmeckte. Sie hatten nur wenige Stunden gemeinsam, aber die wollte sie auskosten.
Er stoppte, als sie ihn aufforderte, zu ihr zu kommen. Vielleicht hatte er Skrupel. Sue unterdrückte den Wunsch, die Augen zu öffnen und ihn anzusehen. Schließlich hinterging nicht nur sie ihre Familie und ihren Verlobten, auch für Danny stand einiges auf dem Spiel.
Sie konnte es ihm nicht verübeln, dass er überlegte. Oder aber sie schätzte es vollkommen falsch ein und er genoss ihren Anblick. Sue war nicht eitel. Sie wusste zwar, dass ihr Körper nicht schlecht aussah, doch die Sticheleien ihrer Mutter hatten Spuren hinterlassen. Warum sie ausgerechnet heute nichts darauf gab, sondern vertraute, dass Danny sie anziehend fand, konnte sie nicht sagen. Es war einfach so. Allein wenn er sie ansah, fühlte sie sich gut.
Endlich schien er seine Bedenken über Bord geworfen zu haben, denn die Wellen, die er schlug, als er ins Wasser glitt, ließen Sue doch noch die Augen öffnen. Sofort brannte sich sein Blick in ihren, hielt sie gefangen. Einen Moment lang starrten sie sich einfach nur an, genossen die Anwesenheit des anderen und entfachten das Feuer füreinander. Heiß und alles verzehrend breitete es sich in ihr aus. Auch wenn er sie nur ansah, spürte sie das erste aufgeregte Pochen zwischen ihren Beinen. Es war ein angenehmes Kribbeln, das ihr zeigte, wie gut das hier war. Wie gut es werden konnte, wenn sie sich einander einfach hingaben.
Es waren keine Worte mehr nötig, diese hatten sie im Foyer gewechselt. Alles, was jetzt noch wichtig schien, war ihre Lust . Sie brodelte in Sue, als ihr Blick über seinen Körper glitt. Wenn sie da an Ben dachte, der nichts für sich tat, wurde ihr anders. Schnell schüttelte sie diesen unsinnigen Gedanken ab, richtete sich auf und genoss es, wie Dannys Blick ihre Brüste fand. Sie konnte in seinen Augen sehen, dass er sie und ihren Körper verschlang, sich an ihr nicht sattsehen konnte. Sue legte ihre letzten Hemmungen ab, überbrückte den Abstand zwischen sich und Danny und platzierte ihre Beine links und rechts von seinen Oberschenkeln. Breitbeinig saß er da, seine Hände fanden ihre Hüfte, berührten ihre Haut ein erstes Mal zurückhaltend. Doch diese kleine Berührung reichte aus, um Sues Lust zu entfachen. Seine Hände waren sanft, zärtlich und forschend, wie sie über ihre Seite strichen, hoch und wieder runter, über ihren Po, ihren Rücken, ihre Schulter, ihren Nacken. Bis sie auf ihrem Gesicht lagen und er sie weiterhin einfach nur ansah.
Auch wenn er sie längst besaß, fragten seine Augen um die Erlaubnis, sie zu küssen. Nur ein wenig schob sie sich weiter nach vorne, seufzte wohlig, als seine Erektion sich gegen ihre Spalte drückte.
Sue schloss die Augen, genoss die Gefühle, die Danny in ihr auslöste, und rieb sich nur ein kleines bisschen an ihm. Sie hörte ihn geräuschvoll die Luft einsaugen, spürte, wie er unter ihrem Handeln noch härter wurde.
Ihre kleine Perle pochte aufgeregt, wollte mehr von dieser süßen Folter.
Und dann war es endlich so weit. Danny überbrückte den Abstand zwischen ihren Mündern, legte seine Lippen auf die ihren und küsste sie das erste Mal. Nur wenige Sekunden lang war es ein liebevoller Kuss, bevor das Verlangen nach einander sie beide übermannte. Sue vergrub ihre Hände in seinen Haaren, zupfte leicht daran. Freute sich, als er das erste Mal leise stöhnte, und nutzte den Moment. Ihre Zunge drang forsch in seinen Mund, massierte seine, und sie nahm sich endlich, was sie schon so lange begehrte. Sie hatte keine Lust auf Spielchen oder Folter. Sie wollte diesen Mann endlich spüren und vergessen, was in den nächsten Wochen, gar Jahren, auf sie zukam.
Allein sein Kuss löste ein wahres Feuerwerk der Empfindungen in ihr aus. Seine Hände verließen ihr Gesicht, erkundeten ein weiteres Mal ihren Körper, trieben ihren Herzschlag in ungeahnte Höhen, als sie ihre Brüste fanden und sie leicht massierten. Ihre Brustwarzen, drängten sich seinen Fingern hart und ungeduldig entgegen, wollten berührt werden und Aufmerksamkeit bekommen.
Selbst wenn sie sich im Wasser befanden, Sue wusste, sie war nicht nur davon nass. Dannys Hände waren geschickt, wussten, was sie mit ihr anstellten. Gleichzeitig hob er sein Becken, presste seine Erektion noch gieriger gegen ihre Spalte. Sue warf den Kopf in den Nacken, als er den Kuss beendete, seine Lippen über ihren Hals gleiten ließ, an ihrer Haut saugte und dabei ihre Brüste so delikat liebkoste. Ihr Oberkörper drängte sich ihm entgegen, sie beugte sich nach hinten, präsentierte ihm ihre Knospen, die nach seinem Mund verlangten.
Das Pochen ihrer Perle wurde zu einem süßen Schmerz, als er an ihrer Brustwarze saugte. Wellen der unbändigen Lust nach diesem Mann brachen über Sue zusammen, als sein Daumen ihre Klitoris fand und sanft rieb. Sie bewegte sich mit seinem Finger, wollte mehr von ihm, ihn endlich in sich spüren. Sie war bereit für ihn . Doch er dachte nicht daran, sie zu erlösen, ihr den benötigten Kick zu schenken, sondern bearbeitete hingebungsvoll ihre Brüste, als wären sie das Schönste, was er je berühren durfte. Sue wurde überempfindlich, als seine Zähne an ihr knabberten, leicht an ihren Brustwarzen zogen, die süße Folter nur noch verstärkten. Es schien ihm zu gefallen, was er mit ihrem Körper anstellte, wie sie sich ihm entgegendrängte, sich unter ihm wand und es kaum mehr aushielt.
Mittlerweile prickelte ihre Haut, sie zuckte unkontrollierter und wusste, sie konnte ihren Höhepunkt nicht mehr lange hinauszögern. Das Blut rauschte in ihren Ohren, und ein spitzer Schrei verließ ihren Mund, als er in ihre Knospe biss, und dabei seinen Daumen hart auf ihre Perle presste.
Der Orgasmus überrollte sie, ohne dass sie sich hätte wehren können. Sie bekam nur hinter dem dichten Schleier ihrer Lust mit, wie Dannys Hände sich um ihre Hüfte legten, sie ein wenig anhoben, bis er seinen Penis an ihrem zuckenden Eingang platzierte und sich in sie schob.
Sie stöhnte seinen Namen, als er sie Stück für Stück dehnte, immer noch in den Nachwirkungen ihres ersten Höhepunktes gefangen. Er fühlte sich fantastisch an in ihr, nimmt sie immer weiter in Besitz und ließ sie erneut zusammenzucken. Ihre Muskeln kontrahierten um seine Erektion, ließen ihn spüren, was er in ihr auslöste, und trieben ihn selbst immer weiter. Sie spürte das Pulsieren, wie er sich ganz langsam nur in ihr bewegte, ihr Inneres ausfüllte und ihre Lust stillen wollte.
»Spiel nicht mit mir«, knurrte sie ihn an. Sue konnte ihr Verlangen nicht mehr kontrollieren, wenn er so tief in ihr war. Dannys Hände legten sich um ihren Po, kneteten ihn, hoben sie immer wieder ein Stück an, sodass er sich tief und hart in sie bohren konnte. Seine Stößen wurden schnell kraftvoller, intensiver und verzehrender.
Schon lange hatte Sue ihren Verstand ausgeschaltet und gab sich ganz allein dem hin, was Danny in ihr entfesselte, mit ihrem Körper anstellte.
Wieder und wieder drang er in sie ein, rieb mit seiner Penisspitze an der kleinen, rauen Stelle in ihr, ließ sie jedes Mal aufs Neue zusammenzucken. Dabei reizte sein Daumen immer weiter ihre kleine, harte Perle, die nicht genug bekommen konnte von ihm und davon, was er mit ihr tat,
»Das würde ich mir nie erlauben«, antwortete er mit belegter Stimme, küsste sie endlich wieder und legte seine Arme eng um ihren Oberkörper. Sie waren sich so verdammt nah. Sue spürte, dass das nicht nur körperlich war. Zwischen ihnen entstand eine Verbindung, eine Nähe, die sie nicht in Worte fassen konnte. Oder wollte. Denn auch, wenn sie es nur ungern zugab, es machte ihr Angst.
Natürlich hatte sie sich auf seinen Vorschlag eingelassen. Doch wer konnte ahnen, dass der Sex mit Danny so alles verzehrend sein würde? Dass sie, selbst während er noch in ihr war, sie so herrlich penetrierte und in andere Sphären trieb, nicht genug von ihm bekam und mehr wollte.
Sie spürte, dass Danny selbst auch nicht mehr lang brauchte. Immer unkontrollierter, nachlässiger wurden seine Stöße. Sein Kuss noch gieriger, und sie wusste, dass er das hier genauso genoss wie sie selbst. Es war gefährlich, was sie hier begannen. Aber sie konnte sich nicht dagegen wehren.
Mit einem letzten Stoß, so tief wie keiner davor, schickte er sie erneut über ihre Klippe, riss sie in den Abgrund und folgte ihr gleichzeitig. Sie kamen gemeinsam, dämpften ihr Stöhnen mit ihrem Kuss und gaben sich einander vollkommen hin. Es gab nichts mehr zwischen ihnen, das verboten schien.
Mehrere Minuten lang verharrten Sue und Danny bewegungslos. Sie genoss seine Nähe. Wie er sie fest in seinen Armen hielt und sich in ihr ergoss. Heiß schoss sein Sperma in sie, lief aus ihr heraus, und sie fragte sich unweigerlich, wie hoch der Aufpreis sein müsste, damit der Whirlpool gereinigt würde. Sue kicherte über diesen Gedanken, was die Stille durchbrach, und auch die angespannte Stimmung.
Ein wenig nur beugte sie sich nach hinten, blickte in Dannys wunderschöne Augen, die für sie offen wie ein Buch waren. Er verbarg nichts vor ihr. Weder, dass ihn ihr Kichern amüsierte, noch dass er immer noch Lust auf sie hatte. Auch nicht die Zuneigung, die er für sie empfand. Nur ein kleines bisschen schnürte es Sue das Herz zusammen, als sie es erkannte. Denn sie beide durften so nicht füreinander empfinden. Wenn, dann war das hier Sex und nichts anderes.
Bevor einer von beiden etwas Dummes sagen konnte, vereinte sie ihre Lippen wieder mit Dannys Mund, beendete ihre Gedanken und gab sich ein weiteres Mal ihrem Verlangen nach ihm hin.
Dieser Nachmittag sollte unvergesslich werden. Und Sue wollte alles dafür tun, um die Erinnerungen so intensiv wie möglich zu gestalten.

4. Danny

Er sollte jetzt wirklich nicht hier vor dieser Tür stehen. Er sollte bei Ben sein und ihm Whiskey oder irgendeinen anderen harten Alkohol einflößen. Denn auch, wenn sein Geschäftspartner wusste, welchen Glücksgriff er mit dieser Heirat machte, hatte er ganz schön damit zu kämpfen, eine Frau zu heiraten, die er so gar nicht liebte. Oder mit der in keiner Hinsicht, weder im Bett, noch im alltäglichen Leben, etwas anfangen konnte.
In den letzten Wochen hatte sich der Bräutigam mehr als einmal bei ihm ausgeweint, sich beschwert und überlegt, ob er das alles nicht einfach abblasen sollte. Dass Danny das begrüßen würde, konnte er ihm schlecht sagen. Schließlich wollte er Ben nicht auf die Nase binden, dass er mit seiner Verlobten schlief. Und zwar täglich seit diesem Nachmittag.
Danny wusste nicht, wie es so intensiv hatte werden können. Es war nicht nur, dass er nicht genug von Sue bekam. Jeden Tag verzehrte er sich nach ihr, nach ihrem Duft, nach ihrer weichen Haut und nach den erotischen Geräuschen, die aus ihrem Mund drangen, wenn er sie kommen ließ.
Selbst jetzt konnte er sie noch auf der Zungenspitze schmecken, obwohl sie sich gestern nicht gesehen hatten. Die Nacht vor der Hochzeit hatte Sue allein verbringen wollen. Und Danny konnte das gut verstehen. Denn es war nicht nur der Sex, der sie so faszinierend machte. Sue als Frau war unglaublich. Stundenlang hatten sie sich unterhalten, über ihre Leben, ihre Wünsche gesprochen. Für Danny war klar, dass er Sue wollte. Und zwar ganz.
Doch das war unmöglich, und so hielt sich Danny zurück, schenkte ihr die verheißungsvollsten Stunden, die sich Sue vorstellen konnte, und blieb an ihrer Seite, wenn sie es wollte.
Jetzt stand er vor ihrer Tür in der Kirche, in der sie in einer Stunde Ben heiraten sollte. Eine Hochzeit, die mittlerweile keiner der beiden mehr wollte. Erst vor wenigen Minuten hatte ihm sein Partner eröffnet, einfachen keinen Draht zu Sue entwickelte. Wie das ging, lag außerhalb von Dannys Vorstellungsvermögen, aber es war ihm nur recht. Denn Ben war drauf und dran gewesen, mit Sues Vater zu sprechen. Ein Lächeln stahl sich auf Danny Mund, als er daran dachte, wie ihre Mutter toben würde, wenn Ben von sich aus diese Farce absagte.
Danny klopfte an die Tür, bevor er es sich anders überlegen konnte, und hörte trippelnde Schritte von drinnen. Aufgetakelt bis in die Haarspitzen kam Sues Mutter zum Vorschein und verzog die Lippen zu einem schmierigen Lächeln. Wahrscheinlich dachte sie, es machte Danny an, doch sein ganzer Fokus lag auf der Braut.
»Danny, schön dich zu sehen, was kann ich für dich tun?«, säuselte Mrs. Thompread viel zu hoch für einen angenehmen Tonfall.
»Sie gar nichts. Ich möchte Sie alle bitten, Sue jetzt allein zu lassen. Es dauert nicht mehr lang, bis es losgeht, und in der Zeit soll die Braut sich noch ein wenig ausruhen und entspannen.«
Mit ihm, setzte er in Gedanken hinten dran und suchte Sues Blick. Sie hatte eine Champagnerflöte in der Hand, hielt sich schon beinahe krampfhaft daran fest und unterdrückte ein Grinsen, als ihre Mutter empört schnaubte.
»Ich werde wohl am besten wissen, was meine Tochter jetzt braucht«, schimpfte sie aufgebracht.
»Ich denke nicht. Sie machen sie nur ganz kirre. Wenn ich Sie nun auffordern dürfte, zu gehen? Ihr anderen bitte auch«, kommandierte Danny alle aus dem Zimmer und half bei Sues Mutter sogar noch ein wenig nach.
»Ihr Assistent wartet unten auf Sie«, flüsterte er Mrs. Thompread ins Ohr, als sie sich weigerte, den Raum zu verlassen. Daraufhin verschwand sie sofort. Es war wirklich von Vorteil, solche kleinen Details zu wissen. Denn auch die Dame des Hauses pflegte eine außereheliche Beziehung mit ihrem halb so alten Assistenten, der es noch genoss, von einer älteren Dame verführt zu werden.
»Ich danke dir!«, seufzte Sue, als endlich alle den Raum verlassen hatten und sie beide allein waren. Er stand mit dem Rücken zur Tür, hatte seine Hände am Schlüssel.
»Soll ich dich auch allein lassen?«, wollte er von ihr wissen, auch wenn er hoffte, sie würde Nein sagen. Zu seinem Glück schüttelte sie tatsächlich den Kopf, bevor sie sich von ihm abwendete und ihr Glas mit einem Schluck leerte.
Mit einem klickenden Geräusch schloss er die Tür ab und ging mit großen Schritten auf sie zu. Er wollte sich nicht vorstellen, was gerade in ihr vorging. Jemanden zu heiraten, um dem Vater die nächste Amtszeit zu ermöglichen. Einen Mann, der sie weder sexuell noch intellektuell forderte. Mehr als einmal hatte Sue das Handtuch werfen wollen. Doch ihr Vater war ihr wichtig, seine Ziele waren schon immer die ihren gewesen. Wenn es nicht gerade ihr Leben so stark beeinflusste.
»Wie kann ich dir helfen?«, fragte er sie, als er direkt hinter ihr stand, die Hände in ihren Nacken. Ganz sanft zogen seine Daumen Kreise auf ihrer Haut, übten leicht Druck aus, und er spürte, wie sie sich unter seiner Berührung entspannte. Ihr Kopf fiel leicht zur Seite und ein leises Seufzen war auszumachen, als er ein wenig mehr zudrückte und ihr die Entspannung gab, die sie brauchte.
»Sei an meiner Seite, wenn das hier schief geht«, hauchte sie, und er hätte sie beinahe nicht verstanden. Sein Herz schlug ein wenig schneller bei ihren Worten, denn diese letzten beiden Wochen waren ihm unter die Haut und anscheinend auch an Sue nicht spurlos vorüber gegangen.
»Was ist damit, dass das zwischen uns nur Sex sein sollte?«, drängte er zu erfahren, bevor seine Lippen ihre Haut trafen und er kleine Küsse auf ihrem Nacken verteilte. Sie erschauderte unter seinem Tun, lehnte sich gegen ihn und verlangte allein dadurch mehr von ihm. In der kurzen Zeit hatte er sie und ihren Körper kennengelernt, wusste, was ihr gefiel und was sie brauchte. Und wie.
»Beug dich nach vorn«, forderte er sie leise auf, und sie folgte seinem Wunsch sofort. Danny ging hinter ihr in die Knie, griff vorsichtig nach dem Saum ihres Kleides und legte den Rock über ihren Rücken.
Sie trug weiße Strümpfe samt passender Strumpfbänder, einen weißen Spitzenstring. Zärtlich strichen seine Fingerspitzen über den weichen Stoff und er spürte mit Freuden, dass Sue bereits feucht war. So feucht, dass er es fühlen konnte.
»Du bist schon wieder so bereit«, raunte er gegen ihre Scham, bevor er sie küsste. Er konnte ihren Duft einatmen, inhalierte ihn beinahe, bevor seine Zähne durch den Stoff hindurch an ihr knabberten. Seine Hände hatte er auf Sues Po gelegt, knetete ihn leicht, hielt sie an Ort und Stelle. Denn sie wurde bereits unruhig, als seine Zunge über ihr Höschen leckte.
»Bitte«, flehte sie ihn unbeherrscht an und Danny liebte es, wie schnell sie keine Chance mehr gegen ihn hatte. Ihr Körper verriet, was sie wollte, noch bevor Sue es selbst wusste.
»Was bitte?«, verlangte er grinsend zu erfahren, zog aber gleichzeitig das Höschen über ihre Hüfte, ihren wohlgeformten Po, bis zu den Knöcheln. Sue zitterte leicht, als seine Hände über ihre Beine zurückstrichen, er seine Daumen über ihre Spalte gleiten ließ.
»Nimm mich bitte. Ich halte das nicht mehr aus«, presste sie angestrengt hervor, zitterte nur um so stärker, als er gegen ihre Scham blies. Ihr Saft glitzerte bereits zwischen ihren Schamlippen, zeigte ihm deutlich, wie sehr sie ihn wollte. Und Danny ging es nicht anders.
Sein Penis zuckte aufgeregt in der Anzughose, verlangte nach Sues Enge und dem unglaublichen Gefühl, sie auszufüllen.
»Für die Braut tue ich doch alles«, antwortete er ihr immer noch grinsend, öffnete mit einer Hand seine Hose, während seine Finger in ihre Nässe eintauchten. Sue stöhnte leise seinen Namen, als er sie so massierte, sie ein wenig antrieb und ihr zeigte, wer die Kontrolle über ihren Körper und ihre Lust hatte.
Mit weichen Knien stand Danny wieder auf, positionierte sich hinter Sue und strich mit seiner Eichel durch ihre Vagina. Sie war heiß, nass und so bereit für ihn, dass er mit einem Stoß in sie eindringen konnte. Einige Sekunden lang verharrte er in ihr, genoss das Gefühl, wie sie ihn umschloss und ihre Lust zuckend ihren Körper vereinnahmte.
»Du fühlst dich so gut an.«
Seine Worte waren nur geflüstert und doch wusste er, dass Sue ihn verstand. Alles, was er sagte, kam bei ihr an. Selbst wenn es in seiner höchsten Ekstase geknurrt war.
Doch jetzt hatten sie keine Zeit mehr, sich ewig zu genießen. Das konnten sie tun, wenn das alles hier vorbei war.
Also zog er sich fast vollständig aus ihr zurück, nur um seinen Penis in schnellem, harten Tempo wieder und wieder in sie zu treiben. Sue stöhnte lustvoll, krampfte sich um ihn, wollte ihn antreiben, denn sie liebte dieses Tempo. Es dauerte nicht lange, bis Danny spürte, dass Sue nicht mehr konnte. Ihre Knie gaben nach, ihr Körper bebte immer stärker. Auch seine Lust, seine Erregung erreichten ihr Höchstlevel, und so begann er damit, ihre Perle zu reiben, sie zu reizen und Sue so Sterne sehen zu lassen. Ihr Inneres zog sich so heftig um ihn zusammen, dass es leicht schmerzte, als sie kräftig kam, ihn mitriss und sich mit ihm ein letztes Mal bewegte. Hart pulsierend kam er, ergoss sich stoßweise und ging dann in die Knie. Sue zog er mit sich, hielt sie in ihrem Hochzeitskleid im Arm, als sie zusammen die Wogen ihrer Höhepunkte genossen. Wieder übermannte ihn das Verlangen nach dieser Frau. Unablässig küsste er ihren Nacken, hielt ihre Hände fest in seinen, und ließ ihr die Zeit, die sie brauchte.
Doch auch hier konnten sie einander nicht allzu lange genießen.
Wacklig stand Sue wieder auf, griff mehrere Taschentücher und versuchte, sich zu säubern. Es gefiel ihm nicht, dass sie es tat. Aber er wusste, es musste sein. Vor dem großen Spiegel, der mitten im Raum stand, versuchten sie beide, ihr Aussehen wieder auf Vordermann zu bringen. Denn nichts wäre schlimmer, als wenn man der Braut ansah, dass sie eben frisch gevögelt war.
Sue war gerade dabei, ihren Lidstrich sorgfältig nachzuziehen, als es an der Tür hämmerte. Stimmen wurden laut, und er sah sie verwundert an. Kurz nur kontrollierte er, dass jede Strähne perfekt saß, bevor sie nickte und er zur Tür ging.
Sues Mutter kam hineingestürzt, kümmerte sich nicht um ihn, sondern schloss nur ihre Tochter in den Arm.
»Mein armes Mädchen«, weinte sie, und keiner der beiden verstand, warum.
»Was hast du, Mutter?«, forschte Sue und schob ihre Mutter von sich. Ihr war es unangenehm, von dieser Frau gehalten zu werden. Man konnte es ihr ansehen.
»Die Hochzeit, sie ist geplatzt. Dein Vater hat Ben soeben mit einer der Kellnerinnen auf der Toilette erwischt. Er hat sich noch nicht mal entschuldigt, sondern nur gesagt, dass er wenigstens eine andere Frau spüren wollte, bevor es nur noch dich gibt.«
Entsetzt blickte Sue von ihrer Mutter zu ihrem Vater, der im Türrahmen stehen geblieben war.
»Ist das dein Ernst?«, brachte sie irgendwann hervor und ihr Blick flog zu Danny. Er hatte vieles erwartet, aber nicht die Freude in ihren Augen. Oder den Schalk darin. Auch wenn sie sich erst kurz kannten, so wusste er bereits, dass Sue eine Überraschung für ihn bereithielt.
»Ja leider. Die ganzen Menschen dort unten. Was sollen wir ihnen nur sagen?«, wimmerte Mrs. Thompread, krallte sich in Sues Arm, die energisch versuchte, sie abzuschütteln. Noch immer sah sie ihn an, und da wusste er auf einmal, was sie plante.
Zielstrebig ging sie auf ihn zu, schnappte sich seine Hand und zog ihn zu ihrem Vater. Dieser beobachtete das Treiben einerseits misstrauisch, auf der anderen Seite war in seinem Blick auch Erleichterung zu sehen.
»Dad, du kannst Ben doch nicht ausstehen«, fing Sue an. Auf den Lippen des älteren Herrn zeichnete sich ein amüsiertes Schmunzeln ab, als er verhalten nickte.
»Aber du hältst große Stücke auf Danny und weißt, dass er eigentlich die Fäden in der Firma der beiden zieht, richtig?«
Wieder nickte ihr Vater, während sie Dannys Hand drückte. Das Herz schlug ihm bis zum Hals, aber es war nicht Angst, was er verspürte. Es war die süße Erkenntnis darüber, dass Sue in ihm wirklich nicht nur eine Affäre sah. Sondern mehr. Sehr viel mehr.
»Was würdest du dann davon halten, wenn ich einfach ihn heirate? Es würde keinen Ausfall der Publicity geben, du könntest es so drehen, dass Ben ein mieser Betrüger und Danny mutig für ihn eingesprungen ist. Keine Einbußen, sondern nur ein Vater, der um das Wohl seiner Tochter besorgt ist, die todunglücklich über den Betrug ihres Verlobten war. Und du hast ihr den perfekten Ersatz geliefert. Was denkst du?«
»Dass ich bei deiner Erziehung alles richtig gemacht habe«, antwortete der Senator seiner Tochter und zog sie in seine Arme.

ENDE

Bad Santa – das Jahr endet heiß – Teil 10

Habt ihr Weihnachten gut überstanden? Alle gesund und wohl auf und nicht überfressen? Dann bin ich froh und wünsche euch einen schönen Abend!

Unsicherheit ist ein Gefühl, das ich nicht leiden kann – Jo

Das ist nicht geplant gewesen. So ganz und gar nicht geplant. Camilla sollte sich mir öffnen und nicht durch die Anwesenheit ihrer Mutter zurück in die Vergangenheit geworfen werden. Denn genau das wird passieren. Allein ihre angespannte Körperhaltung bereitet mir Sorgen. Während ich in der Küche herumhantiere, beobachte ich Camilla, wie sie sich von ihrer Mutter umarmen lässt, sie aber nicht erwidert. Stocksteif steht sie da, keinerlei Regung ist erkennbar, was einen festen Knoten in meinem Magen bildet. Zu gern würde ich diese Frau, diesen ungebetenen Gast, aus der Wohnung werfen, aber wir sind bei Camilla, und hier steht mir das einfach nicht zu.
„Du siehst bezaubernd aus, mein Kind“, sagt ihre Mutter gerade, als die Maschine piept und ankündigt, fertig zu sein.
„Was willst du hier und wie hast du herausgefunden, wo ich bin? Weiß er es auch? Ist er der Nächste, der klingelt und mich dann endlich umbringt? So wie er es damals versucht hat?“
Die Worte kommen wie Gewehrschüsse aus Camillas Mund, während mein Blut zu Eis gefriert? Bitte was? Vollkommen überfordert, von dieser Information, stehe ich einfach da, sehe dabei zu, wie das winzige Lächeln im Gesicht von Camillas Mutter zerbricht und ihr Blick traurig wird.
„Das hat er nie“, hält diese dagegen, woraufhin Camilla beginnt zu lachen. So einen Ton habe ich bei ihr noch nie gehört und ich bin froh, wenn ihre Mutter wieder verschwunden ist und dieser Eisklotz, der aus meiner Freundin – denn als genau diese sehe ich Camilla an – schmilzt und wieder zu der Frau wird, die begonnen hat, mir zu vertrauen und die ich mag.
„Selbst jetzt verteidigst du ihn noch? Selbst jetzt, wo du doch sagst, ihn verlassen zu haben? Hat er dich geschickt, um mir dieses Märchen aufzutischen. Bestimmt wartet er draußen auf seine Chance, sein Vorhaben in die Tat umzusetzen. Will er mich vorher auch noch anfassen? Mich benutzen und wegwerfen und mir dann einreden, dass ich es nicht wert bin, dass man mich liebt und sich um mich sorgt? Willst du mir wirklich erzählen, dass das alles nicht passiert ist, obwohl du daneben gestanden hast? Stumm und regungslos?“
Mit jedem Wort ist Camilla lauter geworden, brüllt ihre Mutter an, während mir übel wird. Ist es das, was sie all die Zeit belastet hat? Es muss so sein und ich wünsche mir, es nie erfahren zu haben. Wut kocht in mir hoch, als ich mir vorstelle, wie ihr Stiefvater sie als Kind angepackt hat und ihre Mutter es nicht verhindert hat. Erst als meine Handfläche warm wird, bemerke ich, dass ich die Fingernägel in die Haut gepresst habe. So sehr, bis es blutet.
„Du lügst!“, brüllt ihre Mutter zurück, Tränen laufen über ihr Gesicht und sie weicht zurück, als Camilla sich streckt und vor ihr aufbaut. Noch nie, nicht einmal in den letzten drei Jahren habe ich Camilla so erlebt. Es ist weit hinaus über wütend oder sauer sein. Sie will ihre Mutter verletzen, so sehr, wie sie verletzt worden ist.
„Worüber? Die Vergewaltigungen? Die Schläge? Die Erniedrigungen? Was davon ist eine Lüge? Soll ich dir die Bilder holen, die ich von mir gemacht habe? Damit ich nie wieder vergesse, was passiert, wenn man einem Menschen vertraut und der sich an dir vergeht?“
Nun ist ihre Stimme ganz leise, bedrohlich, verächtlich. Das ist der Grund für ihre Abweisung und das jahrelange alleine sein. Ich will zu ihr gehen, sie in meine Arme ziehen und ihr beweisen, dass es nicht stimmt, dass man den Menschen vertrauen kann, dass sie mir vertrauen kann. Meine Augen brennen verdächtig, während ich auf die Reaktion ihrer Mutter warte. Genauso wie Camilla selbst. Die Arme vor der Brust verschränkt, sieht sie ihre Mutter an.
„Du hast Bilder davon?“, flüstert diese, vollkommen fertig und das zurecht. Wie kann sie hier einfach auftauchen? Ohne Ankündigung? Was muss das in Camilla ausgelöst haben, diese Frau, nach all den Jahren widerzusehen und mit der Vergangenheit konfrontiert zu werden? Es gefällt mir nicht, regungslos dazustehen und nichts tun zu können. Das liegt einfach nicht in meinem Naturell, untätig zu sein, vor allem nicht, wenn es um die Menschen geht, die ich beschützen möchte.
„Natürlich. Dachtest du wirklich, ich lasse einfach so zu, dass er mir das antut? Allein die Angst davor, dass er mich wirklich umbringt, hat mich davon abgehalten, zur Polizei zu gehen. Ich frage dich also jetzt noch einmal, Mutter“, sie spuckt ihr das Wort entgegen, als wäre es die Pest, „Was willst du hier? An Heilig Abend? Nach den vielen Jahren? Um mich eine Lügnerin zu nennen? Mir irgendetwas vorzuhalten, was nicht der Wahrheit entspricht? Was ist es? Was ist der Grund?“ Camilla atmet tief durch und ich halte es nicht mehr aus. Mit großen Schritten gehe ich zu den beiden Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Die eine klein, zusammengesunken und gebrochen. Die andere groß, wunderschön und stark. Denn genau das ist Camilla in diesem Moment – sie ist mutig und viel stärker, als sie jemals von sich selbst sagen würde.
Ich greife nach ihrer Hand, ignoriere, dass sie mir diese entziehen möchte und bleibe an ihrer Seite. Kurz sieht sie mich an, als würde sie mich erst da wahrnehmen und ein winziges Lächeln bildet sich auf ihren Lippen. Zugern möchte ich erfahren, was in ihrem hübschen Kopf vorgeht, doch dafür haben wir später genug Zeit. Wenn wir alleine sind und sie diesen grausigen Besuch überstanden hat.
„Du hast Recht. Ich habe dich damals nicht beschützt und bereue es bis heute jeden einzelnen Tag, den ich lebe. Aber ich hatte Angst, dass er sich wieder an mir vergreift. Es ist keine Entschuldigung, nur eine unwichtige Erklärung, denn es hilft dir nicht mehr. Und mir erst recht nicht. Ich bin hier, um dich zu warnen, denn ja – er weiß, wo du dich aufhältst. Er hat dich gesucht, all die Zeit über, hat er keine Ruhe gegeben. Auch wenn ich weiß, dass du mir niemals verzeihen kannst, bitte ich dich, zu verschwinden. Bring dich in Sicherheit und lass ihn ins Leere laufen. Du hast ein besseres Leben als ich verdient.“
Tränen laufen über das Gesicht der zerbrochenen Frau vor uns und ich spüre Camillas Zittern. Kurz drücke ich ihre Hand fester, gebe ihr den nötigen Halt, zumindest versuche ich es, und warte auf ihre Erwiderung. In meinem Kopf habe ich schon alles geplant, wie sie zu mir ziehen wird, wie ich sie vor diesem Mistkerl beschütze und dass er sie niemals in die Finger bekommt. Nicht, so lange Camilla mich an ihrer Seite stehen lässt.
„Nein“, überrascht sie nicht nur mich.
„Was?“, bringt ihre Mutter hervor, die Augen weit aufgerissen und die Hände ringend.
„Ich habe Nein gesagt. Ich werde mich nicht mehr vor ihm verstecken. Die letzten Jahre, sind der Horror für mich gewesen. Immer in Angst, er könnte hier auftauchen und beenden, was er damals angefangen hat. Doch jetzt, wo es soweit ist, habe ich keine Angst mehr vor ihm. Er kann mir nichts mehr anhaben, denn ich bin kein Kind mehr und schon gar nicht eingeschüchtert. Er ist ein alter Wichser, der sich versucht besser zu fühlen, wenn er Frauen und Kinder zusammenschlägt und sich an ihnen vergreift. Nur nicht mehr mit mir. Soll er kommen. Ich bin vorbereitet.“
Keine Ahnung, ob ich den Hut vor Camilla ziehen soll oder sie für verrückt erkläre. Dass ist der totale Irrsinn und der Gesichtsausdruck ihrer Mutter bestätigt mich.
„Kind, tu das nicht“, fleht diese Camilla an, doch sie schüttelt nur den Kopf, greift nach der Türklinke und öffnet die Tür dann.
„Ich bitte dich, Mutter, dass du gehst. Natürlich bin ich dir dankbar dafür, dass du mich gewarnt hast, denn es geht mir viel besser damit, nicht mehr unwissend zu sein. Aber jetzt will ich dich nicht mehr sehen. Nie mehr. Beginne ein neues Leben weit weg, aber ohne mich.“
Selten habe ich einen Menschen so zerstört gesehen, wie gerade Camillas Mutter. Sie weiß eindeutig nicht, wie ihr geschieht, denn sie bleibt einfach stehen, bewegt sich keinen Millimeter und starrt ihre Tochter einfach nur an. Fassungslos, überrascht und am Ende.
„Camilla“, setze ich an, doch ihr Blick hält mich davon ab, mich einzumischen. Ich fühle mich in ihrer Nähe unwohl, denn diese Ablehnung gefällt mir nicht. Ebenso wenig, wie ihr Umgang mit den Dingen, die sie eben erfahren hat. Sie sollte Angst haben, zumindest ein kleines Bisschen. Ich schwanke zwischen Bewunderung und Zweifel über dieses Verhalten.
„Camilla“, sagt auch ihre Mutter, doch diese schüttelt nur den Kopf, senkt ihn dann und zeigt mit einer Hand in den Flur hinaus.
„Ich wünsche dir ein schönes Leben“, ruft sie ihr noch hinterher, nachdem sie tatsächlich die wenigen Schritte hinaus getan hat und wirft die Tür hinter ihr zu. Sofort entzieht sie mir ihre Hand, wendet sich ab und verschwindet im offenen Wohnbereich. Vor der kleinen Bar, bleibt sie stehen, holt eine Flasche Scotch hervor und gießt sich viel zu viel von dem Zeug in eines der Kristallgläser.
„Camilla“, versuche ich es wieder, doch sie schüttelt erneut den Kopf, leert das Glas mit einem Zug und wendet sich mir dann zu.
„Ich denke, es ist besser, wenn du jetzt gehst, Jo. Der Besuch meiner Mutter hat mich daran erinnert, dass ich keine Beziehung will, nichts in der Art. Die Woche war wirklich schön, aber du bist dem Trugschluss aufgesessen, mich bekehren zu können. Das kann niemand, nicht einmal ich selbst.“

Bad Santa – das Jahr endet heiß – Teil 8

Verrückt? Kann ich – Jo

Zu spüren, wie Camilla durch meinen Mund kommt, ist unbeschreiblich. Sie schmeckt fantastisch, ihre Lust reißt mich mit sich – mein Schwanz fühlt sich an, als würde er demnächst platzen. Zusammen mit meinen Eiern, die sich fest zusammenziehen, als sie über meine Worte lacht.
Ich erhebe mich, die Hände schiebe ich unter ihren Pulli und ziehe ihn über ihren Kopf. Der BH landet ebenso auf dem Boden und ich helfe Camilla dabei, auch meine Hose auszuziehen. Ich bin so scharf auf sie, dass es wehtut und doch will ich sie nicht einfach ficken. Sie soll wissen, wie begehrenswert sie ist und wie viel sie mir bedeutet. Scheiße, Camilla ist mir wirklich wichtig. Wie kann mir das jetzt erst auffallen?
„Du kannst mich später weiterverwöhnen. Jetzt brauche ich bitte einfach nur deinen Schwanz“, reißt sie mich aus meinem Vorhaben, ihr alle Wünsche zu erfüllen. Aber wenn sie es so gerne haben möchte – okay.
Sie auf die Arbeitsfläche zu heben ist nicht schwer und ich bin dem Bauer dieser Küche dankbar, dass er eine so perfekte Höhe ausgewählt hat. Camilla rückt von selbst bis an die Kante vor, schlingt die Beine um meine Hüfte und zieht mich an sich.
„Du hast keine Ahnug, wie scharf es ist, wenn du dir nimmst, was du willst“, raune ich, küsse sie endlich wieder und genieße es, wie sie sich gegen mich lehnt. Ihre harten Nippel streichen über meine Brust, wodurch mein Schwanz zuckt und pulsiert. Wenn ich nicht gleich in sie stoße, werde ich kommen. Einfach so, ohne dass Camilla irgendetwas getan hat. Fuck.
„Irgendwie muss ich es ja schaffen, einen Mann wie dich durcheinander zubringen. Und jetzt bitte – Jo“, fleht sie mich an, drängt sich mir entgegen und küsst mich mit so viel Leidenschaft, dass mein Herz stolpert.
Mit einer Hand greife ich zwischen uns, positioniere mich vor ihrem Eingang und dringe mit einem tiefen Stoß in sie ein. Wir stöhnen gleichzeitig, doch es reicht mir nicht. Diese Position ist nicht genug.
Schnell habe ich die Arme um sie geschlungen, hebe sie auf meine Hüfte und trage sie zu der Couch im Wohnzimmer. Camilla kichert aufgeregt, während ich versuche, an alles zu denken, außer ihre enge Pussy um meinen Schwanz, die mich umklammert, als würde sie mich nie wieder loslassen.
Vorsichtig lege ich sie auf dem weichen Polster ab, beuge mich über sie und schlucke schwer, als ich ihr strahlendes Lächeln sehe.
„Danke“, haucht sie, küsst mich so sanft, wie noch nie und zieht mich eng an ihren Körper. Meine Stöße sind vorsichtig, langsam, auskostend und ich spüre, wie unsere Körper in Einklang kommen. Wir passen unseren Rhythmus an, kosten diesen absolut perfekten Moment aus, lassen uns viel Zeit. Etwas, das ich nicht kenne – miteinander schlafen, nicht ficken.
„Mehr, Jo, ich brauche mehr“, wimmert Camilla in meinen Armen, vertieft unseren Kuss und drückt mich enger an sich mit den Beinen.
Mir geht es genauso, aber ich glaube, wir meinen unterschiedliche Dinge. Ich brauche mehr von ihr, Camilla als Mensch. Sie meint den Sex, den wir gerade haben. Doch ich erfülle ihr diesen Wunsch, erhöhe das Tempo und richte mich auf. Der veränderte Winkel entlockt ihr ein tiefes, raues Stöhnen, das direkt in meine Eier schießt und mich zusammenzucken lässt. Scheiße, wie macht sie das nur?
„Komm für mich, Baby. Komm für mich“, hauche ich, küsse sie wieder, erobere ihren Mund und Camilla mein Herz. Ihre süßen Laute, ihr drängender Körper, ihr süßer Mund. All das will ich für mich haben und das über Silvester hinaus. Während ich in sie stoße, bis zur Wurzel in ihr stecke und ihre Pussy sich zuckend um mich zusammenzieht, kommen wir gemeinsam, kosten diesen unglaublichen Moment gemeinsam aus und lassen uns einfach fallen. Ich habe das Gefühl, dass unsere Herzen im Gleichtakt schlagen, obwohl ich weiß, was für ein dämlicher Quatsch ist. All diese romantischen Gedanken in meinem Kopf sind vollkommen sinnlos, denn Camilla will nichts davon, selbst wenn ich es mir so sehr wünsche, wie eine glückliche Kindheit. Die hatte ich nie, als wird das hier genauso schiefgehen.
„Das war fantastisch“, bemerkt Camilla, nachdem ich mich aus ihr zurückgezogen, unter dem Couchtisch ein paar Tücher gefunden und ihr gereicht habe, und wir nebeneinander – immer noch nackt – auf dem Sofa sitzen.
„Komm her“, bitte ich sie, lege den Arm um ihre Schulter und ziehe sie eng an mich. Es fühlt sich gut an, sie so nah bei mir zu wissen, vor allem nach unseren Diskussionen und ihrem traurigen Anblick, kurz bevor sie über mich hergefallen ist.
„Wirst du mir erzählen, wieso du mich mit Tränen in den Augen geküsst hast, als würde dein Leben davon abhängen?“ Irgendwo tief in mir, weiß ich, dass ich es einfach darauf beruhen lassen sollte, dass Camilla nicht darüber reden möchte. Aber ich kann nicht. Dieser Blick hat mich an etwas erinnert, das ich lange vergessen habe. An ein Gefühl, das früher viel zu präsent war – solange bis ich entschieden habe, dass ich mich von meinen Eltern nicht bestimmen lasse. Es war der beste Tag in meinem Leben. Zumindest bis zu dem, an dem Camilla in den Laden gestolpert kam und auf meine Geschäftsidee zu sprechen kam.
„Warum kannst du es nicht einfach ruhen lassen?“, fragt mich Camilla, die Traurigkeit kann sie aber nicht verbergen.
„Weil du mir wichtig bist und ich dich kennenlernen möchte – also auch die traurigen Seiten deines Lebens.“ Kurz spannt sie sich in meinen Armen an, bevor sie sich enger an mich kuschelt. Damit hätte ich nun wirklich nicht gerechnet, freue mich aber sehr darüber.
„Gib mir einfach ein bisschen Zeit, okay? Das hier ist neu für mich, jede einzelne Sekunde ungewohnt. Ich habe noch nie mit jemandem darüber gesprochen und weiß nicht, ob ich es kann. Bitte. Wenn du alles, was du sagst, ernst meinst, lass mich selbst entscheiden, wann ich darüber rede.“
Camilla sieht mich nicht an, doch ich spüre ihr zittern. Zu gern möchte ich ihr den Schmerz nehmen, der sie schüttelt, selbst wenn ich sicher bin, es ist schon lange her, was ihr passiert ist. Es ist so ein Gefühl, das ich nicht greifen kann, aber es ist da.
„Okay. Das kann ich verstehen. Ich habe auch lange gebraucht, bis ich mit meinen eigenen Eltern abgeschlossen habe.“ Vielleicht hilft es ihr, wenn ich ihr etwas von mir erzähle, damit sie begreift, dass ich es wirklich ernst meine.
„Was war mit ihnen?“, will sie wissen, greift nach der Decke am Sofaende und zieht diese über uns. So ist es noch viel besser.
„Mein Dad war bis zu seinem Tod vor fünf Jahren Alkoholiker. Dazu ein selbstsüchtiges Arschloch, das meine Mum geschlagen hat, bis sie mit mir abgehauen ist. Da bin ich zwölf gewesen und hatte lange daran zu knabbern, dass ich sie nicht vorher beschützen konnte. Aber sie wurde wieder glücklich, lebt heute mit meinem Stiefdad und meiner kleinen Schwester außerhalb Londons in einem hübschen Einfamilienhaus. Wir sind stärker geworden und er ist tot. Das war das I-Tüpfelchen auf unserer Genugtuungstorte.“
Wie immer, wenn ich daran denke, dass der Wichser das bekommen hat, was er verdient, muss ich lächeln. Vor allem, weil Mum wirklich glücklich ist mit Fred. Und das ist mehr wert, als er uns damals angetan hat.
„Das klingt schön. Also, dass es ihr wieder gut geht.“ Wieder dieser traurige Tonfall, doch auch Hoffnung schwingt darin mit.
„Konntest du ihm je verzeihen, was er euch angetan hat?“ Es ist eine komische Frage, aber ich verstehe sie.
„Das musste ich nicht, denn es hat gereicht, dass Mum wieder lächeln und sich neu verlieben konnte. Er hätte viel eher verrecken müssen und nicht erst Jahre danach, aber am Ende hat er bekommen, was er verdiente. Also nein – habe ich nicht, musste ich nicht, werde ich nicht. Und brauche ich auch nicht.“ Es mag hart klingen, und auch Camillas Gesichtsausdruck, als sie sich aufgesetzt hat und mich ansieht, lässt darauf schließen, dass sie es so sieht.
„Ich bewundere deine Stärke und den Mut, weiterzumachen und alles zu vergessen. Oder zumindest damit umgehen zu können.“ Eine einzelne Träne, die mir das Herz bricht, löst sich aus ihrem Augenwinkel. Ihr Schmerz ist greifbar für mich, da ich ihn kenne. Diese Unfähigkeit, etwas gegen die Wut in sich zu tun – denn genau diese ist tief in Camilla verankert. Selbst, wenn sie mir nicht erzählt, was ihr passiert ist, weiß ich, dass sie es noch lange nicht verarbeitet hat. Es aber ganz dringend muss.
„Was auch immer dir passiert ist, Camilla, du musst mit jemandem darüber sprechen. Wenn du dich nicht mir anvertrauen möchtest, ist das okay. Aber es wird dir helfen damit abzuschließen und nach vorn sehen. Es bricht mir das Herz, dich so zu sehen und ich möchte dir gern helfen. Wenn du möchtest, kann ich morgen früh bei Dr. Thurdor anrufen. Sie ist meine Therapeutin und kann wirklich gut zuhören. Du musst nicht sofort antworten, denk darüber nach – schlaf darüber. Aber lass dir bitte helfen. Du hast es verdient, glücklich zu sein.“ Atemlos sehe ich diese wunderschöne, gebrochene Frau an, deren Hände so heftig zittern, dass sie sie unter ihren Beinen verstecken will. Doch das verhindere ich, ziehe Camilla stattdessen auf meinen Schoß und schlinge die Decke um ihren bebenden Körper. Mit beiden Daumen wische ich die Tränen von ihren Wangen und küsse ihre Stirn. Ein Schauer überläuft ihren Körper, Gänsehaut bildet sich darauf, während sie mich sprachlos ansieht und mich gewähren lässt. Bitte, Camilla, lass mich dir helfen.

Bad Santa – das Jahr endet heiß – Teil 2

BadSanta

Und? Und? Und?

Weihnachtsüberraschungen sind die Besten – Jo

Mit ihrer Hand noch immer auf meinem Schwanz beobachte ich Reaktion. Natürlich hat Camilla schon von dem Club gehört. Schließlich arbeitet eine gute Freundin von ihr hier. Aus diesem Grund bin ich dieses Jahr auch hartnäckiger gewesen, Camilla davon zu überzeugen mitzukommen. Mina wird sich freuen, wenn sie uns sieht. Wahrscheinlich überlegt sich meine Begleitung gerade, wie sie am schnellsten davon rennen kann, denn sie weiß, was es für ein Club ist.
„Du musst nichts tun, was du nicht willst. Du kannst nur zusehen, du kannst mit anderen spielen oder nur mit dir selbst – oder mir. Heute Nacht ist alles möglich, aber nichts, was über deine Grenzen hinausgeht“, besänftige ich Camilla, deren Finger sich ein wenig schmerzhaft um meine gekrallt haben. Leider hat sie dabei meinen Schwanz losgelassen, doch das holen wir nach. Später, wenn sie sich von dem Schock erholt hat, werde ich ihr zeigen, wie sehr sie mir gefällt.

„Mina hat dich dazu angestiftet, oder? Deswegen hast du nicht nachgelassen, als ich abgesagt habe. Wieder und wieder und wieder. Sie will mich schon so lange hier haben, dass es mir Angst machen sollte“, überlegt Camilla anstatt auf meine Worte zu reagieren.
„Willst du gehen?“, frage ich sie vorsichtig, auch wenn es mir missfällt, es auszusprechen.
„Nein“, sagt sie bestimmt, dreht sich zu mir und sieht mich mit einem so intensiven Blick an, dass mein Schwanz sofort wieder reagiert.
„Dann sollten wir hineingehen. Das Essen beginnt in wenigen Minuten und wahrscheinlich sind wir die Letzten. Bist du bereit für den großen Auftritt?“ Sie erwidert mein Lächeln, obwohl ihr sicher nicht wohl bei dem Gedanken ist. Aber Camilla ist gut darin zu verstecken, was wirklich in ihr vorgeht. Das fasziniert mich seit dem ersten Moment, in dem sie vor mir stand, mich mit unschuldigem Blick angesehen hat, der nicht verbergen konnte, dass viel mehr in ihr steckt.
„Dann los“, entscheidet Camilla, läuft vor mir her, noch immer an meiner Hand und klopft an den Eingang des Hotels, in dem das Dark Rose als Exklusivclub untergebracht ist.
Die riesige, zweiflügelige Eingangstür wird geöffnet, ein junger, halbnackter Mann, dessen Muskeln meinen nicht das Wasser reichen können, verbeugt sich tief, bevor er Camilla dabei helfen will, aus ihrem Mantel zu schlüpfen. Entschieden gehe ich dazwischen, funkle den Typen so an, dass er schnell das Weite sucht und grinse dabei.
„Du hättest ihn nicht gleich so erschrecken müssen“, bemerkt Mina, die in einem wunderschönen, schwarzen Satinkleid auf uns zukommt.
„Wie immer auf den letzten Drücker“, spricht sie weiter, bevor ich etwas erwidern kann. Der Typ wollte seine dreckigen Finger an meinen Gast legen – da ist etwas Furcht wohl erlaubt.
„Mina, ich freue mich, dich zu sehen“, begrüße ich unsere Freundin mit einem Küsschen links und rechts.
„Du trägst ein wunderschönes Halsband“, stellt Camilla neidlos fest, trägt dieses wunderschöne Lächeln auf den Lippen, das mich vergessen lässt, dass man Minas steifen Brustwarzen durch den Stoff hindurch erkennt.
„Ein Geschenk von Cedric. Er kümmert sich immer so gut um mich. Ich freue mich ebenfalls, dass du hier bist. Dieser Abend ist gerade um einiges interessanter geworden“, stellt Mina fest, drückt Camilla fest an sich und wirklich dreckige Vorstellungen, die mich meine Eier kosten könnten, wenn Cedric sie errät, entstehen vor meinem inneren Auge.
„Denk nicht einmal dran, Mina. Ich werde mich nur umsehen und Anregungen für den Shop holen. Nichts weiter. Du weißt ganz genau, dass es nicht meine Szene ist“, wehrt Camilla direkt ab, so überzeugend, dass selbst ich daran glaube. Dabei habe ich wirklich ein wenig gehofft, sie würde auf Minas Welt stehen.

„Auch dann bist du hier genau richtig. Such dir einen Partner – oder eine Partnerin und hab deinen Spaß. Es ist eine Weihnachtsfeier, da fallen doch alle etwas aus dem Rahmen, nicht wahr?“ Sie zwinkert mir zu, nimmt die Hand meiner Begleitung und geht mit ihr in Richtung Speisesaal.
„Aber zuerst stärken wir uns. Ohne etwas Gutes im Magen, kann man noch soviel Lust haben, wie man will. Da fehlt die Kraft zum Durchhalten.“ Die beiden Ladys kichern, entfernen sich immer weiter, während ich wie ein dummer Junge im Eingangsbereich stehe, unsere Mäntel in der Hand.
Der halbnackte Typ, der Mina und Camilla sabbernd hinterher starrt.
„Hey du!“, rufe ich ihm entgegen, beobachte zufrieden, wie er heftig zusammenzuckt und so gar nicht mehr der heiße Butler ist, den er mimt.
„Wärst du wohl so gnädig unsere Mäntel entgegenzunehmen, statt den Damen hinterherzusabbern? Übrigens würde ich mich an deiner Stelle zurückhalten – du würdest es mit keiner von beiden aushalten. Versprochen“, weise ich ihn hin, nachdem er zu mir geeilt ist, sämtliche Erhabenheit verloren und komplett aus der Rolle gefallen.
„Also lass die Finger von ihnen“, füge ich hinzu, woraufhin er heftig nickt. Was finden Frauen nur an solchen Hänflingen, die zwar trainiert sind und äußerlich etwas hermachen, aber innerlich nichts als ein lautes Echo vorhanden ist.
Als er endlich verschwunden ist, folge ich Camilla und Mina in den Speisesaal und stelle erstaunt fest, dass wir direkt neben den Gastgebern sitzen. An der Stirnseite finde ich Cedric und Mina, links davon ihre besten Freunde Helena und Jackson und rechts Camilla und ein freier Stuhl für mich. Der gesamte Saal dreht sich zu mir um und unter den hungrigen Blick der anwesenden Damen komme ich mir wie Frischfleisch voll. So muss es Frauen gehen, wenn sie aufreizend gekleidet in einen Club kommen. Traurig aber wahr, es fällt mir erst jetzt auf und es widert mich an.

Die Frauen tragen alle noch weniger als Camilla oder Mina, sitzen zum Teil mit nackten Brüsten am Tisch, die Männer daneben oben ohne. Kurz nur überlege ich, ob ich mich ebenfalls entkleiden sollte, doch es wird wohl das einzige Mal sein, dass ich angezogen eine Besonderheit bin – vor allem in einem Club wie diesem.
„Schön dich zu sehen, Jo“, begrüßt mich Cedric mit Handschlag, und bittet mich, Platz zu nehmen.
„So, da wir jetzt endlich vollständig sind“, Mina sieht mich bedeutungsschwer an, lächelt aber, „möchte, ich diesen Abend als eröffnet bezeichnen. Esst, soviel ihr könnt, bis wir in zwei Stunden die Türen zum Club öffnen. Sammelt eure Kräfte, denn bis zum Morgengrauen ist es noch lang. Auf einen fabelhaften Abend“, eröffnet sie das Essen, hebt ihr Glas und alle anderen folgen ihr. Ein Einstimmiges auf Mina ertönt und all die Menschen beginnen sich den Magen vollzuschlagen.
„Geht es dir gut?“, will ich von Camilla wissen, die interessiert ihren Blick über die Anwesenden wandern lässt.
„Oh, dass denke ich schon. Mina hat mir bereits Champagner gegeben, bevor du gekommen bist. Meine Furcht vor dem, was ich sehen könnte, hält sich also in Grenzen“, gesteht sie mir, nimmt einen Schluck aus ihrer Champagnerflöte und greift dann nach Gabel und Messer.

„Du musst betrunken sein, um die Nacht zu überstehen?“, frage ich erstaunt nach, lege meine Hand auf ihren nackten Oberschenkel und kann kaum der Versuchung widerstehen, sie weiter nach oben wandern zu lassen. Schließlich weiß ich, dass nichts meine Erkundungstour unterbrechen würde und allein der Gedanke lässt mich hart werden. Schon wieder. Erstaunt warte ich auf eine Antwort, denn ich habe damit gerechnet, dass Camilla meine Hand wegschlagen würde. So wie jeden Versuch meinerseits in den letzten Jahren, sie von mir zu überzeugen.
„Nein, auf keinen Fall. Aber es ist definitiv spannender, wenn die Hemmschwelle nicht mehr so hoch ist, dass ich mich dahinter verstecken könnte. Gott, Jo, ich bin schon jetzt so heiß. Seit meine Hand auf deinem Schritt lag“, flüstert sie heiß in mein Ohr, woraufhin ich schwer schlucke. Hat sie das ernsthaft gesagt?
„Bist du betrunken?“ Alarmiert sehe ich ihr in die Augen, suche nach Anzeichen, dass sie bereits zu abgefüllt ist, um den Abend gebührend zu genießen, doch ich finde keine.
„Jo, ich bin kein kleines Mädchen mehr. Vielleicht bin ich nicht mehr ganz nüchtern, aber das hier“, sie hebt ihr Glas ein wenig, „ist mein Letztes für heute. Danach gibt es nur noch Wasser für mich. Jede Berührung von dir soll sich so gut anfühlen, wie deine Hand auf meinem Oberschenkel“, raunt sie erneut, ihr heißer Atem prallt gegen mein Ohr und ich starre sprachlos in Minas Richtung. Was ist bitte mit Camilla passiert?
„Sieh mich nicht so an. Ich bin froh, dass sie dir endlich zeigt, wieso wir so gute Freundinnen sind“, kommentiert diese unsere kleine Unterhaltung, während Camilla sich kichernd zurücklehnt.

„Ihr Biester“, beschwere ich mich, als mir klar wird, dass ich aufs Korn genommen wurde. Doch noch immer liegt meine Hand auf Camillas Bein und so nutze ich meine Chance. Es wäre doch gelacht, wenn ich sie nicht doch ein wenig reizen kann. Ein wenig Rache hat noch niemandem geschadet, vor allem, wenn man von zwei so schönen Damen verarscht worden ist.

Geräuschvoll zieht Camilla die Luft ein, als meine Fingerkuppen sich unter ihren Rock schieben, und über ihren Venushügel streichen. Sie hat es schließlich nicht anders gewollt, hat sogar begonnen, den Abend noch ein wenig spannender zu machen.
„Oh Camilla, ich glaube, du hast Jo ein klein wenig herausgefordert“, schaltet sich nun Helena ein, und grinst uns breit an. Die brünette Frau steht den beiden Blondinen neben mir in nichts nach, selbst wenn ich nur noch an Camillas pralle Brüste in dieser Korsage denken kann. Oder daran, dass sie bereitwillig die Beine für mich öffnet, nach meinen Fingern bettelt, und sich dabei beginnt mit Mina zu unterhalten. Ich habe das Gefühl, die Hitze, die von ihr ausgeht, versenkt mir die Haut, aber das ist es wert, denn ihr leichtes Zucken, als meine Fingerkuppe über ihre Klit streicht, ist unglaublich erregend.
Selten habe ich eine Frau gehabt, die so empfänglich für meine Berührungen war. Wenn sie es so sehr will, wieso hat sie mich dann drei Jahre lang auf Abstand gehalten?

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Neuerscheinung – Frühstücksgeflüster

Da dachte ich wirklich, durch diese Veröffentlichung komme ich ohne Aufregung und ganz entspannt..aber nichts da!

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Auch mein Frühstücksgeflüster hat mich einige Nerven gekostet und 2 Stunden vor dem Weckerklingeln bin ich aufgestanden! Aber ich muss zugeben, dass ich diese Tage liebe!

Klappentext:

Schicksal? Zufall? Vorherbestimmung?
An diese Dinge kann und will Adrienna nicht glauben. Allerdings ändert sich das, als sie Cyrian kennenlernt. Er löst binnen kürzester Zeit eine wahre Flut von Gefühlen in ihr aus und scheint alles zu sein, was sie je wollte. Bis ein unvorhergesehenes Ereignis all ihr Vertrauen zerstört.
Plötzlich weiß Adrienna nicht mehr, was richtig oder falsch ist. Wie gern würde sie nun an das Schicksal glauben. Denn heißt es nicht, dass das Leben die größten Überraschungen für einen bereithält, wenn man nichts mehr zu verlieren hat?
Gibt es noch Hoffnung oder ist Liebe in diesem Fall nicht genug?

Dieser Roman ist abgeschlossen. Länge in der Printausgabe: ca. 290 Seiten.

Und um die Veröffentlichung noch ein wenig mehr zu feiern, gibt es heute den Prolog für alle Unentschlossenen 😉 ❤

Sonntagmorgen 6.00 Uhr. Und wieder sitze ich in dem selben kleinen Café, die Heels der letzten Nacht auf dem Stuhl neben mir. Ich sollte wahrscheinlich müde sein, schließlich ist die Sonne bereits dabei aufzugehen. Doch die Vorfreude darauf, dass er gleich durch die Tür kommen wird, hält mich wach. So wie es schon seit fünf Wochenenden jeden Sonntagmorgen der Fall ist.

Seit jener durchgefeierten Nacht, als ich einfach einen Kaffee brauchte und damit Dira’s erste Kundin des Tages war, wiederholt sich dieses Schauspiel jede Woche.

Und es ist mir unmöglich, an etwas anderes zu denken, als an ihn.

Gesund kann dieser Zustand sicher nicht sein, doch das Grün seiner Augen hat mich in dem Moment eingefangen, als ich es das erste Mal erblicken durfte.

Das Glöckchen über der Tür kündigt einen neuen Gast an und mein Herz bleibt ein paar Sekunden lang stehen, als ich ihn erkenne. Nur, um dann so schnell zu rasen, dass ich das Gefühl habe, gleich ohnmächtig zu werden.

Ich warte darauf, dass er mir sein atemberaubendes Lächeln schenkt, um mich damit aus der Bahn zu werfen, oder wenigstens auf ein Zucken seiner Mundwinkel. Stattdessen sieht er mich einfach nur ernst an und schüttelt dann den Kopf.

Etwas in mir zerbricht und ich spüre das heiße Brennen der Tränen in meinen Augen. Seine Schritte zu mir wirken schwerfällig, nichts ist mehr von seiner eigentlichen Leichtigkeit übrig, mit der er mich, seit über einem Monat, durcheinanderbringt.

Der eisige Griff um mein Herz nimmt zu, als seine Hände sich um die Stuhllehne vor ihm klammern und er genau die Worte ausspricht, von denen ich glaubte, sie niemals zu hören. Denn ich war mir seiner sicher.

»Wir können uns nicht mehr sehen, Adrienna.«

Danke, dass ihr mich so unterstützt! Und danke an den APP-Verlag für diese Chance ❤

Eure

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Buchvorstellung – Fear, Courage, Truth – Casey Stone

Da ist es mal wieder geschehen – Casey Stone hat es getan und den 2. Band seiner Female Lovestories veröffentlicht!

Und ich gebe neidlos zu  – ich bin angefixt! Oder wie seine Leser so gern sagen – ich bin STONED! 😉

Fear, Courage, Truth hat alles, was ein spannendes Buch braucht. Angefangen bei einem richtig heißen Cover!

FCT

Eine packende Story, Protagonisten, die dich faszinieren und ein Schreibstil, der dich das Buch nicht wieder aus den Händen legen lässt.

Mit Leichtigkeit lässt Mr. Stone den Leser in die Geschichte um Amy & Sky eintauchen, nimmt ihn an die Hand und zeigt ihm, was Liebe bewirken kann. Wenn sie dich einmal packt.

Ihr wollt wissen, worum es geht?

Hier für euch der Klappentext:

Das Leben der Krankenschwester, Amy, ist nach einem Überfall aus den Fugen geraten. Seither kämpft sie mit den Erinnerungen an jene schreckliche Nacht, bis eine namenlose, schwerverletzte Frau im Krankenhaus eintrifft. Amy macht es sich zur Aufgabe, sie zu pflegen und verliebt sich schließlich in sie. Auf dem Weg der Genesung entwickelt sich zwischen den beiden mehr als nur Freundschaft, bis etwas Unvorhergesehenes passiert und Amy alles zu verlieren droht. Ist sie stark genug und wird damit umgehen können?

Von mir bekommt dieses Buch eine klare Kaufempfehlung und mehr als 5*! Denn ich liebe es! ❤

Eure

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