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Braut auf Abwegen – eine Kurzgeschichte

Die letzten Tage, habe ich in 8 Abschnitten meine Kurzgeschichte ‚Braut auf Abwegen‘ in meiner Facebook-Gruppe ‚Josi’s Buchstabensalat‘ gepostet!

Für alle, die es nicht gelesen haben oder in der Gruppe sind *schämt euch* 😉 , hier jetzt die gesamte Geschichte von Sue & Danny posten 🙂

Viel Spaß!

***

1. Sue

Sie steckte in diesem weißen Kleid und hatte keine Ahnung, wie sie da hineingeraten war. Nein, stopp, das stimmte nicht ganz. Sie wusste genau, wie sie in das Kleid gekommen war und auch, warum. Aber sie hatte keinen blassen Schimmer davon, wie sie wieder herauskommen sollte.
Eine Winterhochzeit – oder noch besser – eine Weihnachtshochzeit, wo sie doch diese Jahreszeit und diese Feiertage überhaupt nicht ausstehen konnte.
Viel lieber würde sie jetzt in einem Flieger Richtung Süden sitzen, anstatt die letzten Änderungen an ihrem Hochzeitskleid vornehmen zu lassen. Zwei Wochen waren es noch bis zu dem großen Tag Und laut ihrer Mutter hatte sie zugelegt. Aus diesem Grund stand sie nun in dem Brautmodengeschäft mitten in der Stadt und versuchte, es sich nicht anmerken zu lassen, wenn die Schneiderin sie ein weiteres Mal mit ihrer Nadel pikste. Niemand sonst war der Meinung, das Sue zugenommen hatte. Sie selbst wusste es sowieso besser, denn seit Wochen zeigte ihre Waage den Stress durch die Hochzeitsvorbereitungen an. Und diese Zahlen wurden von Mal zu Mal beunruhigender. Doch wenn ihre Mutter es so wollte, tat sie eben so, als hätte sie zu-, statt abgenommen. Und das, obwohl diese nur zu genau wusste, welche Probleme Sue mit ihrem Gewicht hatte. Doch diese Frau interessierte sich nicht für die Wehwehchen ihrer einzigen Tochter. Oder dafür, dass sie bereits zwei Mal in eine entsprechende Klinik eingewiesen worden war.
Sue hatte gelernt, damit zu leben, dass sie von ihren Eltern in dieser Hinsicht keine Unterstützung bekam. Und wie es aussah, würde auch Ben, ihr Verlobter, ihr da keine große Hilfe sein. Er war ein Mann, der nur die Beziehungen sah, die Sue ihm einbrachte. Und nicht ihre rotbraunen langen Locken oder die braunen, warmen Augen. Oder die zwar weibliche, aber in ihren Augen mittlerweile schöne Figur. Vielleicht sah er noch das einladende Becken, das ihm Nachfolger schenken konnte. Wenn er sie denn jemals anfassen sollte. Oder sie ihn an sich ranließ.
Ben passte gut zu ihrer Stellung, aber nicht zu ihr.
Wenn sie da an seinen Trauzeugen Danny dachte, kam sie der Sache schon viel näher. Dieser passte nämlich so überhaupt nicht in das Bild ihrer Eltern vom Mann an der Seite einer Senatorentochter. Er war wild und ungehemmt. Und vor allem war er unglaublich attraktiv – noch etwas, das er nicht mit ihrem Verlobten gemeinsam hatte. Allein wenn sie an Bens dicke Brille mit dem schwarzen Rahmen dachte, seine kleinen Glubschaugen oder die immer schwitzigen und aufgedunsenen Hände, wurde Sue ganz anders. Und wenn er schon nicht in der Lage war, sie anzumachen, wie sollte er sie dann befriedigen oder ihr Kinder schenken? Denn allein diese Aussicht ließ sie nicht zusammenbrechen. Sue liebte Kinder über alles. Und sie wünschte sich eigene, seit sie achtzehn Jahre alt war. Wahrscheinlich war das auch die einzige Sache, die ihre Eltern begrüßten, denn sonst hatten sie keine allzu hohe Meinung von Sues Vorstellungen.
Sie schüttelte innerlich den Kopf, versuchte, sich wieder auf ihr Kleid und die Schneiderin zu konzentrieren und dass sie gleich von ihrer Mutter abgeholt würde. Die wollte mit ihr erneut zum Friseur, um ihre Haare für den großen Tag einmal probe legen zu lassen. Dass dies bereits der dritte Besuch in acht Wochen war, interessierte ihre Mutter nicht. Sues Äußeres sollte perfekt sein, wenn es die Persönlichkeit der Tochter schon nicht war. Doch Sues Gedanken wanderten ein weiteres Mal zu dem schönen Mann, der in der Kirche an Bens Seite stehen würde.
Danny hatte wilde, ungebändigte dunkle Locken, einen Mund, der zum Küssen einlud, und einen Körper zum Niederknien. Und wie gern wollte Sue dies vor ihm tun. Ihm die Hose auf ihrem Weg nach unten gleich mit ausziehen und seinen sicher wunderschönen, prallen Penis betrachten, der in seiner vollen Größe und glänzend vor ihr lag. Sues Lippen prickelten, als sie daran dachte, wie sie diese um seine Eichel legen wollte, ihn kostete und seinen Lusttropfen mit der Zungenspitze auffing. Sie spürte, wie es zwischen ihren Beinen zu pochen begann. Das hätte ihr unangenehm sein sollen. Doch sie verspürte einzig und allein den unbändigen Wunsch, sich ihrer Vorstellung hinzugeben und diesen Mann zu kosten. Wenigstens ein einziges Mal, bevor sie seinen besten Freund heiratete.
Es war nicht einmal sein Äußeres, das sie so sehr anzog. Danny war auch sehr intelligent und ehrgeizig. Er führte mit Ben zusammen ein kleines Unternehmen, da eine Handvoll Angestellten führte, in dem er sich um die Sicherheitsfragen kümmerte, und war ständig unterwegs. Er hatte die Buchhaltung seines Bereichs inne, da er mehrere Kurse absolviert hatte, bevor er sich selbstständig gemacht hatte.
Er war ganz sicher nicht das, was ihre Eltern sich für sie wünschten oder vorstellten, aber er war genau das, was Sue in ihrem Bett haben wollte. Und zwar bevor sie diese Ehe einging.
Für das Ansehen ihres Vaters, für die nächsten Wahlen, für ihre Zukunft als Hausfrau und Mutter. Auch wenn Sue darauf bei Weitem nicht so viel Wert legte, wie ihre Eltern. Sie musste es tun. Weil man dies ebenso machte, als beinahe 30-jährige Junggesellin in ihren Kreisen. Ihre Eltern betonten immer wieder, dass Sue ihnen lang genug auf der Nase herumgetanzt sei. Nun wurde es langsam Zeit, dass sie etwas für ihre Familie tat. Auch wenn das bedeutete, ihr gesamtes Leben dafür zu opfern. Zähneknirschend wollte sie es tun. Zu ihrem Vater hatte Sue ein gutes Verhältnis, eine enge Bindung, denn er hatte ihr viele Dinge durchgehen lassen. Allein für ihn zog sie die Hochzeit durch, denn ihre Mutter war eine eiskalte Schnepfe, für die Sue keinen Finger krümmen würde. Nur vor dieser Ehe konnte ihr Vater sie nicht schützen. Sehr zu Sues Leidwesen.
»Madame Monyard, denken Sie, ich könnte Ihnen die Braut entführen?«, riss sie da eine raue Stimme aus den Gedanken, mit der sie hier überhaupt nicht gerechnet hatte. Mit vor Überraschung geweiteten Augen wendete sie sich zu Danny, der grinsend mit den Armen vor der breiten Brust verschränkt im Rahmen des Durchgangs zum Raum lehnte und sie von oben bis unten musterte. Spöttisch hob er eine Augenbraue, als sein Blick an den spitzenbesetzten, langen Ärmeln hängen blieb, die in einem Kragen endeten. Ebenfalls aus Spitze. Woher verdammt nochmal kannte er den Namen der Schneiderin, die wie ein kleines Mädchen die Hände rang, rot schimmernde Wangen hatte, den Blick auf den Boden gerichtet? Dabei war diese Frau über 50 Jahre alt.
»Aber natürlich Mr. Greyson, ich denke, wir sind hier fertig«, antwortete sie ihm säuselnd, und sicher war sie kurz davor, sich an seinen Hals zu werfen und sein Gesicht mit feuchten Küssen zu bedecken. Nicht dass Sue das jemals vorhätte.
»Miss Thompread, Sie können sich umziehen«, wies sie Sue viel kühler an, jegliche Wärme war aus ihrer Stimme gewichen. Die Frau würdigte sie keines Blickes, schmachtete Danny an und fing sicher gleich an, zu sabbern. Doch dieser hatte keine Augen für seinen gealterten Fan. Sein Blick lag auf ihr, besser gesagt, auf ihrem üppigen Busen, der von dem Kleid und der Korsage noch gepusht wurde. Das Kleid hatte ihre Mutter zwar ausgesucht, doch auf dem Ausschnitt hatte sie bestanden. Schließlich war es ihre Hochzeit, auch wenn ihre Mutter das ganz gerne mal vergaß.
Schnaufend raffte Sue ihre hundert Röcke zusammen und begab sich in die Umkleidekabine, in die sie kaum hineinpasste. Wahrscheinlich hätte sie sich viel mehr gegen diese Vereinigung wehren sollen. Sie liebte Ben nicht und würde es auch sicher nie tun. Ihr Herz zog sich schmerzhaft zusammen, als sie daran dachte, dass diese Ehe sie der Möglichkeit auf eine wirkliche Beziehung mit allem, was dazugehörte beraubte. Denn bevor ihre Mutter eine Scheidung in Betracht zöge, wäre Sue fast 50 und damit viel zu alt, um eine glückliche Familie zu gründen. Oder zu verbittert, um es wirklich zu wollen.
Ihre Augen brannten, als sie an ihr verlorenes Glück dachte. Sue wischte sich verstohlen die einzelne Träne aus dem Augenwinkel, bevor sie sich ihre dicke Strumpfhose, den knielangen Rock, die Stiefel und ihren Rollkragenpullover anzog. Draußen waren die Temperaturen in den letzten Tagen immer weiter gesunken, und ihr graute davor, wie sehr sie am Tag ihrer Hochzeit frieren würde. Die dünnen Ärmelchen konnten ihr nicht viel helfen. Warum mussten diese unsinnigen Gedanken sie ausgerechnet jetzt wieder einholen, wo Danny draußen stand und auf sie wartete?
Warum tat er das eigentlich?
Als sie sich endlich wieder beruhigt hatte, überprüfte sie ihr Spiegelbild und befand es für okay. Besser wurde ihr Anblick jetzt sowieso nicht mehr. Also straffte sie die Schultern, hob das Kinn ein wenig an und verließ die Umkleide. Madame Monyard stand nun direkt vor Danny und erzählte ihm irgendetwas. Dabei rückte sie ihm so unverschämt auf die Pelle, dass Sue sich einen kleinen Moment lang für die ältere Dame schämte. Sollte sie nicht ein besseres Benehmen an den Tag legen?
Sue machte räuspernd auf sich aufmerksam, und sofort ruhen Dannys dunkle Augen auf ihr. Wieder betrachtete er ihre gesamte Erscheinung und lächelte dieses Mal aufrichtig. Anscheinend gefiel ihm dieser Aufzug besser als das Hochzeitskleid. Da konnte Sue ihm nur zustimmen. Denn das Kleid war die reinste Zumutung in ihren Augen. Doch da ihre Meinung nichts wert war, musste sie nun diese Wahl tragen, ob sie wollte oder nicht.
»Können wir?«, fragte sie mit einem aufgesetzten Lächeln in Richtung der anderen Dame, die bei ihrem Auftauchen die Augen leicht verengte und unverhohlene Giftpfeile in ihre Richtung schoss. Diese aber prallten an Sue ab, denn sie war es, die mit diesem Mann den Laden verließ. Und das hob ihre Laune unheimlich. Auch wenn sie noch immer keine Ahnung hatte, wie sie zu der Ehre kam.
»Aber natürlich. Madame«, tippte sich Danny an seinen imaginären Hut, und wieder wurde die Frau rot. Sue schüttelte den Kopf, hakte sich in den angebotenen Arm ein, nachdem Danny ihr in den Mantel geholfen hatte und den Schal ein wenig enger um ihren Hals zog. In ihren Augen war das eine so intime Handlung, dass sie es genoss, wie nah er ihr in diesem Moment war. Sie konnte seinen Geruch wahrnehmen. Er roch nach der Kälte der Stadt, nach einem holzigen Parfüm und sich selbst, was ihn in ihren Augen nur noch unwiderstehlicher machte.
Er ließ Sue den Vortritt, auch wenn sie bei ihm untergehakt war, und zog sich auf der Straße eine Mütze aus grobem Strick über den Kopf. Ein paar der wirren Locken lugten noch hervor und verliehen ihm etwas Jungenhaftes.
»Wirst du mir verraten, warum du mir den Tag versüßt, und nicht Mutter ihn mir verdirbt?«, fragte Sue gerade heraus und machte sich nichts daraus, dass er die Augenbraue spöttisch nach oben zog, als sie sprach. Viel mehr mochte sie es, wenn er es tat. Denn dabei verzog sich ein Mundwinkel ebenfalls leicht nach oben. Sue wurde bei diesem Schmunzeln ganz warm. Vor allem zwischen ihren Schenkeln.
»Weil ich es ihr vorgeschlagen habe. Wir beide machen uns jetzt einen schönen Wellnessnachmittag mit Massage und Sauna. Ich konnte sie davon überzeugen, dass es genau das ist, was du jetzt brauchst. Und da sie ja nicht will, dass du durch Ben von den Vorbereitungen abgelenkt wirst, habe ich mich angeboten. Und ich brauche das auch ganz unbedingt.«
Er zwinkerte er ihr zu, als wäre es keine Absicht, und die schwelende Glut in ihrem Inneren drohte, zu einem riesigen Feuer auszubrechen. Denn so, wie er all diese Informationen an sie weitergab, hatte sie keine Zweifel daran, dass er es genauso anzüglich meinte, wie sie es sich wünschte. Die Aussicht darauf, mit ihm ein Spa zu besuchen, war durchaus verlockend. Und vielleicht sprang Sue tatsächlich über ihren Schatten und gestattete sich diese Sünde, bevor sie treu sein musste. Nur dieser eine Nachmittag mit Danny, und sie wäre für die nächsten Jahre besänftigt. Zumindest war Sue gut darin, sich genau das einzureden.
»Und mein Bikini und die anderen Sachen für einen solchen Ausflug?«, wollte sie von ihm wissen, auch wenn sie eigentlich gar nichts benötigte. Handtücher wurden meist gestellt, und sie ging nur in Nacktsaunen. Aber das musste er nicht wissen. Und so sah er sie ungläubig an, bevor sie sich erbarmte und ihm dieses Mal zuzwinkerte.
»Wird es alles vor Ort geben«, interpretierte er ihr Lächeln richtig und zog sie dann eng an sich gepresst durch die vollgestopften Straßen. Sicher nur zum Schutze vor der Kälte, doch für Sue war es die Erfüllung ihrer unbefriedigten und doch feuchten Träume von diesem Mann. Sie spürte seine Wärme, roch seinen Duft und sog seine Nähe wie ein Schwamm in sich auf.
Nur dieser eine Nachmittag, schwor sie sich – und wusste nicht, worauf sie sich da einließ.

2. Danny

Er hatte nicht die geringste Ahnung, wieso er sich hatte überreden lassen, seinen Nachmittag mit Sue zu verbringen. Danny wusste ganz genau, dass das in einer Katastrophe enden musste. Darauf hatte er noch weniger Lust, als Bens Trauzeuge zu sein. Er mochte diesen Mann nicht einmal wirklich. Aber er war sein Geschäftspartner, und wenn Danny sich einen eigenen Namen machen wollte mit seinem Sicherheitsunternehmen und nicht mehr nur als Partner von Ben angesehen werden wollte, musste er es durchziehen. Sie hatten zusammen eine Imagefirma, die darauf spezialisiert war, wichtigen Personen sowohl Schutz als auch eine Werbekampagne zur Verfügung zu stellen. Es war ein neuartiges Konzept, doch gerade im Falle des Senators war es sehr gut angekommen.
Ben hatte die Kampagne für Senator Thomread gestaltet und ihn in den Umfragen so weit nach vorn gepusht, so dass seiner Wiederwahl im nächsten Jahr nichts im Wege stand. Aus lauter Dankbarkeit, oder was auch immer, durfte Ben nun die Senatorentochter heiraten. Eine bildschöne Frau mit Ambitionen und einem Körper zum Niederknien. Soweit er wusste, war Sue noch nicht einmal gefragt worden, was sie über diese Vereinbarung dachte. In Dannys Augen war es falsch, eine junge Frau zu so etwas zu zwingen. Und ihr dann noch ein so hässliches Kleid aufs Auge zu drücken. Es gehörte einfach verboten, selbst wenn Sue auch darin sehr gut aussah. Es war nicht ihr Stil, es war nicht ihr Kleid. So einfach war das. Und doch musste sie es in zwei Wochen auf dieser unsäglichen Veranstaltung tragen, die sich ihre Hochzeit schimpfte.
Um Danny war es geschehen, als er die Verlobte seines Geschäftspartners das erste Mal sah. Er ärgerte sich, dass Sue ihn so aus der Reserve lockte, konnte aber überhaupt nichts dagegen tun.
Verstohlen blickte er zur Seite, wo Sue mit aufrechtem Gang und hochgerecktem Kinn neben ihm lief. Sie hatte ihre dunkelroten Wellen unter einer dicken Strickmütze versteckt, die so überhaupt nicht zu dem Mantel und ihrem restlichen Auftreten passte. Aber genau das gefiel ihm so gut an ihr. Zwar war sie die Tochter des amtierenden Senators, die Tochter einer aufgetakelten Politikergattin, und doch eben auch eine Frau, die ihre eigenen Vorstellungen hatte. Die sie anscheinend für diese Hochzeit begrub.
»Warum heiratest du ihn?«, platzte Danny heraus. Er hätte sich auf die Zunge beißen können, als sie erschrocken den Kopf zu ihm drehte und dabei stolperte. Geschickt verhinderte er mit einem Griff um ihren Körper, dass sie fiel. Sue schien mit dieser Frage nicht gerechnet zu haben, denn als sie wieder sicheren Stand hatte, atmete sie tief durch und schloss einen Moment lang die Augen. Als sie die Lider wieder hob, hatte sie sich bereits gefangen. Für Dannys Geschmack viel zu schnell. Der verunsicherte Geschichtsausdruck hatte ihr gut gestanden.
»Du kannst mich wieder loslassen«, informierte sie ihn, er dachte jedoch gar nicht daran. Sie war ihm in diesem Moment so herrlich nah, dass er ihren verführerischen Duft einatmen konnte. Nur ein wenig hätte er sich nach vorn beugen müssen, und seine Nase hätte über ihre Wange gestrichen. Ihm gefiel die Vorstellung davon, wie sie auf ihn reagierte, über alle Maßen gut. Doch er hielt sich zurück, zog sie nur noch ein wenig enger an sich.
»Können schon. Aber ich möchte nicht.«
Danny sah in ihrem Blick, dass sie seine Antwort zwar überraschte, sie sich aber nicht dagegen wehrte. Er spürte ihr Zittern und rieb leicht über ihre Seiten. Wenn sie sich beeilten, waren sie in fünf Minuten im Spa, und seine persönliche Hölle, die seinem eigenem Himmel gleichzustellen war, lag vor ihm. Denn dort musste sie nicht diese störenden Schichten Stoff tragen. Höchstens einen Bikini oder nur ein Handtuch. Oder am besten gar nichts, wenn sie in der Sauna waren. Danny bemerkte erschrocken, als er die Vorstellung von ihrem nackten Körper weiterspann, wie sich sein Penis regte und unter seiner Hose und dem Mantel verborgen aufrichtete. Es war ihm nicht peinlich, keineswegs, aber er war sich unsicher, wie Sue darauf regieren würde, wenn sie bemerkte, wie sehr sie ihn erregte.
»Und warum die Hochzeit?«, lenkte er sich selbst von den Bildern in seinem Kopf ab. Zu seinem Ärger bewirkte seine erneute Frage zu diesem Thema, dass ihre Augen sich abwendeten und ein trauriger Schimmer sie überzog. Er wollte sie sicher nicht betrüben, aber diese Frage drängte sich ihm schon auf, seit er sie zum ersten Mal mit Ben zusammen gesehen hatte. Wenn man heiratete, sollten zwischen dem Brautpaar die Funken sprühen. Die beiden Personen sollten die Finger nicht voneinander lassen können. Oder sich zumindest gut verstehen oder leiden können. All das traf auf Ben und Sue nicht zu. Sie hatten sich zur Verlobungsfeier vor einigen Monaten kaum angesehen und dabei aber nebeneinander gesessen. Den gesamten Abend über hatte er sie beobachtet und sich gefragt, was sie nur verband. Denn Liebe oder Leidenschaft konnte es auf keinen Fall sein.
»Mutter ist der Meinung, dass die Hochzeit der einzigen Tochter des Senators ihn in ein noch besseres Licht rückt. Er als liebender Vater, wie er sein Kind zum Altar bringt, umringt von Presseleuten und Journalisten, die das ganze Event hypen. Dazu noch zu Weihnachten, dem Fest der Familie und der Liebe. Es soll seine Werte weiter nach oben pushen und seinen Rivalen endgültig aus dem Rennen werfen. Und dabei ist es ihr vollkommen egal, was ich darüber denke. Ben wird so eine Chance nicht abschlagen. Es ist Publicity für ihn und eure Firma.«
Sie klang so niedergeschlagen, dass er sie noch ein kleines Stück enger an sich zog. Während der letzten Meter zum Spa konnte er nichts mehr sagen. Er fühlte mit ihr, denn sie wollte diese Hochzeit auf keinen Fall, beugte sich aber ihrem Vater. Vielleicht lockte ihre Mutter sie mit einer Scheidung nach der Amtszeit. Was auch immer es war, es brach Danny das Herz, diese schöne Frau so gebrochen im Arm zu haben.
»Dann werden wir das alles jetzt für die nächsten Stunden vergessen. Die Menschen hier sind sehr verschwiegen und diskret. Deine Mutter wird nie erfahren, was wir hier tun werden«, flüsterte er, seine Lippen nahe an ihrem Ohr. Er spürte ihr Erschaudern. Und auch, wie sie sich einen winzigen Moment lang anspannte. Hatte er wohlmöglich einen Fehler gemacht und ihre Blicke falsch gedeutet? Wollte sie ihn überhaupt nicht auf diese Weise? Es war Danny vollkommen egal, dass er seinen Partner hinterging. Für ihn war Ben ein aufgeblasener Idiot, der, nur um weiter nach oben zu klettern, über Leichen und Herzen trampelte. Nie im Leben hätte Danny einer solchen Hochzeit zugestimmt, nur um seine Karriere anzukurbeln. Nicht auf Kosten eines anderen Lebens.
»Ich danke dir«, raunte Sue zurück, drehte sich in seinem Arm, bis sie direkt vor ihm stand. Ihre Gesichter waren nur Millimeter voneinander entfernt. Er konnte ihren heißen Atem auf seinen Lippen spüren. Ihm gefiel es gut, dass sie in ihren Stiefeln beinahe so groß war wie er. Sie waren auf Augenhöhe. Nicht nur körperlich, dessen war er sich sicher.
»Das hier muss eine einmalige Sache bleiben. Ist das in Ordnung für dich?«, fragte sie ihn und verblüffte Danny damit sehr. Aber ob er ihr zustimmen konnte, war unmöglich zu sagen. Denn wenn es so gut werden sollte, wie er es sich vorstellte, würde er mehr von ihr wollen.
»Ein Deal – wenn dir gefällt, was wir tun, reden wir noch einmal darüber. Eine geheime heiße Affäre sollte jede Frau führen. Vor allem, wenn ihr Mann eine solche Niete ist«, schlug er deswegen genauso leise vor, wie sie ihre Forderung gestellt hatte, und blickte in ihre vor Erstaunen geweiteten Augen.
Bevor sie antwortete, packte sie seine Hand und zog ihn erst in den Eingangsbereich des Spas, weiter in eine Ecke, die nicht einsehbar war. Sie vertraute dem Personal hier also nicht. Dabei waren sie bereits gesehen worden. Die Empfangsdame hatte sie beide äußerst interessiert beobachtet, und er war sich sicher, dass auch diese fremde Frau spürte, wie sehr es sie beide zueinander hinzog. Würden sie sonst eine solche Diskussion führen? Normalerweise war Danny niemand, der sich in fremde Beziehungen einmischte. Doch ihre Hand um sein Handgelenk, ihr Körper seinem so nah, brachte ihn an seine Grenzen. Und er spürte, wie sich sein Penis ein weiteres Mal neugierig regte und diese Frau begehrte. Ihr Duft war betörend, ihr Blick fesselnd, ihre Berührungen prickelten in seinem Körper und ließen ihn schwer atmen. Wenn ihre Nähe ihn schon so durcheinanderbrachte, was würde dann nur geschehen, wenn sie sich endlich haben konnten?
»Du bist verrückt. Warum sollte ich das wollen?«, fragte sie ihn. Er spürte ihren inneren Kampf, ihre Ablehnung gegen seinen Vorschlag. Doch er sah auch das Glühen in ihrem Blick. Zumal sie ihn immer noch festhielt.
»Weil du deine Finger schon jetzt nicht von mir lassen kannst«, antwortete er ihr mit einem spöttischen Grinsen. Erst jetzt schien es ihr selbst aufzufallen, doch sie ließ ihn nicht los.
»Also gut. Wenn es mir gefällt, können wir es ausprobieren. Du solltest dir Mühe geben. Ich werde mich jetzt umziehen und im Whirlpool auf dich warten. Sag der Empfangsdame, sie soll die Kameras dort ausschalten. Außerdem soll sie den Laden abschließen. Heute kommt kein weiterer Gast mehr hier herein«, forderte sie ihn auf, während sie sich noch ein wenig näher zu ihm lehnte. Ihre Lippen strichen über seine Wange, seinen Kiefer, bis hin zu seinem Ohr, über das sie ihre Zungenspitze gleiten ließ.
»Ich will mich verlieren können«, bat sie ihn, biss ihn kurz ins Ohrläppchen, bevor sie sich von ihm entfernte.
Seine Erektion pochte aufgeregt in der Hose, drängte danach, mehr von dieser Frau zu bekommen. Ihre Worte gingen Danny durch und durch. Er hörte sein Blut in den Ohren rauschen. Sein Atem ging schwer und sein Penis schmerzte vor Erregung. Hatte er wirklich gedacht, er könnte sie verführen? Oder dass er sie zu diesem Vorhaben hier überreden musste? Sue hatte ganz eindeutig die Zügel in der Hand, und es gefiel ihm über alle Maßen gut. Ihre sachten Berührungen waren so intensiv wie sonst mancher Sex. Ihm war bewusst, dass er verloren war. Er konnte sich aber auch nicht dagegen wehren.
Erst als er hörte, wie Sue durch eine der Türen in den hinteren Bereich verschwand, ging er selbst an den Empfang, teilte der Dame Sues Wünsche mit, zahlte den entsprechenden Betrag für diese Leistungen und folgte dann der Frau seiner schlaflosen Nächte. Denn mehr als einmal hatte er von ihr geträumt, wie sie sich für ihn auszog oder wie sie ihn berührte. Danny konnte kaum begreifen, dass all das jetzt wahr werden sollte. Es war noch nicht wirklich bei ihm angekommen, dass sie ihn ebenso wollte wie er sie seit Monaten.
Ganz sicher wollte er diese eine Chance bei ihr nicht vergeigen. Dass er gut im Umgang mit nackten Frauen war, hatten ihm seine diversen Bettgeschichten bescheinigt. Und doch schienen diese nichts zu zählen im Vergleich zu Sues Meinung am Ende dieses Tages.
Danny fühlte sich wie ein Teenager auf dem Weg zu einem Date mit seinem Schwarm. Als er wenige Minuten später nur mit einem Handtuch um die Hüften geschlungen in den hinteren Bereich der Saunen trat, schlug ihm das Herz bis zum Hals. Er fand Sue sofort im Whirlpool. Sie schwamm mit geschlossen Augen, den Kopf in den Nacken gelegt, den Körper im warmen Wasser lang ausgestreckt, und hing ihren eigenen Gedanken nach.
Wie er war auch sie nackt. Sein Penis brauchte nur wenige Sekunden bei diesem Anblick, bis er erregt aufragte und unter dem Handtuch sichtbar wurde. Danny machte sich überhaupt keine Gedanken darüber, dass er wie ein ungeduldiger Junge wirkte. Sue raubte ihm seine ganze Konzentration und Selbstkontrolle. Er wollte es auch überhaupt nicht. Denn sonst hätte er niemals diesen Anblick genießen können.
Ihr langer, schlanker Hals wirkte anmutig, selbst wenn sie lag. Ihre Brüste waren so schön, mit dunklen, harten Knospen. Ihre Haut musste weich und samtig sein und würde sich so gut unter seinen Händen anfühlen. Ihr Bauch war flach, ihre Beine zeugten davon, dass sie oft lief. Denn es war kein Gramm Fett daran zu finden. Ihre Mitte war kahl rasiert.
Dass sie nicht schlief, zeigten ihre Arme, die sich ein klein wenig an der Wasseroberfläche bewegten. Auf und ab, ihre Finger wackelten leicht.
»Komm her«, forderte sie ihn auf, ohne die Augen zu öffnen. Hatte sie ihn gehört? Dabei hatte er sich solche Mühe gegeben, leise zu sein. Aber am Ende war es vollkommen egal. Sie wollte ihn bei sich haben, während sie nackt und so schön wie keine andere Frau vor ihm lag.

3. Sue

Ihre Skrupel hatte Sue in dem Moment abgelegt, in dem sie durch die Tür des Wellnesstempels trat. Jetzt oder nie, hieß es für sie.
Das angenehm warme Wasser umspielte ihren nackten Körper in sanften Wellen, nahm sie gefangen, und alle Gedanken daran, was hiernach geschah, waren verschwunden. Weder ihre Mutter noch ihr Verlobter konnten das hier verhindern. Dazu wollte sie diesen Mann zu sehr.
Allein wie er sie draußen im Foyer angesehen hatte, war ihr durch Mark und Bein gegangen. Es kam selten vor, dass Sue sich nach einem Mann in einem solchen Maße verzehrte. Sie konnte nicht kontrollieren, was Danny in ihr hervorrief. Und wollte es auch gar nicht. Denn wenn sie nur diese eine Chance hatte, ihrem Liebesleben einen Kick zu verpassen, dann wollte sie es definitiv tun.
Auch wenn er versuchte, geräuschlos zu sein, hörte Sue, wie er die Tür öffnete und auf kaum leisen Sohlen auf sie zukam. Ein Schauer überlief ihren Körper, als sie daran dachte, dass er gleich genauso nackt wie sie bei ihr im Whirlpool sein würde. Sie wollte wissen, wie er nackt aussah, wie sich seine Haut unter ihren Fingern wohl anfühlte, und wie er schmeckte. Sie hatten nur wenige Stunden gemeinsam, aber die wollte sie auskosten.
Er stoppte, als sie ihn aufforderte, zu ihr zu kommen. Vielleicht hatte er Skrupel. Sue unterdrückte den Wunsch, die Augen zu öffnen und ihn anzusehen. Schließlich hinterging nicht nur sie ihre Familie und ihren Verlobten, auch für Danny stand einiges auf dem Spiel.
Sie konnte es ihm nicht verübeln, dass er überlegte. Oder aber sie schätzte es vollkommen falsch ein und er genoss ihren Anblick. Sue war nicht eitel. Sie wusste zwar, dass ihr Körper nicht schlecht aussah, doch die Sticheleien ihrer Mutter hatten Spuren hinterlassen. Warum sie ausgerechnet heute nichts darauf gab, sondern vertraute, dass Danny sie anziehend fand, konnte sie nicht sagen. Es war einfach so. Allein wenn er sie ansah, fühlte sie sich gut.
Endlich schien er seine Bedenken über Bord geworfen zu haben, denn die Wellen, die er schlug, als er ins Wasser glitt, ließen Sue doch noch die Augen öffnen. Sofort brannte sich sein Blick in ihren, hielt sie gefangen. Einen Moment lang starrten sie sich einfach nur an, genossen die Anwesenheit des anderen und entfachten das Feuer füreinander. Heiß und alles verzehrend breitete es sich in ihr aus. Auch wenn er sie nur ansah, spürte sie das erste aufgeregte Pochen zwischen ihren Beinen. Es war ein angenehmes Kribbeln, das ihr zeigte, wie gut das hier war. Wie gut es werden konnte, wenn sie sich einander einfach hingaben.
Es waren keine Worte mehr nötig, diese hatten sie im Foyer gewechselt. Alles, was jetzt noch wichtig schien, war ihre Lust . Sie brodelte in Sue, als ihr Blick über seinen Körper glitt. Wenn sie da an Ben dachte, der nichts für sich tat, wurde ihr anders. Schnell schüttelte sie diesen unsinnigen Gedanken ab, richtete sich auf und genoss es, wie Dannys Blick ihre Brüste fand. Sie konnte in seinen Augen sehen, dass er sie und ihren Körper verschlang, sich an ihr nicht sattsehen konnte. Sue legte ihre letzten Hemmungen ab, überbrückte den Abstand zwischen sich und Danny und platzierte ihre Beine links und rechts von seinen Oberschenkeln. Breitbeinig saß er da, seine Hände fanden ihre Hüfte, berührten ihre Haut ein erstes Mal zurückhaltend. Doch diese kleine Berührung reichte aus, um Sues Lust zu entfachen. Seine Hände waren sanft, zärtlich und forschend, wie sie über ihre Seite strichen, hoch und wieder runter, über ihren Po, ihren Rücken, ihre Schulter, ihren Nacken. Bis sie auf ihrem Gesicht lagen und er sie weiterhin einfach nur ansah.
Auch wenn er sie längst besaß, fragten seine Augen um die Erlaubnis, sie zu küssen. Nur ein wenig schob sie sich weiter nach vorne, seufzte wohlig, als seine Erektion sich gegen ihre Spalte drückte.
Sue schloss die Augen, genoss die Gefühle, die Danny in ihr auslöste, und rieb sich nur ein kleines bisschen an ihm. Sie hörte ihn geräuschvoll die Luft einsaugen, spürte, wie er unter ihrem Handeln noch härter wurde.
Ihre kleine Perle pochte aufgeregt, wollte mehr von dieser süßen Folter.
Und dann war es endlich so weit. Danny überbrückte den Abstand zwischen ihren Mündern, legte seine Lippen auf die ihren und küsste sie das erste Mal. Nur wenige Sekunden lang war es ein liebevoller Kuss, bevor das Verlangen nach einander sie beide übermannte. Sue vergrub ihre Hände in seinen Haaren, zupfte leicht daran. Freute sich, als er das erste Mal leise stöhnte, und nutzte den Moment. Ihre Zunge drang forsch in seinen Mund, massierte seine, und sie nahm sich endlich, was sie schon so lange begehrte. Sie hatte keine Lust auf Spielchen oder Folter. Sie wollte diesen Mann endlich spüren und vergessen, was in den nächsten Wochen, gar Jahren, auf sie zukam.
Allein sein Kuss löste ein wahres Feuerwerk der Empfindungen in ihr aus. Seine Hände verließen ihr Gesicht, erkundeten ein weiteres Mal ihren Körper, trieben ihren Herzschlag in ungeahnte Höhen, als sie ihre Brüste fanden und sie leicht massierten. Ihre Brustwarzen, drängten sich seinen Fingern hart und ungeduldig entgegen, wollten berührt werden und Aufmerksamkeit bekommen.
Selbst wenn sie sich im Wasser befanden, Sue wusste, sie war nicht nur davon nass. Dannys Hände waren geschickt, wussten, was sie mit ihr anstellten. Gleichzeitig hob er sein Becken, presste seine Erektion noch gieriger gegen ihre Spalte. Sue warf den Kopf in den Nacken, als er den Kuss beendete, seine Lippen über ihren Hals gleiten ließ, an ihrer Haut saugte und dabei ihre Brüste so delikat liebkoste. Ihr Oberkörper drängte sich ihm entgegen, sie beugte sich nach hinten, präsentierte ihm ihre Knospen, die nach seinem Mund verlangten.
Das Pochen ihrer Perle wurde zu einem süßen Schmerz, als er an ihrer Brustwarze saugte. Wellen der unbändigen Lust nach diesem Mann brachen über Sue zusammen, als sein Daumen ihre Klitoris fand und sanft rieb. Sie bewegte sich mit seinem Finger, wollte mehr von ihm, ihn endlich in sich spüren. Sie war bereit für ihn . Doch er dachte nicht daran, sie zu erlösen, ihr den benötigten Kick zu schenken, sondern bearbeitete hingebungsvoll ihre Brüste, als wären sie das Schönste, was er je berühren durfte. Sue wurde überempfindlich, als seine Zähne an ihr knabberten, leicht an ihren Brustwarzen zogen, die süße Folter nur noch verstärkten. Es schien ihm zu gefallen, was er mit ihrem Körper anstellte, wie sie sich ihm entgegendrängte, sich unter ihm wand und es kaum mehr aushielt.
Mittlerweile prickelte ihre Haut, sie zuckte unkontrollierter und wusste, sie konnte ihren Höhepunkt nicht mehr lange hinauszögern. Das Blut rauschte in ihren Ohren, und ein spitzer Schrei verließ ihren Mund, als er in ihre Knospe biss, und dabei seinen Daumen hart auf ihre Perle presste.
Der Orgasmus überrollte sie, ohne dass sie sich hätte wehren können. Sie bekam nur hinter dem dichten Schleier ihrer Lust mit, wie Dannys Hände sich um ihre Hüfte legten, sie ein wenig anhoben, bis er seinen Penis an ihrem zuckenden Eingang platzierte und sich in sie schob.
Sie stöhnte seinen Namen, als er sie Stück für Stück dehnte, immer noch in den Nachwirkungen ihres ersten Höhepunktes gefangen. Er fühlte sich fantastisch an in ihr, nimmt sie immer weiter in Besitz und ließ sie erneut zusammenzucken. Ihre Muskeln kontrahierten um seine Erektion, ließen ihn spüren, was er in ihr auslöste, und trieben ihn selbst immer weiter. Sie spürte das Pulsieren, wie er sich ganz langsam nur in ihr bewegte, ihr Inneres ausfüllte und ihre Lust stillen wollte.
»Spiel nicht mit mir«, knurrte sie ihn an. Sue konnte ihr Verlangen nicht mehr kontrollieren, wenn er so tief in ihr war. Dannys Hände legten sich um ihren Po, kneteten ihn, hoben sie immer wieder ein Stück an, sodass er sich tief und hart in sie bohren konnte. Seine Stößen wurden schnell kraftvoller, intensiver und verzehrender.
Schon lange hatte Sue ihren Verstand ausgeschaltet und gab sich ganz allein dem hin, was Danny in ihr entfesselte, mit ihrem Körper anstellte.
Wieder und wieder drang er in sie ein, rieb mit seiner Penisspitze an der kleinen, rauen Stelle in ihr, ließ sie jedes Mal aufs Neue zusammenzucken. Dabei reizte sein Daumen immer weiter ihre kleine, harte Perle, die nicht genug bekommen konnte von ihm und davon, was er mit ihr tat,
»Das würde ich mir nie erlauben«, antwortete er mit belegter Stimme, küsste sie endlich wieder und legte seine Arme eng um ihren Oberkörper. Sie waren sich so verdammt nah. Sue spürte, dass das nicht nur körperlich war. Zwischen ihnen entstand eine Verbindung, eine Nähe, die sie nicht in Worte fassen konnte. Oder wollte. Denn auch, wenn sie es nur ungern zugab, es machte ihr Angst.
Natürlich hatte sie sich auf seinen Vorschlag eingelassen. Doch wer konnte ahnen, dass der Sex mit Danny so alles verzehrend sein würde? Dass sie, selbst während er noch in ihr war, sie so herrlich penetrierte und in andere Sphären trieb, nicht genug von ihm bekam und mehr wollte.
Sie spürte, dass Danny selbst auch nicht mehr lang brauchte. Immer unkontrollierter, nachlässiger wurden seine Stöße. Sein Kuss noch gieriger, und sie wusste, dass er das hier genauso genoss wie sie selbst. Es war gefährlich, was sie hier begannen. Aber sie konnte sich nicht dagegen wehren.
Mit einem letzten Stoß, so tief wie keiner davor, schickte er sie erneut über ihre Klippe, riss sie in den Abgrund und folgte ihr gleichzeitig. Sie kamen gemeinsam, dämpften ihr Stöhnen mit ihrem Kuss und gaben sich einander vollkommen hin. Es gab nichts mehr zwischen ihnen, das verboten schien.
Mehrere Minuten lang verharrten Sue und Danny bewegungslos. Sie genoss seine Nähe. Wie er sie fest in seinen Armen hielt und sich in ihr ergoss. Heiß schoss sein Sperma in sie, lief aus ihr heraus, und sie fragte sich unweigerlich, wie hoch der Aufpreis sein müsste, damit der Whirlpool gereinigt würde. Sue kicherte über diesen Gedanken, was die Stille durchbrach, und auch die angespannte Stimmung.
Ein wenig nur beugte sie sich nach hinten, blickte in Dannys wunderschöne Augen, die für sie offen wie ein Buch waren. Er verbarg nichts vor ihr. Weder, dass ihn ihr Kichern amüsierte, noch dass er immer noch Lust auf sie hatte. Auch nicht die Zuneigung, die er für sie empfand. Nur ein kleines bisschen schnürte es Sue das Herz zusammen, als sie es erkannte. Denn sie beide durften so nicht füreinander empfinden. Wenn, dann war das hier Sex und nichts anderes.
Bevor einer von beiden etwas Dummes sagen konnte, vereinte sie ihre Lippen wieder mit Dannys Mund, beendete ihre Gedanken und gab sich ein weiteres Mal ihrem Verlangen nach ihm hin.
Dieser Nachmittag sollte unvergesslich werden. Und Sue wollte alles dafür tun, um die Erinnerungen so intensiv wie möglich zu gestalten.

4. Danny

Er sollte jetzt wirklich nicht hier vor dieser Tür stehen. Er sollte bei Ben sein und ihm Whiskey oder irgendeinen anderen harten Alkohol einflößen. Denn auch, wenn sein Geschäftspartner wusste, welchen Glücksgriff er mit dieser Heirat machte, hatte er ganz schön damit zu kämpfen, eine Frau zu heiraten, die er so gar nicht liebte. Oder mit der in keiner Hinsicht, weder im Bett, noch im alltäglichen Leben, etwas anfangen konnte.
In den letzten Wochen hatte sich der Bräutigam mehr als einmal bei ihm ausgeweint, sich beschwert und überlegt, ob er das alles nicht einfach abblasen sollte. Dass Danny das begrüßen würde, konnte er ihm schlecht sagen. Schließlich wollte er Ben nicht auf die Nase binden, dass er mit seiner Verlobten schlief. Und zwar täglich seit diesem Nachmittag.
Danny wusste nicht, wie es so intensiv hatte werden können. Es war nicht nur, dass er nicht genug von Sue bekam. Jeden Tag verzehrte er sich nach ihr, nach ihrem Duft, nach ihrer weichen Haut und nach den erotischen Geräuschen, die aus ihrem Mund drangen, wenn er sie kommen ließ.
Selbst jetzt konnte er sie noch auf der Zungenspitze schmecken, obwohl sie sich gestern nicht gesehen hatten. Die Nacht vor der Hochzeit hatte Sue allein verbringen wollen. Und Danny konnte das gut verstehen. Denn es war nicht nur der Sex, der sie so faszinierend machte. Sue als Frau war unglaublich. Stundenlang hatten sie sich unterhalten, über ihre Leben, ihre Wünsche gesprochen. Für Danny war klar, dass er Sue wollte. Und zwar ganz.
Doch das war unmöglich, und so hielt sich Danny zurück, schenkte ihr die verheißungsvollsten Stunden, die sich Sue vorstellen konnte, und blieb an ihrer Seite, wenn sie es wollte.
Jetzt stand er vor ihrer Tür in der Kirche, in der sie in einer Stunde Ben heiraten sollte. Eine Hochzeit, die mittlerweile keiner der beiden mehr wollte. Erst vor wenigen Minuten hatte ihm sein Partner eröffnet, einfachen keinen Draht zu Sue entwickelte. Wie das ging, lag außerhalb von Dannys Vorstellungsvermögen, aber es war ihm nur recht. Denn Ben war drauf und dran gewesen, mit Sues Vater zu sprechen. Ein Lächeln stahl sich auf Danny Mund, als er daran dachte, wie ihre Mutter toben würde, wenn Ben von sich aus diese Farce absagte.
Danny klopfte an die Tür, bevor er es sich anders überlegen konnte, und hörte trippelnde Schritte von drinnen. Aufgetakelt bis in die Haarspitzen kam Sues Mutter zum Vorschein und verzog die Lippen zu einem schmierigen Lächeln. Wahrscheinlich dachte sie, es machte Danny an, doch sein ganzer Fokus lag auf der Braut.
»Danny, schön dich zu sehen, was kann ich für dich tun?«, säuselte Mrs. Thompread viel zu hoch für einen angenehmen Tonfall.
»Sie gar nichts. Ich möchte Sie alle bitten, Sue jetzt allein zu lassen. Es dauert nicht mehr lang, bis es losgeht, und in der Zeit soll die Braut sich noch ein wenig ausruhen und entspannen.«
Mit ihm, setzte er in Gedanken hinten dran und suchte Sues Blick. Sie hatte eine Champagnerflöte in der Hand, hielt sich schon beinahe krampfhaft daran fest und unterdrückte ein Grinsen, als ihre Mutter empört schnaubte.
»Ich werde wohl am besten wissen, was meine Tochter jetzt braucht«, schimpfte sie aufgebracht.
»Ich denke nicht. Sie machen sie nur ganz kirre. Wenn ich Sie nun auffordern dürfte, zu gehen? Ihr anderen bitte auch«, kommandierte Danny alle aus dem Zimmer und half bei Sues Mutter sogar noch ein wenig nach.
»Ihr Assistent wartet unten auf Sie«, flüsterte er Mrs. Thompread ins Ohr, als sie sich weigerte, den Raum zu verlassen. Daraufhin verschwand sie sofort. Es war wirklich von Vorteil, solche kleinen Details zu wissen. Denn auch die Dame des Hauses pflegte eine außereheliche Beziehung mit ihrem halb so alten Assistenten, der es noch genoss, von einer älteren Dame verführt zu werden.
»Ich danke dir!«, seufzte Sue, als endlich alle den Raum verlassen hatten und sie beide allein waren. Er stand mit dem Rücken zur Tür, hatte seine Hände am Schlüssel.
»Soll ich dich auch allein lassen?«, wollte er von ihr wissen, auch wenn er hoffte, sie würde Nein sagen. Zu seinem Glück schüttelte sie tatsächlich den Kopf, bevor sie sich von ihm abwendete und ihr Glas mit einem Schluck leerte.
Mit einem klickenden Geräusch schloss er die Tür ab und ging mit großen Schritten auf sie zu. Er wollte sich nicht vorstellen, was gerade in ihr vorging. Jemanden zu heiraten, um dem Vater die nächste Amtszeit zu ermöglichen. Einen Mann, der sie weder sexuell noch intellektuell forderte. Mehr als einmal hatte Sue das Handtuch werfen wollen. Doch ihr Vater war ihr wichtig, seine Ziele waren schon immer die ihren gewesen. Wenn es nicht gerade ihr Leben so stark beeinflusste.
»Wie kann ich dir helfen?«, fragte er sie, als er direkt hinter ihr stand, die Hände in ihren Nacken. Ganz sanft zogen seine Daumen Kreise auf ihrer Haut, übten leicht Druck aus, und er spürte, wie sie sich unter seiner Berührung entspannte. Ihr Kopf fiel leicht zur Seite und ein leises Seufzen war auszumachen, als er ein wenig mehr zudrückte und ihr die Entspannung gab, die sie brauchte.
»Sei an meiner Seite, wenn das hier schief geht«, hauchte sie, und er hätte sie beinahe nicht verstanden. Sein Herz schlug ein wenig schneller bei ihren Worten, denn diese letzten beiden Wochen waren ihm unter die Haut und anscheinend auch an Sue nicht spurlos vorüber gegangen.
»Was ist damit, dass das zwischen uns nur Sex sein sollte?«, drängte er zu erfahren, bevor seine Lippen ihre Haut trafen und er kleine Küsse auf ihrem Nacken verteilte. Sie erschauderte unter seinem Tun, lehnte sich gegen ihn und verlangte allein dadurch mehr von ihm. In der kurzen Zeit hatte er sie und ihren Körper kennengelernt, wusste, was ihr gefiel und was sie brauchte. Und wie.
»Beug dich nach vorn«, forderte er sie leise auf, und sie folgte seinem Wunsch sofort. Danny ging hinter ihr in die Knie, griff vorsichtig nach dem Saum ihres Kleides und legte den Rock über ihren Rücken.
Sie trug weiße Strümpfe samt passender Strumpfbänder, einen weißen Spitzenstring. Zärtlich strichen seine Fingerspitzen über den weichen Stoff und er spürte mit Freuden, dass Sue bereits feucht war. So feucht, dass er es fühlen konnte.
»Du bist schon wieder so bereit«, raunte er gegen ihre Scham, bevor er sie küsste. Er konnte ihren Duft einatmen, inhalierte ihn beinahe, bevor seine Zähne durch den Stoff hindurch an ihr knabberten. Seine Hände hatte er auf Sues Po gelegt, knetete ihn leicht, hielt sie an Ort und Stelle. Denn sie wurde bereits unruhig, als seine Zunge über ihr Höschen leckte.
»Bitte«, flehte sie ihn unbeherrscht an und Danny liebte es, wie schnell sie keine Chance mehr gegen ihn hatte. Ihr Körper verriet, was sie wollte, noch bevor Sue es selbst wusste.
»Was bitte?«, verlangte er grinsend zu erfahren, zog aber gleichzeitig das Höschen über ihre Hüfte, ihren wohlgeformten Po, bis zu den Knöcheln. Sue zitterte leicht, als seine Hände über ihre Beine zurückstrichen, er seine Daumen über ihre Spalte gleiten ließ.
»Nimm mich bitte. Ich halte das nicht mehr aus«, presste sie angestrengt hervor, zitterte nur um so stärker, als er gegen ihre Scham blies. Ihr Saft glitzerte bereits zwischen ihren Schamlippen, zeigte ihm deutlich, wie sehr sie ihn wollte. Und Danny ging es nicht anders.
Sein Penis zuckte aufgeregt in der Anzughose, verlangte nach Sues Enge und dem unglaublichen Gefühl, sie auszufüllen.
»Für die Braut tue ich doch alles«, antwortete er ihr immer noch grinsend, öffnete mit einer Hand seine Hose, während seine Finger in ihre Nässe eintauchten. Sue stöhnte leise seinen Namen, als er sie so massierte, sie ein wenig antrieb und ihr zeigte, wer die Kontrolle über ihren Körper und ihre Lust hatte.
Mit weichen Knien stand Danny wieder auf, positionierte sich hinter Sue und strich mit seiner Eichel durch ihre Vagina. Sie war heiß, nass und so bereit für ihn, dass er mit einem Stoß in sie eindringen konnte. Einige Sekunden lang verharrte er in ihr, genoss das Gefühl, wie sie ihn umschloss und ihre Lust zuckend ihren Körper vereinnahmte.
»Du fühlst dich so gut an.«
Seine Worte waren nur geflüstert und doch wusste er, dass Sue ihn verstand. Alles, was er sagte, kam bei ihr an. Selbst wenn es in seiner höchsten Ekstase geknurrt war.
Doch jetzt hatten sie keine Zeit mehr, sich ewig zu genießen. Das konnten sie tun, wenn das alles hier vorbei war.
Also zog er sich fast vollständig aus ihr zurück, nur um seinen Penis in schnellem, harten Tempo wieder und wieder in sie zu treiben. Sue stöhnte lustvoll, krampfte sich um ihn, wollte ihn antreiben, denn sie liebte dieses Tempo. Es dauerte nicht lange, bis Danny spürte, dass Sue nicht mehr konnte. Ihre Knie gaben nach, ihr Körper bebte immer stärker. Auch seine Lust, seine Erregung erreichten ihr Höchstlevel, und so begann er damit, ihre Perle zu reiben, sie zu reizen und Sue so Sterne sehen zu lassen. Ihr Inneres zog sich so heftig um ihn zusammen, dass es leicht schmerzte, als sie kräftig kam, ihn mitriss und sich mit ihm ein letztes Mal bewegte. Hart pulsierend kam er, ergoss sich stoßweise und ging dann in die Knie. Sue zog er mit sich, hielt sie in ihrem Hochzeitskleid im Arm, als sie zusammen die Wogen ihrer Höhepunkte genossen. Wieder übermannte ihn das Verlangen nach dieser Frau. Unablässig küsste er ihren Nacken, hielt ihre Hände fest in seinen, und ließ ihr die Zeit, die sie brauchte.
Doch auch hier konnten sie einander nicht allzu lange genießen.
Wacklig stand Sue wieder auf, griff mehrere Taschentücher und versuchte, sich zu säubern. Es gefiel ihm nicht, dass sie es tat. Aber er wusste, es musste sein. Vor dem großen Spiegel, der mitten im Raum stand, versuchten sie beide, ihr Aussehen wieder auf Vordermann zu bringen. Denn nichts wäre schlimmer, als wenn man der Braut ansah, dass sie eben frisch gevögelt war.
Sue war gerade dabei, ihren Lidstrich sorgfältig nachzuziehen, als es an der Tür hämmerte. Stimmen wurden laut, und er sah sie verwundert an. Kurz nur kontrollierte er, dass jede Strähne perfekt saß, bevor sie nickte und er zur Tür ging.
Sues Mutter kam hineingestürzt, kümmerte sich nicht um ihn, sondern schloss nur ihre Tochter in den Arm.
»Mein armes Mädchen«, weinte sie, und keiner der beiden verstand, warum.
»Was hast du, Mutter?«, forschte Sue und schob ihre Mutter von sich. Ihr war es unangenehm, von dieser Frau gehalten zu werden. Man konnte es ihr ansehen.
»Die Hochzeit, sie ist geplatzt. Dein Vater hat Ben soeben mit einer der Kellnerinnen auf der Toilette erwischt. Er hat sich noch nicht mal entschuldigt, sondern nur gesagt, dass er wenigstens eine andere Frau spüren wollte, bevor es nur noch dich gibt.«
Entsetzt blickte Sue von ihrer Mutter zu ihrem Vater, der im Türrahmen stehen geblieben war.
»Ist das dein Ernst?«, brachte sie irgendwann hervor und ihr Blick flog zu Danny. Er hatte vieles erwartet, aber nicht die Freude in ihren Augen. Oder den Schalk darin. Auch wenn sie sich erst kurz kannten, so wusste er bereits, dass Sue eine Überraschung für ihn bereithielt.
»Ja leider. Die ganzen Menschen dort unten. Was sollen wir ihnen nur sagen?«, wimmerte Mrs. Thompread, krallte sich in Sues Arm, die energisch versuchte, sie abzuschütteln. Noch immer sah sie ihn an, und da wusste er auf einmal, was sie plante.
Zielstrebig ging sie auf ihn zu, schnappte sich seine Hand und zog ihn zu ihrem Vater. Dieser beobachtete das Treiben einerseits misstrauisch, auf der anderen Seite war in seinem Blick auch Erleichterung zu sehen.
»Dad, du kannst Ben doch nicht ausstehen«, fing Sue an. Auf den Lippen des älteren Herrn zeichnete sich ein amüsiertes Schmunzeln ab, als er verhalten nickte.
»Aber du hältst große Stücke auf Danny und weißt, dass er eigentlich die Fäden in der Firma der beiden zieht, richtig?«
Wieder nickte ihr Vater, während sie Dannys Hand drückte. Das Herz schlug ihm bis zum Hals, aber es war nicht Angst, was er verspürte. Es war die süße Erkenntnis darüber, dass Sue in ihm wirklich nicht nur eine Affäre sah. Sondern mehr. Sehr viel mehr.
»Was würdest du dann davon halten, wenn ich einfach ihn heirate? Es würde keinen Ausfall der Publicity geben, du könntest es so drehen, dass Ben ein mieser Betrüger und Danny mutig für ihn eingesprungen ist. Keine Einbußen, sondern nur ein Vater, der um das Wohl seiner Tochter besorgt ist, die todunglücklich über den Betrug ihres Verlobten war. Und du hast ihr den perfekten Ersatz geliefert. Was denkst du?«
»Dass ich bei deiner Erziehung alles richtig gemacht habe«, antwortete der Senator seiner Tochter und zog sie in seine Arme.

ENDE

Valentinsspecial 2017 – 3

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20 Autorinnen haben sich zusammengetan und für euch witzige, romantische und heiße Kurzgeschichten geschrieben!

Jeden Tag gibt es drei von ihnen für euch auf Facebook oder hier auf meiner Seite!

Die Dritte im Bunde ist Jessica Raven – Kiss me, Please!

Hm, was läuft denn heute Interessantes im Kino?

Ich blicke zu dem kleinen Bildschirm hoch, der die Kinovorschau samt Vorstellungszeiten anzeigt. Es ist zwar nicht so, dass ich bei den angebotenen Filmen Frust schiebe, doch am Valentinstag muss ich nicht unbedingt in eine Schnulze gehen. Noch dazu ohne Date. Das tue ich mir nicht an, denn das Mädchen in mir ist dann doch etwas eifersüchtig auf die anderen Paare. Genau aus diesem Grund sehe ich mich nach einem Actionfilm um. Ich glaube, der neue Triple X mit Vin Diesel ist genau das Richtige für mich. Gute Action und ein heißer Kerl zum Anschmachten. Ein Glück für mich, dass niemand an der Kinokasse ansteht, denn somit komme ich gleich dran.

„Eine Karte für Triple X, bitte“, sage ich und lächle den älteren Herrn an der Kasse freundlich an.

„Alleine?“, kommt es prompt von ihm.

Warum fragt der so doof? Hat er mir nicht zugehört? Alleine zu sein, ist doch nicht schlimm, denke ich, denn schließlich sagte ich bereits, dass ich nur eine Karte brauche.

„Ja“, antworte ich mit zusammengebissenen Zähnen.

„Okay. VIP-Sitzplatz oder normal?“ Da brauche ich nicht lange zu überlegen.

„VIP“, entgegne ich schnell. Am Valentinstag gönne ich mir den Luxus und zahle gerne ein paar Euro mehr für den Film. Der Kassierer reicht mir die Kinokarte und wünscht mir einen schönen Abend. Ich kann an seinem Blick erkennen, dass er Mitleid mit mir hat, da ich alleine hier bin. An diesem Tag. Als ob es ein Verbrechen wäre. Was kann ich denn dafür, dass ich schon das dritte Mal in Folge an einem Valentinstag Single bin? Nichts, genau. Ich mache das Beste aus diesem Tag und gönne mir was.

 

Bevor ich hoch zum Kinosaal gehe, möchte ich mir noch Popcorn holen. Deswegen stelle ich mich an der Snackbar an und bin abermals verwundert, dass auch hier keine Leute sind. Von den Bediensteten mal abgesehen.

„Wow, bei euch ist ja heute wenig los“, beginne ich das Gespräch mit der Verkäuferin. Diese schenkt mir ein müdes Lächeln und lehnt sich mit der Hüfte am Tresen an. „Sind alle bereits im neuen Shades of Grey-Film. Alles Pärchen und so.“

Wie sie das sagt. Pärchen und so. Und was bin ich dann? Als ob ich kein normaler Mensch wäre, rast es in meinen Gedanken.

So langsam geht mir das Getue hier auf den Geist. Bin ich denn echt weniger wert als junge Frau, wenn ich diesen Abend alleine im Kino verbringe? Natürlich hätte ich auch Freunde fragen können, ob sie mir Gesellschaft leisten. Doch die meisten hatten bereits ein Date oder sind in einer Beziehung. Und das fünfte Rad am Wagen zu sein, darauf habe ich echt keine Lust.

„Eine kleine Tüte Popcorn, bitte. Und haben Sie auch eine Flasche Sekt?“, frage ich. Mit einer hochgezogenen Augenbraue hebt die Dame einen Piccolo hoch. „Ja, diese zweihundert Milliliter-Fläschchen haben wir.“

„Gut, dann zwei davon.“ Stumm gibt sie mir alles, kassiert ab und wünscht mir dann noch einen schönen Abend.

„Danke, den habe ich sicher. Denn nun kann ich mich bei einem guten Film und mit einem heißen Kerl sinnlos betrinken.“ Zum Gruß hebe ich noch eine Flasche an, nicke ihr kurz zu und gehe dann die Stufen zum Kinosaal hinauf.

 

So wie es aussieht, bin ich echt die Einzige, die heute in diesen Film geht. Auch schön, eine private Vorstellung.

Zufrieden mit mir und der Welt steuere ich die obere Reihe an, denn dort befinden sich die VIP-Plätze. Große rote Lederstühle, die man auch nach hinten kippen kann. So bequem. Fast wie zu Hause auf dem Sofa.

Das Popcorn stelle ich auf den leeren Sitz neben mir, einen Piccolo in den Becherhalter an der Armlehne. Die andere Flasche halte ich fest in der Hand und öffne sie. Da ich ganz alleine im Kinosaal bin, proste ich mir selbst zu und trinke einen großen Schluck.

„Ah …“, stöhne ich vor mich hin und lasse mich in meinem Stuhl zurückfallen. Die Beine strecke ich aus und warte, bis der Film startet. Ein Mitarbeiter kommt noch zur Tür rein und sieht sich kurz im Saal um.

„Nur ich hier!“, rufe ich ihm zu. „Kannst also schon einschalten.“

„Nein, bitte wartet noch einen Moment!“, höre ich eine tiefe und sehr männliche Stimme. Und dann tritt ein junger Mann an dem Mitarbeiter vorbei. Er reicht ihm noch schnell seine Kinokarte und geht anschließend die Stufen hoch. Ich beobachte ihn, kann aber nicht mehr so gut sehen, da das Licht bereits gedimmt wurde. Doch das, was ich noch erkennen kann, sieht sehr gut aus.

„Oh, du bist alleine hier?“, fragt er, als er eine Reihe vor mir stehen bleibt. Ich blicke mich im Saal um und nicke dann.

„Cool, ich auch. Darf ich mich zu dir setzen?“, fragt er ganz unverblümt. Kurz bin ich von dieser Frage überrumpelt, nicke aber stumm. Hat man mir verdammt noch mal die Stimmbänder entfernt oder was ist mit mir los?

Der Kerl mit der sexy Stimme kommt zu mir und hält mir die Hand hin.

„Hi, ich bin Daniel. Und du bist?“ Ich nehme seine Hand und schüttle sie, als ich ihm antworte: „Jana.“ Obwohl ich nur sitze und mich nicht anstrenge, klingt meine Stimme atemlos.

„Hübscher Name“, äußert Daniel und setzt sich in den Stuhl neben mich.

„Hey, Sie da! Sie haben nur einen normalen Platz bezahlt!“, ruft der Mitarbeiter verärgert zu uns rauf. Schneller, als Daniel antworten kann, steht er dann auch schon vor uns.

„Sie müssen auf einen der anderen Sitzplätze wechseln.“ Mit offenem Mund starre ich den Kerl an. Will der mich verarschen? Keine Sau außer Daniel und mir ist in diesem Film.

„Keinen Stress. Hier bitte, damit ist der Sitzplatz bezahlt.“ Daniel hält dem Mitarbeiter einfach einen Zehneuroschein vor die Nase. Dieser nimmt ihn grimmig an und verschwindet wieder aus unserer Reihe. Als er den Film endlich startet und aus dem Saal geht, beginnen Daniel und ich laut loszulachen.

 

„Oh mein Gott! Ich dachte echt, dass er dich noch rauswirft“, sage ich unter Lachtränen.

„Ja, mit dem ist nicht zu spaßen, wie es aussieht.“ Der Film beginnt und wir wenden uns der Leinwand zu. Leider kann ich mich nicht wirklich auf den Streifen konzentrieren, denn Daniel zieht meine komplette Aufmerksamkeit auf sich. Es dauert nicht lange und mein Blick schweift immer wieder zu ihm hinüber. Ich bin der Meinung, dass er es nicht mitbekommt, da seine Augen stur nach vorne gerichtet sind, deswegen sehe ich ihn immer länger an. Plötzlich dreht er jedoch seinen Kopf und blickt mich direkt an.

Wow, ist alles, was ich denken kann.

Das nenne ich einen magischen Moment.

Unsere Blicke verhaken sich ineinander und es ist, als ob der Film stehen bleiben würde. Als hätte jemand auf Pause geschaltet.

„Was macht so eine hübsche Lady wie du an einem Valentinstag alleine im Kino?“, fragt er mich einfach. „Valentinsfrust?“

Ich schüttle den Kopf. „Nein, einfach kein Date und das schon seit Jahren“, antworte ich ehrlich. Warum ich ihm das so genau sage, weiß ich selbst nicht. Mein Hirn setzt aus bei seinem durchdringenden Blick. Und mein Herz beginnt zu flattern. Mir wird plötzlich ganz heiß.

„Warum dann zwei Flaschen Sekt?“

„Wollte mich sinnlos betrinken.“ Ein tiefes Lachen erfüllt den Raum und meinem Körper schenkt es ein aufregendes Prickeln. Ein Schauder jagt durch mich hindurch und bringt mein Herz dazu, schneller zu schlagen. Ich muss kräftig schlucken, bevor ich überhaupt ein weiteres Wort sagen kann.

„Willst du mit mir eine Flasche trinken?“

„Eigentlich bin ich kein Sekttrinker, aber ich denke, dass ich bei dir eine Ausnahme machen kann.“ Grinsend, als hätte ich gerade im Lotto gewonnen, reiche ich ihm die zweite Flasche.

„Auf einen schönen Abend“, sage ich und halte meine geöffnete Flasche hoch. Daniel öffnet seine ebenfalls und stößt mit mir an.

Für einen kurzen Moment blicken wir uns noch an, dann jedoch widmen wir uns wieder dem Film. Vin Diesel ist so heiß anzusehen, ich weiß nicht, ob ich wegen ihm oder wegen Daniel zu schwitzen anfange. Unruhig sitze ich da und weiß nicht, wohin mit meinen Füßen und meinen Händen. Mal habe ich sie übereinandergeschlagen, dann wieder ausgestreckt. Doch nichts passt mir. Ich kann mich einfach nicht mehr auf den Film konzentrieren. Immer wieder wandert mein Blick zu Daniel. Als er sich schließlich über seine Lippen leckt, bekomme ich fast einen Anfall. Ich würde am liebsten auf ihn springen und seinen schönen Mund küssen. Normalerweise bin ich nicht so bei fremden Männern. Doch bei Daniel ist sofort ein Funke übergesprungen. Zumindest von meiner Seite aus. Doch die Seitenblicke, die auch er mir immer wieder zuwirft, wenn er denkt, ich würde ihn nicht mehr ansehen, sagen vieles. Die Spannung im Saal wirkt wie aufgeladen und nimmt mit jeder Minute noch ein Stückchen weiter zu. Wie sehr ich mir doch gerade wünsche, dass er mich am Hinterkopf packt und einfach hart seine Lippen auf meine presst. Vielleicht passiert es ja auch, wenn ich ganz fest daran glaube und meinen Wunsch immer wieder in Gedanken formuliere. Stumm formen meine Lippen diese Bitte mit. Wiederholen jedes Wort immer und immer wieder. Irgendwann muss ich jedoch so in mein Mantra vertieft sein, dass ich es wohl laut ausspreche.

Daniel dreht seinen Kopf in meine Richtung und sieht mich ungläubig an. Seinen Blick kann ich nicht deuten – wegen der Dunkelheit im Saal -, doch bin ich mir sicher, dass er meinen sehr gut sieht. Weit aufgerissene Augen und den Mund offen, so starre ich ihn an. Ein „Oh!“ kommt mir noch dazu über die Lippen. Ich möchte am liebsten im Erdboden versinken, außer er würde mir meinen Wunsch erfüllen.

„Ich soll dich also küssen?“, fragt Daniel mich direkt. Kurz überlege ich, ob ich ihn anlügen und ihm auftischen soll, dass ich das zu Vin auf der Leinwand gesagt habe, entscheide mich dann aber, den Stier bei den Hörnern zu packen und einfach ehrlich zu ihm zu sein.

„Ja“, hauche ich und warte nervös auf seine Reaktion. Es dauert für meine angespannten Nerven fast zu lange, bis er auf meine Antwort reagiert. „Warum sagst du das nicht gleich?“, erwidert er heiser und mit einem sexy Grinsen im Gesicht, beugt sich nach vorne und nimmt mein Gesicht in seine Hände. Das sind die letzten Worte, die ich bis zum Ende des Films von ihm höre. Unsere Münder treffen sich und der Kosmos verschiebt sich.

 

Happy Valentine’s Day!

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Bad Santa – das Jahr endet heiß – Epilg

Auch wenn es ein wenig länger gedauert hat – zwischen Weihnachten und Neujahr ist es immer so anstrengend statt entspannend – habe ich hier das Ende, also den Epilog, von Camilla & Jo für euch!

Vielen Vielen Dank, dass ihr die beiden mit mir begleitet und mit uns gelitten habt! Ich danke euch außerdem für die Motivation, diese Geschichte zu schreiben 🙂 Der Plan sieht so aus, dass ich es als Ebook herausbringen werde – aber sicher erst gegen Ende des Jahres, denn jetzt ein Weihnachtsbuch? 😉 Also freue wir uns auf ein Wiedersehen in ein paar Monaten 🙂

Jetzt wünsche ich euch viel Spaß mit dem Ende! Hoffentlich ist es so, wie ihr es euch vorgestellt habt 😉

***

Ein Neuanfang – Camilla

Obwohl bereits Silvester vergangen ist und Jo alles dafür tut, dass ich den Zwischenfall mit Tim vergesse, zucke ich jedes Mal zusammen, wenn irgendwo ein Geräusch auftaucht, das ich nicht sofort zuordnen kann.
Mir ist klar, dass wir Glück hatten. Dass ich Glück hatte. Denn auch wenn ich mich stark und unantastbar gezeigt habe, raste mein Puls ab dem Moment, in dem ich meinen Stiefvater gesehen habe. Seine Beleidigungen gehen mir nicht aus dem Kopf, auch wenn ich weiß, dass nichts davon wahr ist.
Schon nach meiner Flucht habe ich Jahre gebraucht, um die Gemeinheiten aus meinem Kopf zu bekommen. Wenn man Dinge immer und immer wieder hört, ganz egal, wie abwegig und falsch sie sind – irgendwann glaubt man sie.
Jo ist fantastisch. Seit dem Moment, in dem die Beamten Tim wegschafft haben, seine Stimme noch in meinen Ohren nachhallte, hat er sich um mich gekümmert. Wirklich daran erinnern, wie ich mit ihm zu seiner Mum gekommen bin, kann ich mich nicht mehr.
Ich weiß nur, dass er meine Wohnung geöffnet, eine Tasche gepackt und mich in sein Auto verfrachtet hat. Das Nächste, was ich wieder klar wahrgenommen habe, ist die freundliche Umarmung seiner Mum, als wir angekommen sind. Als würde ich schon immer dazugehören – zu Jo gehören – hat sie mich in den Arm genommen und festgehalten. Das war der Moment, in dem bei mir alle Schleusen geöffnet worden und ich weinte. Gefühlt stundenlang flossen die Tränen und die Anspannung der letzten Jahre, wie verrückt, fiel von mir ab. Jo war an meiner Seite, hielt meine Hand und sagte einfach gar nichts.
Silvester selbst, haben wir ganz entspannt verbracht, mit einem tollen Essen, alten Filmen und lustigen Bildern aus Jos Kindheit. Selten habe ich mich so geborgen gefühlt, wie in diesen Stunden. Aber vor allem habe ich mich nie zuvor so geliebt gefühlt.
Mit jedem Blick, jeder kleinen Berührung, jedem Wort, hat Jo mein Herz schneller schlagen lassen und ich mir ist klar geworden, dass ich diesen unglaublichen Mann tatsächlich liebe. Dass er in diesen zwei Wochen mein Herz erobert und mich damit gerettet. Denn wenn ich jetzt zurückblicke, wird mir klar, dass ich einsam gewesen bin. Nichts hat mir wirklich Freude gemacht, außer die Arbeit mit Jo im Laden. Die One-Night-Stands, die flüchtigen Affären – nichts war richtig.
Seit ich das weiß, geht es mir besser. Denn seitdem kann ich damit abschließen, was mir passiert ist. Zumal ich Jo versprechen musste, jetzt doch endlich mit einer Therapeutin zu reden. Nur widerwillig habe ich dem zugestimmt, aber nach den Erkenntnissen der letzten Tage, konnte ich ihm das schlecht abschlagen.
„Wann willst du wieder zurück in die Stadt fahren?“, möchte Jo in diesem Moment von mir wissen, als ich mich in seinen Armen umdrehe und den Kopf auf seine Brust lege. Wir sind im Gästezimmer seiner Mum und ich weigere mich schon seit einer Stunde das Bett zu verlassen. Nicht, wenn dieser schöne Mann, nackt und herrlich verschlafen neben mir liegt.
Seine Finger wandern federleicht über meinen Rücken, lassen einen angenehmen Schauer darüber rieseln und mir wird bewusst, dass ich Jo noch gar nicht gesagt habe, was ich mittlerweile für mich herausgefunden habe. Dass das zwischen uns für mich mehr ist als ein Deal. Dass ich mit ihm zusammen sein will. Dass er mein persönlicher Held ist, den ich nie wieder missen möchte.
Selten habe ich solche kitschigen, gar romantischen Dinge, gedacht, aber wenn es um ihn geht, kann ich gar nicht anders.
„Wenn es nach mir geht, verlassen wir dieses Bett nie wieder. Die Fahrt nach Hause dauert mir viel zu lange“, antworte ich ihm leise, lasse meine Finger über seine Brust, seinen Bauch bis zu seinem Schritt wandern und lege meine Hand um seinen Schaft. Seufzend schließt Jo für einen Moment die Augen, genießt, wie meine Hand sich langsam auf und ab bewegt. Ich dagegen unterdrücke ein Grinsen, denn sein Penis reagiert sofort auf meine Berührungen. Es dauert nicht lange und er liegt schwer, heiß und hart in meiner Hand.
„Mach so weiter und ich komme wie ein kleiner Junge“, knurrt er dunkel, als ich den Daumen über seine Krone streichen lasse, den Druck ein wenig erhöhe und selbst vor Lust zergehe. Von ihm kann ich einfach nicht genug bekommen, ganz egal, wie oft wir miteinander schlafen.
„Ich bin mir sicher, dass du das zu verhindern weißt“, ziehe ich ihn auf, erhebe mich langsam und schiebe die Decke mit der freien Hand vollständig von seinen Lenden. In seiner vollen Pracht liegt Jo nun vor mir und ich kann mich an ihm einfach nicht sattsehen. Es ist verrückt. Früher wurden die Männer nach einer Nacht langweilig für mich, sie interessierten mich einfach nicht mehr. Mit Jo ist das alles so anders, denn er wird mit jedem Mal nur noch anziehender, heißer und begehrenswerter.
„Camilla“, stöhnt er leise, nachdem ich den Kopf gesenkt und meine Lippen um seine Krone geschlossen habe. Genüsslich lasse ich meine Zunge kreisen, koste von dem ersten Tropfen seiner Lust und sauge zaghaft an ihm. Meine Hand bewegt sich weiter auf und ab, ich lasse Jos Erektion immer ein Stück weiter in meinen Mund gleiten. Ich liebe dieses Gefühl, wenn er die Hände in meine Haare krallt und sich versucht zusammenzureißen, aber eigentlich die Führung übernehmen möchte.
Wie habe ich nur so lange auf ihn verzichten können? Und wie habe ich nur denken können, dass ich mich je wieder entziehen könnte, wenn wir einmal zusammen gewesen sind? Es ist nicht nur das Körperliche, das mich an Jo fasziniert. Eher noch ist es die Verbindung zwischen uns, die mich viel mehr anmacht, als alles andere. Dass ich ihm nur in die Augen sehen muss, um zu wissen, was in ihm vorgeht. Wie er sich mir nicht entziehen kann, selbst wenn wir unter Menschen sind, vor denen wir uns wirklich zusammenreißen sollten.
„Camilla“, knurrt Jo auf einmal, packt meinen Hinterkopf und schiebt sein Becken nach vorn. Ich kann mir das Lächeln nicht verkneifen, als er das Tempo nun doch bestimmt, meinen Mund benutzt. Ich genieße die Kraft, die er anwendet, werde immer schärfer und heißer, je fester er mich packt. Es ist unglaublich, wie sehr es mich anmacht, wenn er mir ganz genau zeigt, was er will. Vor allem, weil ich es bin, die dieses Verhalten in ihm hervorruft, ist die Krönung von allem.
„Komm her“, fordert er, entzieht sich meinem Mund, zieht mich nach oben bis ich über ihm bin. Von ganz alleine setze ich mich auf, positioniere mich über seiner Erektion und lasse mich auf ihn sinken. Wir stöhnen gemeinsam, als er tief in mich eindringt und mich vollkommen ausfüllt. Ich kann bereits jetzt spüren, wie ich meinem Höhepunkt viel zu nahe bin, dafür, dass wir gerade erst anfangen. Aber wenn es um Jo geht, ist es sinnlos mich zusammenzureißen. Bei ihm habe ich keine Kontrolle über mich oder meinen Körper – er allein bestimmt, was in mir vorgeht.
Es sollte mir Angst machen, doch als seine Hände ruhelos über meinen nackten Körper streichen, meine Brüste ausgiebig massieren und liebkosen, meine Nippel zwischen den Fingern rollen lässt und dabei tief in mich stößt. Ich stütze mich auf seiner Brust ab, lasse einfach los und genieße, was er in mir auslöst.
„Jo…“, wimmere ich, als er seinen Daumen auf meine Klit legt, nur leichten Druck ausübt und mich zerspringen lässt. Das Feuer, das durch meinen Körper fegt, habe ich so noch nie empfunden, noch nie hatte ich so ein Prickeln auf der Haut, noch nie habe ich mich so vollständig gefühlt.
„Ich liebe dich, Jo“, keuche ich, als er immer schneller in mich eindringt, das Tempo nicht verringert und mich in den Himmel vögelt.
Kurzzeitig habe ich das Gefühl, dass er einen Moment stockt, bevor seine Hände sich in meine Hüften krallen, er mich fest auf seinen Penis drückt und so tief in mir ist, wie noch nie zuvor.
„Ich liebe dich auch, Camilla“, stöhnt er ungehalten, als er kommt, mich ein zweites Mal kommen lässt und mich fest in seine Arme zieht. Ich kann seinen rasenden Herzschlag gegen meine Brust spüren, seinen Penis in mir pulsieren und all die Liebe in mir ebenfalls.
„So können wir jeden Tag beginnen“, sage ich kichernd, nachdem ich mich von ihm gerollt habe und mich an ihn kuschele. Er lacht ebenfalls, küsst meinen Scheitel und lässt seine Finger über meine Haut tanzen. Noch immer kann ich all die Schmetterlinge in meinem Magen spüren und schließe die Augen.
„Sehr gern“, erwidert er leise, drückt mich eng an sich, seine Lippen noch immer auf meinem Haar.
„Wir müssen dieses Bett irgendwann wieder verlassen, Camilla“, erinnert mich Jo, nachdem wir mehrere Minuten lang still dagelegen haben.
„Ich weiß, aber ich will nicht“, beschwere ich mich kindlich, denn mit ihm hier zu liegen, ist alles, was ich mir wünschen könnte. Nach all dem Stress die letzten Tage und der Begegnung mit Tim, kommt mir die Ruhe mit Jo gerade gelegen. Dazu die Sicherheit, dass ich diesen Mann tatsächlich liebe und meine Welt ist vollkommen. Wer hätte gedacht, dass es so etwas auch für mich gibt? Die Frau, die niemals einen Mann in ihrem Leben wollte?
„Aber dann könnten wir uns in meinem Bett verkriechen – oder deines und müssten keine Angst haben, dass meine Mum irgendwann klopft und uns sehen will.“ Okay, daran ist etwas dran.
„Noch fünf Minuten, dann bin ich so weit“, lenke ich ein. Denn seine Nähe lässt mich die Dunkelheit meiner Vergangenheit vergessen. Endgültig und nicht nur eingeredet, wie vorher immer.
„Deine fünf Minuten sind um“, erinnert mich Jo, nachdem ich tatsächlich wieder eingeschlafen war. Wie wohl kann man sich bei einem Menschen nur fühlen.
„Du bist grausam“, werfe ich ihn an den Kopf, löse mich von seinem unglaublichen Körper und stehe auf. Mit schwingenden Hüften gehe ich ins Bad, weiß genau, dass er mich dabei beobachtet, aber mir soll es nur recht sein. Ich kann nicht genug davon bekommen, dass er mich so sehr begehrt. Es ist Beruhigungs- und Aufputschmittel in einem. Verrückt. Aber so ist ja eh alles, was mit ihm zu tun hat.
„Camilla?“, ruft er mir hinterher, nachdem ich wieder aus der Dusche gestiegen bin, ein wenig enttäuscht darüber, dass Jo mir nicht gefolgt ist. Aber sicher ist es gut, wenn wir uns mal eine Pause gönnen. Zumindest ein paar Stunden lang.
„Ja, mein Liebster?“, frage ich ihn grinsend, lehne mich in den Türrahmen und beobachte ihn, wie er sich den Pullover über den Kopf zieht.
„Dir ist hoffentlich klar, dass deine Liebeserklärung meine Bestätigung dafür ist, Recht gehabt zu haben. Mein Deal hat funktioniert und du wirst mich nicht mehr los“, erklärt er mir grinsend. Als ob mir das nicht klar gewesen ist. Aber ich hatte schon darauf gewartet, dass Jo mich noch einmal darauf anspricht.
Nur mit dem Handtuch um den Körper gehe ich auf ihn zu, lege die Hände auf seine Brust und sehe ihn von unten her an.
„Selbst wenn ich wollte, könnte ich nicht mehr ohne dich sein, Jo. Du hast mir gezeigt, wie schön das Leben sein kann – genau das, was du mir versprochen hast. Als ich gesagt habe, dass ich dich liebe, war es mein Ernst. Weder werde ich es zurücknehmen noch den Deal platzen lassen. Ich möchte mit dir zusammen sein. Weil du alles bist, was ich mir wünschen könnte“, sage ich leise, spüre heiße Tränen der Freude in den Augen, als sein Blick meine Liebe widerspiegelt.
„Glück gehabt. Dir hätte ich alles zugetraut“, zieht er mich zwinkernd auf, legt die Hände um mein Gesicht und küsst mich. So intensiv, dass meine Knie schon wieder weich werden. So, wie sie es bei jedem Kuss von ihm tun. So, wie ich es mir für den Rest unseres Lebens wünsche.

ENDE

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Bad Santa – das Jahr endet heiß – Teil 14

Ich bin gerade ein wenig aufgeregt…denn nach diesem Kapitel folgt nur noch eines und dann ist die Geschichte von Camilla & Jo beendet & erzählt…Herzklopfen inklusive, wenn ich daran denke, wie ihr bei den beiden mitgefiebert habt! Hoffentlich gefällt euch das Ende ❤

***

Nicht mit mir – Jo

Als Camilla vor meinen Augen zusammenbricht, wird mir klar, dass sie mich die ganze Woche angelogen hat. Seit ihre Mutter da gewesen ist, hat sie mir vorgemacht, dass es ihr nicht ausmacht. Dass es sie nicht anhebt, was diese Frau ihr gesagt hat. Dass sie keine Angst mehr vor ihrem Stiefvater hat, der ihr so schreckliche Dinge angetan hat.
Ihr Gesicht ist kalkweiß, als ich sie erreiche und sie zittert so heftig, dass ich ihre Hände kaum zu greifen bekomme.
„Camilla. Ganz ruhig. Dir kann hier nichts passieren“, will ich sie beruhigen, doch als ich eine Hand auf ihre Wange legen will, zuckt sie heftig zusammen. Es bricht mir das Herz, sie so zu sehen. Schon die ganze Zeit habe ich vermutet, dass sie sich etwas vormacht, aber das hilft und jetzt auch nicht weiter.
„Camilla. Ich bin da. Lass mich dir helfen“, bitte ich sie leise, schiebe einen Arm unter ihren Rücken, den anderen unter ihre Knie und hebe sie hoch. Es ist mir vollkommen egal, dass das total übertrieben und bescheuert für alle Umstehenden aussehen mag. Was für mich zählt, ist Camilla hier wegbringen. Ein Glück sind wir nur zwei Minuten von ihrer Wohnung entfernt, so dass wir es nicht weit haben. Ihren Schlüssel finde ich in einer der Manteltaschen. Noch immer sagt sie kein Wort, ist aber auch nicht noch einmal vor mir zurückgeschreckt, krallt sich jetzt an meinem Hals fest, als wäre es ihr einziger Halt. Mir soll es Recht sein. Ganz sicher, werde ich sie jetzt nicht alleine lassen.
„Camilla. Die Treppen musst du alleine gehen“, sage ich vorsichtig, lasse sie von meinen Armen rutschen, bis sie zitternd vor mir steht. Ihr Blick ist voller Panik, als ich sie loslassen will. Dieses Mal packt sie mich, dabei wollte ich einfach nur die Tür schließen.
„Alles gut. Hier kann dir niemand etwas tun. Ich gehe nirgendwohin und wir fahren morgen gemeinsam zu meiner Mum. Oder willst du heute noch weg?“ Mehrere Sekunden vergehen, in denen sie nachdenkt, tief durchatmet und sich langsam beruhigt. Der Abstand zu der Situation hilft ihr anscheinend.
„Morgen“, bringt sie hervor, nimmt meine Hand und zieht mich die Treppen zu ihrer Wohnung hoch. Sie ist so schnell, dass sie mehrfach stolpert, doch gemeinsam schaffen wir es nach oben. Da ich nur auf ihren Rücken geachtet habe, bemerke ich zu spät, wie sie plötzlich wirklich stehen bleibt und krache in Camilla hinein. Gerade will ich mich beschweren, sie auf andere Gedanken bringen, als mir ein unangenehmer Geruch in die Nase kriecht. Ist das ekelhaft. Stocksteif steht Camilla nun vor mir, bewegt sich keinen Millimeter mehr, so dass ich an ihr vorbei blicken muss, um den Eindringling zu erkennen. Er hat mich noch gar nicht bemerkt – oder ignoriert mich. Denn sein Blick ist einzig und allein auf Camilla gerichtet. Gierig, überheblich, höhnisch. Dinge, die er sich bei seinem Auftreten niemals herausnehmen dürfte. Ihre Reaktion zeigt mir, dass das Tim sein muss. Ihr Stiefvater. Alles in mir schreit danach, ihm direkt zu zeigen, dass er Camilla nichts mehr tun kann, selbst wenn sie gerade schockgefroren scheint.
„Ich dachte schon, mein Auftauchen hätte dich direkt dorthin gebracht, wo du hin gehörst, kleine Schlampe“, beginnt er zu sprechen und mir wird übel. Die Hände zu Fäusten geballt, will ich mich an Camilla vorbeischieben, doch ein Ruck geht durch ihren Körper und sie hält mich mit einer Hand und einem Blick über die Schultern ab.
Ihre Augen sagen mir, dass sie das schafft, dass sie mir dankbar ist, dass ich da bin, es aber ihr Kampf ist. Noch nie im Leben ist mir etwas so schwergefallen, wie sie jetzt gewähren zu lassen, aber die Tatsache, dass ich eingreifen kann, wenn er zu weit geht, hilft mir. Es ist nicht mein Kampf, nicht, solange Camilla ihn alleine bestreiten möchte. Das Einzige, was ich tun kann, ist mein Handy herauszuholen und eine Aufnahme zu starten. Camilla hat gesagt, bis auf die Bilder damals, fehlten ihr immer Nachweise, dass ihr Stiefvater ihr wirklich etwas angetan hat. Er kannte die Jungs bei der Polizei und die haben ihr nicht geglaubt. Jetzt hat sie mich und ich werde dafür sorgen.
„Was willst du hier, Tim?“, bricht Camilla das Schweigen und geht nicht mit einer Silbe auf das ein, was er gesagt hat. Ihre Stimme hat viel mehr Kraft, als ich ihr in dieser Situation zugetraut hätte und mir wird klar, was wirklich in ihr steckt. Mein Herz läuft vor Stolz, Respekt und Liebe für sie über.
„Das fragst du noch? Das Miststück von deiner Mutter hat mich doch bereits angekündigt, oder? Seit einer Woche ist sie verschwunden – wo sollte sie sonst gewesen sein, wenn nicht hier. Aber ich verspreche dir – sie ist gleich die Nächste. Nach dir.“ Camilla entweicht ein dunkles Lachen bei seinen Worten, dass mich lehrt, mich niemals mit ihr anzulegen.
„Die Nächste? Was hast du denn vor?“, fragt sie ihn ganz ruhig, lehnt sich neben die Wand neben uns. Ich folge ihr, stärke ihr den Rücken, auch wenn es mich noch immer ankotzt. Ich sollte derjenige sein, der sie beschützt.
„Du bist wirklich nicht schlauer geworden, in all den Jahren. Dumm wie immer und genauso naiv und begriffsstutzig. Du warst so blind in all den Jahren, hast dich bewegt, als könnte dir niemand etwas anhaben, als würdest du über allem stehen. Über mir stehen“, spukt er ihr entgegen, seine Stimme nimmt einen scharfen Unterton an. Doch sie zuckt nicht einmal zusammen, als er einen Schritt auf sie zumacht, sondern strafft die Schultern.
„Mir kann niemand etwas anhaben. Vor allem nicht du. Ich stehe über dir, seit ich begriffen habe, dass du krank bist und Hilfe brauchst. Ich dagegen habe alles, was ich brauche. Solange ich weit genug von dir entfernt bin. Tu uns beiden einen Gefallen und verschwinde. Es wird keine Polizei geben, keine Anzeige. Führ dieses erbärmliche Leben weiter, als wäre nichts passiert. Es ist an dir.“
Ein irres Lachen erfüllt das Treppenhaus, so kalt, dass es selbst mir eiskalt den Rücken hinab läuft.
„Denkst du wirklich, so leicht würdest du davon kommen? Wenn es nach mir ginge, würdest du schon seit zehn Jahren unter der Erde verwesen. Nur deiner dämlichen Mutter hast du es zu verdanken, dass ich meinen Plan nicht umsetzen konnte. Du kleine Schlampe hast dir erlaubt, dich von einem anderen Mann anfassen zu lassen – das gehört bestraft. Das weißt du.“
Wie krank muss dieser Typ sein, dass er wirklich denkt, er könnte Camilla etwas tun? Sieht er mich nicht? Ist er so in seiner ekelhaften Welt gefangen, dass ihn allein dieser Gedanke vorantreibt. Ich lege ihr eine Hand in den Rücken, versuche, ihr so zu vermitteln, hier zu sein. Ganz egal, was dieser Typ noch von sich gibt.
„Du hattest mir damals nichts zu sagen und auch heute nicht. Deine Drohungen sind so leer, wie dein gesamtes Leben. Wie erbärmlich muss es sein, wenn du es von mir bestimmen lässt?“, provoziert ihn Camilla. Ich bin nicht sicher, wie gut das ist, doch sein Schnauben verheißt nichts Gutes.
„Du bestimmst überhaupt nichts!“, brüllt er auf einmal, stürzt so unvermittelt auf Camilla zu, dass wir beide fast zu langsam reagieren. Nur wenige Millimeter haben gefehlt, als wir zur Seite weichen und Tim an uns vorbei stolpert. Die Treppen erschweren ihm das Anhalten, mehrfach glaube ich, er fällt gleich hin, doch trotz der Vermutung, dass er total betrunken ist, so wie er stinkt, fängt er sich erstaunlich gut an. Mit den Händen an der Wand, findet er sein Gleichgewicht wieder, wendet sich Camilla zu, die nun neben mir steht und funkelt sie hasserfüllt an.
„Dieses Mal wirst du mir nicht entkommen, Camillchen. Du gehörst ganz alleine mir, daran ändert auch dieser Gorilla nichts“, bezieht er mich das erste Mal mit ein, bedenkt mich mit einem Blick, der mich umbringen soll. Doch Camillas Stärke greift auf mich über, er kann uns überhaupt nichts.
„Ich gehöre dir ganz bestimmt nicht, denn ich gehöre niemanden. Das Einzige, was du wissen musst, ist, dass ich zu ihm gehöre. Zu Jo. Er allein ist in der Lage mich glücklich zu machen. Verschwinde alter Mann, bevor du dich lächerlich machst.“
Sie will ihn eindeutig reizen. Als ob sie ihm jetzt alles an den Kopf werfen möchte, was sie all die Jahre für sich behalten hat.
„Das hast du nicht gesagt!“, schreit er sie schriller an, als ich einem Mann mit seiner Stimme zugetraut hätte, stürmt wieder auf sie zu, doch dieses Mal ist Camilla schneller. Bevor sie ihm ausweicht, stellt sie ihm ein Bein und legt die Hand auf seinen Hinterkopf, um ihn mit dem Gesicht gegen die Wand zu drücken. All das passiert so schnell, dass ich kaum reagieren kann. Wieder frage ich mich, wieso wir verkehrte Welt haben, aber wahrscheinlich würde Camilla mir die Eier abreißen, wenn ich mich jetzt einmische.
Tim fuchtelt mit den Armen, versucht, sich gegen ihren Griff zu wehren, der nun seinen Nacken festhält, während sie sich mit ihrem gesamten Gewicht gegen ihn presst.
„Du mieses Stück Scheiße!“, brüllt er, packt hinter sich und bekommt Camillas Haare zu fassen, zerrt sie um sich herum und wirft sie zu Boden. Das ist der Moment, in dem mir scheißegal ist, ob sie mich umbringt. Er wird ihr nichts tun.
Bevor er sich auf sie werfen kann, habe ich ihn gepackt und meine Faust landet krachend in seinem Gesicht. Tim keucht erschrocken, taumelt, will sich an mir festhalten, doch da landet meine Faust ein zweites Mal in seinem Gesicht. Wenn er gedacht hat, er würde hier unbehelligt rausgehen, hat er sich geschnitten.
„Du wirst sie nie wieder anfassen“, zische ich, hole schon wieder aus, doch eine kleine Hand hindert mich. Sanft legt sie sich über meine Finger, so dass ich den Kopf zur Seite drehe und in die beruhigenden Augen meiner Freundin blicke. In dieser Situation hätte ich ihr alles zugetraut, aber nicht diese Zuneigung und Dankbarkeit in den Augen.
Noch immer halte ich Tim am Kragen gepackt, doch er wehrt sich nicht mehr. Meine Faust tut scheiße weh. Selten habe ich so gerne Schmerz gespürt, wie jetzt.
„Lass ihn los, mein Held. Ich denke, er hat begriffen, dass er gegen dich nicht ankommt. Oder, Tim?“ Ihre Stimme hat einen harten Zug bei den beiden letzten Worten.
„Ihr kriegt mich nicht klein“, zischt dieser, und der Drang ihn windelweich zu prügeln nimmt überhand.
„Wir vielleicht nicht, aber die Polizei bestimmt“, erwidert Camilla lächelnd. In diesem Moment höre ich, wie es in den Wohnungen um uns herum klingelt, irgendjemand den Summer betätigt und schwere Schritte die Treppe hocheilen.
„Das hast du nicht getan!“, fährt Tim seine Stieftochter an, die lächelnd einen Schritt zurückmacht, mich mit sich zieht, so dass ich ihn loslassen muss und er zu Boden geht. Genau in dem Moment, in dem zwei bewaffnete Beamte um die Ecke des Treppenhaus stürmen, gefolgt von zwei weiteren Kollegen.
„Oh doch, das habe ich wohl getan. Und glaube mir, in Verbindung mit meinen alten Tagebüchern, den Bildern und Jos Aufnahme, wirst du eine hübsche Zelle beziehen.“
„Alles in Ordnung hier?“, fragt der Officer, als er uns erreicht, die Waffe auf Tim am Boden gerichtet.
„Ist es. Ich habe Sie wegen meinem Stiefvater angerufen. Meine Aussage habe ich drinnen schriftlich für Sie bereits festgehalten. Er hat mich tätlich angegriffen und mein Freund hat mich verteidigt, als ich am Boden lag.“
Ich höre, was Camilla sagt, verstehe auch, dass sie die Polizei gerufen haben muss, nachdem ich mich Tim angenommen aber mein Kopf ist nicht in der Lage es zu verarbeiten.
„Du hast mich reingelegt, du miese Schlampe. Hast mich hergelockt, um mich zu verführen und jetzt drehst du den Spieß um. Hören Sie nicht auf sie, Officer. Diese Frau ist eine notorische Lügnerin. Sehe ich aus, als hätte ich ihr etwas getan? Ich bin angegriffen worden – hinterrücks.“
Die Beamten zerren Tim unbeeindruckt auf die Beine, während er versucht, die beiden davon zu überzeugen, dass wir ihn verarscht hätte.
„Hier, Officer. Auf meinem Handy ist eine Aufnahme, wie er meiner Freundin gedroht hat. Sollen wir direkt mit auf die Wache kommen? Ich sage gerne aus“, schalte ich mich ein, reiche dem Polizisten neben mir das Handy und ziehe Camilla danach an meine Seite. Sie zittert, krallt sich in meine Jacke und beobachtet stumm, wie Tim aus der Haut fährt. Er beschimpft die vier Beamten, als sie ihm Handschellen anlegen, versucht sich zu wehren, tritt und schlägt um sich, wütet. Doch es bringt ihm nichts. Überhaupt nichts.
„Keine Ahnung, wie du das gemacht hast, aber ich bin sehr stolz auf dich“, sage ich nahe an ihrem Ohr, so, dass nur sie es hört. Ein Lächeln breitet sich auf ihren vollen Lippen aus. Eines, das meine Knie weich werden lässt.
„Ich liebe dich“, spricht sie dann genau das aus, was auch in mir vorgeht. Mein Herz setzt einen Moment aus, als mir bewusst wird, was sie da gerade gesagt hat. Erst dann ziehe ich sie fest an mich, senke meinen Kopf und lächele ebenfalls, als sich unsere Lippen berühren. Vergessen ist der Tumult um uns herum. Vergessen ist der Mann, der ihr gerade noch gedroht hat.

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Bad Santa – das Jahr endet heiß – Teil 13

Warnungen sollte man ernst nehmen – Camilla

Ich kann kaum glauben, dass heute schon der 30. Dezember sein soll. Bis vor Kurzem noch, konnte ich es kaum abwarten, dass auch dieses Jahr sich verabschiedet, damit im nächsten alles besser werden konnte. Doch jetzt habe ich Jo an meiner Seite und all diese dunklen Erinnerungen verblassen von Tag zu Tag mehr. Es macht mir noch immer ein wenig Angst zu wissen, dass ich mich tatsächlich in ihn verliebt habe. In meinen Geschäftspartner, der doch noch mehr rumgehurt hat, als ich selbst. Oder ich wollte es einfach so sehen, weil es mich davon abgehalten hat, ihm näher zu kommen. Was eindeutig total bescheuert gewesen ist.

Denn mit Jo wird es nicht langweilig. Keine Sekunde lang, will ich wo anders sein, wenn er mich in seinen Armen hält oder auch nur irgendetwas erzählt, während er uns Kaffee oder zu Essen macht. Denn dieser Mann kann unglaublich gut kochen. Bisher habe ich noch nichts gefunden, was er nicht kann – noch so eine angsteinflößende Sache, doch auch daran kann ich mich gewöhnen. Ganz sicher.
„Sag mal, wo bist du denn schon wieder mit deinen Gedanken?“, reißt mich eben dieser schöne Mann, wodurch ich mich lächelnd zu ihm drehe. Eine Bewegung hinter ihm, ein mir bekannter Haarschopf irritiert mich einen Moment lang, bis er verschwunden ist und ich kurz den Kopf schüttele. Das kann nicht sein. Mum hat gesagt, er würde Weihnachten auftauchen – ist er nicht. Danach werde ich mich von diesem Thema nicht kirre machen lassen.
„Alles okay? Du siehst aus, als hättest du einen Geist gesehen?“, fragt Jo mich besorgt, legt eine Hand auf meine Wange und sofort beruhigt sich mein Puls und der viel zu schnelle Herzschlag. Wie ein Eimer Eiswasser über meinem Kopf fühlt es sich an, doch in seiner Nähe kann ich mir sicher sein, dass nichts passiert.
„Ja, natürlich. Ich habe mich nur erschrocken“, weiche ich ihm aus, doch sein prüfender Blick bohrt sich in meine Augen. Es ist mir unangenehm, ihm nicht direkt zu sagen, was ich glaube gesehen zu haben, aber es wäre Bullshit, wenn ich mich von einer Ahnung aus der Ruhe bringen lassen würden.
„Bist du sicher, dass ich heute schon fahren soll? Ich kann auch bei dir bleiben und wir fahren morgen zusammen zu meiner Mum.“ Denn unser erstes gemeinsames Silvester verbringen wir mit Jos Familie. Wieder so ein Punkt, der mir Angst machen sollte, aber es nicht tut. Ich freue mich darauf sie kennenzulernen, es fühlt sich an, als würde ich sie schon kennen, so viel, wie Jo von ihnen erzählt hat. Außerdem ist es außerhalb Londons und damit weit weg von all den Gespenstern meiner Vergangenheit, die mir hier doch ab und an auflauern. Selbst, wenn ich versuche, sie zu ignorieren.
„Ja, ich bin mir ganz sicher. Wir hocken seit fast zwei Wochen aufeinander – ich meine das nicht böse“, füge ich schnell zurück, als sein Blick sich zu verdunkeln droht und lege eine Hand auf seinen Oberarm. Sofort weiß ich wieder, wie stark dieser Mann ist und dass er mich beschützen würde. Ganz egal, was passieren mag.
„Ich möchte nur eine Nacht für mich sein. Das Jahr resümieren und mir klar werden, was für ein Glück ich habe, dass ich dich jetzt einen Teil meines Lebens nennen darf. Das mache ich jedes Jahr – also dieses Resümee. Bitte lass es mir auch heute“, bitte ich ihn leise, übe mich in einem unschuldigen Augenaufschlag und beiße mir auf die Unterlippe, als sein Blick weicher wird. Es ist unfair von mir, ihn darum zu bitten, aber wenigstens ein paar Stunden brauche ich tatsächlich für mich. Ich mag es wirklich sehr, Zeit mit ihm zu verbringen, aber ab und an alleine sein, will doch jeder?
„Nur widerwillig, aber ich verstehe dich. Sei nur bitte vorsichtig“, sagt er sanft, zieht mich in seine Arme und ich lege meinen Kopf auf seine Schulter. Ihm so nahe zu sein, ist immer noch unglaublich. Seinen Duft einzuatmen, seine Wärme, Nähe und Anziehung zu spüren, als wäre es das Normalste auf der Welt, dass wir beide zusammen sind und niemand uns etwas kann. Diese Gefühle, die in mir toben, sind für mich ungewohnt, aber deswegen nicht weniger schön. Sie zaubern mir ein Lächeln auf die Lippen, als Jo mich ein wenig zurück schiebt, die Hände um mein Gesicht legt und mir so tief in die Augen sieht, dass ich Angst habe, nie wieder aus ihnen auftauchen zu können. Vor ihm habe ich keine Hemmungen, zeige ihm offen, was in mir vorgeht und verdränge dieses warnende Gefühl tief hinten in meinem Kopf, dass es so einfach doch nicht sein kann. Dass noch etwas passieren muss, damit wir uns dieses Glück auf verdienen. Seit ich diesen verdammten Schatten gesehen habe, ist mein Inneres in Alarmbereitschaft, selbst wenn es unsinnig ist.
Weder mir noch Jo wird etwas passieren – uns geht es gut und wir sind sicher. Mehr kann ich mir nun wirklich nicht für diesen Moment wünschen. Richtig?
„Du bist so wunderschön, Camilla. Ich kann noch immer nicht fassen, dass es mir endlich erlaubt ist, dir das tagtäglich zu sagen.“ Seine Stimme klingt so ernst, sein Blick ist so voller Liebe – mitten im Supermarkt. Genau jetzt fühle ich mich ihm näher, als jemals zuvor und halte mich selbst für total verrückt.
„Schau mal“, lenkt Jo meine Aufmerksamkeit zurück auf sich, zeigt mit der Hand hinter mich, wodurch ich mich zu den großen Fenstern des Supermarktes drehe, den wir gerade durchlaufen. Er will alles, was wir für Silvester benötigen, schon heute einkaufen und mitnehmen. Damit seine Mum nicht so viel Arbeit hat. Gibt es etwas Schöneres von seinem Sohn?
Als mein Blick nach draußen fällt, muss ich unweigerlich lächeln, denn es schneit. Selbst von hier aus, kann ich die großen, dicken Flocken erkennen, die vom Himmel fallen und London nach und nach zuckern werden. Ich bin versucht, wie ein kleines Kind auf und ab zu hüpfen und mich zu freuen. Der Schnee am Ende des Jahres war früher immer das Einzige, was er mir nicht nehmen konnte. Meine Freude darüber und die freien Gedanken, die sie mit sich brachte. Kein Schlag, keine Beleidigung, kein Tritt, konnten verhindern, dass ich mir ausmalte, irgendwann einmal frei und unabhängig von Tim zu sein.
Wenn ich ihn jetzt beobachte, den Schnee, dann erinnere ich mich unweigerlich an dieses Versprechen an mich selbst. Mit tränenden Augen gehe ich langsam auf die große Scheibe zu und ignoriere das unangenehme Prickeln im Nacken, das mich schon wieder begleitet. Es fühlt sich an, als würde ich beobachtet werden – aber nicht von Jo.
Doch das Glück in meinem Herzen und das Wissen, dass Jo in meiner Nähe ist, lassen es mich ignorieren. Dabei fällt es mir mit jedem Schritt schwerer. Wie eine eiskalte Hand, legt sich diese Ahnung in meinen Nacken, packt mich hinterrücks und gibt ihr Bestes, all das Gute, das mein Leben jetzt ausmacht, zu verdrängen. Doch ich lasse es nicht zu, behalte das Lächeln auf den Lippen, den Rücken durchgestreckt und gerade, die Haltung stolz, bis ich vor der Fensterscheibe stehe, die Hände daran lege und den Schnee beobachte. Die Sonne ist bereits untergegangen, die Welt liegt in einem Schlummerzustand, nicht richtig müde, doch der Tag ist bereits vorbei und bereitet sich auf das Ende des Jahres vor. So wie die Menschen. In der Spiegelung der Scheibe kann ich sehen, wie die anderen Personen im Laden einfach weitermachen und sich nicht von der kalten Pracht ablenken lassen. Ich kann Jo hinter mir sehen, der mich beobachtet. Ich kann aber auch jemanden entdecken, den ich nie wieder sehen wollte. Es ist nur eine Ahnung, doch dieses dreckige Grinsen, selbst wenn es älter ist, werde ich nie wieder vergessen werden. Erschrocken zucke ich zusammen, denn jetzt bin ich mir sicher, dass er es wirklich ist. Als ob er in den zehn Jahren, seit ich vor ihm geflohen bin, keine neue Jacken kaufen konnte. Oder es ist Absicht. Als ich mich umdrehe, ganz langsam, aus Angst, er würde direkt hinter mir stehen, statt mehrere Meter entfernt, noch hinter Jo, mache ich mich auf alles gefasst. Seinen Anblick, sein gehässiges Lachen, seinen fauligen Geruch. Mir schlägt das Herz bis zum Hals, die Augen habe ich geschlossen, bis ich mit dem Rücken zum Fenster stehe – erst dann hebe ich die Lider wieder. Und sehe nichts. Nur Jo, der verwundert scheint, wieso ich so ernst aussehe. Doch der Mann, der mir eine Heidenangst eingejagt ist verschwunden – als hätte ich ihn mir nur eingebildet. Als hätte er es geschafft und sich wieder in meine Gedanken gedrängt, nur weil Mum mir von ihm erzählt hat. Die Übelkeit, die mich packt, die ich so lange verdrängt habe, nimmt die Überhand, zwingt mich in die Knie. Keuchend, die Hände auf den Magen gepresst, gehe ich zu Boden, vollkommen unfähig noch einen klaren Gedanken zu fassen. Er darf nicht hier sein. Mein sorgfältig aufgebautes Kartenhaus aus Überheblichkeit und Verdrängen, bricht zusammen, als mir klar wird, dass er noch immer die Macht über mich hat. Denn ich habe Angst. Selbst wenn ich es mir nicht eingestehen wollte, seit Mum da war. Es durfte nicht mehr so sein und jetzt trage ich die Quittung dafür.

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Bad Santa – das Jahr endet heiß – Teil 12

Aufgeben steht nicht zur Debatte – Jo

Ich kann nicht anderes, als Camilla anzustrahlen.
Weihnachten ist vorüber, sie hat sich keine Sekunde länger darüber beschwert, dass ich bei ihr geblieben bin und ich habe das Gefühl, wir sind einen weiteren Schritt in die richtige Richtung gegangen.
Zumindest fühlt es sich für mich so an, wenn sie ihre Arme um mich schlingt, mir tief in die Augen sieht und ich daran erkennen kann, dass sie ebenso viel für mich empfindet, wie ich für sie. Auch wenn sie es auch nicht ausspricht. Dazu werde ich sie nicht drängen, so lange sie bei mir bleibt und mich nicht mehr wegschickt.
Einen Moment lang, habe ich ihr wirklich geglaubt, dass sie mich nicht mehr bei sich haben möchte. Ganz kurz, als die Bestürzung über diesen merkwürdigen Besuch noch von ihr Besitz hatte. Ein Glück kann ich sehr beharrlich sein, wenn es darum geht, die Menschen zu beschützen, die mir etwas bedeuten. Viel bedeuten. Wenn nicht sogar alles. Doch dafür ist es einfach zu früh. Zumindest, um Camilla damit zu provozieren.
Eigentlich war ja der Plan, dass wir die Weihnachtstage in meinem Haus verbringen, aber sie wollte ihre Wohnung partout nicht verlassen. Sie will ihrem Stiefvater ins Gesicht sehen, wenn er sie aufsucht und ihm mit allem konfrontieren, was er ihr angetan hat, will sich verteidigen, sollte er sie tatsächlich angreifen und bedrohen. Es ist eine beschissene Idee, aber Camilla ist davon einfach nicht abzukriegen. Also haben wir es uns bei ihr gemütlich gemacht und tun nichts.
Okay, nichts ist untertrieben, da wir die Finger nicht voneinander lassen können. Außerdem reden wir viel. Ich glaube, kaum ein anderer Mensch – außer vielleicht meine Mutter – wissen so viel über mich, wie Camilla jetzt. Aber auch sie öffnet sich mir, hat mir von ihrer Vergangenheit erzählt, nicht nur die Dinge, die Tim ihr angetan hat, sondern auch alles andere ringsherum.
Mit ihr zu sprechen, ist so leicht, als wäre sie dabei gewesen und man frischt die Erinnerung nur nochmal auf. Eigentlich wäre es besser, wenn wir das nur mit den Guten davon tun, aber ich möchte, dass sie den ganzen Mann kennt, auf den sie sich einlässt.
Ab und zu kann ich spüren, wie schwer es ihr fällt, sich darauf einzulassen und mir zu vertrauen. Verübeln kann ich es ihr nicht, selbst wenn ich mir wünsche, sie würde den letzten Rest ihrer Mauer endlich fallen lassen.
„Worüber denkst du nach?“, fragt sie mich gedankenverloren, während ihre Hand durch meine Haare fährt und ich versucht bin, sie sofort unter mich zu bringen und ihr zu zeigen, was ich am liebsten mit ihr tue.
„Über den Verlauf der letzten anderthalb Wochen. Nur noch wenige Tage, bis du dich entscheiden kannst, was du willst. Mich oder alleine sein“, antworte ich ihr dennoch, schlinge einen Arm um ihre Taille und ziehe sie eng an meine Brust. Schon vor Stunden sind wir mit Kissen und Decken auf den Fußboden gezogen, weil das Sofa einfach zu schmal für uns ist. Hier unten haben wir allen Platz, den wir benötigen.
„Denkst du wirklich, ich könnt jetzt noch gehen?“ Sie scheint ehrlich überrascht, denn sie löst sich von mir und sieht mich bestürzt an.
Nein, eigentlich kann ich das nicht. Aber ich werde Camilla zu nichts zwingen, was sie nicht möchte. Sie will diese Tage mit mir genießen? Sehr schön, das tue ich auch.
„Ich hoffe, dass du es nicht mehr kannst. Oder gar nicht mehr willst. Aber ich habe dir am Anfang des Deals die Wahl gelassen und werde das nicht zurücknehmen.“ Erstaunt sieht sie mich an, doch dann wird ihr Blick weicher, ihre Hände streichen über meinen Bauch, und ich spüre, wie ich schon wieder hart werde. Meine derzeitige Blutversorgung ist wirklich nicht die Beste, wenn ich meine Zeit allein mit Camilla verbringe, aber ich will es gar nicht anders. Es fühlt sich viel zu gut an, wenn sie mich berührt, wenn sie mich heiß macht und mittlerweile ganz genau weiß, wie sie mich an meine Grenzen bringen kann.
Sie platziert einige Küsse auf meinem Kiefer, wandert tiefer über meinen Hals und schwingt gleichzeitig ihr Bein über meine Oberschenkel. Nackt und wunderschön, mit verzaustem Haar von den Dingen, die wir vorher getan haben, ist sie über mir, als sie sich ihren Weg über meine Brust küsst, kurz an meinen Brustwarzen saugt, um eine weitere Spur über meinen Bauch zu ziehen.
Heiß schießt die Lust durch meinen Körper, sammelt sich in meinem Schwanz, der sofort wächst und hart für sie wird. Mit einem Lächeln auf den Lippen sieht sie mich durch die dunklen Wimpern an, bevor sie diese um meine Krone schließt. Seufzend lege ich den Kopf in den Nacken, als sie zärtlich an mir saugt, eine Hand um meinen Schaft legt, die andere um meine Hoden. Es ist ein teuflisches Spiel, das sie da treibt und es ist gleichzeitig das Beste, was ich je erlebt habe.
Mit quälend langsamem Tempo, gleitet meine Erektion in ihren heißen Mund, der mich willkommen heißt und verrückt macht. Man sollte meinen, dass ich, nachdem wir bereits so viel Sex hatten, dass ich den Überblick verloren habe, abgehärtet wäre, mehr Zeit bräuchte um meine Grenzen zu erreichen, doch Camillas Zunge, mit dem sie meinen Schaft umkreist, macht jede Zurückhaltung zunichte. Sie weiß einfach zu genau, wie scharf ich es finde, wenn sie mich aus diesem Winkel ansieht, wenn meine Krone gegen ihren Rachen drückt und sie hart an mir saugt, als würde alles davon abhängen. Dazu ihre dünnen Finger, die gekonnt meine Hoden massieren, mal mit mehr, mal mit weniger Druck und ich könnte direkt in ihren Rachen kommen. Binnen weniger Minuten, wie ein Teenager bei seinem ersten Blowjob.
„Fuck, Camilla“, stoß ich hervor, als sie den Kopf immer schneller hebt und wieder senkt, ihre Hand mehr Druck ausübt und ihre Zungenspitze das kleine Loch meiner Erektion liebkost.
Sie kichert bei meinem Versuch, mich zurückzuhalten, als ich ihren Kopf festhalten will, um das Tempo zu bestimmen. Das Summen ihres Lachens schießt direkt in meine Hoden, die sich heftig zusammenziehen und ich weiß, dass ich verloren habe. Nur noch meine Krone im Mund, sieht sie mich an, zwinkert mir zu und saugt dann ein letztes Mal so sinnlich an mir, dass mir Hören und Sehen vergeht. Kontrolle zu behalten ist zwecklos, also kralle ich die Hände in ihre weichen Haare, halte ihren Kopf so an Ort und Stelle, nur um mein Becken zwei Mal nach vorn zu stoßen und mich dann in ihr zu ergießen. Mit einem tiefen Stöhnen lasse ich einfach los, schließe die Augen und genieße die Hitze, die meinen Schwanz umgibt, als ich komme.
Mit einem Grinsen leckt sich Camilla die Lippen, nachdem ich mich aus ihr zurückgezogen habe und ihr Blick ist voller Feuer. Eines, dass dich vollständig einnimmt, wenn du nicht aufpasst. Doch das ich verlieren werde, wusste ich schon im ersten Moment, als ich in ihre Augen gesehen habe. Für manche mag das kitschig klingen, für mich ist es die reine Wahrheit.
„War das jetzt die Antwort darauf, ob du bleiben oder gehen möchtest?“, ziehe ich sie auf, schlinge die Arme um ihren nackten Körper und drücke sie an meine Brust. Noch immer lächelt sie versonnen, lässt mich um eine Antwort betteln, während ihre Fingernägel über meine Haut kratzen.
„Wie könnte ich einem Mann widerstehen, der einfach ignoriert, wenn ich alleine sein und ohne ihn sein möchte. Einfach, weil er es besser weiß, als ich selbst?“, fragt sie mich, doch das Lächeln auf ihren Lippen ist mir Antwort genug. Dazu das Funkeln ihrer Augen und ich bin im Himmel. In meinem ganz persönlichen, denn das hier ist mehr als fantastischer Sex. Es könnte der Anfang von etwas wirklich Großem sein.

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Bad Santa – das Jahr endet heiß – Teil 11

Willkommen zurück, oh geliebte Handlungsunfähigkeit – Camilla

 

Ich sehe Jos verletzten Blick, ich sehe ihm an, dass er nicht gehen will und tief in mir weiß ich auch, dass es falsch ist, ihn wegzuschicken, da er der Einzige ist, der mich jetzt noch retten könnte. Doch der Sog, in dem ich mich befinde, ist zu stark. All die Erinnerungen, Ängste und Gefühle von damals kehren mit einer Macht zurück, gegen die ich nicht ankomme.
„Camilla, das kannst du vergessen“, reagiert mein Gegenüber endlich, spricht genau das aus, was ich hören muss und trotzdem bin ich nicht in der Lage mich darüber zu freuen. Es stimmt – ich habe keine Angst mehr vor Tim. In dem Moment, in dem Mum mir mitteilte, dass er mich suchen und wahrscheinlich finden wird, war sie wie weggeblasen. All die Dinge, die ich in meinem Selbstverteidigungskurs gelernt habe, kommen mir in den Sinn. Tim sollte sich warm anziehen, beschließe ich und sehe Jo wieder direkt in die Augen. Ein Fehler, denn sein Blick durchbohrt mich, nimmt mich gefangen und meine Entscheidung diesen Deal direkt zu beenden gerät ins Wanken. Doch ich darf mich keine Schwäche erlauben. Nie wieder.
„Es ist meine Wohnung und ich möchte dich hier nicht mehr haben. Ich weiß, ich habe dir Hoffnungen gemacht und dass das unfair dir gegenüber gewesen ist, aber ich habe meinen Fehler ja bemerkt. Es wäre wirklich zuvorkommend, wenn du meinen Wünschen folgst.“
Mein Herz bricht bei seinem Anblick und mir ist übel, viel übler als in dem Moment, als ich erfahren habe, wer auf dem Weg hierher ist. Es ist eine verdrehte Welt, aber Jo ist mir so wichtig, dass ich mich selbst damit verletze, ihn wegzuschicken. Aber ich tue es, um uns beide zu schützen. Es führt zu nichts, was wir hier veranstalten, das muss ich einfach einsehen.
„Vergiss es. Ich bleibe hier.“ Damit schiebt er sich an mir vorbei, geht in die Küche und lässt mich starrend zurück. Ist dieser Mann noch zu retten? Eine Frau wirft ihn aus seiner Wohnung und er weigert sich? Er weiß genau, wie fertig ich bin – er kann es mir ansehen und bleibt trotzdem? Trotz, dass ich ihm gesagt habe, dass wir niemals etwas werden? Was geht nur in seinem Kopf vor? Weiß er etwas, das ich nicht weiß?
Was auch immer es ist, es bringt mich dazu, tief durchzuatmen und ihm zu folgen. Der Kaffeeduft ist einfach zu verlockend, Jos Nähe ebenso, auch wenn ich sie nicht mehr genießen darf.
„Denkst du wirklich, ich lasse dich an Weihnachten alleine? In zwei Tagen, wenn du es immer noch willst, gehe ich, aber sicherlich nicht heute, nicht nach dieser Mitteilung, nicht, nachdem ich jetzt weiß, was dir passiert ist.“
Seine Stimme ist ganz sanft, weich und wie eine feste Umarmung. Genau diese wünsche ich mir jetzt, halte mich aber zurück, meine Arme einfach um diesen fantastischen Mann zu schlingen, der es schafft, immer genau das Richtige zu sagen. Zu gern möchte ich mit ihm über alles reden, ihm versichern, dass ich nicht geblufft habe und wirklich keine Angst vor Tim. Er hat mein Leben bis heute immer bestimmt – egal ob unterbewusst oder aktiv. So etwas wird nicht mehr passieren, aber ich habe nicht die Kraft dazu, all diese Dinge noch einmal auszusprechen. Ist es mir unangenehm, dass Jo alles mitangehört hat und die dreckige Wahrheit nun kennt? Ich horche tief in mich hinein, als er uns beiden Kaffee in zwei Tassen füllt und mir eine reicht.
„Wenn du diese Beweise wirklich noch hast, solltest du damit zur Polizei gehen und schauen, was sie für dich tun können. Ja, es ist viel Zeit vergangen, aber trotzdem darf es nicht unter den Tisch gekehrt werden, was dieser Mann dir angetan hat.“
Darauf kann ich nichts sagen, denn mit diesem Gedanken spiele ich schon viel zu lange. Dazu hätte ich damals die Anzeige nicht zurückziehen dürfen, so ist es, als wäre es niemals geschehen.
„Wird es nicht“, ist meine kurze Antwort, danach gehe ich wieder an ihm vorbei und lasse mich schwer auf der Couch fallen, nachdem ich die Tasse abgestellt habe. Mit geschlossenen Augen, lehne ich den Kopf gegen die Lehne hinter mir und atme tief durch. Erst jetzt schaffe ich es, mich zu beruhigen und das Rauschen in meinen Ohren lässt nach. Natürlich bin ich nicht so taff und abgebrüht, wie ich es Jo versuche vorzumachen. Meine Hände zittern noch immer und auch die Übelkeit verschwindet nicht so einfach, wie ich es mir wünschen würde, doch ich darf nichts davon an die Oberfläche dringen lassen. Jo würde niemals wieder gehen und sich damit selbst in Gefahr bringen. Denn Tim ist zu allem fähig und allein das Wissen, dass in meinem Nachtschrank eine auf mich zugelassene Waffe liegt, lässt mich diesen Alptraum rational betrachten.
„Du denkst wirklich, dass die Geschichte deiner Eltern dich geprägt hat?“, fragt mich mein mittlerweile ungebetener Gast nach einer ganzen Weile, in der er mich beobachtet haben muss. Er kennt die Antwort auf diese Frage, ich habe sie ihm vorhin schon beantwortet und trotzdem ist es mir ein inneres Bedürfnis, ihm klarzumachen, dass er wirklich besser gehen sollte, wenn er nicht verletzt werden möchte. Dabei bin ich mir selbst gar nicht mehr so sicher, traue mir nicht, denn ich mag Jo. Viel zu sehr, um ihn tatsächlich zu zwingen meine Wohnung zu verlassen. Und das macht mir mehr Angst, als alles andere, was ich heute erfahren habe. Ich sollte das Weite suchen und so viel Abstand wie nur möglich zwischen mich und den Mann bringen, der mein Herz im Sturm erobert hat und einfach nicht von meiner Seite weicht. Selbst wenn ich ihn anzicke und darum bitte. Er verhält sich genau so, wie es richtig ist, wie es ein richtiger Mann tut, dem eine Frau etwas bedeutet. Doch damit umgehen kann ich beim besten Willen nicht. Wie auch? Ich habe nicht gelernt mit der Zuneigung anderer Menschen mir gegenüber umzugehen und fühle mich jetzt hilflos.
Der Besuch meiner Mutter rückt in weite Ferne, als hätte er gar nicht stattgefunden, auch wenn ich weiß, dass genau das, Quatsch ist. Stattdessen kann ich nur daran denken, dass Jo keinen Meter von mit entfernt auf dem Sofa sitzt und mich höchstwahrscheinlich beobachtet. Es sollte mir unangenehm sein, ich sollte sauer auf ihn sein, aber alles, was ich in mir finde, ist Dankbarkeit. Dafür, dass er geblieben ist, als ich ihn gebeten habe, zu gehen.
„Warum bist du noch hier?“, frage ich ihn gerade heraus, denn es ist die einzige Frage, die ich nicht beantworten kann. Okay, gut, wir sind Freunde, verstehen uns wirklich gut und hatten eine wunderschöne Woche zusammen. So eine, die dein Leben verändern könnte, wenn du es nur zulässt. Doch so weit bin ich noch lange nicht, selbst wenn ich spüre, dass ich mehr für Jo empfinde, als ich mir je eingestehen möchte.
„Das hast du noch immer noch nicht begriffen?“, reagiert er mit einer Gegenfrage, die mich dazu bringt, die Lider zu heben und ihn von der Seite anzusehen. Er sitzt im Schneidersitz auf meinem Sofa und sieht mich so durchdringend an, dass ich Gänsehaut bekomme. Eine von der richtig guten Sorte, die dir zeigt, wie gut es dir geht und wie sehr es dir gefällt, wenn dich dieser eine bestimmte Mensch ansieht. Ich wünsche mir, dass ich die Hand nach ihm ausstrecken und berühren könnte, aber so weit bin ich nicht. Er würde mich für total bescheuert halten, wenn ich ihn erst wegschicke und dann die Finger nicht von ihm lasse. Ich halte mich selbst dafür.
„Was soll ich begriffen haben?“ Ich verstehe es tatsächlich nicht und fühle mich dumm dabei. Er sieht mich an, als wäre es offensichtlich, als würde es einen ganz bestimmten Grund dafür geben, dass er nicht geht, wenn ich es will.
„Warum sollte ich die Frau, in die ich mich verliebt habe, alleine lassen? Genau in dem Moment, in dem sie mich am meisten braucht? Selbst, wenn sie das noch nicht erkannt und Angst davor hat, es sich einzugestehen? Seit wann lässt man die Menschen, die einem viel bedeuten, allein, wenn es ihnen nicht gut geht?“
Wie oft bin ich heute schon sprachlos gewesen? Hat er diese Dinge gerade wirklich gesagt oder habe ich sie mir einfach nur eingebildet? Kann es wirklich sein, dass Jo so viel für mich empfindet, dass auch ich es bemerke? Also nicht seine Gefühle für mich, die präsentiert er mir gerade auf dem Silbertablett und macht sich damit angreifbarer, als er sollte. Sondern, dass ich den heftigen Herzschlag, die schwitzigen Hände und den trockenen Mund bemerke, die auf seine Worte auftreten und die mir eindeutig beweisen, dass Jo mir nicht egal ist. Und genau das ist die Untertreibung des Jahres, denn je länger ich in die hellen Iriden seiner Augen blicke, desto sicherer bin ich mir, dass ich seine Gefühle erwidere. Es ist so verrückt, so abgedreht, so ungewohnt, dass ich ihn einfach nur anstarren kann, mit geweiteten Augen und offenem Mund. So, als hätte er mir gerade erzählt, dass der Weihnachtsmann sein bester Freund ist und nur für mich heute Nacht eher kommt, damit mich die Geschenke wieder aufmuntern.
„Danke“, ist das Einzige, was ich hervorbringe und es klingt wirklich gequält. Dabei ist einfach nur mein Hals so trocken, dass jedes Wort darin stecken bleibt. Ich habe mich verliebt. Einzig und allein das wabert durch meinen Kopf und das Jo beginnt zu lächeln, als hätte ich ihm das bereits gestanden, macht es nicht wirklich besser.
„Du weißt aber schon, dass ich dich jetzt umarmen werde, weil du einsiehst, dass du sowieso nicht gegen mich ankommst?“ Mittlerweile grinst er breit, so schelmisch, wie ich es von ihm gewohnt bin und was mich ein wenig beruhigt. Diese Gefühlskiste ist überhaupt nichts für mich, Jo weiß das Gott sei Dank.
„Wer hindert dich daran?“, frage ich ihn, nachdem ich mich ausgiebig geräuspert und aufgesetzt habe. Ich vermisse seine Berührungen, dabei sind sie gar nicht lange her. Es ist, als würden wir ein neues Kapitel in einem Buch aufschlagen. Eines, das alles verändern kann, was davor gewesen ist, selbst wenn die Protagonistin keinen Schimmer hat, was das alles zu bedeuten hat.

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