Braut auf Abwegen – eine Kurzgeschichte

Die letzten Tage, habe ich in 8 Abschnitten meine Kurzgeschichte ‚Braut auf Abwegen‘ in meiner Facebook-Gruppe ‚Josi’s Buchstabensalat‘ gepostet!

Für alle, die es nicht gelesen haben oder in der Gruppe sind *schämt euch* 😉 , hier jetzt die gesamte Geschichte von Sue & Danny posten 🙂

Viel Spaß!

***

1. Sue

Sie steckte in diesem weißen Kleid und hatte keine Ahnung, wie sie da hineingeraten war. Nein, stopp, das stimmte nicht ganz. Sie wusste genau, wie sie in das Kleid gekommen war und auch, warum. Aber sie hatte keinen blassen Schimmer davon, wie sie wieder herauskommen sollte.
Eine Winterhochzeit – oder noch besser – eine Weihnachtshochzeit, wo sie doch diese Jahreszeit und diese Feiertage überhaupt nicht ausstehen konnte.
Viel lieber würde sie jetzt in einem Flieger Richtung Süden sitzen, anstatt die letzten Änderungen an ihrem Hochzeitskleid vornehmen zu lassen. Zwei Wochen waren es noch bis zu dem großen Tag Und laut ihrer Mutter hatte sie zugelegt. Aus diesem Grund stand sie nun in dem Brautmodengeschäft mitten in der Stadt und versuchte, es sich nicht anmerken zu lassen, wenn die Schneiderin sie ein weiteres Mal mit ihrer Nadel pikste. Niemand sonst war der Meinung, das Sue zugenommen hatte. Sie selbst wusste es sowieso besser, denn seit Wochen zeigte ihre Waage den Stress durch die Hochzeitsvorbereitungen an. Und diese Zahlen wurden von Mal zu Mal beunruhigender. Doch wenn ihre Mutter es so wollte, tat sie eben so, als hätte sie zu-, statt abgenommen. Und das, obwohl diese nur zu genau wusste, welche Probleme Sue mit ihrem Gewicht hatte. Doch diese Frau interessierte sich nicht für die Wehwehchen ihrer einzigen Tochter. Oder dafür, dass sie bereits zwei Mal in eine entsprechende Klinik eingewiesen worden war.
Sue hatte gelernt, damit zu leben, dass sie von ihren Eltern in dieser Hinsicht keine Unterstützung bekam. Und wie es aussah, würde auch Ben, ihr Verlobter, ihr da keine große Hilfe sein. Er war ein Mann, der nur die Beziehungen sah, die Sue ihm einbrachte. Und nicht ihre rotbraunen langen Locken oder die braunen, warmen Augen. Oder die zwar weibliche, aber in ihren Augen mittlerweile schöne Figur. Vielleicht sah er noch das einladende Becken, das ihm Nachfolger schenken konnte. Wenn er sie denn jemals anfassen sollte. Oder sie ihn an sich ranließ.
Ben passte gut zu ihrer Stellung, aber nicht zu ihr.
Wenn sie da an seinen Trauzeugen Danny dachte, kam sie der Sache schon viel näher. Dieser passte nämlich so überhaupt nicht in das Bild ihrer Eltern vom Mann an der Seite einer Senatorentochter. Er war wild und ungehemmt. Und vor allem war er unglaublich attraktiv – noch etwas, das er nicht mit ihrem Verlobten gemeinsam hatte. Allein wenn sie an Bens dicke Brille mit dem schwarzen Rahmen dachte, seine kleinen Glubschaugen oder die immer schwitzigen und aufgedunsenen Hände, wurde Sue ganz anders. Und wenn er schon nicht in der Lage war, sie anzumachen, wie sollte er sie dann befriedigen oder ihr Kinder schenken? Denn allein diese Aussicht ließ sie nicht zusammenbrechen. Sue liebte Kinder über alles. Und sie wünschte sich eigene, seit sie achtzehn Jahre alt war. Wahrscheinlich war das auch die einzige Sache, die ihre Eltern begrüßten, denn sonst hatten sie keine allzu hohe Meinung von Sues Vorstellungen.
Sie schüttelte innerlich den Kopf, versuchte, sich wieder auf ihr Kleid und die Schneiderin zu konzentrieren und dass sie gleich von ihrer Mutter abgeholt würde. Die wollte mit ihr erneut zum Friseur, um ihre Haare für den großen Tag einmal probe legen zu lassen. Dass dies bereits der dritte Besuch in acht Wochen war, interessierte ihre Mutter nicht. Sues Äußeres sollte perfekt sein, wenn es die Persönlichkeit der Tochter schon nicht war. Doch Sues Gedanken wanderten ein weiteres Mal zu dem schönen Mann, der in der Kirche an Bens Seite stehen würde.
Danny hatte wilde, ungebändigte dunkle Locken, einen Mund, der zum Küssen einlud, und einen Körper zum Niederknien. Und wie gern wollte Sue dies vor ihm tun. Ihm die Hose auf ihrem Weg nach unten gleich mit ausziehen und seinen sicher wunderschönen, prallen Penis betrachten, der in seiner vollen Größe und glänzend vor ihr lag. Sues Lippen prickelten, als sie daran dachte, wie sie diese um seine Eichel legen wollte, ihn kostete und seinen Lusttropfen mit der Zungenspitze auffing. Sie spürte, wie es zwischen ihren Beinen zu pochen begann. Das hätte ihr unangenehm sein sollen. Doch sie verspürte einzig und allein den unbändigen Wunsch, sich ihrer Vorstellung hinzugeben und diesen Mann zu kosten. Wenigstens ein einziges Mal, bevor sie seinen besten Freund heiratete.
Es war nicht einmal sein Äußeres, das sie so sehr anzog. Danny war auch sehr intelligent und ehrgeizig. Er führte mit Ben zusammen ein kleines Unternehmen, da eine Handvoll Angestellten führte, in dem er sich um die Sicherheitsfragen kümmerte, und war ständig unterwegs. Er hatte die Buchhaltung seines Bereichs inne, da er mehrere Kurse absolviert hatte, bevor er sich selbstständig gemacht hatte.
Er war ganz sicher nicht das, was ihre Eltern sich für sie wünschten oder vorstellten, aber er war genau das, was Sue in ihrem Bett haben wollte. Und zwar bevor sie diese Ehe einging.
Für das Ansehen ihres Vaters, für die nächsten Wahlen, für ihre Zukunft als Hausfrau und Mutter. Auch wenn Sue darauf bei Weitem nicht so viel Wert legte, wie ihre Eltern. Sie musste es tun. Weil man dies ebenso machte, als beinahe 30-jährige Junggesellin in ihren Kreisen. Ihre Eltern betonten immer wieder, dass Sue ihnen lang genug auf der Nase herumgetanzt sei. Nun wurde es langsam Zeit, dass sie etwas für ihre Familie tat. Auch wenn das bedeutete, ihr gesamtes Leben dafür zu opfern. Zähneknirschend wollte sie es tun. Zu ihrem Vater hatte Sue ein gutes Verhältnis, eine enge Bindung, denn er hatte ihr viele Dinge durchgehen lassen. Allein für ihn zog sie die Hochzeit durch, denn ihre Mutter war eine eiskalte Schnepfe, für die Sue keinen Finger krümmen würde. Nur vor dieser Ehe konnte ihr Vater sie nicht schützen. Sehr zu Sues Leidwesen.
»Madame Monyard, denken Sie, ich könnte Ihnen die Braut entführen?«, riss sie da eine raue Stimme aus den Gedanken, mit der sie hier überhaupt nicht gerechnet hatte. Mit vor Überraschung geweiteten Augen wendete sie sich zu Danny, der grinsend mit den Armen vor der breiten Brust verschränkt im Rahmen des Durchgangs zum Raum lehnte und sie von oben bis unten musterte. Spöttisch hob er eine Augenbraue, als sein Blick an den spitzenbesetzten, langen Ärmeln hängen blieb, die in einem Kragen endeten. Ebenfalls aus Spitze. Woher verdammt nochmal kannte er den Namen der Schneiderin, die wie ein kleines Mädchen die Hände rang, rot schimmernde Wangen hatte, den Blick auf den Boden gerichtet? Dabei war diese Frau über 50 Jahre alt.
»Aber natürlich Mr. Greyson, ich denke, wir sind hier fertig«, antwortete sie ihm säuselnd, und sicher war sie kurz davor, sich an seinen Hals zu werfen und sein Gesicht mit feuchten Küssen zu bedecken. Nicht dass Sue das jemals vorhätte.
»Miss Thompread, Sie können sich umziehen«, wies sie Sue viel kühler an, jegliche Wärme war aus ihrer Stimme gewichen. Die Frau würdigte sie keines Blickes, schmachtete Danny an und fing sicher gleich an, zu sabbern. Doch dieser hatte keine Augen für seinen gealterten Fan. Sein Blick lag auf ihr, besser gesagt, auf ihrem üppigen Busen, der von dem Kleid und der Korsage noch gepusht wurde. Das Kleid hatte ihre Mutter zwar ausgesucht, doch auf dem Ausschnitt hatte sie bestanden. Schließlich war es ihre Hochzeit, auch wenn ihre Mutter das ganz gerne mal vergaß.
Schnaufend raffte Sue ihre hundert Röcke zusammen und begab sich in die Umkleidekabine, in die sie kaum hineinpasste. Wahrscheinlich hätte sie sich viel mehr gegen diese Vereinigung wehren sollen. Sie liebte Ben nicht und würde es auch sicher nie tun. Ihr Herz zog sich schmerzhaft zusammen, als sie daran dachte, dass diese Ehe sie der Möglichkeit auf eine wirkliche Beziehung mit allem, was dazugehörte beraubte. Denn bevor ihre Mutter eine Scheidung in Betracht zöge, wäre Sue fast 50 und damit viel zu alt, um eine glückliche Familie zu gründen. Oder zu verbittert, um es wirklich zu wollen.
Ihre Augen brannten, als sie an ihr verlorenes Glück dachte. Sue wischte sich verstohlen die einzelne Träne aus dem Augenwinkel, bevor sie sich ihre dicke Strumpfhose, den knielangen Rock, die Stiefel und ihren Rollkragenpullover anzog. Draußen waren die Temperaturen in den letzten Tagen immer weiter gesunken, und ihr graute davor, wie sehr sie am Tag ihrer Hochzeit frieren würde. Die dünnen Ärmelchen konnten ihr nicht viel helfen. Warum mussten diese unsinnigen Gedanken sie ausgerechnet jetzt wieder einholen, wo Danny draußen stand und auf sie wartete?
Warum tat er das eigentlich?
Als sie sich endlich wieder beruhigt hatte, überprüfte sie ihr Spiegelbild und befand es für okay. Besser wurde ihr Anblick jetzt sowieso nicht mehr. Also straffte sie die Schultern, hob das Kinn ein wenig an und verließ die Umkleide. Madame Monyard stand nun direkt vor Danny und erzählte ihm irgendetwas. Dabei rückte sie ihm so unverschämt auf die Pelle, dass Sue sich einen kleinen Moment lang für die ältere Dame schämte. Sollte sie nicht ein besseres Benehmen an den Tag legen?
Sue machte räuspernd auf sich aufmerksam, und sofort ruhen Dannys dunkle Augen auf ihr. Wieder betrachtete er ihre gesamte Erscheinung und lächelte dieses Mal aufrichtig. Anscheinend gefiel ihm dieser Aufzug besser als das Hochzeitskleid. Da konnte Sue ihm nur zustimmen. Denn das Kleid war die reinste Zumutung in ihren Augen. Doch da ihre Meinung nichts wert war, musste sie nun diese Wahl tragen, ob sie wollte oder nicht.
»Können wir?«, fragte sie mit einem aufgesetzten Lächeln in Richtung der anderen Dame, die bei ihrem Auftauchen die Augen leicht verengte und unverhohlene Giftpfeile in ihre Richtung schoss. Diese aber prallten an Sue ab, denn sie war es, die mit diesem Mann den Laden verließ. Und das hob ihre Laune unheimlich. Auch wenn sie noch immer keine Ahnung hatte, wie sie zu der Ehre kam.
»Aber natürlich. Madame«, tippte sich Danny an seinen imaginären Hut, und wieder wurde die Frau rot. Sue schüttelte den Kopf, hakte sich in den angebotenen Arm ein, nachdem Danny ihr in den Mantel geholfen hatte und den Schal ein wenig enger um ihren Hals zog. In ihren Augen war das eine so intime Handlung, dass sie es genoss, wie nah er ihr in diesem Moment war. Sie konnte seinen Geruch wahrnehmen. Er roch nach der Kälte der Stadt, nach einem holzigen Parfüm und sich selbst, was ihn in ihren Augen nur noch unwiderstehlicher machte.
Er ließ Sue den Vortritt, auch wenn sie bei ihm untergehakt war, und zog sich auf der Straße eine Mütze aus grobem Strick über den Kopf. Ein paar der wirren Locken lugten noch hervor und verliehen ihm etwas Jungenhaftes.
»Wirst du mir verraten, warum du mir den Tag versüßt, und nicht Mutter ihn mir verdirbt?«, fragte Sue gerade heraus und machte sich nichts daraus, dass er die Augenbraue spöttisch nach oben zog, als sie sprach. Viel mehr mochte sie es, wenn er es tat. Denn dabei verzog sich ein Mundwinkel ebenfalls leicht nach oben. Sue wurde bei diesem Schmunzeln ganz warm. Vor allem zwischen ihren Schenkeln.
»Weil ich es ihr vorgeschlagen habe. Wir beide machen uns jetzt einen schönen Wellnessnachmittag mit Massage und Sauna. Ich konnte sie davon überzeugen, dass es genau das ist, was du jetzt brauchst. Und da sie ja nicht will, dass du durch Ben von den Vorbereitungen abgelenkt wirst, habe ich mich angeboten. Und ich brauche das auch ganz unbedingt.«
Er zwinkerte er ihr zu, als wäre es keine Absicht, und die schwelende Glut in ihrem Inneren drohte, zu einem riesigen Feuer auszubrechen. Denn so, wie er all diese Informationen an sie weitergab, hatte sie keine Zweifel daran, dass er es genauso anzüglich meinte, wie sie es sich wünschte. Die Aussicht darauf, mit ihm ein Spa zu besuchen, war durchaus verlockend. Und vielleicht sprang Sue tatsächlich über ihren Schatten und gestattete sich diese Sünde, bevor sie treu sein musste. Nur dieser eine Nachmittag mit Danny, und sie wäre für die nächsten Jahre besänftigt. Zumindest war Sue gut darin, sich genau das einzureden.
»Und mein Bikini und die anderen Sachen für einen solchen Ausflug?«, wollte sie von ihm wissen, auch wenn sie eigentlich gar nichts benötigte. Handtücher wurden meist gestellt, und sie ging nur in Nacktsaunen. Aber das musste er nicht wissen. Und so sah er sie ungläubig an, bevor sie sich erbarmte und ihm dieses Mal zuzwinkerte.
»Wird es alles vor Ort geben«, interpretierte er ihr Lächeln richtig und zog sie dann eng an sich gepresst durch die vollgestopften Straßen. Sicher nur zum Schutze vor der Kälte, doch für Sue war es die Erfüllung ihrer unbefriedigten und doch feuchten Träume von diesem Mann. Sie spürte seine Wärme, roch seinen Duft und sog seine Nähe wie ein Schwamm in sich auf.
Nur dieser eine Nachmittag, schwor sie sich – und wusste nicht, worauf sie sich da einließ.

2. Danny

Er hatte nicht die geringste Ahnung, wieso er sich hatte überreden lassen, seinen Nachmittag mit Sue zu verbringen. Danny wusste ganz genau, dass das in einer Katastrophe enden musste. Darauf hatte er noch weniger Lust, als Bens Trauzeuge zu sein. Er mochte diesen Mann nicht einmal wirklich. Aber er war sein Geschäftspartner, und wenn Danny sich einen eigenen Namen machen wollte mit seinem Sicherheitsunternehmen und nicht mehr nur als Partner von Ben angesehen werden wollte, musste er es durchziehen. Sie hatten zusammen eine Imagefirma, die darauf spezialisiert war, wichtigen Personen sowohl Schutz als auch eine Werbekampagne zur Verfügung zu stellen. Es war ein neuartiges Konzept, doch gerade im Falle des Senators war es sehr gut angekommen.
Ben hatte die Kampagne für Senator Thomread gestaltet und ihn in den Umfragen so weit nach vorn gepusht, so dass seiner Wiederwahl im nächsten Jahr nichts im Wege stand. Aus lauter Dankbarkeit, oder was auch immer, durfte Ben nun die Senatorentochter heiraten. Eine bildschöne Frau mit Ambitionen und einem Körper zum Niederknien. Soweit er wusste, war Sue noch nicht einmal gefragt worden, was sie über diese Vereinbarung dachte. In Dannys Augen war es falsch, eine junge Frau zu so etwas zu zwingen. Und ihr dann noch ein so hässliches Kleid aufs Auge zu drücken. Es gehörte einfach verboten, selbst wenn Sue auch darin sehr gut aussah. Es war nicht ihr Stil, es war nicht ihr Kleid. So einfach war das. Und doch musste sie es in zwei Wochen auf dieser unsäglichen Veranstaltung tragen, die sich ihre Hochzeit schimpfte.
Um Danny war es geschehen, als er die Verlobte seines Geschäftspartners das erste Mal sah. Er ärgerte sich, dass Sue ihn so aus der Reserve lockte, konnte aber überhaupt nichts dagegen tun.
Verstohlen blickte er zur Seite, wo Sue mit aufrechtem Gang und hochgerecktem Kinn neben ihm lief. Sie hatte ihre dunkelroten Wellen unter einer dicken Strickmütze versteckt, die so überhaupt nicht zu dem Mantel und ihrem restlichen Auftreten passte. Aber genau das gefiel ihm so gut an ihr. Zwar war sie die Tochter des amtierenden Senators, die Tochter einer aufgetakelten Politikergattin, und doch eben auch eine Frau, die ihre eigenen Vorstellungen hatte. Die sie anscheinend für diese Hochzeit begrub.
»Warum heiratest du ihn?«, platzte Danny heraus. Er hätte sich auf die Zunge beißen können, als sie erschrocken den Kopf zu ihm drehte und dabei stolperte. Geschickt verhinderte er mit einem Griff um ihren Körper, dass sie fiel. Sue schien mit dieser Frage nicht gerechnet zu haben, denn als sie wieder sicheren Stand hatte, atmete sie tief durch und schloss einen Moment lang die Augen. Als sie die Lider wieder hob, hatte sie sich bereits gefangen. Für Dannys Geschmack viel zu schnell. Der verunsicherte Geschichtsausdruck hatte ihr gut gestanden.
»Du kannst mich wieder loslassen«, informierte sie ihn, er dachte jedoch gar nicht daran. Sie war ihm in diesem Moment so herrlich nah, dass er ihren verführerischen Duft einatmen konnte. Nur ein wenig hätte er sich nach vorn beugen müssen, und seine Nase hätte über ihre Wange gestrichen. Ihm gefiel die Vorstellung davon, wie sie auf ihn reagierte, über alle Maßen gut. Doch er hielt sich zurück, zog sie nur noch ein wenig enger an sich.
»Können schon. Aber ich möchte nicht.«
Danny sah in ihrem Blick, dass sie seine Antwort zwar überraschte, sie sich aber nicht dagegen wehrte. Er spürte ihr Zittern und rieb leicht über ihre Seiten. Wenn sie sich beeilten, waren sie in fünf Minuten im Spa, und seine persönliche Hölle, die seinem eigenem Himmel gleichzustellen war, lag vor ihm. Denn dort musste sie nicht diese störenden Schichten Stoff tragen. Höchstens einen Bikini oder nur ein Handtuch. Oder am besten gar nichts, wenn sie in der Sauna waren. Danny bemerkte erschrocken, als er die Vorstellung von ihrem nackten Körper weiterspann, wie sich sein Penis regte und unter seiner Hose und dem Mantel verborgen aufrichtete. Es war ihm nicht peinlich, keineswegs, aber er war sich unsicher, wie Sue darauf regieren würde, wenn sie bemerkte, wie sehr sie ihn erregte.
»Und warum die Hochzeit?«, lenkte er sich selbst von den Bildern in seinem Kopf ab. Zu seinem Ärger bewirkte seine erneute Frage zu diesem Thema, dass ihre Augen sich abwendeten und ein trauriger Schimmer sie überzog. Er wollte sie sicher nicht betrüben, aber diese Frage drängte sich ihm schon auf, seit er sie zum ersten Mal mit Ben zusammen gesehen hatte. Wenn man heiratete, sollten zwischen dem Brautpaar die Funken sprühen. Die beiden Personen sollten die Finger nicht voneinander lassen können. Oder sich zumindest gut verstehen oder leiden können. All das traf auf Ben und Sue nicht zu. Sie hatten sich zur Verlobungsfeier vor einigen Monaten kaum angesehen und dabei aber nebeneinander gesessen. Den gesamten Abend über hatte er sie beobachtet und sich gefragt, was sie nur verband. Denn Liebe oder Leidenschaft konnte es auf keinen Fall sein.
»Mutter ist der Meinung, dass die Hochzeit der einzigen Tochter des Senators ihn in ein noch besseres Licht rückt. Er als liebender Vater, wie er sein Kind zum Altar bringt, umringt von Presseleuten und Journalisten, die das ganze Event hypen. Dazu noch zu Weihnachten, dem Fest der Familie und der Liebe. Es soll seine Werte weiter nach oben pushen und seinen Rivalen endgültig aus dem Rennen werfen. Und dabei ist es ihr vollkommen egal, was ich darüber denke. Ben wird so eine Chance nicht abschlagen. Es ist Publicity für ihn und eure Firma.«
Sie klang so niedergeschlagen, dass er sie noch ein kleines Stück enger an sich zog. Während der letzten Meter zum Spa konnte er nichts mehr sagen. Er fühlte mit ihr, denn sie wollte diese Hochzeit auf keinen Fall, beugte sich aber ihrem Vater. Vielleicht lockte ihre Mutter sie mit einer Scheidung nach der Amtszeit. Was auch immer es war, es brach Danny das Herz, diese schöne Frau so gebrochen im Arm zu haben.
»Dann werden wir das alles jetzt für die nächsten Stunden vergessen. Die Menschen hier sind sehr verschwiegen und diskret. Deine Mutter wird nie erfahren, was wir hier tun werden«, flüsterte er, seine Lippen nahe an ihrem Ohr. Er spürte ihr Erschaudern. Und auch, wie sie sich einen winzigen Moment lang anspannte. Hatte er wohlmöglich einen Fehler gemacht und ihre Blicke falsch gedeutet? Wollte sie ihn überhaupt nicht auf diese Weise? Es war Danny vollkommen egal, dass er seinen Partner hinterging. Für ihn war Ben ein aufgeblasener Idiot, der, nur um weiter nach oben zu klettern, über Leichen und Herzen trampelte. Nie im Leben hätte Danny einer solchen Hochzeit zugestimmt, nur um seine Karriere anzukurbeln. Nicht auf Kosten eines anderen Lebens.
»Ich danke dir«, raunte Sue zurück, drehte sich in seinem Arm, bis sie direkt vor ihm stand. Ihre Gesichter waren nur Millimeter voneinander entfernt. Er konnte ihren heißen Atem auf seinen Lippen spüren. Ihm gefiel es gut, dass sie in ihren Stiefeln beinahe so groß war wie er. Sie waren auf Augenhöhe. Nicht nur körperlich, dessen war er sich sicher.
»Das hier muss eine einmalige Sache bleiben. Ist das in Ordnung für dich?«, fragte sie ihn und verblüffte Danny damit sehr. Aber ob er ihr zustimmen konnte, war unmöglich zu sagen. Denn wenn es so gut werden sollte, wie er es sich vorstellte, würde er mehr von ihr wollen.
»Ein Deal – wenn dir gefällt, was wir tun, reden wir noch einmal darüber. Eine geheime heiße Affäre sollte jede Frau führen. Vor allem, wenn ihr Mann eine solche Niete ist«, schlug er deswegen genauso leise vor, wie sie ihre Forderung gestellt hatte, und blickte in ihre vor Erstaunen geweiteten Augen.
Bevor sie antwortete, packte sie seine Hand und zog ihn erst in den Eingangsbereich des Spas, weiter in eine Ecke, die nicht einsehbar war. Sie vertraute dem Personal hier also nicht. Dabei waren sie bereits gesehen worden. Die Empfangsdame hatte sie beide äußerst interessiert beobachtet, und er war sich sicher, dass auch diese fremde Frau spürte, wie sehr es sie beide zueinander hinzog. Würden sie sonst eine solche Diskussion führen? Normalerweise war Danny niemand, der sich in fremde Beziehungen einmischte. Doch ihre Hand um sein Handgelenk, ihr Körper seinem so nah, brachte ihn an seine Grenzen. Und er spürte, wie sich sein Penis ein weiteres Mal neugierig regte und diese Frau begehrte. Ihr Duft war betörend, ihr Blick fesselnd, ihre Berührungen prickelten in seinem Körper und ließen ihn schwer atmen. Wenn ihre Nähe ihn schon so durcheinanderbrachte, was würde dann nur geschehen, wenn sie sich endlich haben konnten?
»Du bist verrückt. Warum sollte ich das wollen?«, fragte sie ihn. Er spürte ihren inneren Kampf, ihre Ablehnung gegen seinen Vorschlag. Doch er sah auch das Glühen in ihrem Blick. Zumal sie ihn immer noch festhielt.
»Weil du deine Finger schon jetzt nicht von mir lassen kannst«, antwortete er ihr mit einem spöttischen Grinsen. Erst jetzt schien es ihr selbst aufzufallen, doch sie ließ ihn nicht los.
»Also gut. Wenn es mir gefällt, können wir es ausprobieren. Du solltest dir Mühe geben. Ich werde mich jetzt umziehen und im Whirlpool auf dich warten. Sag der Empfangsdame, sie soll die Kameras dort ausschalten. Außerdem soll sie den Laden abschließen. Heute kommt kein weiterer Gast mehr hier herein«, forderte sie ihn auf, während sie sich noch ein wenig näher zu ihm lehnte. Ihre Lippen strichen über seine Wange, seinen Kiefer, bis hin zu seinem Ohr, über das sie ihre Zungenspitze gleiten ließ.
»Ich will mich verlieren können«, bat sie ihn, biss ihn kurz ins Ohrläppchen, bevor sie sich von ihm entfernte.
Seine Erektion pochte aufgeregt in der Hose, drängte danach, mehr von dieser Frau zu bekommen. Ihre Worte gingen Danny durch und durch. Er hörte sein Blut in den Ohren rauschen. Sein Atem ging schwer und sein Penis schmerzte vor Erregung. Hatte er wirklich gedacht, er könnte sie verführen? Oder dass er sie zu diesem Vorhaben hier überreden musste? Sue hatte ganz eindeutig die Zügel in der Hand, und es gefiel ihm über alle Maßen gut. Ihre sachten Berührungen waren so intensiv wie sonst mancher Sex. Ihm war bewusst, dass er verloren war. Er konnte sich aber auch nicht dagegen wehren.
Erst als er hörte, wie Sue durch eine der Türen in den hinteren Bereich verschwand, ging er selbst an den Empfang, teilte der Dame Sues Wünsche mit, zahlte den entsprechenden Betrag für diese Leistungen und folgte dann der Frau seiner schlaflosen Nächte. Denn mehr als einmal hatte er von ihr geträumt, wie sie sich für ihn auszog oder wie sie ihn berührte. Danny konnte kaum begreifen, dass all das jetzt wahr werden sollte. Es war noch nicht wirklich bei ihm angekommen, dass sie ihn ebenso wollte wie er sie seit Monaten.
Ganz sicher wollte er diese eine Chance bei ihr nicht vergeigen. Dass er gut im Umgang mit nackten Frauen war, hatten ihm seine diversen Bettgeschichten bescheinigt. Und doch schienen diese nichts zu zählen im Vergleich zu Sues Meinung am Ende dieses Tages.
Danny fühlte sich wie ein Teenager auf dem Weg zu einem Date mit seinem Schwarm. Als er wenige Minuten später nur mit einem Handtuch um die Hüften geschlungen in den hinteren Bereich der Saunen trat, schlug ihm das Herz bis zum Hals. Er fand Sue sofort im Whirlpool. Sie schwamm mit geschlossen Augen, den Kopf in den Nacken gelegt, den Körper im warmen Wasser lang ausgestreckt, und hing ihren eigenen Gedanken nach.
Wie er war auch sie nackt. Sein Penis brauchte nur wenige Sekunden bei diesem Anblick, bis er erregt aufragte und unter dem Handtuch sichtbar wurde. Danny machte sich überhaupt keine Gedanken darüber, dass er wie ein ungeduldiger Junge wirkte. Sue raubte ihm seine ganze Konzentration und Selbstkontrolle. Er wollte es auch überhaupt nicht. Denn sonst hätte er niemals diesen Anblick genießen können.
Ihr langer, schlanker Hals wirkte anmutig, selbst wenn sie lag. Ihre Brüste waren so schön, mit dunklen, harten Knospen. Ihre Haut musste weich und samtig sein und würde sich so gut unter seinen Händen anfühlen. Ihr Bauch war flach, ihre Beine zeugten davon, dass sie oft lief. Denn es war kein Gramm Fett daran zu finden. Ihre Mitte war kahl rasiert.
Dass sie nicht schlief, zeigten ihre Arme, die sich ein klein wenig an der Wasseroberfläche bewegten. Auf und ab, ihre Finger wackelten leicht.
»Komm her«, forderte sie ihn auf, ohne die Augen zu öffnen. Hatte sie ihn gehört? Dabei hatte er sich solche Mühe gegeben, leise zu sein. Aber am Ende war es vollkommen egal. Sie wollte ihn bei sich haben, während sie nackt und so schön wie keine andere Frau vor ihm lag.

3. Sue

Ihre Skrupel hatte Sue in dem Moment abgelegt, in dem sie durch die Tür des Wellnesstempels trat. Jetzt oder nie, hieß es für sie.
Das angenehm warme Wasser umspielte ihren nackten Körper in sanften Wellen, nahm sie gefangen, und alle Gedanken daran, was hiernach geschah, waren verschwunden. Weder ihre Mutter noch ihr Verlobter konnten das hier verhindern. Dazu wollte sie diesen Mann zu sehr.
Allein wie er sie draußen im Foyer angesehen hatte, war ihr durch Mark und Bein gegangen. Es kam selten vor, dass Sue sich nach einem Mann in einem solchen Maße verzehrte. Sie konnte nicht kontrollieren, was Danny in ihr hervorrief. Und wollte es auch gar nicht. Denn wenn sie nur diese eine Chance hatte, ihrem Liebesleben einen Kick zu verpassen, dann wollte sie es definitiv tun.
Auch wenn er versuchte, geräuschlos zu sein, hörte Sue, wie er die Tür öffnete und auf kaum leisen Sohlen auf sie zukam. Ein Schauer überlief ihren Körper, als sie daran dachte, dass er gleich genauso nackt wie sie bei ihr im Whirlpool sein würde. Sie wollte wissen, wie er nackt aussah, wie sich seine Haut unter ihren Fingern wohl anfühlte, und wie er schmeckte. Sie hatten nur wenige Stunden gemeinsam, aber die wollte sie auskosten.
Er stoppte, als sie ihn aufforderte, zu ihr zu kommen. Vielleicht hatte er Skrupel. Sue unterdrückte den Wunsch, die Augen zu öffnen und ihn anzusehen. Schließlich hinterging nicht nur sie ihre Familie und ihren Verlobten, auch für Danny stand einiges auf dem Spiel.
Sie konnte es ihm nicht verübeln, dass er überlegte. Oder aber sie schätzte es vollkommen falsch ein und er genoss ihren Anblick. Sue war nicht eitel. Sie wusste zwar, dass ihr Körper nicht schlecht aussah, doch die Sticheleien ihrer Mutter hatten Spuren hinterlassen. Warum sie ausgerechnet heute nichts darauf gab, sondern vertraute, dass Danny sie anziehend fand, konnte sie nicht sagen. Es war einfach so. Allein wenn er sie ansah, fühlte sie sich gut.
Endlich schien er seine Bedenken über Bord geworfen zu haben, denn die Wellen, die er schlug, als er ins Wasser glitt, ließen Sue doch noch die Augen öffnen. Sofort brannte sich sein Blick in ihren, hielt sie gefangen. Einen Moment lang starrten sie sich einfach nur an, genossen die Anwesenheit des anderen und entfachten das Feuer füreinander. Heiß und alles verzehrend breitete es sich in ihr aus. Auch wenn er sie nur ansah, spürte sie das erste aufgeregte Pochen zwischen ihren Beinen. Es war ein angenehmes Kribbeln, das ihr zeigte, wie gut das hier war. Wie gut es werden konnte, wenn sie sich einander einfach hingaben.
Es waren keine Worte mehr nötig, diese hatten sie im Foyer gewechselt. Alles, was jetzt noch wichtig schien, war ihre Lust . Sie brodelte in Sue, als ihr Blick über seinen Körper glitt. Wenn sie da an Ben dachte, der nichts für sich tat, wurde ihr anders. Schnell schüttelte sie diesen unsinnigen Gedanken ab, richtete sich auf und genoss es, wie Dannys Blick ihre Brüste fand. Sie konnte in seinen Augen sehen, dass er sie und ihren Körper verschlang, sich an ihr nicht sattsehen konnte. Sue legte ihre letzten Hemmungen ab, überbrückte den Abstand zwischen sich und Danny und platzierte ihre Beine links und rechts von seinen Oberschenkeln. Breitbeinig saß er da, seine Hände fanden ihre Hüfte, berührten ihre Haut ein erstes Mal zurückhaltend. Doch diese kleine Berührung reichte aus, um Sues Lust zu entfachen. Seine Hände waren sanft, zärtlich und forschend, wie sie über ihre Seite strichen, hoch und wieder runter, über ihren Po, ihren Rücken, ihre Schulter, ihren Nacken. Bis sie auf ihrem Gesicht lagen und er sie weiterhin einfach nur ansah.
Auch wenn er sie längst besaß, fragten seine Augen um die Erlaubnis, sie zu küssen. Nur ein wenig schob sie sich weiter nach vorne, seufzte wohlig, als seine Erektion sich gegen ihre Spalte drückte.
Sue schloss die Augen, genoss die Gefühle, die Danny in ihr auslöste, und rieb sich nur ein kleines bisschen an ihm. Sie hörte ihn geräuschvoll die Luft einsaugen, spürte, wie er unter ihrem Handeln noch härter wurde.
Ihre kleine Perle pochte aufgeregt, wollte mehr von dieser süßen Folter.
Und dann war es endlich so weit. Danny überbrückte den Abstand zwischen ihren Mündern, legte seine Lippen auf die ihren und küsste sie das erste Mal. Nur wenige Sekunden lang war es ein liebevoller Kuss, bevor das Verlangen nach einander sie beide übermannte. Sue vergrub ihre Hände in seinen Haaren, zupfte leicht daran. Freute sich, als er das erste Mal leise stöhnte, und nutzte den Moment. Ihre Zunge drang forsch in seinen Mund, massierte seine, und sie nahm sich endlich, was sie schon so lange begehrte. Sie hatte keine Lust auf Spielchen oder Folter. Sie wollte diesen Mann endlich spüren und vergessen, was in den nächsten Wochen, gar Jahren, auf sie zukam.
Allein sein Kuss löste ein wahres Feuerwerk der Empfindungen in ihr aus. Seine Hände verließen ihr Gesicht, erkundeten ein weiteres Mal ihren Körper, trieben ihren Herzschlag in ungeahnte Höhen, als sie ihre Brüste fanden und sie leicht massierten. Ihre Brustwarzen, drängten sich seinen Fingern hart und ungeduldig entgegen, wollten berührt werden und Aufmerksamkeit bekommen.
Selbst wenn sie sich im Wasser befanden, Sue wusste, sie war nicht nur davon nass. Dannys Hände waren geschickt, wussten, was sie mit ihr anstellten. Gleichzeitig hob er sein Becken, presste seine Erektion noch gieriger gegen ihre Spalte. Sue warf den Kopf in den Nacken, als er den Kuss beendete, seine Lippen über ihren Hals gleiten ließ, an ihrer Haut saugte und dabei ihre Brüste so delikat liebkoste. Ihr Oberkörper drängte sich ihm entgegen, sie beugte sich nach hinten, präsentierte ihm ihre Knospen, die nach seinem Mund verlangten.
Das Pochen ihrer Perle wurde zu einem süßen Schmerz, als er an ihrer Brustwarze saugte. Wellen der unbändigen Lust nach diesem Mann brachen über Sue zusammen, als sein Daumen ihre Klitoris fand und sanft rieb. Sie bewegte sich mit seinem Finger, wollte mehr von ihm, ihn endlich in sich spüren. Sie war bereit für ihn . Doch er dachte nicht daran, sie zu erlösen, ihr den benötigten Kick zu schenken, sondern bearbeitete hingebungsvoll ihre Brüste, als wären sie das Schönste, was er je berühren durfte. Sue wurde überempfindlich, als seine Zähne an ihr knabberten, leicht an ihren Brustwarzen zogen, die süße Folter nur noch verstärkten. Es schien ihm zu gefallen, was er mit ihrem Körper anstellte, wie sie sich ihm entgegendrängte, sich unter ihm wand und es kaum mehr aushielt.
Mittlerweile prickelte ihre Haut, sie zuckte unkontrollierter und wusste, sie konnte ihren Höhepunkt nicht mehr lange hinauszögern. Das Blut rauschte in ihren Ohren, und ein spitzer Schrei verließ ihren Mund, als er in ihre Knospe biss, und dabei seinen Daumen hart auf ihre Perle presste.
Der Orgasmus überrollte sie, ohne dass sie sich hätte wehren können. Sie bekam nur hinter dem dichten Schleier ihrer Lust mit, wie Dannys Hände sich um ihre Hüfte legten, sie ein wenig anhoben, bis er seinen Penis an ihrem zuckenden Eingang platzierte und sich in sie schob.
Sie stöhnte seinen Namen, als er sie Stück für Stück dehnte, immer noch in den Nachwirkungen ihres ersten Höhepunktes gefangen. Er fühlte sich fantastisch an in ihr, nimmt sie immer weiter in Besitz und ließ sie erneut zusammenzucken. Ihre Muskeln kontrahierten um seine Erektion, ließen ihn spüren, was er in ihr auslöste, und trieben ihn selbst immer weiter. Sie spürte das Pulsieren, wie er sich ganz langsam nur in ihr bewegte, ihr Inneres ausfüllte und ihre Lust stillen wollte.
»Spiel nicht mit mir«, knurrte sie ihn an. Sue konnte ihr Verlangen nicht mehr kontrollieren, wenn er so tief in ihr war. Dannys Hände legten sich um ihren Po, kneteten ihn, hoben sie immer wieder ein Stück an, sodass er sich tief und hart in sie bohren konnte. Seine Stößen wurden schnell kraftvoller, intensiver und verzehrender.
Schon lange hatte Sue ihren Verstand ausgeschaltet und gab sich ganz allein dem hin, was Danny in ihr entfesselte, mit ihrem Körper anstellte.
Wieder und wieder drang er in sie ein, rieb mit seiner Penisspitze an der kleinen, rauen Stelle in ihr, ließ sie jedes Mal aufs Neue zusammenzucken. Dabei reizte sein Daumen immer weiter ihre kleine, harte Perle, die nicht genug bekommen konnte von ihm und davon, was er mit ihr tat,
»Das würde ich mir nie erlauben«, antwortete er mit belegter Stimme, küsste sie endlich wieder und legte seine Arme eng um ihren Oberkörper. Sie waren sich so verdammt nah. Sue spürte, dass das nicht nur körperlich war. Zwischen ihnen entstand eine Verbindung, eine Nähe, die sie nicht in Worte fassen konnte. Oder wollte. Denn auch, wenn sie es nur ungern zugab, es machte ihr Angst.
Natürlich hatte sie sich auf seinen Vorschlag eingelassen. Doch wer konnte ahnen, dass der Sex mit Danny so alles verzehrend sein würde? Dass sie, selbst während er noch in ihr war, sie so herrlich penetrierte und in andere Sphären trieb, nicht genug von ihm bekam und mehr wollte.
Sie spürte, dass Danny selbst auch nicht mehr lang brauchte. Immer unkontrollierter, nachlässiger wurden seine Stöße. Sein Kuss noch gieriger, und sie wusste, dass er das hier genauso genoss wie sie selbst. Es war gefährlich, was sie hier begannen. Aber sie konnte sich nicht dagegen wehren.
Mit einem letzten Stoß, so tief wie keiner davor, schickte er sie erneut über ihre Klippe, riss sie in den Abgrund und folgte ihr gleichzeitig. Sie kamen gemeinsam, dämpften ihr Stöhnen mit ihrem Kuss und gaben sich einander vollkommen hin. Es gab nichts mehr zwischen ihnen, das verboten schien.
Mehrere Minuten lang verharrten Sue und Danny bewegungslos. Sie genoss seine Nähe. Wie er sie fest in seinen Armen hielt und sich in ihr ergoss. Heiß schoss sein Sperma in sie, lief aus ihr heraus, und sie fragte sich unweigerlich, wie hoch der Aufpreis sein müsste, damit der Whirlpool gereinigt würde. Sue kicherte über diesen Gedanken, was die Stille durchbrach, und auch die angespannte Stimmung.
Ein wenig nur beugte sie sich nach hinten, blickte in Dannys wunderschöne Augen, die für sie offen wie ein Buch waren. Er verbarg nichts vor ihr. Weder, dass ihn ihr Kichern amüsierte, noch dass er immer noch Lust auf sie hatte. Auch nicht die Zuneigung, die er für sie empfand. Nur ein kleines bisschen schnürte es Sue das Herz zusammen, als sie es erkannte. Denn sie beide durften so nicht füreinander empfinden. Wenn, dann war das hier Sex und nichts anderes.
Bevor einer von beiden etwas Dummes sagen konnte, vereinte sie ihre Lippen wieder mit Dannys Mund, beendete ihre Gedanken und gab sich ein weiteres Mal ihrem Verlangen nach ihm hin.
Dieser Nachmittag sollte unvergesslich werden. Und Sue wollte alles dafür tun, um die Erinnerungen so intensiv wie möglich zu gestalten.

4. Danny

Er sollte jetzt wirklich nicht hier vor dieser Tür stehen. Er sollte bei Ben sein und ihm Whiskey oder irgendeinen anderen harten Alkohol einflößen. Denn auch, wenn sein Geschäftspartner wusste, welchen Glücksgriff er mit dieser Heirat machte, hatte er ganz schön damit zu kämpfen, eine Frau zu heiraten, die er so gar nicht liebte. Oder mit der in keiner Hinsicht, weder im Bett, noch im alltäglichen Leben, etwas anfangen konnte.
In den letzten Wochen hatte sich der Bräutigam mehr als einmal bei ihm ausgeweint, sich beschwert und überlegt, ob er das alles nicht einfach abblasen sollte. Dass Danny das begrüßen würde, konnte er ihm schlecht sagen. Schließlich wollte er Ben nicht auf die Nase binden, dass er mit seiner Verlobten schlief. Und zwar täglich seit diesem Nachmittag.
Danny wusste nicht, wie es so intensiv hatte werden können. Es war nicht nur, dass er nicht genug von Sue bekam. Jeden Tag verzehrte er sich nach ihr, nach ihrem Duft, nach ihrer weichen Haut und nach den erotischen Geräuschen, die aus ihrem Mund drangen, wenn er sie kommen ließ.
Selbst jetzt konnte er sie noch auf der Zungenspitze schmecken, obwohl sie sich gestern nicht gesehen hatten. Die Nacht vor der Hochzeit hatte Sue allein verbringen wollen. Und Danny konnte das gut verstehen. Denn es war nicht nur der Sex, der sie so faszinierend machte. Sue als Frau war unglaublich. Stundenlang hatten sie sich unterhalten, über ihre Leben, ihre Wünsche gesprochen. Für Danny war klar, dass er Sue wollte. Und zwar ganz.
Doch das war unmöglich, und so hielt sich Danny zurück, schenkte ihr die verheißungsvollsten Stunden, die sich Sue vorstellen konnte, und blieb an ihrer Seite, wenn sie es wollte.
Jetzt stand er vor ihrer Tür in der Kirche, in der sie in einer Stunde Ben heiraten sollte. Eine Hochzeit, die mittlerweile keiner der beiden mehr wollte. Erst vor wenigen Minuten hatte ihm sein Partner eröffnet, einfachen keinen Draht zu Sue entwickelte. Wie das ging, lag außerhalb von Dannys Vorstellungsvermögen, aber es war ihm nur recht. Denn Ben war drauf und dran gewesen, mit Sues Vater zu sprechen. Ein Lächeln stahl sich auf Danny Mund, als er daran dachte, wie ihre Mutter toben würde, wenn Ben von sich aus diese Farce absagte.
Danny klopfte an die Tür, bevor er es sich anders überlegen konnte, und hörte trippelnde Schritte von drinnen. Aufgetakelt bis in die Haarspitzen kam Sues Mutter zum Vorschein und verzog die Lippen zu einem schmierigen Lächeln. Wahrscheinlich dachte sie, es machte Danny an, doch sein ganzer Fokus lag auf der Braut.
»Danny, schön dich zu sehen, was kann ich für dich tun?«, säuselte Mrs. Thompread viel zu hoch für einen angenehmen Tonfall.
»Sie gar nichts. Ich möchte Sie alle bitten, Sue jetzt allein zu lassen. Es dauert nicht mehr lang, bis es losgeht, und in der Zeit soll die Braut sich noch ein wenig ausruhen und entspannen.«
Mit ihm, setzte er in Gedanken hinten dran und suchte Sues Blick. Sie hatte eine Champagnerflöte in der Hand, hielt sich schon beinahe krampfhaft daran fest und unterdrückte ein Grinsen, als ihre Mutter empört schnaubte.
»Ich werde wohl am besten wissen, was meine Tochter jetzt braucht«, schimpfte sie aufgebracht.
»Ich denke nicht. Sie machen sie nur ganz kirre. Wenn ich Sie nun auffordern dürfte, zu gehen? Ihr anderen bitte auch«, kommandierte Danny alle aus dem Zimmer und half bei Sues Mutter sogar noch ein wenig nach.
»Ihr Assistent wartet unten auf Sie«, flüsterte er Mrs. Thompread ins Ohr, als sie sich weigerte, den Raum zu verlassen. Daraufhin verschwand sie sofort. Es war wirklich von Vorteil, solche kleinen Details zu wissen. Denn auch die Dame des Hauses pflegte eine außereheliche Beziehung mit ihrem halb so alten Assistenten, der es noch genoss, von einer älteren Dame verführt zu werden.
»Ich danke dir!«, seufzte Sue, als endlich alle den Raum verlassen hatten und sie beide allein waren. Er stand mit dem Rücken zur Tür, hatte seine Hände am Schlüssel.
»Soll ich dich auch allein lassen?«, wollte er von ihr wissen, auch wenn er hoffte, sie würde Nein sagen. Zu seinem Glück schüttelte sie tatsächlich den Kopf, bevor sie sich von ihm abwendete und ihr Glas mit einem Schluck leerte.
Mit einem klickenden Geräusch schloss er die Tür ab und ging mit großen Schritten auf sie zu. Er wollte sich nicht vorstellen, was gerade in ihr vorging. Jemanden zu heiraten, um dem Vater die nächste Amtszeit zu ermöglichen. Einen Mann, der sie weder sexuell noch intellektuell forderte. Mehr als einmal hatte Sue das Handtuch werfen wollen. Doch ihr Vater war ihr wichtig, seine Ziele waren schon immer die ihren gewesen. Wenn es nicht gerade ihr Leben so stark beeinflusste.
»Wie kann ich dir helfen?«, fragte er sie, als er direkt hinter ihr stand, die Hände in ihren Nacken. Ganz sanft zogen seine Daumen Kreise auf ihrer Haut, übten leicht Druck aus, und er spürte, wie sie sich unter seiner Berührung entspannte. Ihr Kopf fiel leicht zur Seite und ein leises Seufzen war auszumachen, als er ein wenig mehr zudrückte und ihr die Entspannung gab, die sie brauchte.
»Sei an meiner Seite, wenn das hier schief geht«, hauchte sie, und er hätte sie beinahe nicht verstanden. Sein Herz schlug ein wenig schneller bei ihren Worten, denn diese letzten beiden Wochen waren ihm unter die Haut und anscheinend auch an Sue nicht spurlos vorüber gegangen.
»Was ist damit, dass das zwischen uns nur Sex sein sollte?«, drängte er zu erfahren, bevor seine Lippen ihre Haut trafen und er kleine Küsse auf ihrem Nacken verteilte. Sie erschauderte unter seinem Tun, lehnte sich gegen ihn und verlangte allein dadurch mehr von ihm. In der kurzen Zeit hatte er sie und ihren Körper kennengelernt, wusste, was ihr gefiel und was sie brauchte. Und wie.
»Beug dich nach vorn«, forderte er sie leise auf, und sie folgte seinem Wunsch sofort. Danny ging hinter ihr in die Knie, griff vorsichtig nach dem Saum ihres Kleides und legte den Rock über ihren Rücken.
Sie trug weiße Strümpfe samt passender Strumpfbänder, einen weißen Spitzenstring. Zärtlich strichen seine Fingerspitzen über den weichen Stoff und er spürte mit Freuden, dass Sue bereits feucht war. So feucht, dass er es fühlen konnte.
»Du bist schon wieder so bereit«, raunte er gegen ihre Scham, bevor er sie küsste. Er konnte ihren Duft einatmen, inhalierte ihn beinahe, bevor seine Zähne durch den Stoff hindurch an ihr knabberten. Seine Hände hatte er auf Sues Po gelegt, knetete ihn leicht, hielt sie an Ort und Stelle. Denn sie wurde bereits unruhig, als seine Zunge über ihr Höschen leckte.
»Bitte«, flehte sie ihn unbeherrscht an und Danny liebte es, wie schnell sie keine Chance mehr gegen ihn hatte. Ihr Körper verriet, was sie wollte, noch bevor Sue es selbst wusste.
»Was bitte?«, verlangte er grinsend zu erfahren, zog aber gleichzeitig das Höschen über ihre Hüfte, ihren wohlgeformten Po, bis zu den Knöcheln. Sue zitterte leicht, als seine Hände über ihre Beine zurückstrichen, er seine Daumen über ihre Spalte gleiten ließ.
»Nimm mich bitte. Ich halte das nicht mehr aus«, presste sie angestrengt hervor, zitterte nur um so stärker, als er gegen ihre Scham blies. Ihr Saft glitzerte bereits zwischen ihren Schamlippen, zeigte ihm deutlich, wie sehr sie ihn wollte. Und Danny ging es nicht anders.
Sein Penis zuckte aufgeregt in der Anzughose, verlangte nach Sues Enge und dem unglaublichen Gefühl, sie auszufüllen.
»Für die Braut tue ich doch alles«, antwortete er ihr immer noch grinsend, öffnete mit einer Hand seine Hose, während seine Finger in ihre Nässe eintauchten. Sue stöhnte leise seinen Namen, als er sie so massierte, sie ein wenig antrieb und ihr zeigte, wer die Kontrolle über ihren Körper und ihre Lust hatte.
Mit weichen Knien stand Danny wieder auf, positionierte sich hinter Sue und strich mit seiner Eichel durch ihre Vagina. Sie war heiß, nass und so bereit für ihn, dass er mit einem Stoß in sie eindringen konnte. Einige Sekunden lang verharrte er in ihr, genoss das Gefühl, wie sie ihn umschloss und ihre Lust zuckend ihren Körper vereinnahmte.
»Du fühlst dich so gut an.«
Seine Worte waren nur geflüstert und doch wusste er, dass Sue ihn verstand. Alles, was er sagte, kam bei ihr an. Selbst wenn es in seiner höchsten Ekstase geknurrt war.
Doch jetzt hatten sie keine Zeit mehr, sich ewig zu genießen. Das konnten sie tun, wenn das alles hier vorbei war.
Also zog er sich fast vollständig aus ihr zurück, nur um seinen Penis in schnellem, harten Tempo wieder und wieder in sie zu treiben. Sue stöhnte lustvoll, krampfte sich um ihn, wollte ihn antreiben, denn sie liebte dieses Tempo. Es dauerte nicht lange, bis Danny spürte, dass Sue nicht mehr konnte. Ihre Knie gaben nach, ihr Körper bebte immer stärker. Auch seine Lust, seine Erregung erreichten ihr Höchstlevel, und so begann er damit, ihre Perle zu reiben, sie zu reizen und Sue so Sterne sehen zu lassen. Ihr Inneres zog sich so heftig um ihn zusammen, dass es leicht schmerzte, als sie kräftig kam, ihn mitriss und sich mit ihm ein letztes Mal bewegte. Hart pulsierend kam er, ergoss sich stoßweise und ging dann in die Knie. Sue zog er mit sich, hielt sie in ihrem Hochzeitskleid im Arm, als sie zusammen die Wogen ihrer Höhepunkte genossen. Wieder übermannte ihn das Verlangen nach dieser Frau. Unablässig küsste er ihren Nacken, hielt ihre Hände fest in seinen, und ließ ihr die Zeit, die sie brauchte.
Doch auch hier konnten sie einander nicht allzu lange genießen.
Wacklig stand Sue wieder auf, griff mehrere Taschentücher und versuchte, sich zu säubern. Es gefiel ihm nicht, dass sie es tat. Aber er wusste, es musste sein. Vor dem großen Spiegel, der mitten im Raum stand, versuchten sie beide, ihr Aussehen wieder auf Vordermann zu bringen. Denn nichts wäre schlimmer, als wenn man der Braut ansah, dass sie eben frisch gevögelt war.
Sue war gerade dabei, ihren Lidstrich sorgfältig nachzuziehen, als es an der Tür hämmerte. Stimmen wurden laut, und er sah sie verwundert an. Kurz nur kontrollierte er, dass jede Strähne perfekt saß, bevor sie nickte und er zur Tür ging.
Sues Mutter kam hineingestürzt, kümmerte sich nicht um ihn, sondern schloss nur ihre Tochter in den Arm.
»Mein armes Mädchen«, weinte sie, und keiner der beiden verstand, warum.
»Was hast du, Mutter?«, forschte Sue und schob ihre Mutter von sich. Ihr war es unangenehm, von dieser Frau gehalten zu werden. Man konnte es ihr ansehen.
»Die Hochzeit, sie ist geplatzt. Dein Vater hat Ben soeben mit einer der Kellnerinnen auf der Toilette erwischt. Er hat sich noch nicht mal entschuldigt, sondern nur gesagt, dass er wenigstens eine andere Frau spüren wollte, bevor es nur noch dich gibt.«
Entsetzt blickte Sue von ihrer Mutter zu ihrem Vater, der im Türrahmen stehen geblieben war.
»Ist das dein Ernst?«, brachte sie irgendwann hervor und ihr Blick flog zu Danny. Er hatte vieles erwartet, aber nicht die Freude in ihren Augen. Oder den Schalk darin. Auch wenn sie sich erst kurz kannten, so wusste er bereits, dass Sue eine Überraschung für ihn bereithielt.
»Ja leider. Die ganzen Menschen dort unten. Was sollen wir ihnen nur sagen?«, wimmerte Mrs. Thompread, krallte sich in Sues Arm, die energisch versuchte, sie abzuschütteln. Noch immer sah sie ihn an, und da wusste er auf einmal, was sie plante.
Zielstrebig ging sie auf ihn zu, schnappte sich seine Hand und zog ihn zu ihrem Vater. Dieser beobachtete das Treiben einerseits misstrauisch, auf der anderen Seite war in seinem Blick auch Erleichterung zu sehen.
»Dad, du kannst Ben doch nicht ausstehen«, fing Sue an. Auf den Lippen des älteren Herrn zeichnete sich ein amüsiertes Schmunzeln ab, als er verhalten nickte.
»Aber du hältst große Stücke auf Danny und weißt, dass er eigentlich die Fäden in der Firma der beiden zieht, richtig?«
Wieder nickte ihr Vater, während sie Dannys Hand drückte. Das Herz schlug ihm bis zum Hals, aber es war nicht Angst, was er verspürte. Es war die süße Erkenntnis darüber, dass Sue in ihm wirklich nicht nur eine Affäre sah. Sondern mehr. Sehr viel mehr.
»Was würdest du dann davon halten, wenn ich einfach ihn heirate? Es würde keinen Ausfall der Publicity geben, du könntest es so drehen, dass Ben ein mieser Betrüger und Danny mutig für ihn eingesprungen ist. Keine Einbußen, sondern nur ein Vater, der um das Wohl seiner Tochter besorgt ist, die todunglücklich über den Betrug ihres Verlobten war. Und du hast ihr den perfekten Ersatz geliefert. Was denkst du?«
»Dass ich bei deiner Erziehung alles richtig gemacht habe«, antwortete der Senator seiner Tochter und zog sie in seine Arme.

ENDE

Valentinsspecial 2017 – 6

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20 Autorinnen haben sich zusammengetan und für euch witzige, romantische und heiße Kurzgeschichten geschrieben!

Jeden Tag gibt es drei von ihnen für euch auf Facebook oder hier auf meiner Seite!

Hier ist meine Geschichte für euch:

Es ist doch verrückt.

Nur, weil irgendwelche Menschen festgelegt haben, dass am

  1. Februar der Tag der Liebenden ist, soll sich jetzt die

ganze Welt danach richten und jede Frau muss sich freuen,

wenn sie mit Schokolade, Blumen und anderen Geschenken

überhäuft wird. Denkt denn einer von diesen Leuten daran,

dass es vielleicht weibliche Wesen auf dieser Welt gibt, die

das gar nicht wollen? So wie ich zum Beispiel.

Es ist jedes Jahr dasselbe. Ich ereifere mich darüber,

dass wir diesem Konsumwahnsinn folgen und werde schief

angesehen. Wieso ich mich nicht einfach freuen könnte? Die

Blumen gefallen mir nicht? Wieso sage ich denn gar nichts zu

den Pralinen? Zum Parfüm? Seit ich ein Teenager war, schlage

ich mich mit diesen Diskussionen rum. Wie viele Männer ich

schon vor den Kopf gestoßen habe damit? Ich habe aufgehört

zu zählen.

Dabei halte ich mich selbst für eine romantische Person,

nur eben nicht speziell an diesem einen Tag im Jahr. Der

übrigens heute ist.

„Bitte Paula, wenn du heute ein Geschenk von Gabriel

bekommen solltest, freu dich einfach. Kannst du das?“ Die

Augen rollend halte ich kurz das Telefon von mir weg, denn

sicher lässt Tina noch mehr solche Sprüche ab. Meine beste

Freundin meint es nur gut, sie hat einige Männer scheitern

sehen an diesem speziellen Tag und mag Gabriel.

So wie ich.

Wobei mögen wirklich untertrieben ist. Gabriel ist seit

Langem ein Mann, der mich wirklich fasziniert und von dem

ich hoffe, dass er eben kein großes Ding aus diesem Tag

macht.

„Ich werde mir Mühe geben, so zu tun, als würde mir sein

Geschenk gefallen“, halte ich dagegen, unterdrücke ein

Seufzen, als ich sie tief durchatmen höre. Just in dem

Moment, in dem sie zu einer weiteren Ermahnung ansetzen

möchte, höre ich den Schlüssel in der Tür und muss

augenblicklich lächeln. Ja, Gabriel ist ein besonderer Mann,

ansonsten wäre ich nicht nach einem halben Jahr mit ihm

zusammengezogen und hätte so ziemlich all meine Prinzipien

über den Haufen geworfen.

„Er kommt gerade. Bye Süße“, verabschiede ich mich

schnell, stehe auf und positioniere mich auf der Lehne der

Couch. Nur in einen dünnen Seidenmantel gehüllt erwarte ich

meinen Freund. Hoffentlich ohne den obligatorischen Strauß

Rosen. Allein bei dem Duft wird mir übel. Innerlich wappne

ich mich dafür, ihm etwas vorzuspielen, doch er braucht viel

zu lange dort draußen.

„Baby?“, rufe ich ihm entgegen, halte aber die unbequeme

Position und streiche mir eine verirrte blonde Strähne

wieder hinter das Ohr. Gabriel mag es, wenn ich die Haare

offen trage, das kommt durch den Job einfach zu selten vor.

„Gleich“, erhalte ich als Antwort, die mich aber ganz und

gar nicht zufrieden stellt. Noch weitere fünf Minuten warte

ich darauf, dass mein Freund das Wohnzimmer betritt, mich

erblickt und dabei vergisst, dass er mir irgendein sinnloses

Geschenk machen wollte. Guter Plan, oder?

„Bist du bereit?“, fragt er mich endlich, woraufhin ich

viel zu aufgeregt Ja antworte. Mist.

Ich rechne wirklich mit allem, aber sicher nicht mit

diesem Auftritt. Denn als Gabriel das Zimmer betritt, sind

seine Hände leer und sein fantastischer Körper nackt. Ich

weite die Augen, als ich ihn vollständig sehen kann. In

seiner vollen Pracht und die ist unbeschreiblich heiß, steht

er vor mir, keine Blumen, keine kleine Schachtel, in den

Händen und grinst mich verschmitzt an.

„Na, gefällt dir dein Geschenk?“, will er wissen und erst

jetzt fällt mir die große rote Schleife an seinem Hals auf.

Mit seinem Zwinkern gepaart, bringt mich diese Aktion sofort

zum Lachen, ich muss mich vorn über beugen, weil das einfach

er ist. Der beste Mann, den ich je kennengelernt habe und

den ich nicht mehr gehen lassen werde.

Als ich mich wieder beruhigt habe, erhebe ich mich

richtig, öffne mit leichtem Zug das Band des Bademantels und

lasse ihn über meine Schultern rutschen. Das Gabriel hart

schlucken muss bei meinem Anblick, gefällt mir

außerordentlich gut. Denn obwohl wir schon mehrere Monate

zusammen sind, hier wohnen und ständig Sex haben, kann ich

von ihm nicht genug haben. Davon, wie er mich ansieht, mich

berührt und mir sagt und vor allem zeigt, wie glücklich er

ist, mich an seiner Seite zu haben.

„Komm her“, bittet er mich sanft, streckt einen Arm nach

mir aus und nur zu gern komme ich diesem Wunsch entgegen.

Mein Herz schlägt ganz aufgeregt, als ich vor ihm stehe,

meine Hand in seiner und ich seinen unvergleichbaren Duft

einatme. Schon von Anfang an hat mich dieser Mann

beeindruckt. Die dunklen Haare, die hellen Augen, der

Dreitagebart, der so herrlich zwischen meinen Beinen kratzt,

wenn er mich verwöhnt. Allein der Gedanke daran, lässt mich

schaudern.

„Du bist wunderschön“, raunt er verheißungsvoll, seine

Stimme klingt wie ein Reibeisen, die heiße Blitze in meinen

Unterleib schießt. Oh Gott, ich will ihn. So sehr, wie noch

keinen anderen Mann zuvor.

„Du bist aber auch nicht zu verachten“, hauche ich,

ernsthaft, ich hauche es, als er meine Hand zu seinen vollen

Lippen führt und jeden Knöchel einzeln küsst. Mir wird

unglaublich warm, ich kann bereits das Prickeln zwischen

meinen Beinen spüren, als er meine Hand umdreht und seine

Küsse auf meinem Handgelenk weiterführt. Ich bin ernsthaft

versucht zu seufzen, zu stöhnen, irgendetwas, um dem

Verlangen tief in mir Raum zu geben. Aber das wäre

übertrieben, oder nicht? Er tut doch gar nichts und trotzdem

ist mein Körper in Aufruhr. Diese Wirkung hat er schon von

Anfang an auf mich, ich war komplett unfähig diesem Mann zu

widerstehen. Dabei habe ich gar nicht gesucht, als wir uns

kennenlernten. Gerade erst hatte ich den letzten Loser

abgeschossen und wollte einfach nur frei sein. Was daraus

geworden ist, sehe ich ja jetzt, als Gabriel weiterhin

kleine Küsse auf meinen Unterarm tupft, mir dabei tief in

die Augen sieht und sein Blick die reine Versuchung ist.

„Ich hoffe, das ist ein Valentinstagsgeschenk nach deinem

Geschmack“, hat er noch die Unverfrorenheit mich

aufzuziehen. Ohne weiter darüber nachzudenken, aber breit

grinsend, lege ich ihm eine Hand in den Nacken und küsse

ihn. Endlich kann ich ihn schmecken, seine Lippen auf meinen

spüren und ihm zeigen, wie sehr mir dieses Geschenk gefällt.

„Es ist perfekt“, raune ich gegen seinen Mund, bevor

seine Zunge in meinen eintaucht, mich zu der seinen macht

und mich vergessen lässt, dass es Idioten auf dieser Welt

gibt, die keine Ahnung davon haben, eine Frau glücklich zu

machen.

 

Valentinsspecial 2017 – 6 weiterlesen

Valentinsspecial 2017 – 5

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20 Autorinnen haben sich zusammengetan und für euch witzige, romantische und heiße Kurzgeschichten geschrieben!

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Und es geht weiter mit Emily Fox – Love in New York – Joshua & Ava:

Joshua

Ich hasse diese verdammten Rosenverkäufer.

»Du wolle Rose kaufen?« Überall in hier in New York laufen sie herum und lächeln einen scheinheilig an. Als wollen sie Amor spielen und man müsse dafür nur die bescheuerten Blumen kaufen.

In zwei Tagen ist Valentinstag und irgendwie bin ich der Einzige, der nicht dem ganzen Konsumquatsch folgt. Jede Frau hat Herzen in den Augen und erwartet von ihrem Mann eine Überraschung. Ich könnte kotzen!

»Ich bin zu Hause …«, rufe ich, als ich unser Penthaus betrete. Alexander kommt auf mich zu gelaufen.

»Daddy, Daddy«, quietscht er und breitet die Arme aus. Ich nehme ihn hoch und wirbel ihn herum.

»Na, mein Großer. Alles klar?«

Er nickt und möchte schon wieder herunter von meinem Arm. Ava steht in der Küche und lächelt mich an, als ich hineinkomme.

»Hey …«, begrüße ich sie und gebe ihr einen Kuss auf die Stirn.

»Und … hast du schon eine Überraschung für mich?«, fragt sie neugierig und ich verdrehe die Augen.

»Babe, ich zeige dir jeden Tag, dass ich dich liebe, da brauche ich keinen kommerziellen Tag«, seufze ich und Ava zieht eine Schnute.

»Ich kaufe dir gerne ein paar Pralinen oder so. Einen Antrag brauchst du nicht erwarten, denn die Hochzeit haben wir schon hinter uns«, sage ich weiter und Ava entgleisen die Gesichtszüge immer mehr.

»Warum habe ich nur so einen unromantischen Kerl geheiratet?« Sie wirft den Kochlöffel auf die Arbeitsplatte und geht aus der Küche. Nachdem ich kontrolliert habe, dass der Herd aus ist, gehe ich hinterher und finde sie mit Alexander spielend im Zimmer.

»Ignorierst du mich jetzt?« Ich verschränke die Arme vor der Brust und lehne mich an den Türrahmen.

»Nein, aber ich hätte von dir schon etwas mehr erwartet. Vielleicht ein Candle-Light-Dinner oder so«, antwortend sie schmollend und ich kann mir ein Lachen nicht verkneifen. Wie gut, dass ich weibliche Hilfe hatte bei der Planung des Valentinstages. Meine Sekretärin und beste Freundin hat mir geholfen. Übermorgen werde ich wissen, ob es sich gelohnt hat.

Ava

 

Der Morgen am Valentinstag geht ja schon einmal gut los. Joshua hat mir ein »Ich Liebe Dich« zu gehaucht und ist dann auf die Arbeit gegangen. Meine Valentinsfreude hat sich damit schlagartig in Valentinsfrust gewandelt.

»Komm mein Schatz, wir gehen in den Kindergarten«, sage ich lächelnd zu Alexander, meinem Sonnenschein, und wir gehen Hand in Hand den kurzen Weg zur Kindertagesstätte.

»Mummy … Warum bist du so nervös?«, fragt er mich plötzlich, als wir fast da sind. Wie erkläre ich einem Dreijährigen, dass heute der Tag der Liebe ist. Er besitzt zwar eine bedingungslose Liebe zu seinem Daddy und zu seiner Mummy, aber mit den großen Gefühlen kann er doch noch gar nichts anfangen.

»Ach mein Schatz, ich hoffe, dass dein Daddy heute eine Überraschung für mich hat«, antworte ich dem Dreikäsehoch und gebe ihm einen Kuss zum Abschied.

»Überraschungen sind toll. Ich liebe sie«, ruft er mit hinterher und ich winke ihm lächelnd zum Abschied. Kinder sind so herrlich naiv. Ich hoffe wirklich, dass Alexander sich das lang behält und niemals enttäuscht wird.

Ich fahre den kurzen Weg zur Arbeit mit der Metro. Joshua meinte damals, ich müsse nicht arbeiten, aber ich kann nicht den ganzen Tag zu Hause sitzen und nichts tun. Also arbeite ich in einer Anwaltskanzlei halbtags. Mein deutsches Jurastudium haben sie hier in New York mit Kusshand anerkannt. Da gab es, Gott sei Dank, keine Probleme.

Als ich den Bürokomplex betrete, steht plötzlich Joshua vor mir. Verwirrt schaue ich ihn an.

»Was machst du denn hier?«, frage ich und er nimmt mich an die Hand. »Ich muss arbeiten«, möchte ich erwidern, aber Joshua schüttelt den Kopf.

»Nein, du musst heute nicht arbeiten. Und ich übrigens auch nicht«, grinst er schelmisch und erst jetzt sehe ich seinen roten Sportflitzer vor der Tür stehen. Warum ist mir das nicht vorher schon aufgefallen?

Joshua öffnet mir die Beifahrertür und grinst noch immer vor sich hin.

»Wo geht es denn hin?«, frage ich und schnalle mich an. Er startet den Wagen und fädelt sich in den New Yorker Verkehr ein.

»Das mein Schatz ist eine Überraschung.«

Mehr erfahre ich nicht und so bestaune ich die vorbeirauschende Stadt. Joshua hält erst wieder, als wir kurz vorm Manhattan Beach sind, und steigt aus. Verwundert schaue ich ihm hinterher und, er kommt um das Auto herum und öffnet mir die Tür.

»Ich verbinde dir jetzt die Augen Babe«, raunt er mir ins Ohr und ich bekomme eine Gänsehaut. Ich liebe Überraschungen.

Vorsichtig legt er mir einen Schal über die Augen und verknotet ihn hinter meinem Kopf.

»Warte kurz hier«, sagt er und ich höre kurze Zeit später den Kofferraum. Er macht ihn zu und kurze Zeit später spüre ich seine Hand wieder in meiner.

Langsam gehen wir ein Stück, als ich den Sand unter mir spüre.

»Du möchtest jetzt aber nicht mit mir Sonnenbaden am Strand, oder?« Ich bin etwas perplex, was Joshua im Februar mit mir am Strand möchte. Warm ist es nicht gerade. Er legt seinen Arm um mich und ich spüre das Vibrieren durch seinen Körper gehen, als er zu Lachen anfängt.

»Du bist wirklich der Meinung, dass ich der unromantischste Mann der Welt bin, oder? Bleib kurz hier stehen«, sagt er und ich muss Grinsen.

»Du hast immerhin die Chance, mich vom Gegenteil zu überzeugen«, antworte ich und stecke meine Hände in die Jackentasche. Plötzlich steht Joshua wieder hinter mir und umarmt mich.

»Bist du bereit?«

Ich nicke und bin wirklich gespannt.

Joshua öffnet den Schal und ich öffne blinzelnd meine Augen.

»Happy Vatlentinsday Babe. Ich liebe dich …«, haucht er und ich erkenne, was er vorbereitet hat.

Vor uns liegt eine große Decke, bestreut mit Rosenblättern. Schokolade und Sekt stehen auch bereit und drehe mich zu ihm um.

»Du bist wahnsinnig. Ich liebe dich auch«, sage ich berührt und unsere Lippen treffen sich zu einem Kuss.

»Alexander wird nachher aus der Kindertagesstätte von Miranda abgeholt. Ich dachte mir, wir können die Zweisamkeit mal genießen«, sagt er grinsend und ich schmiege mich an Joshua. Im Moment fühle ich mich wieder wie frisch verliebt. In meinem Bauch schwirren überall kleine, zarte Schmetterlinge herum. Verdammt, ich liebe diesen Mann mehr als mein Leben!

Valentinsspecial 2017 – 5 weiterlesen

Valentinsspecial 2017 – 4

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20 Autorinnen haben sich zusammengetan und für euch witzige, romantische und heiße Kurzgeschichten geschrieben!

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Und es geht weiter mit Ruby M. Nicholson – Valentinstag:

Erneut blickte ich auf die Szene, die sich vor mir abspielte. Meine Augen weiteten sich und ich wich unbewusst einen Schritt zurück.

Es war Sonntag und das Büro eigentlich geschlossen. Ich war nur dort, weil ich mein Handy liegen gelassen hatte.

Auf dem Weg zu meinem Schreibtisch erregten Geräusche meine Aufmerksamkeit. Zuerst dachte ich, ich hätte mich verhört, aber es war eindeutig.

Stöhnen. Es kam aus dem hinteren Teil des Großraumbüros. Meine Neugier lenkte mich, die Geräusche wurden lauter.

Das Bild was sich mir bot, ließ mich zu Eis erstarren.

Mein Blick blieb an dem wohlgeformten Männerhintern hängen, der sich in stetigen Rhythmus bewegte. Auf dem Schreibtisch lag eine wunderschöne Blondine. Ihre langen Beine, hatten sich um seine Hüften geschwungen.

Noah.

Ich sollte verschwinden, bevor die beiden mich entdeckten, aber ich konnte mich keinen Zentimeter bewegen. Es ging mich nichts an, was er tat. Trotzdem wäre ich am liebsten zu seinem Schreibtisch gestürmt und hätte ihn von ihr weggezerrt.

Verdammt. Es tat weh. Und das, obwohl nie etwas zwischen uns gewesen war, außer den Flirtereien während der Arbeitszeit. Ich arbeitete erst seit zwei Wochen hier und vom ersten Tag an, war da diese Spannung zwischen uns.

Wir verstanden uns gut, flirteten, mehr nicht. Und genau deswegen, ging es mich absolut nichts an.

Trotzdem war da dieser blöde Stich in meinem Herzen. Es war dumm, aber ich hatte mir mehr erhofft. Noah war all das was ich von einem Mann wollte. Gut aussehend, klug, witzig, charmant, ich könnte diese Liste ewig fortsetzen. Von dem Sixpack unter seinem Hemd mal abgesehen, dass ich heute das erste Mal betrachten konnte.

Ihr Gestöhne wurde lauter, es zerrte an meinen Nerven, aber ich stand immer noch stocksteif da und starrte auf das Bild vor mir.

Erst als ich sah, wie er schneller in sie stieß und den Kopf in den Nacken warf, erwachte ich endlich. Ich hörte noch einen fast animalischen Laut, der mich begleitete, während ich aus dem Gebäude stürmte.

 

Montag morgen. Das alleine war schon Grund genug, sich wieder unter der Bettdecke zu verkriechen, aber an diesem Tag war es noch um ein vielfaches schlimmer. Das Bild von Noahs Rückenansicht und sein Stöhnen hatten sich in meinem Kopf eingebrannt und wollten einfach nicht verschwinden.

Weder meine Joggingrunde im Park, noch die kalte Dusche konnten daran etwas ändern. Ich hatte keine Ahnung wie ich ihm gegenübertreten sollte.

Zu allem übel lag heute eine Präsentation an, die wir gemeinsam vorbereiten sollten.

Ich saß bereits am Schreibtisch und arbeitete an dem Konzept, als ein Räuspern mich aus meinen Gedanken riss.

Ich wusste, dass er es war, bevor ich mich umdrehte. Ich spürte es, spürte ihn.

Das Bild von seinem nackten Hintern tauchte wieder auf und sorgte dafür, dass die Hitze durch mich hindurchschoß.

»Guten Morgen, schon so fleißig?«, wollte er gut gelaunt wissen. So als ob, nichts Besonderes wäre.

Aber eigentlich war es das, für ihn ja auch nicht. Für ihn war ich bloß die Kollegin, mit der er freundschaftlich flirtete, um sich die Zeit zu vertreiben. Das meine Fantasie, mehr darin gesehen hatte, war allein mein Problem.

Sein strahlendes Lächeln und der warme Ausdruck in seinen Augen bedeuteten absolut nichts.

»Ist alles in Ordnung mit dir?«, fragt er nach, nachdem ich es nicht geschafft hatte, ihm zu antworten. Mein Sprachzentrum, wollte mir gerade nicht gehorchen, aber wenn ich nicht wie der letzte Idiot dastehen wollte, musste ich das dringend ändern.

»Schlecht geschlafen«, bemerkte ich kurz angebunden. Mein dummes Herz klopfte viel zu laut in meiner Brust und als er sich einen Stuhl zu mir zog, hatte ich Bedenken, ob ich diesen Tag wirklich überstehen würde.

Es geht dich nichts an, was er macht, schalt ich mich in Gedanken, aber es änderte nichts daran, dass es nicht das war, was ich mir gewünscht hatte.

Er saß so dicht neben mir, dass ich seinen heißen Atem auf mir spüren konnte und ich nichts dagegen tun konnte, dass eine Gänsehaut sich über meinen Körper legte. Seine Hand berührte mich immer wieder zufällig und ich wünschte ich hätte was langärmliges an, damit er meine Reaktion nicht sah.

Ich drehte mich zu ihm, wollte irgendwas sagen, um Abstand zwischen uns zu bringen, aber ein Blick auf seine sinnlichen Lippen, ließ die Worte in meinem Mund erstarren.

Resignierend wand ich mich wieder den Papieren auf meinem Schreibtisch zu. Definitiv besser als ihn so anzustarren.

Eine Weile schafften wir es zu arbeiten, aber die Tatsache, dass er einfach so tat, als wäre nichts und mit mir flirtete, raubte mir den letzten Nerv. Ich war kühl und distanziert, aber er bemerkt es entweder nicht oder wollte es nicht bemerken.

Ich versuchte jeglichen Flirtversuch im Keim zu ersticken, aber er wurde nur noch forscher.

Ungeduldig blickte ich alle paar Minuten auf die Uhr. Seine Nähe vernebelte meine Sinne, ich musste hier raus und wartete ungeduldig auf die Mittagspause.

Als es endlich ein Uhr war, wollte ich schon aufspringen, um zu flüchten, aber dann sah ich sie.

Sie kam direkt auf uns zu, schenkte Noah ein bezauberndes Lächeln, das meiner Ansicht nach nur gespielt sein konnte, und drückte ihm einen Kuss auf die Wange.

Ein keuscher Kuss auf die Wange, nachdem ich gestern beobachten konnte, wie er sie auf seinem Schreibtisch genommen hatte. Bitte, ging es noch heuchlerischer.

»Ich gehe jetzt zu Tisch«, informierte er mich und ich nickte mechanisch. Mistkerl, vor fünf Minuten hatte er mir noch zugeflüstert, wie hübsch ich heute wäre.

Ich hätte ihm am liebsten den Hals umgedreht, aber ich riss mich zusammen, da wir nicht allein waren in diesem Büro und sich zumindest die männlich Kollegen bereits die Köpfe verbogen, um sie zu sehen.

Das zeigte mir nur allzu deutlich, warum SIE gestern auf diesem Schreibtisch lag. Sie war groß, schlank und sah aus, als wäre sie der Vogue entsprungen. ich hingegen, war  … keine Ahnung, irgendwie normal.

Fad, trist, schoss es mir durch den Kopf. Okay vielleicht ein bisschen, aber ich mochte es nunmal lieber etwas bequemer und Schminke mochte ich auch nicht besonders. Das Schönste an mir waren definitiv meine langen Haaren, aber hier im Büro trug ich für gewöhnlich einen Zopf.

 

Meine Wut war fast verraucht, denn mein Verhalten war absurd. Es ging mich schließlich nichts an was er tat. Aber als er wieder auftauchte und sofort wieder anfing mit mir zu flirten, war sie sofort wieder da. Was bildete dieser Mistkerl sich eigentlich.

»Die Präsentation ist toll geworden. Wir sollten nachher darauf anstoßen.«

»Ich hab schon was vor«, ließ ich ihn abblitzen. Wie dreist war der Kerl eigentlich. Anscheinend hatte ich ihn bis jetzt falsch eingeschätzt. Die gespielte Enttäuschung konnte er sich ebenfalls sparen.

Pünktlich um vier Uhr fuhr ich meinen Computer runter und griff nach meiner Tasche.

»Gehst du schon?«

Es war ungewöhnlich, dass ich so früh ging, aber ich ertrug seine Nähe nicht eine Sekunde länger.

Die zufälligen Berührungen, sein Atem auf meiner Haut, wenn er sich zu mir beugte und als Krönung das Bild seines nackten Hinterns, dass ich einfach nicht mehr loswurde.

 

Am nächsten Morgen saß er bereits im Büro, als ich ankam. Zu meiner Verwunderung allerdings nicht an seinem Schreibtisch, sondern auf meinem Stuhl.

»Ich glaube, wir sollten reden.«

„Ist etwas mit der Präsentation?«, erkundigte ich mich fast panisch. Ich hatte die letzten Tage in die Vorbereitung gesteckt und immerhin war es meine Chance mich hier zu beweisen.

»Nein, es hat nichts mit der Arbeit zu tun.«

Oh.

»Da gibt es nichts zu bereden«, erwidere ich unfreundlicher als beabsichtigt. Er wusste schließlich nicht, was ich gesehen hatte und war mir außerdem keine Rechenschaft schuldig.

»Glaube ich dir nicht. Du warst gestern morgen schon so komisch, aber nachdem Melissa mich gestern mittag abgeholt hat, warst du praktisch ein Eisblock. Du hast keine zehn Wörter mit mir geredet, die nicht die Arbeit betreffen.«

»Vielleicht, wollte ich einfach die Fronten klären. Es geht mich nichts an was du tust, aber ich bin mir zu schade, um als netter Zeitvertreib im Büro zu dienen. Deine Freundin hat da anscheinend ganz andere Qualitäten, aber das weißt du ja besser als ich.«

Er stöhnte – genervt, dachte ich im ersten Moment, aber dann sah ich wie sich sein Mund zu einem Lächeln verzog. Er glaubte doch nicht wirklich, ich würde wegen seinem treuen Hundeblick und dem Zahnpastalächeln schwach werden. Er kam einen Schritt auf mich zu und ich wich zurück.

Noch einen.

Und noch einen, bis ich plötzlich einen Schreibtisch hinter mir spürte. Er legte seine Hände rechts und links von mir auf dem Schreibtisch und keilte mich so ein. Jeden Moment würden die ersten Kollegen eintreffen und das ich bereits halb auf eben besagten Schreibtisch saß, dass ich nicht wollte.

»Meine Freundin?«, fragte er amüsiert. Ein kehliges Glucksen entfuhr ihm und am liebsten würde ich ihn erwürgen, nur damit er aufhörte sich auch noch über mich lustig zu machen. Was zum Teufel sollte das?

»Ja du weißt schon Miss Perfect aus der Vogue, die Frau die du vorgestern auf deinem Schreibtisch gevöge …«

»Stör ich euch Turteltauben«, ertönte eine mir unbekannte, anscheinend ziemlich belustigte Stimme. Am liebsten wäre ich im Erdboden versunken, trotzdem versuchte ich mich umzudrehen, aber Mason hatte mein Kinn ergriffen und hielt mich so, dass ich nur ihn sehen konnte. Seine dunkeln Augen, die mir in die Seele zu blicken schienen, funkelten und sorgten dafür, dass mein Atem schneller wurde.

»Verschwinde von hier«, rief er dem Unbekannten zu, ohne mich aus den Augen zu lassen oder den Druck zu verringern.

Ich hörte ein lautes Lachen und Schritte, die sich entfernten.

 

»Was soll das denn«, fuhr ich ihn ungehalten an und wollte mich losmachen, aber sein Mund verschloss plötzlich meinen und erstickte jedes Wort im Keim.

»Du bist eifersüchtig«, stellte er flüsternd fest. Seine raue Stimme fuhr mir direkt zwischen die Beine und ich verfluchte meine Libido.

»Ich …« Erneut pressten sich seine Lippen auf meine.

»Sag nichts. Lass uns das einfach auf morgen verschieben.«

Morgen? Morgen war der vierzehnte Februar, Valentinstag. Kein guter Tag um sich das Herz brechen zu lassen. Ich schüttelte den Kopf, den ich wusste, ich würde ihm nicht Wiederstehen können, dass zeigte allein schon mein verräterischer Körper, der gerade ein Eigenleben entwickelte und sich ihm entgegenschob.

»Die Kollegen kommen gleich und wenn du nicht willst, dass sie uns genauso vorfinden und ihre eigenen Schlüsse ziehen, sagst du ja.«

Im nächsten Moment spürte ich seine Zunge an meinem Hals und mein ja war mehr Stöhnen, als eine Antwort. Verdammt.

 

Irgendwie überstand ich den Rest des Tages und den nächsten Vormittag ohne irgendwelche Katastrophen oder Herzinfarkte. ich war total neben der Spur und konnte keinen klaren Gedanken fassen. Ich wollte nicht zu diesem dummen Rendezvous, aber meine Neugier siegte mal wieder. Wenigstens gucken was er mir zu sagen hatte, konnte ich schließlich. Ich war zu nichts weiter verpflichtet.

Wir trafen uns in der Lounge Bar und ich ging mit zitternden Knien, den langen Gang entlang. Romantische Musik klang aus den Boxen und für meine Stimmung gab es deutlich zu viele Herzen und Rosen, aber es war Valentinstag, also was hatte ich erwartet.

Ich sah Noah bereits von weitem und ging auf ihn zu. Was ich leider nicht sah, war SIE.

War er verrückt geworden? Ich wollte mich wieder umdrehen, aber er war schon bei mir, packte meinen Arm und wirbelte mich rum, sodass ich direkt vor ihm stand.

»Lass mich los«, keifte ich ihn an, während ich versuchte mich zu befreien, aber ich hatte keine Chance gehen ihn.

Er packte mich, platzierte mich auf einem Barhocker und legte seine Hände rechts und links von mir auf die Theke, sodass ich ihm nicht entkommen kann. Schien irgendwie zur Gewohnheit zu werden.

Gerade wollte ich ihn zum Teufel schicken, als ich hinter ihm jemanden sah, der auf diese Melissa zuging und sie an sich zog. Sie schmiegt sich an ihn und küsste ihn. Leidenschaftlich.

Mir stockte der Atem und ich konnte nicht glauben, was hier gerade passierte. Noah und sie, der Schreibtisch. Ich spulte die Bilder in meinem Kopf erneut ab, aber es war eindeutig Noah gewesen, ich hatte mich nicht getäuscht.

Noahs Blick folgte meinem. »Mark komm doch mal her. Ich möchte dir jemand vorstellen.«

Dieser Mark drehte sich um und ich erstarrte. Oh mein Gott.

Das war unmöglich. Ich wünschte ich würde im Erdboden verschwinden. Er lachte, genauso wie Noah und Melissa, die sich eng an Mark schmiegte.

»Mara, das ist Mark, mein Zwillingsbruder. Mark, das ist Mara, meine eifersüchtige Freundin.«

Moment, hatte er gerade wirklich Freundin gesagt? «Du musst den Mund zumachen und seine Hand ergreifen«, flüsterte mir Noah belustigt zu und ich tat es automatisch.

Einen Augenblick später waren wir bereits wieder allein und ich war mehr als froh darüber. Wie peinlich war das den bitte gewesen? Aber als ich in Noahs grinsendes Gesicht blickte, musste ich selber lachen. »Sag einfach nichts.«

»Warum? Ich mag es, dass du eifersüchtig bist.«

»Bin ich gar nicht.«

Sein Gesicht kam meinem noch näher. Ich spürte seinen Atem auf meiner erhitzten Haut. Natürlich war ich es.

»Du meinst also, dass du ihr am liebsten die Augen ausgekratzt und mich kastriert hättest, war keine Eifersucht?« Ich lehnte mich an ihn und versuchte mich zu verstecken. Anscheinend konnte ich meine Gefühle nicht wirklich gut verstecken.

»Ich für meinen Teil, wäre zumindest sehr eifersüchtig wenn ich denken würde du hättest jemand anderen. Wenn ich zusehen müsste, wie er dich berührt oder das hier tut.«

Vorsichtig fuhr er mit seinen Fingern über meine Lippen, über meinen Hals, legte seine Hand in meinen Nacken und zog mich an sich. Als unsere Lippen sich berührten, hatte ich das Gefühl zu versinken. Meine Hände schlangen sich um seinen Hals und ich wünschte dieser Kuss würde niemals enden.

»Happy Valentinstag«, hauchte er leise in mein Ohr. Sein Atem kitzelte auf meiner Haut und verursachte mir eine wohlige Gänsehaut. Mein Puls raste, als ich ihn zu mir zog.

»Ich glaube ich hab was im Büro vergessen«, flüsterte ich heiser. »Auf deinem Schreibtisch. Wir sollten es suchen gehen.«

Valentinsspecial 2017 – 4 weiterlesen

Valentinsspecial 2017 – 3

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20 Autorinnen haben sich zusammengetan und für euch witzige, romantische und heiße Kurzgeschichten geschrieben!

Jeden Tag gibt es drei von ihnen für euch auf Facebook oder hier auf meiner Seite!

Die Dritte im Bunde ist Jessica Raven – Kiss me, Please!

Hm, was läuft denn heute Interessantes im Kino?

Ich blicke zu dem kleinen Bildschirm hoch, der die Kinovorschau samt Vorstellungszeiten anzeigt. Es ist zwar nicht so, dass ich bei den angebotenen Filmen Frust schiebe, doch am Valentinstag muss ich nicht unbedingt in eine Schnulze gehen. Noch dazu ohne Date. Das tue ich mir nicht an, denn das Mädchen in mir ist dann doch etwas eifersüchtig auf die anderen Paare. Genau aus diesem Grund sehe ich mich nach einem Actionfilm um. Ich glaube, der neue Triple X mit Vin Diesel ist genau das Richtige für mich. Gute Action und ein heißer Kerl zum Anschmachten. Ein Glück für mich, dass niemand an der Kinokasse ansteht, denn somit komme ich gleich dran.

„Eine Karte für Triple X, bitte“, sage ich und lächle den älteren Herrn an der Kasse freundlich an.

„Alleine?“, kommt es prompt von ihm.

Warum fragt der so doof? Hat er mir nicht zugehört? Alleine zu sein, ist doch nicht schlimm, denke ich, denn schließlich sagte ich bereits, dass ich nur eine Karte brauche.

„Ja“, antworte ich mit zusammengebissenen Zähnen.

„Okay. VIP-Sitzplatz oder normal?“ Da brauche ich nicht lange zu überlegen.

„VIP“, entgegne ich schnell. Am Valentinstag gönne ich mir den Luxus und zahle gerne ein paar Euro mehr für den Film. Der Kassierer reicht mir die Kinokarte und wünscht mir einen schönen Abend. Ich kann an seinem Blick erkennen, dass er Mitleid mit mir hat, da ich alleine hier bin. An diesem Tag. Als ob es ein Verbrechen wäre. Was kann ich denn dafür, dass ich schon das dritte Mal in Folge an einem Valentinstag Single bin? Nichts, genau. Ich mache das Beste aus diesem Tag und gönne mir was.

 

Bevor ich hoch zum Kinosaal gehe, möchte ich mir noch Popcorn holen. Deswegen stelle ich mich an der Snackbar an und bin abermals verwundert, dass auch hier keine Leute sind. Von den Bediensteten mal abgesehen.

„Wow, bei euch ist ja heute wenig los“, beginne ich das Gespräch mit der Verkäuferin. Diese schenkt mir ein müdes Lächeln und lehnt sich mit der Hüfte am Tresen an. „Sind alle bereits im neuen Shades of Grey-Film. Alles Pärchen und so.“

Wie sie das sagt. Pärchen und so. Und was bin ich dann? Als ob ich kein normaler Mensch wäre, rast es in meinen Gedanken.

So langsam geht mir das Getue hier auf den Geist. Bin ich denn echt weniger wert als junge Frau, wenn ich diesen Abend alleine im Kino verbringe? Natürlich hätte ich auch Freunde fragen können, ob sie mir Gesellschaft leisten. Doch die meisten hatten bereits ein Date oder sind in einer Beziehung. Und das fünfte Rad am Wagen zu sein, darauf habe ich echt keine Lust.

„Eine kleine Tüte Popcorn, bitte. Und haben Sie auch eine Flasche Sekt?“, frage ich. Mit einer hochgezogenen Augenbraue hebt die Dame einen Piccolo hoch. „Ja, diese zweihundert Milliliter-Fläschchen haben wir.“

„Gut, dann zwei davon.“ Stumm gibt sie mir alles, kassiert ab und wünscht mir dann noch einen schönen Abend.

„Danke, den habe ich sicher. Denn nun kann ich mich bei einem guten Film und mit einem heißen Kerl sinnlos betrinken.“ Zum Gruß hebe ich noch eine Flasche an, nicke ihr kurz zu und gehe dann die Stufen zum Kinosaal hinauf.

 

So wie es aussieht, bin ich echt die Einzige, die heute in diesen Film geht. Auch schön, eine private Vorstellung.

Zufrieden mit mir und der Welt steuere ich die obere Reihe an, denn dort befinden sich die VIP-Plätze. Große rote Lederstühle, die man auch nach hinten kippen kann. So bequem. Fast wie zu Hause auf dem Sofa.

Das Popcorn stelle ich auf den leeren Sitz neben mir, einen Piccolo in den Becherhalter an der Armlehne. Die andere Flasche halte ich fest in der Hand und öffne sie. Da ich ganz alleine im Kinosaal bin, proste ich mir selbst zu und trinke einen großen Schluck.

„Ah …“, stöhne ich vor mich hin und lasse mich in meinem Stuhl zurückfallen. Die Beine strecke ich aus und warte, bis der Film startet. Ein Mitarbeiter kommt noch zur Tür rein und sieht sich kurz im Saal um.

„Nur ich hier!“, rufe ich ihm zu. „Kannst also schon einschalten.“

„Nein, bitte wartet noch einen Moment!“, höre ich eine tiefe und sehr männliche Stimme. Und dann tritt ein junger Mann an dem Mitarbeiter vorbei. Er reicht ihm noch schnell seine Kinokarte und geht anschließend die Stufen hoch. Ich beobachte ihn, kann aber nicht mehr so gut sehen, da das Licht bereits gedimmt wurde. Doch das, was ich noch erkennen kann, sieht sehr gut aus.

„Oh, du bist alleine hier?“, fragt er, als er eine Reihe vor mir stehen bleibt. Ich blicke mich im Saal um und nicke dann.

„Cool, ich auch. Darf ich mich zu dir setzen?“, fragt er ganz unverblümt. Kurz bin ich von dieser Frage überrumpelt, nicke aber stumm. Hat man mir verdammt noch mal die Stimmbänder entfernt oder was ist mit mir los?

Der Kerl mit der sexy Stimme kommt zu mir und hält mir die Hand hin.

„Hi, ich bin Daniel. Und du bist?“ Ich nehme seine Hand und schüttle sie, als ich ihm antworte: „Jana.“ Obwohl ich nur sitze und mich nicht anstrenge, klingt meine Stimme atemlos.

„Hübscher Name“, äußert Daniel und setzt sich in den Stuhl neben mich.

„Hey, Sie da! Sie haben nur einen normalen Platz bezahlt!“, ruft der Mitarbeiter verärgert zu uns rauf. Schneller, als Daniel antworten kann, steht er dann auch schon vor uns.

„Sie müssen auf einen der anderen Sitzplätze wechseln.“ Mit offenem Mund starre ich den Kerl an. Will der mich verarschen? Keine Sau außer Daniel und mir ist in diesem Film.

„Keinen Stress. Hier bitte, damit ist der Sitzplatz bezahlt.“ Daniel hält dem Mitarbeiter einfach einen Zehneuroschein vor die Nase. Dieser nimmt ihn grimmig an und verschwindet wieder aus unserer Reihe. Als er den Film endlich startet und aus dem Saal geht, beginnen Daniel und ich laut loszulachen.

 

„Oh mein Gott! Ich dachte echt, dass er dich noch rauswirft“, sage ich unter Lachtränen.

„Ja, mit dem ist nicht zu spaßen, wie es aussieht.“ Der Film beginnt und wir wenden uns der Leinwand zu. Leider kann ich mich nicht wirklich auf den Streifen konzentrieren, denn Daniel zieht meine komplette Aufmerksamkeit auf sich. Es dauert nicht lange und mein Blick schweift immer wieder zu ihm hinüber. Ich bin der Meinung, dass er es nicht mitbekommt, da seine Augen stur nach vorne gerichtet sind, deswegen sehe ich ihn immer länger an. Plötzlich dreht er jedoch seinen Kopf und blickt mich direkt an.

Wow, ist alles, was ich denken kann.

Das nenne ich einen magischen Moment.

Unsere Blicke verhaken sich ineinander und es ist, als ob der Film stehen bleiben würde. Als hätte jemand auf Pause geschaltet.

„Was macht so eine hübsche Lady wie du an einem Valentinstag alleine im Kino?“, fragt er mich einfach. „Valentinsfrust?“

Ich schüttle den Kopf. „Nein, einfach kein Date und das schon seit Jahren“, antworte ich ehrlich. Warum ich ihm das so genau sage, weiß ich selbst nicht. Mein Hirn setzt aus bei seinem durchdringenden Blick. Und mein Herz beginnt zu flattern. Mir wird plötzlich ganz heiß.

„Warum dann zwei Flaschen Sekt?“

„Wollte mich sinnlos betrinken.“ Ein tiefes Lachen erfüllt den Raum und meinem Körper schenkt es ein aufregendes Prickeln. Ein Schauder jagt durch mich hindurch und bringt mein Herz dazu, schneller zu schlagen. Ich muss kräftig schlucken, bevor ich überhaupt ein weiteres Wort sagen kann.

„Willst du mit mir eine Flasche trinken?“

„Eigentlich bin ich kein Sekttrinker, aber ich denke, dass ich bei dir eine Ausnahme machen kann.“ Grinsend, als hätte ich gerade im Lotto gewonnen, reiche ich ihm die zweite Flasche.

„Auf einen schönen Abend“, sage ich und halte meine geöffnete Flasche hoch. Daniel öffnet seine ebenfalls und stößt mit mir an.

Für einen kurzen Moment blicken wir uns noch an, dann jedoch widmen wir uns wieder dem Film. Vin Diesel ist so heiß anzusehen, ich weiß nicht, ob ich wegen ihm oder wegen Daniel zu schwitzen anfange. Unruhig sitze ich da und weiß nicht, wohin mit meinen Füßen und meinen Händen. Mal habe ich sie übereinandergeschlagen, dann wieder ausgestreckt. Doch nichts passt mir. Ich kann mich einfach nicht mehr auf den Film konzentrieren. Immer wieder wandert mein Blick zu Daniel. Als er sich schließlich über seine Lippen leckt, bekomme ich fast einen Anfall. Ich würde am liebsten auf ihn springen und seinen schönen Mund küssen. Normalerweise bin ich nicht so bei fremden Männern. Doch bei Daniel ist sofort ein Funke übergesprungen. Zumindest von meiner Seite aus. Doch die Seitenblicke, die auch er mir immer wieder zuwirft, wenn er denkt, ich würde ihn nicht mehr ansehen, sagen vieles. Die Spannung im Saal wirkt wie aufgeladen und nimmt mit jeder Minute noch ein Stückchen weiter zu. Wie sehr ich mir doch gerade wünsche, dass er mich am Hinterkopf packt und einfach hart seine Lippen auf meine presst. Vielleicht passiert es ja auch, wenn ich ganz fest daran glaube und meinen Wunsch immer wieder in Gedanken formuliere. Stumm formen meine Lippen diese Bitte mit. Wiederholen jedes Wort immer und immer wieder. Irgendwann muss ich jedoch so in mein Mantra vertieft sein, dass ich es wohl laut ausspreche.

Daniel dreht seinen Kopf in meine Richtung und sieht mich ungläubig an. Seinen Blick kann ich nicht deuten – wegen der Dunkelheit im Saal -, doch bin ich mir sicher, dass er meinen sehr gut sieht. Weit aufgerissene Augen und den Mund offen, so starre ich ihn an. Ein „Oh!“ kommt mir noch dazu über die Lippen. Ich möchte am liebsten im Erdboden versinken, außer er würde mir meinen Wunsch erfüllen.

„Ich soll dich also küssen?“, fragt Daniel mich direkt. Kurz überlege ich, ob ich ihn anlügen und ihm auftischen soll, dass ich das zu Vin auf der Leinwand gesagt habe, entscheide mich dann aber, den Stier bei den Hörnern zu packen und einfach ehrlich zu ihm zu sein.

„Ja“, hauche ich und warte nervös auf seine Reaktion. Es dauert für meine angespannten Nerven fast zu lange, bis er auf meine Antwort reagiert. „Warum sagst du das nicht gleich?“, erwidert er heiser und mit einem sexy Grinsen im Gesicht, beugt sich nach vorne und nimmt mein Gesicht in seine Hände. Das sind die letzten Worte, die ich bis zum Ende des Films von ihm höre. Unsere Münder treffen sich und der Kosmos verschiebt sich.

 

Happy Valentine’s Day!

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Valentinsspecial 2017 – 2

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20 Autorinnen haben sich zusammengetan und für euch witzige, romantische und heiße Kurzgeschichten geschrieben!

Jeden Tag gibt es drei von ihnen für euch auf Facebook oder hier auf meiner Seite!

Die 2. Geschichte kommt von Belle-Sophie Douleur – Dark Valentine:

Valentinsfrust – das beschrieb meine Situation im Moment am besten. Überall hingen Herzen in den Schaufenstern und kündigten den Tag der Zweisamkeit an.

Seufzend kickte ich einen kleinen Stein mit meinem Fuß beiseite, der auf meinem Weg lag.

Es frustrierte mich, dass ich seit Monaten in meiner Situation festhing. Sowohl beruflich als auch in meinem Liebesleben. Ich besaß ein Sexleben, darauf beschränkte es sich allerdings. Von Schmetterlingen in meinem Bauch und der großen Liebe war ich weit entfernt. Kurz dachte ich an meine kleine Schwester, deren Freund ihr letztes Jahr im Urlaub, direkt am Strand, einen Antrag gemacht hatte. In weniger als fünf Monaten stand ihre Hochzeit an und auf die Nachfrage, wen ich den mitbrachte, antwortete ich damit, dass ich alleine erscheinen würde.

Schwungvoll warf ich meine blonde Mähne nach hinten, die mir durch den kalten Wind immer wieder ins Gesicht geweht wurden. Wenn ich nicht bald meine negativen Gefühle in den Griff bekam, dann würde mein Herr verdammt böse sein und das wollte ich unbedingt vermeiden. Ich dachte an den Anruf, den ich kurz nach dem Aufstehen von ihm erhalten hatte. Ungewöhnlich, denn normalerweise rief er mich niemals außerhalb unserer Spielzeit an. Ohne viele Worte zu verlieren, zitierte er mich zu sich, mit der Bitte, in meinen schönsten High Heels und knappen Röckchen zu erscheinen.

An seinem Haus angekommen, atmete ich noch einmal tief ein, bevor ich klingelte. Wie jedes Mal nahm mich die Aufregung gefangen und sorgte dafür, dass jede Faser meines Körpers zu glühen begann. Die Tür wurde schwungvoll geöffnet, woraufhin ich brav den Kopf sinken ließ.

»Mel, Mel, Mel«, säuselte er sanft, »Wie ich sehe, trägst du das, was ich dir befohlen hatte. Das ist gut, denn ansonsten hättest du auf deine Überraschung verzichten müssen.« Seine Hand umfing mein Kinn und zwang mich, ihn anzusehen. Noch heute genoss ich diesen Moment, wenn ich zu ihm emporblicken durfte. Seine braunen Augen, mit den kleinen Karamellsprenkeln, faszinierten mich jedes Mal aufs Neue.

Geduldig stand ich auf der kleinen Treppe und wartete darauf, dass er mich hineinbat. Doch mein Herr senkte den Kopf und presste seinen Mund auf meine Lippen. Der Kuss war ungestüm, besitzergreifend und sehr erregend. Ich mochte es, wenn er mich auf diese Weise als seinen Besitz kennzeichnete.

»Ab ins Haus mit dir, mein kleines Miststück«, wies er mich scharf an, nachdem er den Kuss abrupt beendete. Wie gewohnt ging ich durch den langen Flur, direkt in das kleine Zimmer am Ende. Dort befand sich seine kleine Spieloase.

Im Türrahmen blieb ich verdutzt stehen und traute meinen Augen kaum. Die sonst schwarzen Vorhänge waren rot. Auf dem Tisch, der sonst in der Ecke stand und als Ablage diente, standen eine Sektflasche und eine Schachtel Pralinen. Was mich aber vollkommen umwarf, waren die vielen Rosenblätter, die auf dem Boden verteilt lagen.

»Offenbar gefällt es meinem Mädchen. Warum sonst sollte sie im Türrahmen stehen bleiben, anstatt sich auszuziehen und ihren Platz einzunehmen.« Erschrocken fuhr ich zusammen und stolperte geradewegs ins Zimmer. Ich vermied jeden Augenkontakt mit meinem Herrn, denn es war mir mehr als unangenehm. Er hatte sich solche Mühe gegeben und ich vergaß dabei meine gesamte Erziehung.

»Ich wusste gar nicht, wie anstrengend es ist, Amor zu spielen«, amüsierte er sich und trat an mich heran. Inmitten meiner Bewegung hielt ich inne.

»Der Rosenverkäufer an der Straßenecke hat mich ziemlich blöd angesehen, als ich seinen Stand leer gekauft habe«, fuhr er fort. Erst jetzt bemerkte ich, dass ich die Luft angehalten hatte.

»Hände hinter den Rücken«, wies er mich an und ich tat wie befohlen. Mein Herr ließ mich mitten im Raum zurück, um eine Schale holen, die auf einer Warmhalteplatte stand.

Neugierig versuchte ich einen Blick zu erhaschen, denn ich war mir unsicher, was nun folgen würde.

»Sekt, Rosenblätter und Schokolade gehören zum Valentinstag einfach dazu, findest du das nicht auch?« Ich schluckte, beeilte mich jedoch mit einer Antwort.

»Ja, Herr.« Mit der Schüssel in der Hand umrundete er meinen nackten Körper einige Male, bis er wieder direkt vor mir stand.

»Sieh mir in die Augen.« Brav gehorchte ich und harrte der Dinge, die nun folgen würden. Stöhnend registrierte ich die zähe Flüssigkeit, welche sich über meinen steifen Nippel legte. Im Gegensatz zu Wachs, der einmal kurz und heftig brannte, blieb dieses Gefühl einen Hauch länger, sodass ich auf etwas anderes schloss. Währenddessen die heiße Flüssigkeit auf meine Nippel geträufelt wurde, beobachtete mein Herr meine Reaktion eingehend.

»Mhm… mir gefällt der Anblick«, säuselte er leicht, stellte das Gefäß aus den Händen und packte energisch meine Hüften. Die Blicke ineinander verwoben, standen wir da. Lediglich mein heftiger Atem und das erregende Knistern waren zwischen uns wahrnehmbar. Ich mochte diese Momente, denn sie riefen den einmaligen Drang, mich ihm vollkommen zu unterwerfen, auf den Plan. Jegliches Denken, Fühlen und Handeln sollte von ihm geführt werden.

»Unser heutiges Spiel heißt: Candlelight Dinner und du wirst mein Menü sein.« Ein fast schon sadistisches Lächeln breitete sich auf seinem Gesicht aus und sorgte für einen erwartungsvollen Schauer.

Ruckartig wurde ich umgedreht, sodass ich mit dem Rücken zu meinem Herrn stand. Bestimmend fuhr seine Hand über diesen nach oben, bis sie zwischen meinen Schulterblättern stoppte, und mir mit Nachdruck signalisierte, mich nach vorn zu bücken. Durch die gefesselten Hände hinter meinem Körper war diese Position anstrengend, denn ich musste sehr viele Muskeln anspannen, damit ich nicht vornüber fiel.

Sanft glitt er mit den Fingerspitzen über das dargebotene Hinterteil. Sehnsüchtig erwartete ich den ersten Hieb seiner Handfläche auf meinem Arsch. Doch wenn mein Herr eines konnte, dann war es mein Kopfkino zu reizen. Zu wissen, dass ein Schlag bevorstand, jedoch nicht annähernd ahnen zu können, wann man ihn erhielt, konnte einen elektrisieren.

Stöhnend warf ich den Kopf in den Nacken, als mich der erste Hieb traf. Sofort folgte darauf der Zweite. Wärme breitete sich aus, gepaart mit einem leichten Kribbeln. Sie waren harmlos, bereiteten mich lediglich darauf vor, dass er sein Spiel begann. Drei und vier schnellten schon kurz danach auf meine bereits prickelnde Haut und lösten eine Welle an Empfindungen aus, die direkt zwischen meine Beine schoss. Unaufhaltsam sammelte sich der zähe Lustsaft an meinen Schenkeln. Die kleine Pause, die zwischen seinen Hieben entstand, nutzte er, um meine Nässe zu kontrollieren. Zufrieden hörte ich ihn schnaufen und lächelte. Die nächsten vier Schläge waren hart und erfolgten in einer schnellen Kombination abwechselnd auf meinen Backen. Keuchend schob ich ihm meinen Arsch weiter entgegen, denn ich hatte noch lange nicht genug und das wusste er ganz genau. In diesem Punkt war ich das geile Miststück, was er heraufbeschworen hatte. Selbst die dicksten Tränen, die ich in der einen oder anderen Session verloren hatte, änderten nichts daran, es bald wieder zu wollen.

Die Kraft, mit der er die nächsten Hiebe auf meinem Hinterteil verteilte, wuchsen an und die schnelle Abfolge darauf, trieb heiße Tränen in meine Augen.

Bei dreißig stoppte er abrupt, schlang meine Haare um sein Handgelenk und riss mich nach oben. Meine Kopfhaut schmerzte, doch das war mir egal, als seine Lippen meinen Mund berührten. Damit zeigte er mir seine uneingeschränkte Zuneigung, die Bestätigung, dass er stolz auf mich war. Ein kostbarer und wichtiger Moment, der mir alles gab, was ich danach brauchte. Genau diese Bekenntnisse hatten mich damals dazu bewogen, seine SUB zu werden. Er war anders als so mancher DOM, den ich kennengelernt hatte. Bei meinem Herrn stand ich im Vordergrund – meine Lust vor seiner, wie er immer wieder betonte. Wobei das nicht unbedingt richtig war, denn ich wusste genau, wie sehr ihn alleine dieses Spanking innerlich befriedigt hatte.

Zufrieden beendete er den Kuss und sah mich an. Zuerst fiel sein Augenmerk auf die nassen Wangen. Sanft wischte er meine kleinen Tränen fort, fixierte mich aber dennoch. Das eben war nur ein Vorgeschmack, ein Vorspiel, dem einiges folgen würde, das wusste ich. Beinahe zärtlich fuhren seine Finger weiter an meinem Körper entlang. Direkt an der Brustwarze stoppte er, überprüfte sein kleines Kunstwerk aus Schokolade und setzte seinen Weg ungehindert fort.

Seine Schläge hatten mich dermaßen erregt, dass mein Lustsaft bereits an den Schenkel entlangglitt. Mit zwei kleinen Klapsen, jeweils links und rechts, gab er mir zu verstehen, dass ich meine Beine weiter spreizen sollte, um den Zugang zur ermöglichen. Gehorsam kam ich diesem Befehl nach, sodass er einen uneingeschränkten Blick auf meine Pussy hatte.

»Du bist so schön nass, mein Mädchen«, knurrte er sichtlich erregt und versenkte zwei Finger in meiner Spalte. Mit festem Druck legten sie sich auf meinen Kitzler, begannen langsam darüber zu kreisen. Dabei lehnte er seinen Kopf an meinen, wodurch er mir gleichzeitig auch Halt gab.

Angestrengt atmend schob ich mein Becken seinen Fingern entgegen, genoss das Gefühl, welches diese langsame Bewegung auslöste. Heiß und pulsierend breiteten sich die Empfindungen in mir aus. Dass er mich dabei unverhohlen beobachtete, steigerte die Intensität um einiges mehr.

Mein Unterleib begann zu zucken, Muskeln krampften sich zusammen und ich spürte bereits die Vorboten, meines Höhepunktes, auf mich zu rasen.

»Sieh mich an, wenn du kommst«, befahl er scharf. Der letzte Punkt, der mich noch von meinem Orgasmus fernhielt. Mit weitaufgerissenen Augen, den Mund zu einem heiseren Schrei geöffnet, löste sich meine innere Anspannung und ich kam.

Einen Moment lang kreisten seine Finger weiter über den geschwollenen Kitzler, hielten den höchsten Punkt gefangen.

Danach setzte die absolute körperliche Ruhe ein, eine der Sachen, die ich bis jetzt nur hier erfahren hatte. Mit der Zeit weiß man jedoch, dass sie nur von kurzer Dauer war und die Lust alsbald wieder aufflammen würde.

Wieder küsste er mich, überprüfte, ob es mir gutging, und setzte sein Spiel zufriedengestellt fort.

Die Augen auf meine Bürste gerichtet, leckte er sich genüsslich über die Lippen. Und erneut gewann meine Sehnsucht die Oberhand. Ich ging ins Hohlkreuz und bot ihm meinen Oberkörper dar. Das ließ er sich nicht zweimal sagen. Er bückte sich zu mir und begann mit seiner Zunge über meine Brust zu lecken. Erst jetzt bemerkte ich, wie hart die Schokolade bereits war, und dass sie im Gegensatz zum Wachs, jede kleine Unebenheit ausgefüllt hatte.

»Mhmm… ich mag Süßigkeiten, vor allem, wenn sie an deiner Haut kleben. Ich werde mir viel Zeit damit lassen, die Schokolade von deinen Brüsten zu knabbern. Danach werde ich dich ficken.« Bei seinen Worten lief bereits ein neuer Schwall Nässe aus meiner Pussy, der sich sofort auf meinen Schenkeln verteilte.

Seinen Worten ließ er Augenblick Taten folgen. Sanft umschloss er mit dem Mund meinen Nippel. Die festgewordene Schokolade spannte sich darum und löste eine andere Welle der Erregung in mir aus. Bei meinem Seufzer wechselte er die Seite, offenbar auch, damit die Schokolade in seinem Mund nicht zu schnell schmolz und sein schönes Spiel dahin war. So wurde sie natürlich wieder fest und umfing meine Knospe erneut.

Je mehr mein Herr dieses Spiel mit meinen Nippeln spielte, desto unruhiger wurde ich. Es erregte mich, brachte meine Muskeln zum Zittern und mein Körper schrie förmlich nach Erlösung.

Als hätte er meine Gedanken vernommen, drängte er mich zu der kleinen Liege am Ende des Raumes. Ungeduldig wurde ich, mit dem Gesicht voran, auf das kalte Material gepresst und stöhnte auf. Mir fiel erst jetzt auf, wie sehr mein Herr sie bearbeitet hatte.

Unwirsch schob er meine Beine weit auseinander und drängte sich nur kurze Zeit danach in meine nasse Spalte. Ohne Vorwarnung versenkte er sich der Länge nach in mir. Seine Größe füllte mich komplett aus. Ein heiseres Schnaufen kam über seine Lippen und mir war klar, dass er heute nicht lange brauchte.

Seine Hand packte meinen Zopf, zog mich schmerzhaft nach hinten und begann mich mit harten Stößen zu ficken. Es war hart und würde mir alles abverlangen, damit seine Gier gestillt wurde. Doch für meinen Herrn ertrug ich es gern. Selbst als er immer unkontrollierter wurde und der Schmerz sich zu meiner Lust mischte.

Wie vermutet war es nur von kurzer Dauer, denn mit einem animalischen Schrei verteilte er seinen Saft in mir. Erschöpft sank er auf mir zusammen, ohne sich zurückzuziehen und genoss mit mir gemeinsam die Nachwehen.

»Mhmm… Zieh dich jetzt an und frisch das Make-up auf. Wir beide werden jetzt einen kleinen Ausflug machen und ich bin mir sicher, dass wir beide noch einmal auf unsere Kosten kommen werden.« Er zog sich aus mir zurück, entfernte die Fesseln um meine Handgelenke und ich folgte seiner Anweisung.

Mein Herr hatte mich noch nie ausgeführt. Weder in einen Club oder Ähnliches. Dennoch war ich mir sicher, dass er mit seiner Bemerkung recht behalten würde. Schließlich tat er das immer.

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Valentinsspecial 2017

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20 Autorinnen haben sich zusammengetan und für euch witzige, romantische und heiße Kurzgeschichten geschrieben!

Jeden Tag gibt es drei von ihnen für euch auf Facebook oder hier auf meiner Seite!

Wir beginnen mit Hailey J. Romance – Die Farbe der Liebe:

Völlig abgehetzt renne ich durch die Gänge des Supermarktes und suche nach … ja nach was eigentlich? Erst heute Morgen wurde mir bewusst, welcher Tag heute ist. Wie konnte ich das nur vergessen? Wie kann eine Frau so etwas nur vergessen? Ich greife nach der ersten Flasche Rotwein, die mir ins Auge fällt und parke den Einkaufwagen neben der Kühltheke. Mein Gewissen beißt mich in den Hintern, als ich mich hinein beuge und nach zwei Frostmatten greife. Verdammter Mist! Es ist Johns und mein erster gemeinsamer Valentinstag und ich wärme platte italienische Teigfladen mit Belag im Ofen auf. Klasse! Nach einigen Sekunden der Scham werfe ich zwei Kartons in den Wagen und renne zur Kasse.

Ein älterer Mann bezahlt gerade eine monströse Schachtel Pralinen mit Kleingeld. Wie schön, er dachte an diesen Tag, aber muss er das Geschenk unbedingt in Centstücken bezahlen?

Nachdem ich den Laden verließ, hetze ich zum Auto, schmeiße die Einkaufstüte auf den Beifahrersitz und düse los.

Zehn Minuten später, erreiche ich die Wohnungstüre. Hoffentlich ist er noch nicht da.

Während ich aufschließe, werfe ich einen kurzen Blick auf die Armbanduhr am rechten Handgelenk … knappe Geschichte. Ich greife nach den Einkäufen, schalte das Licht an und lasse die Plastiktüte augenblicklich wieder aus der Hand gleiten.

Mit weit aufgerissenen Augen und offenem Mund begutachte ich den dekorierten Flurfußboden.

Ich blinzle mehrmals und folge der Spur, die die Farbe der Liebe trägt.

Vor der verschlossenen Badezimmertür halte ich kurz inne und atme einmal tief durch.

Das Herz schlägt mir bis zum Hals. Der Puls pocht stark. Mit zittrigen Fingern greife ich nach der Türklinke … was ich dann zu sehen bekomme raubt mir den Atem. Ich schnappe nach Luft. Überall im Raum sind brennende Kerzen aufgestellt. Die Flammen züngeln und ziehen mich förmlich hinein. Es duftet nach Vanille. Mir jagt es auf der Stelle einen eiskalten Schauer über den Rücken. John … er … urplötzlich reißt mich ein lauter Knall aus der Schwärmerei. Was war das? Ich trete ganz ins Badezimmer ein, schließe die Tür, die mir bisher die Sicht auf den restlichen Raum versperrte und entdecke meinen Freund grinsend mit einer Flasche Champagner in der Badewanne sitzen. Die Wasseroberfläche ist mit Rosenblättern bedeckt.

„Hallo mein Engel, ich hab schon auf dich gewartet“, sagt er.

Für einen Moment verharre ich in meiner Stellung und starre ihn mit offenem Mund an.

John schenkt die Gläser ein. „Nun komm schon her“, bittet er mich.

„Das ist … so … etwas Wunderschönes hat noch nie jemand für mich gemacht“, stammle ich, während ich mich ausziehe.

Als ich zu ihm in die Wanne steige, und die Rosenblätter meine Haut berühren, beginnt alles in mir zu kribbeln.

Er reicht mir ein Glas. „Einen schönen Valentinstag, mein Engel.“

Ich stoße mit ihm an, nippe am Blubberwasser und stelle es beiseite.

„Danke … für all das hier.“

Er rutscht näher an mich heran, umfasst mein Gesicht mit beiden Händen und haucht mir einen zärtlichen Kuss auf die Lippen. „Ich liebe dich.“

Was für ein Mann … was für eine Überraschung  … und was für ein Tag!

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